YFU Switzerland

September.

So hier kommt mein verspĂ€tetes September-update: 🙂

KrÀftskiva: 

Hier wurde ich und Ines von Sara und ihrer tollen Familie zur „KrĂ€ftskiva“ eingeladen, das ist eine weitere schwedische Tradition, man isst ganz viele KrĂ€ftor (das sind so grosse Krebse, etwas zwischen Hummer und Shrimps, die eigentlich vor allem nach Salzwasser schmecken) Wir waren sehr hungrig und stĂŒrzten uns sofort auf die „Viecher“, doch es war ehrlichgesagt mehr Arbeit die harten Panzer aufzubrechen und das wenige Fleisch rauszupulen, sodass wir bald aufgaben und zu Tortillas und KĂ€sekuchen wechselten… Es wurde ein sehr lustiger Abend mit meinen zwei Schweizer AustauschschĂŒlerinnen, wobei ich es genoss mich endlich wiedermal richtig verstĂ€ndigen zu können und die schwedischen MerkwĂŒrdigkeiten mit Gleichgesinnten genau zu analysieren.

fotographisch in Szene gesetzt: Ines mit KrĂ€ftor-schĂŒssel

fotographisch in Szene gesetzt: Ines mit KrĂ€ftor-schĂŒssel

...die Schweiz ist in Stockholm gut vertreten...

…die Schweiz ist in Stockholm gut vertreten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harry Potter Exhibition:

Am Tag darauf ging ich mit ein paar Freunden aus meiner Klasse zur Harry Potter Exhibition auf Norrköping. Es war der letzte Tag der Ausstellung (zumindest in Schweden) und wir kriegten gerade noch die letzten Tickets. Es war super, ich bin ein so riesen Harry Potter Fan und fĂŒhlte mich natĂŒrlich gerade voll in meiner Welt… 😉

Es gab viele Original Requisiten aus den Filmen zu bestaunen und die ganze AtmosphĂ€re war natĂŒrlich voll auf „Zaubererwelt“ abgestimmt (gedĂ€mpftes Licht, Robotereulen an der Decke, Rauch und natĂŒrlich die ganze Zeit die berĂŒhmte „Harry Potter-Filmmusik“ im Hintergrund. Zum Schluss deckten wir uns noch im Ausstellungsshop mit Schokofröschen und „Bertie Bott’s Bohnen aller Geschmacksrichtungen“ ein und so fĂŒhlte sich die lange Zugfahrt von Norrköping nach Hause fast ein wenig an als ob man im Hogwartsexpress sitzen wĂŒrde…;)

 

Fika im Wald und erstes Lebenszeichen eines Elches! 

Das erste Lebenszeichen eines Elches konnte ich an einem schönen SpĂ€tsommertag erleben… Ich und meine Gastfamilie waren nĂ€mlich draussen im Wald und suchten nach Pilzen (dass ist da total ĂŒblich, wenn man mal einen Spaziergang im Wald unternimmt klettern die ganze Zeit alle möglichen Menschen aus dem Dickicht mit einem KĂŒbel (oder Korb!) voll Pilze oder Beeren…) Wir picknickten mitten im Wald (ich fĂŒhle mich in diesen riesen WĂ€lder immer ein wenig wie Ronja RĂ€ubertochter)

Als sich die „MĂ€nner“ hinlegten zur „Nach-fika-siesta“ wagten ich und meine Gastmutter Marija uns noch ein wenig weiter in den Wald hinein, wobei wir plötzlich ein lautes Knacken und das GerĂ€usch von schweren wegrennenden FĂŒssen wenige Meter neben uns hörten… doch als wir an die Stelle kamen, wo wir den Krach das letzte Mal ausgemacht hatten, war der Elch schon weg. Stattdessen stiessen wir bloss auf einen Haufen frischer, warmer Elchscheisse…

 

 

Wochenende in der Sommarstuga in HĂ€lsingland:

Am 12.September kriegte ich frei von der Schule und fuhr mit meiner Gastfamilie 6h Richtung Norden in „unsere“ Sommarstuga. Wir hatten das ganze Wochenende traumhaft schönes, warmes SpĂ€tsommerwetter (in der Schweiz regnete es…:P).

Das 200jĂ€hrige Haus liegt mitten im Wald an einem See und es ist so richtig der Inbegriff von einem typischen schwedischen Landhaus (natĂŒrlich falnröd mit weissen Fensterrahmen) , umgeben von etwa drei heruntergekommenen Scheunen (wir haben tatsĂ€chlich 3 alte, leider nicht mehr funktionierende Oldtimer-Traktoren dort) und auch ein beliebtes Wohnquartier von MĂ€usen und wahrscheinlich noch anderem Getier… Da das Haus so alt und gross ist und weil wir so weit weg wohnen, kommen die Renovierungsarbeiten nur langsam voran (natĂŒrlich macht man das hier selber!), deshalb schliefen wir alle in einem Raum vor dem flackernden Feuer im Kamin.

Am Tag spielte ich mit meinen drei kleinen GastbrĂŒder verstecken draussen (ich fĂŒhlte mich ehrlichgesagt ein paar Jahre jĂŒnger an diesem Wochenende, und genoss es total wiedermal einfach in den Tag zu leben), half meiner Gastmutter Waffeln zu backen, putzte die KĂŒche auf Pippilangstrumpf-art (wir wickelten uns „Lumpen“ um die FĂŒsse und schlingerten so ĂŒber den nassen KĂŒchenboden) und am Nachmittag gingen wir (wĂ€r hĂ€tte es gedacht?) wiedermal in den Wald und pflĂŒckten Lingonbeeren… Am Abend hatten wir ganze 10l Lingonbeeren gesammelt und die erste Ladung haben wir schon zu dem typisch schwedischen LingonsĂŒlz verarbeitet (ich liiiiiebe LingonsĂŒlz!!!), der Rest (also zwei volle SĂ€cke) steht in einer unseren drei Gefrierfachtruhen.

#öko am Beeri sueche #hatersgonnahate

#öko am Beeri sueche #hatersgonnahate

ein Kessel voller Lingonbeeren

ein Kessel voller Lingonbeeren

Ich war echt ein wenig traurig als wir das Haus nach drei Tagen wintersicher machten und wieder zurĂŒckfuhren… Im Winter ist es zu kalt um dort zu wohnen (keine richtige Isolation).

NatĂŒrlich ist noch viel mehr passiert, aber ich kann ja nicht jeden Tag erzĂ€hlen was ich mache, will euch nicht zu viel aufbĂŒrden;)