YFU Switzerland

Cape Town Tour

Endlich ist es so weit. Cape Town Tour!

Schon seit Nico, ein Freiwilliger von YFU Südafrika uns in einem unserer Orientationswochenden eine Präsentation der letztjährigen Tour gezeigt hatte, konnte ich es kaum erwarten mit den anderen Austauschstudenten eine ebenso unvergessliche Reise zu unternehmen.

An den 24 November war es dann endlich so weit. Nach drei Wochen Examen (die ich zum Glück alle bestanden habe ;)) hatten wir uns das alle endlich wirklich verdient.

Nach dreimal kontrollieren, ob ich wirklich alles eingepackt habe, vor allem Sonnencrème und Moskitosprei, schnappe ich mir noch schnell ein Kissen und meine Jacke (man weiss ja nie) und springe ins Auto meiner älteren Schwester, die mich, nach dem wir kurz in „Mister Price“, einem wirklich preiswerten Kleiderladen, den hellgrünen Blazer, in den sie sich verguckt hat, gekauft haben, bei Nicos Haus ablädt.

Dort verbringen die meisten von uns die erste Nacht, während die anderen erst früh am Morgen eintreffen um mit uns das Abenteuer zu beginnen. Doch auch so werden uns schon die Tourregeln eingetrichtert, die natürlich nur zu unserem Besten sind.
Aber zu unserer Freude bekamen wir auch den Tourplan mit einer Grobplanung der Aktivitäten, die wir auf unserer Reise erleben dürfen, die von unserer lieben Iris, der YFU-Freiwilligen, verantwortlich für PE und Umgebung zusammengestellt und organisiert wurde, was unsere Vorfreude natürlich noch steigerte.

Nachdem wir alle unser Gepäck in den kleinen Anhänger des kleinen Schulbusses, indem wir in den nächsten zwei Wochen viel Zeit verbringen werden, gepackt haben und wir uns in unseren Sitzen breit gemacht hatten, ging es endlich wirklich los und wir fuhren durch das Tor von Nicos grossem Haus auf zu unserem ersten Zwischenstopp auf dem Weg nach Cape Town. Das war in diesem Fall eine Brücke, von der sich unglücklicherweise schon viele in den Tod gestürzt haben.

Schon bald erreichen wir Jeffrey’s Bay, wo unsere Norwegerin ihr südafrikanisches zu Hause gefunden hat. Mit ihr im Bus geht es zur ersten Shopping Destination, die in ihrem Surfer Städtchen natürlich Billabong ist. Dort muss natürlich schon was gekauft werden, nur Hauptsache es steht Afrika darauf. So enden die meisten (auch ich) mit einem „Africa for Life“-Shirt in der Tasche.

Schon das Wetter des ersten Tages war ein Erfolg und mit einem Touristenprospektstrand zwei Minuten entfernt, geht es nicht lange und wir sind alle nass. Auch der Rutschen-Park direkt daneben wird noch kurz besucht.

Danach geht es weiter zu den Tsitsikamma Abenteuer Wasserfällen, wo wir unsere erste Nacht mit allen 12 Tourmitgliedern und unseren zwei Tourguides, Nico und Keegan verbringen.

Der nächste Tag zeigte uns, dass die Wasserfälle, das Abenteuer nach ihrem Namen wirklich verdient haben.
Mehr als eineinhalb Stunden rutschten wir an Stahlseilen über das, von den Baumwurzeln rot gefärbten Wassers von Plattform zu Plattform, während wir die atemberaubende grüne Natur um uns bestaunen konnten.
Doch das ungewöhnlich gefärbte Wasser nur von oben zu sehen war uns nicht genug, so wechselten wir, nachdem wir zu einem der grössten Bäume Südafrikas und auch riesigen, leider schon umgestürzten Bäume gefahren waren,
schnell in unsere Schwimmsachen und liefen hinunter zum Wasser.
Es war nicht so warm wie an dem Tag zuvor, und als wir dann das Wasser auf unserer Haut spürten, war es klar, dass die meisten umsonst die Kleider gewechselt hatten. Es war eiskalt.
Dennoch liefen ein paar, mich eingeschlossen, über einen rutschigen Steinpfad durch seichtes Wasser zur anderen Seite. Manche setzten sich hin, sodass das Wasser an ihren Beinen entlanglief, doch dann wagte sich eine schlussendlich doch ganz hinein und wenn jemand mal begonnen hat, folgen schnell die Nächsten. Auch ich fasste mir ein Herz und sprang in das um die neun Grad kalte Wasser.
Während die Meisten von den Wenigen, die sich das gewagt hatten nach weniger als zwei Minuten genug hatten, blieben die Norwegerin, zwei deutsche Mädchen und ich, das heisst alle Europäerinnen noch ein wenig im Nass. Als die Kälte dann unangenehm wurde und ich sie eigentlich mehr als brennendheiss als kalt wahrnahm, kamen auch wir wieder hinaus, mit der Überzeugung, dass wir jetzt abgehärtet gegen jedes folgende kalte Gewässer wären.

