YFU Switzerland

Rõuge

Einen der schönsten Ausflüge, den ich in Estland unternommen habe, ging nach Rõuge, eine Zweitausend-Einwohner-Stadt in Südestland. Früh morgens sind Lara und ich mit dem Bus nach Võuru gefahren, im Gepäck heisser Tee, Piroggen und die Kamera. Wir hatten ein bisschen Zeit bevor der Anschlussbus kam und so beschlossen wir, uns ein bisschen in Võru umzuschauen. Abgesehen von einem kleinen Teich zwischen Busbahnhof und, nun ja, der „Innenstadt“ gab es aber nicht wirklich etwas zu sehen.

Dans une de mes excursions préférées, Lara et moi allions à Rõuge, une petite ville au sud de l’Estonie qui s’étand à 2000 habitants. Nous allions tôt dans la matinée avec le bus à Võru, dans le sac à dos de thé chaud, des pirojkis et l’appareil photo. Car nous avions un peu de temps dans Võru, nous voulions regarder la ville un peu mais à part d’un petit étang, qui est entre la station de bus et le, bien, le „centre“ il n’y avait plus.

Der besagte Teich / ledit étang

Die, nun ja, „Innenstadt“ Le, bien, le „centre“

 

 

 

 

 

 

 

Schon auf der Fahrt von Võru nach Rõuge bestaunten wir die hügelige, schneebedeckte Landschaft. Angekommen, orientierten wir uns kurz und erfuhren, dass wir uns am tiefsten See, dem Rõuge Suurjärv („Rõuge Grosssee“) befanden, der zu dem Zeitpunkt zugefroren war.

Pendant le trajet nous admirions la région vallonée et neigeuse. Que nous arrivions, nous nous orientions et apprendions que nous étions sur le lac le plus profond dans l’Estonie, le Rõuge Suurjärv („Rõuge Grand-Lac), qui était à cette date-là gelé.

Auf der Suche nach dem Hinni-Kanjon (einer kleinen Schlucht) fanden wir leider nicht den richtigen Wanderweg und mussten erst einmal ein paar Kilometer an einer grossen, jedoch nicht befahrten Strasse in die ungefähre Richtung der Schlucht langlaufen. Das gute Wetter machte den asphaltierten Weg jedoch wieder wett.

Nous cherchions le sentier de randonnée qui mène à l’Hinni-Kanjon (une petite gorge) mais nous ne trouvions pas donc nous nous promenions à la direction approximative au bord d’une route pour quelques kilomètres. Ce n’était pas grave parce que il faisait très beau.

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Irgendwann wurde es uns dann doch zu doof, an der Strasse langzulaufen, also beschlossen wir rechter Hand übers Feld zu laufen, wo wir dann irgendwann auf den Kahrila Järv (See) stiessen, den wir gesucht hatten. Nur leider waren wir nicht ganz an einem Ende des Sees, und hätten einen kleinen Bogen machen müsssen, um auf die richtige Seite zu kommen. Da wir nicht unendlich viel Zeit hatten –  wir hatten nicht vor, den letzten Bus zu verpassen – beschlossen wir über den zugefroreren See zu gehen, da wir auf der Höhe der schmalsten Stelle waren. Dafür mussten wir uns erst einmal durch’s Gestrüpp schlagen, um ans Wasser zu kommen und nach ein paar prüfenden Schritten, erklärten wir das Eis für stabil genug. Vorsichtig gingen wir über den See und irgendwann begriffen wir, dass die vermeintlichen „Schüsse aus dem Wald“ gar keine Schüsse waren, sondern das Eis, das anfing zu brechen. Jedenfalls schafften wir es irgendwie, heil auf der anderen Seite anzukommen und kamen wie durch ein Wunder genau an einem Wanderschild, das Richtung Schlucht zeigte raus. Ob dieser Weg schlussendlich schneller war, als um den See drumherum sei mal dahingestellt, aber es war auf jeden Fall ein kleines Abenteuer.

Quand nous ne voulions plus aller au bord de la route, nous tournions à la droite et nous promenions sur le champ et arrivions au Kahrila Järv (lac), que nous avons cherché; mais pas au bout du lac donc nous aurions pu faire un détour et nous n’avions pas beaucoup beaucoup de temps – nous ne voulions pas rater le dernier bus – nous décidions à traverser le lac gelé en endroit le plus étroit. Pour faire ça, nous pouvions aller un peu par les broussailes et nous annoncions que le lac était solide. La glace faisait crac mais pour faire court, nous arrivions saines à l’autre rive et exactement là était le sentier de randonnée. Peut-être ce chemin n’était pas plus vite que le détour mais c’était certainement une aventure.

 

 

 

 

 

Nach ein paar Kilometern kamen wir dann an der Schlucht an, wo wir eine grössere Pause einlegten und die Ruhe genossen.

Après nous sommes allées quelques kilomètres, nous arrivions à la gorge, où nous faisions une pause.

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Bald machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg – diesmal auf dem richtigen Wanderweg – und kamen an mehreren kleinen Seen vorbei zurück nach Rõuge. (Nur leider war mein Akku dann leer.)

Au retour à Rõuge, nous allions sur le vrai chemin le long de plusieurs petits lacs. (Malheureusement l’accu d’appareil photo était vide).

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Ganz kaputt von der langen Wanderung (über 20km) setzten wir uns in den Bus und verbrachten auch die eine Stunde Wartezeit im Busbahnhof von Võru, nicht wie geplant spazierend durch die Stadt.

Épuisées de la randonnée (plus que 20km) nous allions en bus à la maison et attendions une heure à la station de bus à Võru, pas promenant dans la ville comme était planifié.