YFU Switzerland

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Hej, es ist nun schon eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal einen Blog schrieb. Zum einen weil ich es einfach ein wenig vergessen habe und zum andern weil mein Deutsch wirklich in die letzte Schublade meines Kopfes rutschte (was für eine Metapher!).

Der Frühling ist hier schon voll im Gange, und von meinem Austauschjahr ist nur noch ein kurzer Teil übrig.

Ich werde nicht mehr viel mehr berichten, aber ich habe (nach Wunsch meiner lieben Mama) noch einen kleinen Film angehängt von einem Ausflug nach Göteborg mit drei Freundinnen (eine davon ist Ines, die auch eine Austauschschülerin aus der Schweiz ist…)

Viel Spass und bis bald!

ungspannkakor, schwedische Punkmusik und der Anflug von Patriotismus…

 

 

Hejhej!

 

Heute will ich euch schreiben… Schreiben von meinem Leben im immer vertrauter werdenden Schweden.. Ziemlich genau ein Drittel meiner Zeit hier ist um, was mich (ehrlichgesagt) schon fast stresst…:0 Ich will noch so vieles sehen und erleben (Elche, Nordlichter, Ice-skating, schwedische Weinachten, Midsommar, es wartet noch so vieles auf mich!) Und gleichzeitig rast die Zeit im Sekundenflug (ist das ein Wort?) an mir vorbei… Jedenfalls will ich euch zu meinem 100-tägigen ein wenig von mir berichten… 🙂

 

Mein Schwedisch ist nun schon fast so gut, dass ich keinen Unterschied mehr merke, wenn ich Deutsch (also Hochdeutsch, Schweizerdeutsch ist immernoch das flüssigste) oder Schwedisch spreche… Ich denke ich bin auf einem guten Weg, mein Ziel zu erreichen (fehlerloses Schwedisch bis Weinachten, danach geht’s an die Aussprache!)

 

Die Schwedische Kultur geht mir auch langsam ins Blut, ich kann nicht mehr ohne das wöchentliche fredagsmys, lördagsgodis oder kvällsfika und ich gebe mir Mühe, die Kunst des „perfekten pannkaka“ beizubringen…Letzte Woche hatten wir zwei Abenden nacheinander pannkakor, aber da es zu lange dauern würde, für mich und meine immerhungrigen drei kleinen Brüder jeden einzelnen pannkakan in der Pfanne zu machen, gibt es noch eine einfachere Variante: „der ungspannkaka“, was soviel heisst wie „Ofenpfannkuchen“. Man giesst den ganzen Teig in eine Auflaufform und schiebt es in den Ofen…So gehts effizienter.. und wer jetzt denkt ich hätte zu wenig Abwechslung, keine Sorge, es schmeckt immer noch! Man kann pannkakor nämlich beliebig variieren, zum Beispiel mit der Zugabe von Zimt, Spinat oder einfach Lebensmittelfarbe…

 

Meine Gastmutter hat mich letztens in die schwedische Punkmusik eingeführt, weshalb meine spotify-Liste (PS: wisst ihr von wo spotify kommt? *hust) voll ist von Ebba Grön, Bruket und KSMB.

 

Stockholm wird mir auch immer vertrauter, seit ich begonnen habe mein eigener Stockholm-guide zu schreiben. Ich notiere da die wichtigsten Orte (wie zum Beispiel alle schönen Toiletten…), die besten Rezepte (Kanelbullar) und natürlich die komischsten Schwedischen Eigenschaften und Sitten, die mir auffallen.