Am zweiten Abend hatten wir noch einen köstlichen Braai, bevor wir am nächsten Morgen, nachdem wir den sprechenden Vogel des Besitzers getroffen hatten, uns aufmachten zum Tsitsikamma Nature Reserve, in dem seltene Insektenarten zu finden sind, die nur dort unter speziellen Bedingungen überleben können.
Bei unserem kleinen Spaziergang durch den Park, überquerten wir auch ein paar Hängebrücken (Storms River Bridge), und wie zu erwarten hatten unsere Knaben einen Spass daran, diese zum Schaukeln zu bringen, was unerwarteter weise nicht viele störte.
Am Ende unserer Route hatte es einen grossen Felsen, der ein wenig ins Wasser hineinführte, und den wir natürlich beklettern mussten. So sassen schon bald so ziemlich alle auf diesem Stein und schauten ins schäumende Wasser hinunter, das den Klang von aneinanderschlagenden Steinen verströmte.
Man konnte beobachten, wie die Wellen die runden, relativ grossen Steine hinauf rollt und diese dann, sobald die Welle ihre Kraft verloren hat, den Steinhaufen wieder ein wenig hinunterrollen.
Zurück bei unserem Ausgangspunkt hatte es zu unserer Freude einen kleinen Sandstrand, an dem wir nicht Gefahr liefen unsere Köpfe an einem der spitzigen Felsen in der Brandung aufzuschlagen und bei dem wir ohne Probleme ins kühle Wasser waten konnten, auch wenn die Wellen sich zuerst nicht entscheiden konnten, ob sie uns jetzt weiter hinaus ziehen oder uns doch lieber zurück an den Strand spülen wollen.
Da wir dann schlussendlich die Entscheidung für sie fällten, lagen wir kurz darauf entspannt zwischen den, in diesen Art Gang hineinkommenden Wellen und genossen den wunderschönen Tag.

 

 

 

 

 

 

An der Bloukranz Brücke sahen wir, wie sich zwei mutige junge Frauen von der Brücke stürzten, natürlich nicht ohne Bungee-Seil, an dem für wenige Minuten ihr Leben hing.

Leider blieb es nur beim zuschauen…

 

Bald darauf durften wir uns aber auch in die Höhe begeben, beim „Acrobranch Obstacle course“ in Featherbed, wo wir in einem Kletterpark unsere Geschicktheit beweisen konnten. Es machte Spass die verschiedenen Hindernisse zu bewältigen.
Da ich zu den Schnelleren gehörte und wir manchmal auf die anderen Warten mussten, da Nico von uns allen gute Bilder schiessen wollte, machten wir uns am Schluss einen Spass daraus einander zu irritieren beim herumschauckeln der Hindernisse, dass, da wir uns mit Karabiner sicherten, natürlich keine Gefahr darstellte.

Der nächste Stopp war Knysna, wo wir an dessen Wasserfront ein leckeres Meeresfrüchte Mahl einnahmen, da dieser Ort berühmt für seine Austern ist und es sogar Austernwettessen gibt.
Mit einem Schiff fuhren wir ein wenig zwischen dem dicht bevölkerten und dem urwaldähnlichem Teil, auf dem diese trennenden Wasser herum, bis zum felsigen Durchgang, der ins weite Meer hinausführt, und der schon vielen Schiffen unfreiwillig den Meeresgrund gezeigt hat, weshalb dort ein kleiner Leuchtturm steht, der früher anzeigte, wann es einigermassen sicher sei, zu passieren.
Unsere Fähre legte dann bei einer kleinen Anlegestelle auf der Urwaldseite an, wo auch eine Art Restaurant stand mit einem Dach aus Baumästen, in dem wir unser Mittagessen einnahmen. Aber erst nachdem wir zu einem Aussichtspunkt transportiert wurden, wo wir ganz Knysna überblicken konnten und von dort dann mit unserer netten Begleitperson zurückgewanderten und so noch mehr von der atemberaubenden Schönheit und Geschichte Knysna’s erfuhren, die übrigens mit norwegischen Entdeckern zu tun hatte, was unsere Norwegerin natürlich dazu anstiftete noch mehr erfahren zu wollen, weshalb ich den halben Weg zurück zuhörte wie die ersten Einwohner von Knysna von der Schönheit des Gebietes davon abgehalten wurden in ihr Heimatland zurückzukehren, nachdem ihr Schiff zu Bruch gegangen war und sie bis zu dessen Reparatur gezwungen waren dort zu bleiben.

