YFU Switzerland

Collegealltag

Hallo liebe Leserinnen und Leser in der Schweiz,

Es ist wieder so weit. Ich melde mich aus den USA mit vielen Eindrücken vom Collegeleben!

Es ist nun schon Woche drei des Collegelebens. Die ersten Prüfungen und Quizzes sind schon vorbei, die Klassen werden härter und strenger. Das schöne ist, dass ich hier am College diese Kurse belegen kann, die ich will. Man stellt sich seinen Stundenplan selbst zusammen. So kommt es, dass ich Spanisch habe. Eine Klasse, die für mich eher einfach ist. Amerikaner und Fremdsprachen lernen ist etwas spezielles. Sie müssen zuerst mal lernen, dass es auch eine Höflichkeitsform gibt. Meine Englischklasse, die auf akademischem Schreiben und Lesen basiert, ist super. Wir schreiben und diskutieren sehr viel, was mir super gefällt. Am meisten Spass habe ich in der Geologie. Wir schauen Vulkane, Erdbeben und die Plattentektonik an. Es geht sehr in die Tiefe und ist deshalb hochspannend. In jeder Klasse sind viele amerikanische Studenten, die ich immer besser kennenlerne. Es kann am Anfang schwer sein, amerikanische Freunde zu finden. Man ist eben sehr viel mit den Internationalen Studenten unterwegs, die ich in der zweiwöchigen Orientierung kennengelernt habe. Aber es kommt mit jedem Tag besser! Im Chor haben wir viel Zeit zu quatschen, wenn der Dirigent mit den einzelnen Gruppen arbeitet. Dort habe ich schon viele Leute kennengelernt. Und als Internationaler Students ist man was spezielles, da schiessen Fragen hervor, die man täglich mehrmals hört: „Wie gefällt es dir hier?“, „Welche Klassen besuchst du?“, „Woher kommst du?“, und, und, und…! Aber es macht unglaublich Spass. Die Professoren am College sind total anders als in der Schweiz. Die Beziehung die du zu ihnen hast, ist mehr auf einer „ich bin dein Kollege“ Basis, als auf einer typischen Professoren Beziehung. Es ist ganz normal, dass man während den Bürozeiten bei den Professoren vorbeischaut, um ein bisschen zu quatschen. Das macht unglaublich viel Spass und man lernt seine Lehrer sehr gut kennen. Zudem spricht man die Professoren meistens mit dem Vornamen an. Das wirkt persönlicher. Ich habe neulich mit meiner Geologieprofessorin gesprochen und wir haben viel über Reisen geredet. Ich habe dabei bemerkt, dass ich schon viele für Geologen interessante Plätze gesehen habe.
Ich bin hier an einem etwas kleineren College, das so um die 500 Studenten fasst. 50 davon sind international. Auf dem Campus hier gibt es viele verschiedene Klubs, denen man beitreten kann. So gibt es einen „International Club“, wo nicht nur die Austauschstudenten beitreten können, aber auch alle Amerikaner, die die internationalen Studenten kennenlernen wollen. Wir werden mit diesem Klub viele Ausflüge machen. So gehen wir im November nach Chicago, im Februar gehen wir Ski fahren und im März ist ein Trip zur Mall of America geplant. Am Samstag gehen wir hier in der Nähe Kanufahren, was sicher lustig, wenn auch ein bisschen kühl, werden wird.

Bis bald!!

 

Eure Tanja