 

Mein Talent, Dinge zu verlieren, hat erneut hervorragende Arbeit geleistet! Ich habe es nämlich fertiggebracht, meine geliebte Canon UND mein Haus- und Schulkästenschlüssel am selben Tag zu verlieren (jedoch unabhängig voneinander…) Ich kann es selbst immernoch nicht fassen, wie dumm man sein muss, um seine Kamera verlieren zu können, aber letztendlich hat alles Hinterfragen keinen Sinn, und ich werde wohl einfach darauf hoffen, das es doch noch ein paar nette Menschen hier draussen gibt, die meine Kamera finden und abgeben…

 

Die Schule nimmt ihren gewöhnlichen Lauf, ich beginne das anfänglich so unverständliche Gebiet der Animation nun immer mehr zu durchschauen und die allwöchentliche Kunst-Fika am Donnerstag Nachmittag mit den BILD-Abschlussklasse ist mir schon richtig ans Herz gewachsen..(an alle die sich fragen, was wir dort machen: je eine Person aus jeder Klasse nimmt ein Gebäck mit, während unsere Kunstlehrerin ein wenig aktuelles aus der Kunstbranche erzählt, Ausstellungen empfiehlt oder Werke zeigt…)

 

 

Am 8.November (auch bekannt als der „hug-an-exchange-student-day“ traf ich mich mit meiner Stockholm-discover-crew (Sara, Ines und Lisa) und wir nutzten das einigermassen human warme Wetter für unser lang geplanter Raclette-Abend auf dem Monteliusvägen, von wo man die ganze Stadt wunderschön von oben betrachten kann… Es war ein einzigartiges Erlebnis! Danach kamen die Girls zu mir nach Hause, wo wir mit meinen Gasteltern glögg tranken und dann noch bis tief in der Nacht in der Sauna schwitzen.

 

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Ich freue mich wahnsinnig fest auf Weihnachten, die Weihnachtslieder laufen bei uns schon in Unendlichlichschleife (und dass seit Oktober) und der November ist mir einfach ein wenig grau.. (Habe einen neuen Stockholmer Rekord erlebt was Anzahl Sonnenstunden in der Woche angeht…diese Woche waren es ganze 5Stunden Sonne, dass ist die tiefste Messung seit man begonnen hat zu zählen im 2000)

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So ich melde mich zurück!

Hier in Schweden haben wir jetzt auch unsere einwöchigen Herbstferien hinter uns… Ein kleiner (wahrscheinlich vorallem auf Fotos beruhenden) Einblick was ich so trieb in dieser Zeit…

HALLOWEEN-PARTY

Am ersten Freitag vor den Ferien hatten wir mit unserer Bild-Klasse ein Halloweenfest organisiert, für alle anderen Bildschüler der Schule (also auch die Bild-Erstklässler und Drittklässler). Wir kriegten das fancy Lokal der Filmschüler, weshalb es komplett ausgerüstet mit Scheinwerfer, Rauchmaschinen und Regisseurstühlen und all dem Zeugs war. Meine Klasse blieb gerade ganz in der Schule nach dem Unterricht um sich zu verkleiden und denn Raum zu dekorieren (Wir hatten sicher 30m Deko-Spinnennetze). Ich war am Anfang ein wenig gestresst weil ich ja kein Kostüm hatte, doch ich fand in einem Brockenhaus neben meiner Schule noch eine weisse, altmodische Bluse und eine Barbiepuppe, der ich den Kopf abhaute und als Kettenanhänger benützte… So kam dann doch noch was brauchbares heraus.. Die Verkleidungen meiner Mitschüler waren zum Teil echte Kunstwerke! (Kunstschüler…) Was sie alles mit ein wenig Fasnachtsschminke und Klebeband zustande bringen! Wir spielten denn ganzen Abend Spiele, tanzten ein wenig, spielten Limbo und hatten dann noch einen Gruselcatwalk, bei dem alle ihre Verkleidung präsentierten. Dann spendierte unsere Lehrerin uns noch die fettigsten und grössten Pizzen die ich je gegessen hatte und danach schauten wir noch einen echt gruseligen Horrorfilm (ich bin glaube ich noch nie so schnell alleine mit dem Velo durch den dunklen Wald heimgefahren wie nach diesem Abend!). Es war ein sehr lustiger Abend wobei ich viele Leute ein wenig besser kennenlernte 😀

"pumpa rista"

„pumpa rista“

 

 

huuuu, mein Halloween-Accessoir...

huuuu, mein Halloween-Accessoir…

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Der 1.Preis: mit Goldstift signiertes Foto von ALF (unserem Rektor)

Der 1.Preis: mit Goldstift signiertes Foto von ALF (unserem Rektor)