Schon bald verliessen wir Knysna, dass den Namen wirklich verdient hat, denn man spricht es „nice-na“ aus und „nice“ bedeutet in Deutsch so viel wie „schön“ und „na“ ist ein Ausdruck der so was wie „nicht wahr?“ bedeuten kann. So hat angeblicherweise jemand so was gesagt wie „schön, nicht wahr?“und schon hatte der Ort einen passenden Namen.

Weiter ging es nach Oudthoorn. Doch auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem wunderschönen Wasserfall, was für uns alle eine Erleichterung war, da die Sonne erbarmungslos auf uns niederbrannte. Dort sprangen fast alle von einer etwa sechs Meter hohen Klippe ins erfrischend eisigkalte Wasser.
Von Oudthoorn aus, fuhren wir nach Wilgewandel. Dort erforschten wir die ‚Cango Caves‘.
Riesige Höhlen mit wunderschönen Hallen mit Stalagmiten, Stalagtiten und Säulen, die leider nicht mehr alle im Orginalzustand sind, da manche Menschen sich dachten, das so ein abgebrochenes Stück tausendjähriger Stein ein schönes Souvenir darstelle.
Weiter im Herz der Höhle, mussten wir uns durch kleine Durchgänge quetschen, um zu weiteren einzigartigen Gebilden zu gelangen.
Leider sind manche Teile der Höhle dann doch zu schwer zu erreichen, so muss man zum Beispiel durch kaltes Wasser tauchen, wozu wir leider nicht die Ausrüstung hatten…
Danach ging das Abenteuer aber anderweitig weiter. So gingen wir zu einer Ranch, wo wir auf Kamelen reiten durften und uns die Grundprinzipien und Bedeutung von Mandela näher gebracht wurden.
Um unsere Führungsqualitäten zu beweisen, mussten wir einander helfen verschiedenste Aufgaben zu erfüllen in einer Zeitspanne von 30 Minuten. So wurden wir in Dreiergruppen aufgeteilt, und weil es einfach so zu leicht gewesen wäre, wurde je eine Person in der Gruppe des Augenlichts beraubt, so auch ich. Während die anderen Aufgaben wie aus Maiskörnern Mehl zu gewinnen, ein Feuer zu machen und mit diesem aus einer bestimmten Sukkulentenart eine Medizin zu kochen, war es unsere ein Zelt zu bauen, das Platz für alle bot und zudem noch Wetterfest ist. Am Ende dieser halben Stunde waren alle Aufgaben erfolgreich erfüllt worden. Doch das war noch nicht das Ende dieses Tests. Die zwei Männer, die diesen Kurs leiteten, führten uns, nach einem kurzen Spiel in den danebengelegenen Wald, wo wir in Zweiergruppen aufgeteilt wurden. Sie banden je einen unserer Füsse aneinander und wieder erblindete je einer von uns. So mussten wir ein kleines Kletterhindernis bewältigen, indem der Sehende dem Blinden mit Anweisungen half. Danach durften wir es noch einmal auf eigene Faust beklettern. Weiter ging es im Hindernisparcour mit alleinstehenden Holzrollen, über die wir laufen mussten, ohne einmal den Boden zu berühren. Es wurde noch einmal schwieriger als wir von einer Holzrolle auf eine Wippe klettern mussten und darüber balancieren, die schmaler als mein Fuss war. Glücklicherweise schaffte ich auch dieses Hindernis, doch viele mussten spätestens bei diesem ein wenig betrügen ;), doch am Ende, nachdem wir noch alle über einen Teich an einem Stahlseil geschwebt waren und eine kurze Runde auf einer typisch südafrikanischen Eselkutsche gedreht hatten, erhielten dann doch alle ein Zertifikat, das beweist, dass wir diesen Kurs erfolgreich abgeschlossen haben.

