YFU Switzerland

Goodbye Switzerland and Hello America!

Liebe Leserinnen und Leser,

Bevor ich mit dem Erzählen der eigentlichen Erlebnissen beginne, möchte ich kurz einige Informationen über mich preisgeben. Mein Name ist Tanja und ich stamme aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Baden im Aargau. Ich bin 19 und habe im Juni im Juni mein Maturitätszeugnis an der Kantonsschule Baden erhalten. Demzufolge nehme ich nicht am normalen YFU High School Programm Teil sondern in einem speziellen Programm, das YFU ebenfalls anbietet. Es ist das Community College Programm, für Schüler die über 18 sind. Anstatt an einer High School studiere ich an einem College, wo ich meine Fächer selbst wählen kann.

Es ist nun fast drei Wochen her seit ich die Schweiz verlassen habe. Nach einem ganzen Jahr Wartezeit ging es endlich los! Der Abflug war nur noch Stunden entfernt, die Koffer gepackt und bereits aufgegeben. Dann folgte aber der schwerste Teil, der Abschied von der Schweiz, von meinen Verwandten, Freunden und meiner Familie. Die Vorfreude war aber mindestens genauso gross wie die Traurigkeit, Abschied zu nehmen.
Ich machte mich also auf dem Weg zum Terminal E am Flughafen Zürich. Noch realisierte ich nicht, dass ich ein Jahr weg sein werde. Als das Flugzeug, eine Boeing 767 der United Airlines, endlich abhob, wurde ich langsam ein bisschen nervös, da wusste, dass in Washington DC nur zwei Stunden zum Transfer blieben. Aber schlussendlich war alles  viel einfacher. Das Flugzeug landete eine gute halbe Stunde zu früh und es hatte nur sehr geringe Warteschlangen bei der der Immigration und beim Security Check, also ging alles gut voran. Von Washington DC nahm ich die nächste Maschine nach Chicago von wo ich mit einem kleinen Flugzeug nach Madison, Wisconsin flog.
Ich rechnete damit, meine Ankunftsfamilie am Flughafen zu sehen aber alles kam anders. Am Freitag vor meiner Abreise hatte das College mir eine definitive Gastfamilie gefunden, die mich dann am Flughafen abholte und herzlich begrüsste. Von Madison ging es eine gute Stunde mit dem Auto bis ich in meinem neuen Zuhause ankam. Ein kleines Städtchen Namens Richland Center würde mein Wohnort sein für die nächsten 10 Monate. Es war kurz nach zehn Uhr Abends als ich ankam, es war dunkel und deshalb konnte ich nicht wirklich viel sehen.

Einen Tag Zeit liess man mir zum mich einleben, bevor die International Student Orientation am College begann. Die University of Wisconsin Richland, wo ich nun für ein Jahr studiere, gefällt mir super. Die ersten zwei Wochen hatte ich wie gesagt die Einführung zusammen mit den 40 anderen internationalen Studenten meines Colleges. Wir hatten unglaublich viel Spass in diesen zwei Wochen. Unsere Kursleiter, die teilweise auch Professoren des Colleges sind, haben viele Aktivitäten geplant, um uns den Start ins Collegeleben zu erleichtern. In diesen zwei Wochen habe ich so viele nette Leute aus aller Welt kennengelernt. Wir sind eine unglaublich tolle Gruppe und verstehen uns. Man spricht viel über sein eigenes Land, die eigene Kultur und erfährt viel über die Herkunftsländer der anderen internationalen Studenten. Wir sind zu viert, die mit YFU an die UW Richland gekommen sind. Ein Junge aus den Niederlanden, ein Mädchen aus Belgien, eine Südkoreanerin und ich. Zudem hat es viele Studenten von anderen Ländern, die aber das ganze Studium hier machen. Mein College unterstützt zudem noch ein Austauschprogramm, das Nahoststudenten ein Austauschjahr in den USA ermöglicht. Folglich haben wir zwei aus Pakistan, ein Junge aus Kazachstan und ein Mädchen aus Georgien. Ich habe in diesen zwei Einführungswochen so viel Spass gehabt wie schon lange nicht mehr. Für das International Dinner, das an einem Abend stattfand, backte ich einen Tirolercake (Haselnüsse und Schokoladenwürfel). Ich habe so viel Lob erhalten, dass ich mir vornahm bald wieder zu backen oder kochen. An einem Sonntagabend veranstalteten die Organisatorinnen der International Orientation eine Pool-Party, wo wir alle unglaublich Spass hatten! Aber neben spassigen Aktivitäten blieben trotzdem ein paar wenige Lectures, die wir überstehen mussten. Wir erhielten viel Informationen betreffend Visa, Bankaccount in den USA eröffnen und Inputs über die Kultur hier. Emery, die Ansprechsperson für alle internationalen Studenten und Organisatorin der International Orientation, hat einen super Job gemacht und uns für denCollegestart supergut vorbereitet.

Bevor das College anfing, feierten wir schon den ersten schulfreien Tag, den Labour Day. Grundsätzlich gönnte ich mir diesen Tag um erstmals richtig mit meiner Familie in der Schweiz zu telefonieren.

Am 4. September fing dann das eigentliche Collegeleben an, das ganz anders ist als das Gymnasium in der Schweiz. Die Professoren spricht man hauptsächlich mit dem Vornamen an und man kann in ihre Büros hineinschneien und sich über Gott und die Welt unterhalten. Mein College fasst nur an die 500 Studenten und von dem her kennt man ziemlich bald viele Gesichter. Ich habe eine English Writing Class zusammen mit den amerikanischen Studenten, das wird nicht einfach, da mitzuhalten aber es wird wenigstens challenging! Zudem habe ich Spanisch, Chor und Geologie. Dazu kommt, dass ich ein Mitglied im International Club bin. Also bin ich ganz schön beschäftigt auf dem Campus, aber ich melde mich ganz bald wieder!

Eure Tanja