 

TALLIN-TRIP

Ich machte mit meiner Gastfamilie noch ein dreitägigen Fähre-Ausflug nach Estland. Meine Brüder schwärmten schon seit Wochen von dem fantastischen Frühstück und Znacht Buffet, weil es all-you-can-eat war und es eine Riesen Auswahl geben sollte… So war es dann auch, und ich genoss es in vollen Zügen (obwohl es auch ein wenig stressig war, ich musste ja von allem probieren, und dann war ich so übersättigt, dass man mich ins Bett hätte rollen können) In der Nacht wurde ich von Titanic-Alpträumen heimgesucht, aber glücklicherweise geschah nichts dergleichen, weshalb ich in der zweiten Nacht doppelt so gut schlief… Tallinn war ein härziges, kleines Städtchen und wir hatten traumhaft schönes Herbstwetter, was es noch schöner machte… Ich kaufte mir an einem Markstand selbstbestrickte Katzen-Handschuhe und wir assen zu Mittag in einer düsteren mittelalterlich eingerichteten Beiz (Elchfleischsuppe).

meine tallinschen Handschuhe... :´D

meine tallinschen Handschuhe… :´D

 

…und hier möchte ich euch noch mit ein paar Herbstfotos zuspammen…

hier versuchte euch den wunderschönen goldigen Herbstschein der Sonne einzufangen...

hier versuchte euch den wunderschönen goldigen Herbstschein der Sonne einzufangen…

Herbstlicht...

Herbstlicht…

nochmal das faszinierende Sonnenlicht (PS: das war um halb Zwei nachmittags!)

nochmal das faszinierende Sonnenlicht (PS: das war um halb Zwei nachmittags!)

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Sverige, jag älskar dig!

Sverige, jag älskar dig!

die letzten traurigen Überresten Beeren...

die letzten traurigen Überresten Beeren…

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sthlm...

sthlm…

sthlm...

sthlm…

sthlm...

sthlm…

sthlm...

sthlm…

sthlm by night...

sthlm by night…

 

So morgen fängt die Schule wieder an (um 10Uhr…) und ich werde mich jetzt in meine Haussauna (oder „bastu“) wie man in Schweden sagt, begeben…eine schöne Woche euch allen! 😀

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Tjena allihopa!

(für Nicht-Schweden: „scheena allehuppa“, was übersetzt soviel heisst wie „tschau zämme“)

 

Also seit meinem letzten Update ist viel passiert, aber zuerst schnell ein kleiner Kommentar zu meinen vorigen Einträgen und vor allem auch zu den Folgenden…Ich wurde (freundlicherweise) darauf hingewiesen (danke Papa!) das mein Deutsch nicht mehr so ganz den heutigen Grammatik- und Rechtschreibregeln entspricht. Dies ist ein automatisch aufkommendes Problem, welches auftritt, wenn man zwischen drei Sprachen lebt, und ich denke nicht, dass sich dies im Verlaufe meines Jahres hier bessern wird. 😉

Dafür wird mein Schwedisch von Tag zu Tag besser. Ich verstehe nun schon so ziemlich alles und das Sprechen fällt mir auch immer leichter.

Klar habe ich mir so ein paar Standartsätze zurechtgelegt, mit denen ich meistens Konversationen mit neu kennengelernten oder schon lange nicht mehr getroffenen Personen starte. Es ist dann immer wieder lustig ihre erstaunten Reaktionen zu beobachten, und natürlich macht es mich schon auch ziemlich stolz, wenn ich einen ganzen Satz auf Schwedisch zustande bringe, ohne dass die Person mir in Englisch antwortet. 😉

 

Das war’s mit der Sprache, nun zum spannenden Teil! Mein letzter Eintrag ist ja schon eine Weile her, deshalb weiss ich gar nicht so ganz, wo ich anfangen soll mit Erzählen…

 

In der Schule verstehe ich immer mehr, und probiere nun auch einigermassen mitzumachen…Habe schon meine erste Präsentation gehalten, über Feminismus..:’)