Das nächste Ziel war eine Straussenfarm, auf der wir mehr über diese edlen flugunfähigen Vögel lernten. So zum Beispiel das Straussenleder eines der besten sei, dass sie wirklich sozusagen alles essen und das es ein Mythos ist, das diese Tiere ihren Kopf in den Sand stecken, wenn sie Angst haben.
Während zwei zu einem zahmen Strauss hineindurften, durfte ich und noch ein paar andere, die bei der Straussenlektion gut genug aufgepasst haben und eine der Fragen der Farmerin richtig beantworten konnten, doch tatsächlich auf einem Strauss reiten. Dazu mussten wir einen blauen Overall anziehen und mit der Hilfe zweier Männer auf das sattelartige Tuch auf dem Rücken des von ihnen gefangenen Strausses klettern, dessen Augen verbunden waren, um das Tier ruhig zu halten. Mit meinen Händen musste ich mich an der Stelle der Flügel festhalten, wo sie am Körper angewachsen sind. Dann ging es endlich los, doch leider war der Spass viel zu kurz. Schon nach einer Runde zogen sie mich vom Strauss hinunter, wenigstens bin ich nicht herunter gefallen, wie so mancher andere ;).
Diejenigen, die weder noch machen konnten, bekamen eine Straussenmassage. Sie bekamen eine Jacke und einen Topf voll Futter und stellten sich so vor den Zaun, der uns von den Sträussen trennte. Von hinten um den Hals pickten ihre Schnäbel in den Topf und massierten so mit ihren Hälsen den Nacken des Glücklichen. Nachdem wir noch austesten konnten, wie stabil Strausseneier eigentlich sind, indem wir ganz einfach draufstanden, besuchten wir noch den Hauseigenen Laden, indem verschiedenste Straussenartikel und Produkte zu finden waren, so auch kunstvoll bemalte Strausseneier, die leider nicht so billig sind…

Dann war es endlich so weit, wir machten uns auf, um das letzte, etwa 6 Stunden Fahrt Stück Weg, das uns von Cape Town trennte, hinter uns zu bringen. Doch zuvor machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp, um den Wildlife Park zu besuchen. Dort sahen wir alle möglichen Tiere. Von weissem Tiger, Löwe, Gebhard zu Krokodil, Nilpferd, Fischotter, Schildkröten, Affen und Vögel. Es war ein wirklich eindrücklicher Park. Man hat dort sogar die Möglichkeit einen Ferienjob zu bekommen, wo eine der Aufgaben sein wird die jungen und älteren Wildkatzen zu streicheln und putzen, um sie handzahm zu machen und zu halten.

So ziemlich das Erste, das wir von Cape Town sahen, war der Tafelberg. Gross und mächtig bäumt dieser sich neben der Stadt auf und scheint wirklich eine Tafel zu sein, mit seiner wie abgeschnittenen Spitze.
wir fuhren immer näher an ihn heran, bis wir an unserem Ziel angelangt waren. Einem Internat, indem wir in unserer Zeit in Cape Town übernachten werden. Zu unserem Glück hatte es einen Pool mit Sprungbrett direkt daneben und es kommt noch besser. Auch wenn zuerst eine Poolparty dort abgehalten wurde und eine Horde Kinder um den Pool herumrannte, sagte man uns, dass der Pool ganz unser sein werde, sobald die Party beendet ist, denn er gehört zur Schule. Doch in der Zwischenzeit fuhren wir, nachdem wir das Gepäck in unseren Räumen abgeladen hatten, zum Strand, um unseren ersten Sonnenuntergang in Cape Town mit perfekter Ferienstimmung zu erleben.
Abend wurde es dann noch ein wenig Horrormovie ähnlich. Denn die Schule machte Vieler Angst, mit ihren langen leeren Gängen, mit den vielen geschlossenen Türen und verschiedensten Geräuschen.  So machten sich die Knaben einen Spass daraus die Mädchen zu erschrecken. Doch nachdem der Krieg vorüber war, wurde uns noch ein McFlurry spendiert.

Am  nächsten Tag suchten wir die Wasserfront, den Sea- und Cape Point auf und fuhren noch zum berühmten Kap der guten Hoffnung. Danach genossen wir den Rest des Tages in der Sonne am oder im Pool, der jetzt ganz unser war, bevor wir am Abend das Kino besuchten und uns den letzten Teil der Twilight Saga bei der Wasserfront ansahen.

