YFU Switzerland

Xiangqi (ab 13. August)

你们好!

 

Am zweiten Tag in meiner Gastfamilie stellte mir mein Gastbruder das „chinesische Schach“ (象棋 Xiangqi) vor, und seither spielen wir es täglich – in neun Tagen haben wir ca. 30 Partien gespielt. Mein Gastbruder und ich sind ungefähr gleich gut, und so haben wir im Total beide etwa gleich viele Siege. Die Partien zwischen uns sind jeweils eng. Einmal spielte ich gegen den Gastvater – doch ich hatte keine Chance und verlor deutlich.

 

Xiangqi ist dem Schach, das wir bei uns in der Schweiz kennen, ähnlich, es hat aber einige abgeänderte Figuren und das Spielfeld (8 x 9 Felder) ist in zwei Hälften geteilt. Zudem gibt es eine Sonderzone, Palast genannt, rund um den König (4 Felder). Ein weiterer Unterschied ist, dass sich die Figuren nicht auf den Feldern, sondern auf den Linien bewegen. Zusätzlich gibt es zwei drei Regeln, die beim Xiangqi neu sind.

 

Grundaufstellung

 

Von aussen nach innen: Wagen, Pferd, Minister, Leibwächter und der Feldherr. 2 Reihen weiter vorne sind die Kanonen, und davor die Soldaten. Der Wagen und das Pferd funktionieren genau gleich wie bei „uns“. Der Minister kann 2 Felder  diagonal fahren, muss aber immer innerhalb der eigenen Hälfte bleiben. Der Leibwächter kann nur 1 Feld diagonal fahren und darf den Palast nicht verlassen, genauso der Feldherr, der 1 Feld seitwärts oder vorwärts fahren kann. Die Kanonen können sich wie der Wagen bewegen, um eine Figur zu „fressen“ müssen sie aber eine beliebige Figur überspringen. Diese Figur macht für mich das ganze Spiel unberechenbarer. Die Soldaten können innerhalb der eigenen Hälfte 1 Feld vorwärts fahren und auch nur vorwärts „fressen“. Sind sie aber einmal in der gegnerischen Hälfte, dann können sie auch seitwärts fahren, nicht aber rückwärts. Hier gibt es einen ausfüührlichen Spielbeschrieb.

 

Mattstellung

 

Jeder Spieler hat jede Figur doppelt, ausser den Soldaten (5 Stück) und dem Feldherr.

 

Wenn ich jeweils gegen den Abend durch die kleineren Strassen gehe, dann sehe ich an den Strassenrändern viele Grüppchen. In deren Mitte sitzen jeweils zwei Spieler, die gegeneinander Xiangqi spielen. Als Tisch brauchen sie oft den Gepäckträger ihrer „Töffli“. Auch wenn diese Grüppchen meist aus älteren Männer bestehen, finde ich es schön, dass man am Abend zusammenkommt und etwas zusammen macht.

 

再见