Wobei wir beim nächsten Punkt wären… Ich bin nämlich eine der Glücklichen, die die nur alle 4 Jahre stattfindenden Wahlen miterleben konnten… Es war sehr interessant, in meiner Klasse wurde sehr viel diskutiert (ein paar konnten das erste Mal selber wählen, weswegen sie sich auch gleich viel erwachsener fühlten…;) ) Ich wurde auch oft gefragt, wie denn das Politiksystem in der Schweiz funktioniert, gab aber schnell auf bei dem Versuch es zu erklären…

Wir hatten sogar einen Spezialtag, wobei Vertreter der verschiedenen Parteien an unsere Schule kamen und über alles Mögliche diskutierten.

…Obwohl ich nur einen Bruchteil verstand, bemerkte ich, wie viel lauter und emotionaler das Ganze zu und her geht (spätestens als Hüte durch die Luft flogen und sich zwei Vertreter verschiedener Parteien fast am anschreien waren…)

Nach den Wahlen erinnerten jedoch nur noch die verschmierten Wahlplakate an das grosse Ereigniss, niemand verlor noch gross Worte darüber.

Hier wird es herbstlich, das Laub verfärbt sich in allen möglichen rot und gelb Tönen, die Sonne bekommt diesen wunderschönen goldigen Schein, das Wetter wird regnerischer und auch ein wenig kälter…aber ich geniesse es dafür umso mehr, am Abend mit meinen Gasteltern am Tisch zu hocken, mit vielen Kerzen und Tee (mein Teekonsum hat sich etwa ver100facht) und kvällsfika zu machen(Abendfika, nach dem Znacht).

Diesjährige Apfelernte von dem Apfelbaum in unserem Garten...keine Angst es hat noch kiloweise am Baum;)

Diesjährige Apfelernte von dem Apfelbaum in unserem Garten…keine Angst es hat noch kiloweise am Baum;)

Kanelbullendagen!!! <3

Am 4.Oktober war Kanelbullentag (falls ich es noch nicht erwähnt habe, die Schweden mögen Traditionen und sie erfinden gerne zu

*das Mini-Rüebli stammt von unserem eigenen „trädgarden“

*das Mini-Rüebli stammt von unserem eigenen „trädgarden“

allem irgendein Ritual oder Fest (eigentlich würde etwa jeden Tag was „gefeiert“, ich freue mich schon auf den „Kladdkakatag“ oder den „Waffelntag“!) Um der Tradition treu zu werden, traf ich mich mit Sara bei mir und zusammen backten wir Kanelbullar nach schwedischem Rezept.

Dann gingen wir zu Sara nach Hause und auf dem Weg assen wir schon fast alle Kanelbullar auf (vielleicht auch der Grund, dass wir weitgehend auf das Znacht verzichteten…). Wir machten uns einen gemütlichen Abend im Whirlpool wobei wir dazu vertraute schweizerdeutsche Mani-Matter-Lieder hörten.

 

 

 

 

 

Uppsala 🙂

Samstag, den 11.10, traf ich mich mit ein paar anderen Stockholmer Austauschschüler und zusammen besuchten wir die „Uppsala_Gang“, etwa eine Stunde mit dem Zug von mir entfernt… Es war wunderschönes Wetter und es war echt total lustig, wiedermal „Gleichgesinnte“ zu treffen… Wir konnten kaum mehr aufhören mit reden, soviel gab es zu erzählen! Nebenbei erhielten wir noch eine Special-Stadtfuehrung von den Uppsalaren, inklusive Lördagsgodis (Samstag-Suessigkeiten) Pause und natürlich Fika in einem gemütlichen altmodisch eingerichteten Kaffee mit den grössten Kanelbullar, die ich bis jetzt gesehen habe… Wir besetzten gleich ein ganzen Stock, soviel waren wir..:D Uppsala ist eine wunderschöne Stadt, und ich bin sicher nicht das letzte Mal dort!