Robben Island, Eine Insel vor der Küste Cape Towns, die vollgepackt ist mit Geschichte, war unser nächstes Ziel. Diese war vor nicht allzu langer Zeit ein Gefängnis, in dem auch der berühmteste Mann Südafrikas, Nelson Mandela 18 seiner 27 Jahre in Gefangenschaft abgesessen hat.
Am Abend gingen wir noch bowlen. Kurz bevor wir durch das Casino daneben das Gebäude verliessen, machten ein paar vor uns noch einen Trip in einer der aufregenden Achterbahnen in einem 4D-Animator.

Später als normal startete der darauffolgende Tag, da wir alle ausschlafen durften.
Danach machten wir uns auf nach Seal Island. Wir stiegen in ein Boot, das uns dorthin bringen sollte. Über hohe Wellen, die das ganze eine Challenge für manchen Magen machte, gleitete das Schiff und schon bald kam die Insel in Sicht, oder eher, das was auf ihr lebte. Hunderte von Robben bedeckten beinahe die ganze Oberfläche. Braunes Fell überall, nicht nur auf dem Land, auch das Wasser drumherum war voller Leben. Aufgeregt wurden Fotos genommen, auch von mir. Doch dann kroch ein nicht so lieblicher Duft in meine Nase. Fäkalien von Unmengen von Robben können halt nicht wie das neuste Parfum von Chanel riechen. So war es nun die Aufgabe einer meiner Arme, meine Nase so gut wie möglich vor diesem beissenden Gestank zu beschützen, während der andere aufgrund des unruhigen Seeganges an der Reling halt suchte. Doch es dauerte zum Glück nicht allzu lange, bis der Wind den Geruch vertrieben hatte, als wir uns auf den Weg zum Pier zurück begaben. Dort angekommen hatten wir Zeit, um bei all den typisch afrikanischen Ständen am Hafen Souvenirs zu suchen, bis wir zu einem Fischrestaurant essen gingen, um danach zu Camps Bay zu fahren. Dort sollte ich erfahren, wie kalt der Atlantische Ozean wirklich ist. Nicht viele machten diese Erfahrung, doch ich und noch zwei andere, die auch schon in Tsitsikamma zu den Mutigen gehörten, wagten es. Ich kann nicht sagen, welches Wasser kälter war, dieses oder das in Tsitsikamma, doch in diesem Moment hatte ich das Gefühl, ich hätte meinen Kopf in flüssigen Schnee getaucht. Die Kälte bereitete mir sogar ein unangenehmes Kopfweh, das mich nach ein paar Minuten schnell wieder aus dem Wasser jagte. Doch ich bin froh, dass ich nun in beiden Ozeanen Südafrikas geschwommen bin.
Am Abend wurde uns allen wieder ein McFlurry von einem unseren grossartigen Tourguides spendiert.

Pinguine waren die Tiere des nächsten Tages. Leider konnten wir nicht wie geplant mit ihnen schwimmen, es war aber dennoch schön, diese kleinen Watschler zu sehen.
An diesem Tag besuchten wir auch die wohl grösste Attraktion und das Musst von Cape Town. Den Table Mountain.  Nachdem wir ein wenig in der Schlange gestanden waren, konnten wir endlich in die Seilbahn steigen, die mit einem sich drehenden Boden eine rundum Sicht ermöglichte. Oben angekommen hatten wir eine wunderbar klare Sicht hinunter auf Cape Town, das sich mir dann als grösser erwies als ich ursprünglich gedacht hatte.
Ein südafrikanischer Braai zurück bei unserer Unterkunft stand als nächstes an. So badeten und sonnten wir uns, während das Fleisch vor sich hin brätelte.
Am Abend konnten wir unsere Fahrtalente beim Go-Cart fahren beweisen. Es machte Spass dieses Gefährt so schnell wie möglich Kurve um Kurve, Runde um Runde zum Ziel zu fahren. unerwarteter weise stellte ich mich als schnell genug heraus, um im Finale mitzufahren, in dem sich die schnellsten unserer Mädchen und der Männerdominierenden Gruppe massen. Noch unerwarteter war mein Sieg, nach einem eventreichen Rennen, indem sogar ein Mitstreiter disqualifiziert werden musste.
Danach fuhren wir noch ein wenig in die Höhe, was uns eine gute Aussicht auf Cape Town bei Nacht gab. Wir hatten sogar noch live-Musik von unten, da genau an diesem Abend ein Lady Gaga Konzert im Stadion stattfand, weshalb wir sogar einer Limousine bei einem Kreisel begegneten. Später gönnten sich noch manche von uns ein nächtliches Bad in unserem Pool.

