YFU Switzerland

Hallo Welt!

So nun bin ich schon ganze 3 Wochen hier. Aber ganz ehrlich, mir kommt es vor als wären es drei Monate…Es ist so viel passiert in dieser Zeit, jeden Tag entdecke ich wieder Neues! Deshalb weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll mit erzählen…

…beginnen wir mal mit dem 1. Schultag. Ich war super nervös, und rechnete fest damit, dass ich den ganzen Tag alleine verbringen müsste und niemand mit mir reden möchte. Doch es kam ganz anders (und damit möchte ich ein weitverbreitetes Gerücht aus der Welt schaffen: die Schweden, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sind ganz und gar nicht schüchtern und in sich gekehrt!)  Alle kamen gleich auf mich zu und redeten mit mir, zeigten mir die Schule, erkärten welche die coolen und welche die komischen Lehrer sind und nahmen mich nach der Schule auch gleich zur Fika mit (Fika ist sowas wie „Kaffee und Kuchen“ wobei man mit Freunden oder einfach nur Bekannten zusammensitzt und sich austauscht und in Schweden macht man das sehr gerne (manchmal auch mehrmals am Tag). Jedes unspektakuläre Ereignis gibt Grund für Fika, und sei es auch nur: „Ah der Nachbar meiner Tante hat heute Geburtstag“ oder „wir haben früher Schule aus, let’s Fika!“) Vielleicht auch ein Grund wieso mein im Rekordtempo aus meinem Portemonnaie Geld verschwindet ! 😉 ).

Nach der Fika gingen wir noch auf Stockholm an ein Konzert der „Electric Banana Band“, in der ein paar in die Jahre gekommene, als Affen und Flamingo verkleidete Typen über die Bühne hopsten und schwedische Lieder sangen. Ich glaube sie sind eine Art Kindheitserinnerung für die Schweden in meinem Alter, sie hatten nämlich früher eine eigene Kinderfernsehsendung. Es war auf jede Fall total lustig, denn alle um mich rum fühlten die Musik total und gingen richtig ab zu denn Songs! Der Abend war richtig lustig, doch als ich wieder zuhause war, merkte ich dass ich mein Busabo verloren hatte (und das nach drei Tagen, wie typisch ist denn das bitte???)

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Jedenfalls gefällt mir meine Schule sehr, ich werde mich nie mehr an den strengen Unterricht in der Schweiz gewöhnen…In Schweden ist man nämlich mit den Lehrer per du, ich habe nur 7 Fächer (Schwedisch, Englisch, Sozialkunde, Sport, Fotographie, ein ganzer Tag Animation und ein ganzer Tag Bild, wo man malt, zeichnet, knetet und Kaffee trinkt). Ja richtig, Mathe, Bio, Chemie und Physik sind nicht dabei(yeaaaah!!!). Die Schule beginnt auch meistens erst um 10 Uhr und ist um 14:00 oft wieder fertig, wodurch mir viel Zeit bleibt für anderes… Ich bin zum Beispiel der schwedischen Pfadi beigetreten und gehe viel im Wald joggen. Ach ja und ich habe ein Macbook Air von der Schule bekommen (also natürlich nur für das Jahr, nicht geschenkt)…

…dann war da mein Geburtstag. Am Samstag (also genau eine Woche nachdem ich bei der Gastfamilie eingezogen war) wurde ich (leider um 8 Uhr früh) von meiner Familie mit Gesang und dem typischen fukost (Frühstück) ans Bett geweckt. Sie schenkten mir ein Fantasybuch von Astrid Lindgren (in schwedisch) und eine Jahreskarte für das Fotografiska-Museum in Stockholm. Mit der kann ich das ganze Jahr über gratis dorthin gehen und habe Rabatt auf alle Artikel im Shop und im Restaurant. Ein wenig später gingen wir noch zum Landhaus von der Schwester meiner Gastmutter, das sie selbst renoviert hat. Ein total schönes, typisches rotes Haus mitten in einem Wald an einem See. Dort wurden wir beide gefeiert, es gab Torte und ich lernte die ganze Familie kennen (ich sage nur: meine Gastmutter hat 8 Geschwister). Sie machten ein Familienfoto, wobei ich wie selbstverständlich auch draufkam. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, aber ich habe zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig mein Zuhause vermisst. Freu mich schon auf meinen 18ten! 😉

meine Geburtstagstorte :)

meine Geburtstagstorte 🙂


…am Sonntag waren wir dann im grössten Ikea der Welt, wo ich mir eine Lampe kaufen durfte…Ich musste aber höllisch aufpassen, dass ich meine Gasteltern in den riesigen Menschenmassen nicht verlor! :/