Uppsala

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…doch der Tag war noch nicht zu Ende! Beim Nachhause Fahren, fanden Sara (Schweiz), Lisa (Belgien) und ich, dass wir den tollen Tag noch zusammen in „unserer“ Stadt abschliessen wollen. Wir liefen ein wenig herum und genossen die Abendstimmung, und dann gingen wir auf den Katarina-Hissen, wo wir einen schönen Blick auf das beleuchtete Stockholm werfen konnten.

Stockholm by night

Stockholm by night

Wir schossen ein paar Fotos, und ich in meiner Ungeschicklichkeit streckte meine Kamera ein wenig zu weit vor, und als ich ein Bild schiessen wollte, fiel die Kamerahülle ab und landete auf dem breiten Vordach.

unerreichbar.

unerreichbar.

Wir kamen nicht an sie heran, weil der Rand ja mit Gitter abgesperrt war…wir versuchten verschiedenste Taktiken aus (aufgespannter Regenschirm, grosser Mann mit langen Armen, Petflaschen,…) doch nichts wollte funktionieren…Ich war nahe am aufgeben und Lisa war nahe am drüberklettern und ihr Leben riskieren, als Sara (sie war im Naturprogramm, kein Wunder das sie die mysteriöse Kunst der Physik beherrscht) mit einem wunderbar selbst zusammengestellten Schal-Lasso die Kamerahülle wieder zurück auf sicheren Boden heben konnte… Dieses Abenteuer hatte uns hungrig gemacht, weshalb wir uns bei unserem Insider-sushi (ich kann ihn leider nicht weiterempfehlen, er hat keine Namen…man muss ihn selber finden!) eine Familienportion bestellten.

#foodporn

#foodporn

 

 

 

 

eld-docka (Feuerpuppe)

Diese Fotos stammen von einer Pfadi Übung, wo die Kids sich lernten, wie man bei einem Brandfall reagieren soll und einen brennenden Körper rettet. Es machte ziemlich Spass, die Puppe zu basteln, und ich lernte sogar auch noch ein wenig dazu;)

Da war sie noch gang...

Da war sie noch ganz…

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September.

So hier kommt mein verspätetes September-update: 🙂

Kräftskiva: 

Hier wurde ich und Ines von Sara und ihrer tollen Familie zur „Kräftskiva“ eingeladen, das ist eine weitere schwedische Tradition, man isst ganz viele Kräftor (das sind so grosse Krebse, etwas zwischen Hummer und Shrimps, die eigentlich vor allem nach Salzwasser schmecken) Wir waren sehr hungrig und stürzten uns sofort auf die „Viecher“, doch es war ehrlichgesagt mehr Arbeit die harten Panzer aufzubrechen und das wenige Fleisch rauszupulen, sodass wir bald aufgaben und zu Tortillas und Käsekuchen wechselten… Es wurde ein sehr lustiger Abend mit meinen zwei Schweizer Austauschschülerinnen, wobei ich es genoss mich endlich wiedermal richtig verständigen zu können und die schwedischen Merkwürdigkeiten mit Gleichgesinnten genau zu analysieren.

fotographisch in Szene gesetzt: Ines mit Kräftor-schüssel

fotographisch in Szene gesetzt: Ines mit Kräftor-schüssel

...die Schweiz ist in Stockholm gut vertreten...

…die Schweiz ist in Stockholm gut vertreten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harry Potter Exhibition:

Am Tag darauf ging ich mit ein paar Freunden aus meiner Klasse zur Harry Potter Exhibition auf Norrköping. Es war der letzte Tag der Ausstellung (zumindest in Schweden) und wir kriegten gerade noch die letzten Tickets. Es war super, ich bin ein so riesen Harry Potter Fan und fühlte mich natürlich gerade voll in meiner Welt… 😉

Es gab viele Original Requisiten aus den Filmen zu bestaunen und die ganze Atmosphäre war natürlich voll auf „Zaubererwelt“ abgestimmt (gedämpftes Licht, Robotereulen an der Decke, Rauch und natürlich die ganze Zeit die berühmte „Harry Potter-Filmmusik“ im Hintergrund. Zum Schluss deckten wir uns noch im Ausstellungsshop mit Schokofröschen und „Bertie Bott’s Bohnen aller Geschmacksrichtungen“ ein und so fühlte sich die lange Zugfahrt von Norrköping nach Hause fast ein wenig an als ob man im Hogwartsexpress sitzen würde…;)

 

Fika im Wald und erstes Lebenszeichen eines Elches! 