Nach Shopping besuchten wir Ratanga. Ein Abenteuerpark indem uns vor allem eine Achterbahn interessierte. In der fuhren wir so oft, dass die Aufpasser beim Einstieg wussten wer wir sind. Nach jeder Fahrt konnte man ein Bild von sich und seinem Sitznachbar bestaunen gehen. Wir planten manchmal sogar was für Gesichter wir ziehen wollten, das unsere Bilder so lustig wie möglich aussahen. Doch auch die Bahnen die Wasser involvierten bekamen unsere Aufmerksamkeit, doch leider hatten die Aufregenden, die uns besonders gefielen nicht nur uns angezogen, so musste man leider ein bisschen länger als fünf Minuten anstehen… Bei unserem Mittagessen hatten wir sogar live-Entertainment, so konnten wir einer Sänger zuhören und einem Zauberer seine Tricks bestaunen.
Am Abend besuchten wir noch ein Restaurant mit einem ganz speziell herausfordernden Menu. Ein T-Shirt und ein Platz für deinen Namen auf einer Wand winkten als Preis, wenn man erfolgreich einen Burger in 15 Minuten verspeist. Wäre nicht so schwer, wenn der Burger nicht sechs 200 Gramm Patties eingeklemmt hätte, das heisst 1.2 Kilo Schweinefleisch. Doch unsere zwei Tourguides und drei Mädchen unserer Gruppe stellten sich dieser Herausforderung, so auch ich.
Leider brachte ich nach 800 Gramm Fleisch nichts mehr hinunter, nicht einmal unsere Leiter schafften es, doch ein Mädchen ass den Burger, bis auf die Pommes erfolgreich auf, was sie offiziell zum grössten Esser machte, trotz ihrer schlanken Figur.
Leider war das unser letzter Abend hier und so packten wir am nächsten Morgen schweren Herzens unsere Sachen.

Die letzte Nacht bevor wir endgültig wieder nach Hause zurückkehrten, verbrachten wir nach einem langen Tag Busfahrt mit in einem Zughotel in Mossel Bay, direkt am Strand. Da wir an diesem Abend eine verfrühte Weihnachtsfeier abhalten würden und viele noch kein passendes Geschenk für die Person, die sie beschenken gefunden hatten, ging es noch auf einen kurzen Shopping-Tripp in Mossel Bay. Danach noch schwimmen im Meer bis zur Weihnachtsfeier.
Nach einem feinen Essen erhielt jeder noch einen Award für ein Ereignis, Talent oder Obsession, die den Leitern besonders aufgefallen sind. So erhielt ich einen Award, der mich zur Schnellsten unserer Gruppe erklärte, da ich alle im Go-Card-Fahren geschlagen habe.
Danach wurden endlich die Geschenke ausgetauscht. Ich bekam von unserer Brasilianerin  einen wunderschönen Bilderrahmen mit dem Schriftzug „Friends“ (Freunde) und Bildern auf denen wir zwei und auch die anderen zu sehen sind. Zufälligerweise hatte ich sie gezogen, so gab ich ihr im Gegenzug eine Halskette mit einer glitzernden Muschelschale in der Form von Afrika, worüber sie sich zum Glück auch sehr freute. Auch die anderen bekamen schöne Geschenke und so wurde der Abend ein richtiger Erfolg, vor allem als einer der Jungen, der in Cape Town nach Schwulen Ausschau gehalten hatte, da er gehört hatte, dass das die Hauptstadt der Schwulen in Südafrika sei, die Hasenohren und das Hasenschwänzchen mit den Netzstrumpfhosen, die er als Geschenk bekommen hatte anzog, wenn auch erst nachdem er dazu überredet wurde. Das amüsierte nicht nur uns, sondern auch die anderen Gäste.
Wir genossen den Abend am Strand noch bis spät in die Nacht, da wir am nächsten Morgen uns dann endgültig auf den Heimweg machten. Doch als Überraschung besuchten wir noch das Wasserrutschen Paradies und rutschten uns so die Müdigkeit ab, bis wir uns dann aufmachten um einen nach dem anderen unserer kleinen, aber besten Gruppe bei seinem südafrikanischen zu Hause abzuladen.

Wir alle hätten wenn möglich diese unvergessliche Tour noch verlängert, doch leider hat alles ein Ende, nur die Wurst hat zwei 🙂

Liebe Grüsse aus dem warmen Südafrika