YFU Switzerland

MYO, Navidad y Año nuevo

Hallo Zusammen 😀

Mit etwas Verspätung melde ich mich zurück, um euch zu berichten, wie ich die Festtage hier in Argentinien verbracht habe.

MYO:

Ich habe das erste Mal seit ich die Schweiz verlassen habe Berge gesehen! 😀 Ich weiss, für uns Schweizer tönt das unglaublich. Denn hier in Formosa ist alles flach. Es gibt nicht einmal ein kleiner Hügel.. Wieso ich jetzt trotzdem Berge gesehen habe? Ich war einige Tage in Tucumán, da wir die „Mid Year Orientation“ von YFU hatten. Eigentlich hätte diese für mich in Goya stattgefunden, da das näher ist. Da ich aber meine Recepcion hatte, konnte ich in das andere Lager gehen um dies nicht zu verpassen. So stieg ich am Donnerstagabend um 18:00 in den Reisebus um meine Reise nach Tucumán anzutreten. Zuerst musste ich ca. 2 ½ Stunden fahren, um dann in Resistencia umzusteigen. Nach weiteren 11 Stunden Busfahrt kam ich dann schliesslich in Tucumán an. Dort wurde ich von einem YFU-Volunteer abgeholt und wir setzten uns zusammen mit anderen Ankömmlingen in ein Café um auf weitere Lagerteilnehmer zu warten. Als wir dann vollständig waren ging es mit einem öffentlichen Bus Richtung Lagerhaus und nach einem guten Stück zu Fuss in der Mittagshitze kamen wir dann auch dort an. Die Unterkunft war genial. Es hatte Sportplätze und einen riesigen Swimmingpool.

Rechts sieht man Berge!!!

Rechts sieht man Berge!!!

Während dem Wochenende hatten wir mehrere Aktivitäten, die uns auf unsere restliche Zeit in Argentinien vorbereiten sollten. Neben der „MYO“ fand gleichzeitig auch die „Pre Orientation“ statt, mit Argentiniern, die sich jetzt im Januar in ein Austauschjahr wagen werden. Somit waren auch die  Gespräche am Esstisch und ansonsten in der Freizeit abwechslungsreich und ich kann voller Stolz berichten, dass ich nur Spanisch gesprochen habe, trotz vielen Deutschen Austauschschülern.

YFU springt ins kühle Nass :D

YFU springt ins kühle Nass 😀

YFU in Tucumán

YFU in Tucumán

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da das Camp bis am Sonntag dauerte und ich keinen anschliessenden Bus hatte um nach Formosa zurückzureisen, konnte ich mit einer anderen Austauschschülerin noch einen Tag länger in Tucumán bleiben. Wir übernachteten im Haus einer Freiwilligen und hatten die Chance mit dieser Tucumán ein wenig zu erforschen. Wir konnten das berühmte „Casa histórica“, in welchem das Unabhängigkeitsdokument unterschrieben worden war, die Kathedrale, in welcher Papst Franziskus demnächst einen Besuch abstatten wird und viele weitere Dinge besichtigen. Ausserdem hatten wir die Möglichkeit, viele typische Köstlichkeiten Tucumáns zu probieren, darunter Alfachores und andere Süssigkeiten, die mit Zucker der aus Zuckerrohr gewonnen wir hergestellt werden, Achilate, ein sehr rot gefärbtes Eis und andere Sachen, deren Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Am Montagabend sass ich dann wieder in meinem Bus nach Hause.

 

Casa histórica

Casa histórica

 

Navidad (Weihnachten)

Weihnachten habe ich mit meiner Familie verbracht. Meine Schwestern und mein Bruder kamen am 24. ca. um 22:00 Uhr mit ihren Familien zu uns nach Hause und wir haben Asado gegessen. Geschenke werden hier eigentlich nicht verteilt. Dennoch habe ich von meiner Mutter einen sehr schönen silbernen Rosenkranz geschenkt bekommen und auch ich habe allen etwas Kleines aus der Schweiz verschenkt. Um 24:00 Uhr haben wir dann alle zusammen angestossen und danach Dessert gegessen. Nach Mitternacht gehen hier die meisten Jugendlichen mit ihren Freunden feiern. Ich blieb jedoch bei meiner Familie. Wir fuhren noch gemeinsam zu einem Onkel um auch der dort versammelten Familie frohe Weihnachten zu wünschen und vor 4:00 waren wir dann wieder Zuhause und konnten schlafen gehen.

Am 25. gingen wir es gemütlich an. Am Mittag kamen erneut einige Familienmitglieder und wir assen die Reste des Asados und des Fruchtsalates.

Anstossen an Weihnachten

Anstossen an Weihnachten

 

Año nuevo

Auch Neu Jahr startete mit einem Asado in der Familie. Dieses Mal jedoch in kleinerem Rahmen. Wieder wurde Musik gehört, gegessen, gelacht und um Mitternacht angestossen. Wieder ertönten Feuerwerke und es wurde ein frohes neues Jahr gewünscht. Nach Mitternacht ging ich jedoch mit Freunden in eine „Boliche“ was einem Club oder Disco entspricht. Wir trafen uns bei meiner Freundin und gingen dann zu Fuss zur Boliche. Um 2:00 Uhr waren wir dort und es war noch alles leer. Wir setzten uns zusammen hin und warteten ein wenig. Mit der Zeit kamen dann immer mehr Leute und schliesslich konnten wir auf die Tanzfläche, ohne alleine dort zu stehen. Um 5:30 wurde die Musik gestoppt und wir machten uns wieder zu Fuss auf den Heimweg. Um 6:30 lag ich dann im Bett.

Bereit für die Boliche

Bereit für die Boliche

 

Man sieht, die Festtage werden hier etwas anders verbracht als in der Schweiz. Schon nur der riesen Unterschied, dass man sie draussen verbringt und das in kurzen Hosen oder Röcken ohne in Gefahr zu laufen, zu verfrieren… 😀  Auch dauern die Festlichkeiten oft bis in den Morgen hinein und es wird auch Weihnachten oft mit Freunden verbracht. Auch dass man keine, oder kaum, Geschenke verteilt ist ein grosser Unterschied.

Aber ich muss zugeben, so gut das auch alles tönt, etwas vermisst habe ich die Kälte und den Schnee schon. Und ich freue mich, nächstes Jahr wieder die „normalen“ Weihnachten zu verbringen. 😉

 

Also ganz liebe Grüsse aus dem Hochsommer und allen ein schönes neues Jahr.

 

Sina