Das erste Lebenszeichen eines Elches konnte ich an einem schönen Spätsommertag erleben… Ich und meine Gastfamilie waren nämlich draussen im Wald und suchten nach Pilzen (dass ist da total üblich, wenn man mal einen Spaziergang im Wald unternimmt klettern die ganze Zeit alle möglichen Menschen aus dem Dickicht mit einem Kübel (oder Korb!) voll Pilze oder Beeren…) Wir picknickten mitten im Wald (ich fühle mich in diesen riesen Wälder immer ein wenig wie Ronja Räubertochter)

Als sich die „Männer“ hinlegten zur „Nach-fika-siesta“ wagten ich und meine Gastmutter Marija uns noch ein wenig weiter in den Wald hinein, wobei wir plötzlich ein lautes Knacken und das Geräusch von schweren wegrennenden Füssen wenige Meter neben uns hörten… doch als wir an die Stelle kamen, wo wir den Krach das letzte Mal ausgemacht hatten, war der Elch schon weg. Stattdessen stiessen wir bloss auf einen Haufen frischer, warmer Elchscheisse…

 

 

Wochenende in der Sommarstuga in Hälsingland:

Am 12.September kriegte ich frei von der Schule und fuhr mit meiner Gastfamilie 6h Richtung Norden in „unsere“ Sommarstuga. Wir hatten das ganze Wochenende traumhaft schönes, warmes Spätsommerwetter (in der Schweiz regnete es…:P).

Das 200jährige Haus liegt mitten im Wald an einem See und es ist so richtig der Inbegriff von einem typischen schwedischen Landhaus (natürlich falnröd mit weissen Fensterrahmen) , umgeben von etwa drei heruntergekommenen Scheunen (wir haben tatsächlich 3 alte, leider nicht mehr funktionierende Oldtimer-Traktoren dort) und auch ein beliebtes Wohnquartier von Mäusen und wahrscheinlich noch anderem Getier… Da das Haus so alt und gross ist und weil wir so weit weg wohnen, kommen die Renovierungsarbeiten nur langsam voran (natürlich macht man das hier selber!), deshalb schliefen wir alle in einem Raum vor dem flackernden Feuer im Kamin.

Am Tag spielte ich mit meinen drei kleinen Gastbrüder verstecken draussen (ich fühlte mich ehrlichgesagt ein paar Jahre jünger an diesem Wochenende, und genoss es total wiedermal einfach in den Tag zu leben), half meiner Gastmutter Waffeln zu backen, putzte die Küche auf Pippilangstrumpf-art (wir wickelten uns „Lumpen“ um die Füsse und schlingerten so über den nassen Küchenboden) und am Nachmittag gingen wir (wär hätte es gedacht?) wiedermal in den Wald und pflückten Lingonbeeren… Am Abend hatten wir ganze 10l Lingonbeeren gesammelt und die erste Ladung haben wir schon zu dem typisch schwedischen Lingonsülz verarbeitet (ich liiiiiebe Lingonsülz!!!), der Rest (also zwei volle Säcke) steht in einer unseren drei Gefrierfachtruhen.

#öko am Beeri sueche #hatersgonnahate

#öko am Beeri sueche #hatersgonnahate

ein Kessel voller Lingonbeeren

ein Kessel voller Lingonbeeren

Ich war echt ein wenig traurig als wir das Haus nach drei Tagen wintersicher machten und wieder zurückfuhren… Im Winter ist es zu kalt um dort zu wohnen (keine richtige Isolation).

Natürlich ist noch viel mehr passiert, aber ich kann ja nicht jeden Tag erzählen was ich mache, will euch nicht zu viel aufbürden;)

Fotos

Hallo Welt!

So nun bin ich schon ganze 3 Wochen hier. Aber ganz ehrlich, mir kommt es vor als wären es drei Monate…Es ist so viel passiert in dieser Zeit, jeden Tag entdecke ich wieder Neues! Deshalb weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll mit erzählen…

…beginnen wir mal mit dem 1. Schultag. Ich war super nervös, und rechnete fest damit, dass ich den ganzen Tag alleine verbringen müsste und niemand mit mir reden möchte. Doch es kam ganz anders (und damit möchte ich ein weitverbreitetes Gerücht aus der Welt schaffen: die Schweden, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sind ganz und gar nicht schüchtern und in sich gekehrt!)  Alle kamen gleich auf mich zu und redeten mit mir, zeigten mir die Schule, erkärten welche die coolen und welche die komischen Lehrer sind und nahmen mich nach der Schule auch gleich zur Fika mit (Fika ist sowas wie „Kaffee und Kuchen“ wobei man mit Freunden oder einfach nur Bekannten zusammensitzt und sich austauscht und in Schweden macht man das sehr gerne (manchmal auch mehrmals am Tag). Jedes unspektakuläre Ereignis gibt Grund für Fika, und sei es auch nur: „Ah der Nachbar meiner Tante hat heute Geburtstag“ oder „wir haben früher Schule aus, let’s Fika!“) Vielleicht auch ein Grund wieso mein im Rekordtempo aus meinem Portemonnaie Geld verschwindet ! 😉 ).

Nach der Fika gingen wir noch auf Stockholm an ein Konzert der „Electric Banana Band“, in der ein paar in die Jahre gekommene, als Affen und Flamingo verkleidete Typen über die Bühne hopsten und schwedische Lieder sangen. Ich glaube sie sind eine Art Kindheitserinnerung für die Schweden in meinem Alter, sie hatten nämlich früher eine eigene Kinderfernsehsendung. Es war auf jede Fall total lustig, denn alle um mich rum fühlten die Musik total und gingen richtig ab zu denn Songs! Der Abend war richtig lustig, doch als ich wieder zuhause war, merkte ich dass ich mein Busabo verloren hatte (und das nach drei Tagen, wie typisch ist denn das bitte???)

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Jedenfalls gefällt mir meine Schule sehr, ich werde mich nie mehr an den strengen Unterricht in der Schweiz gewöhnen…In Schweden ist man nämlich mit den Lehrer per du, ich habe nur 7 Fächer (Schwedisch, Englisch, Sozialkunde, Sport, Fotographie, ein ganzer Tag Animation und ein ganzer Tag Bild, wo man malt, zeichnet, knetet und Kaffee trinkt). Ja richtig, Mathe, Bio, Chemie und Physik sind nicht dabei(yeaaaah!!!). Die Schule beginnt auch meistens erst um 10 Uhr und ist um 14:00 oft wieder fertig, wodurch mir viel Zeit bleibt für anderes… Ich bin zum Beispiel der schwedischen Pfadi beigetreten und gehe viel im Wald joggen. Ach ja und ich habe ein Macbook Air von der Schule bekommen (also natürlich nur für das Jahr, nicht geschenkt)…

…dann war da mein Geburtstag. Am Samstag (also genau eine Woche nachdem ich bei der Gastfamilie eingezogen war) wurde ich (leider um 8 Uhr früh) von meiner Familie mit Gesang und dem typischen fukost (Frühstück) ans Bett geweckt. Sie schenkten mir ein Fantasybuch von Astrid Lindgren (in schwedisch) und eine Jahreskarte für das Fotografiska-Museum in Stockholm. Mit der kann ich das ganze Jahr über gratis dorthin gehen und habe Rabatt auf alle Artikel im Shop und im Restaurant. Ein wenig später gingen wir noch zum Landhaus von der Schwester meiner Gastmutter, das sie selbst renoviert hat. Ein total schönes, typisches rotes Haus mitten in einem Wald an einem See. Dort wurden wir beide gefeiert, es gab Torte und ich lernte die ganze Familie kennen (ich sage nur: meine Gastmutter hat 8 Geschwister). Sie machten ein Familienfoto, wobei ich wie selbstverständlich auch draufkam. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, aber ich habe zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig mein Zuhause vermisst. Freu mich schon auf meinen 18ten! 😉

meine Geburtstagstorte :)

meine Geburtstagstorte 🙂


…am Sonntag waren wir dann im grössten Ikea der Welt, wo ich mir eine Lampe kaufen durfte…Ich musste aber höllisch aufpassen, dass ich meine Gasteltern in den riesigen Menschenmassen nicht verlor! :/

 

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https://www.youtube.com/watch?v=r1CuOingtn8&feature=youtu.be

Ankunft…

da waren wir noch in der Schweiz...

da waren wir noch in der Schweiz…

Sweden underneath...

Sweden underneath…

das Wasser war so warm, wir gingen jeden Tag schwimmen im See:)

das Wasser war so warm, wir gingen jeden Tag schwimmen im See:)

man nehme zwei Mexikaner, ein Amerikaner und eine Schweizerin...

man nehme zwei Mexikaner, ein Amerikaner und eine Schweizerin…

Hejhej,

Was soll ich sagen? Endlich bin ich in Schweden angekommen… Es war eine stressige Zeit, es gab so vieles zu packen, ich musste meine Freunde verabschieden, schwedisch lernen (obwohl dies wohl ein wenig zu kurz kam), die letzten Vorbereitungen treffen und so weiter und so fort…die letzte Woche vor der Abreise verging wie im Flug… Und dann war er auch schon da… Der 13.August… Ich war so aufgeregt, als ich um 11:30 in den Flieger stieg, mit einem richtig schweren Koffer und zwei vollgestopften Taschen. Wir waren zu acht, alle von der Schweiz und konnten zusammen Richtung Stockholm fliegen. Dort wurden wir von den freiwilligen yfu-Menschen abgeholt und zu dem Arrival-camp gebracht. Dort verbrachten wir drei lustige Tage, in denen wir viele Leute von überall aus der Welt kennenlernten, Spiele spielten und typische schwedische Rituale vollführten, wie die berühmte Fika (etwas zwischen Lunch und Dinner, bei der es viel Kaffee und Gebäck gibt). Doch nach diesem Weekend war mein Kopf kurz vor dem Platzen… Es ist so anstrengend, so viele Sprachen auf einmal zu hören und zu sprechen. Ich hatte ein Riesen Durcheinander im Kopf. Eigentlich dachte ich in (Schweizer)deutsch, sprach aber meistens Englisch, manchmal auch Französisch oder normales Deutsch, und hörte ständig Schwedisch und Spanisch und so weiter… Das war wirklich verwirrend… Deshalb war ich auch sehr erleichtert, als wir dann am Samstag von unseren Familien abgeholt wurden. Ich war so nervös, hatte keine Ahnung wie ich sie begrüssen sollte und so, aber gleichzeitig freute ich mich riesig, endlich mal irgendwo „nach Hause“ zu kommen und nicht mehr ständig aus dem Koffer leben zu müssen.

So gegen Mittag holte mich also meine Familie ab. Es war so natürlich, sie umarmten mich und ich fühlte mich schon vom ersten Moment an zuhause. Das Haus ist sehr niedlich, ein wenig chaotisch, also ganz mein Ding! Und meine drei kleinen Gastbrüder sind so „härzig“, sie sind mir fleissig am Schwedisch beibringen… (Ich weiss schon alle Starwars-Namen auf Schwedisch!;)) Wir wohnen an einem sehr schönen See mit Wald um uns (leider ist das Haus nicht rot), in der Nähe von Stockholm. Heute ging ich mit meinen Gasteltern zu meiner Schule, sie sieht toll aus, vorallem von innen! Ich kann dort ein Spezialprogramm im Kunstbereich machen und ich konnte sogar das Freifach Fotografie wählen…Ich freu mich riesig, am Donnerstag das erste Mal zur Schule zu gehen!!! (okay, ich bin auch ein wenig nervös, aber klappt schon:)) Dann ging ich mit meinem jüngsten Bruder zu meiner „Gastgrossmutter“, und sie kochte uns die typischen „pannenkorken“. Es war sehr gemütlich!

Ich versuche mich bald wieder zu melden,

liebe Grüsse