YFU Switzerland

Fusion Camp „going loud“ 5-7 Oktober 2012

Fusion ist eine Jugendorganisation, die entwickelt wurde, um Jugendlichen einen Platz zu bieten, wo sie ihre spirituellen und sozialen Bedürfnisse durch inspirierende Lehre und Gottesdienst befriedigen können.

Glücklicherweise ist einer dieser Orte in Port Elizabeth. Dort wird jeden Dienstagabend so ein Treffen veranstaltet, an dem vor allem gesungen und getanzt wird mit Live- Musik von der hauseigenen Band. Doch sie organisieren nicht nur das. Dieses Wochenende hatten wir ein Camp in den Bergen (mir schienen es eher grössere Hügel zu sein ;)), aber mit einer fantastischen Aussicht.

Am Morgen früh trafen wir uns vor dem Fusion Gebäude, um dann mit zwei Kleinbussen an den Ort zu gelangen, an dem das Camp stattfinden sollte (Suurberg). Dafür mussten wir ein wenig der Grenze vom Addo-Elefant Park entlangfahren. Doch dieses kleine Stückchen hat schon gereicht, um Elefanten, Zebras, Springböcke und ein Warzenschwein bestaunen zu können, aber leider nur von Weitem. Bei solchen Aussichten wird einem wirklich bewusst, dass man in Südafrika ist.

Am Ort des Geschehens angekommen, entpackten wir zuerst alle Taschen, das mitgebrachte Essen und die Musikinstrumente, die an einem Fusion Camp natürlich nicht fehlen dürfen. Nachdem die Zimmer verteilt worden waren, gab es schon bald Mittagessen.

Danach erhielten wir Flaggen, für jede Zimmergruppe eine, um dann als nächste Aufgabe ein Gruppenmaskottchen zu gestalten. Mit dem was wir hatten, was rumlag und was die Natur zu bieten hatte. Nachdem wir  uns an dem uns angewiesenen Treffpunkt unserer Gruppe eingefunden hatten, dauerte es nicht lange, bis wir das Gerüst für unser Maskottchen entdeckten. Ein Holzstock mit langer verfranzter Rinde an einem Ende, die sofort zu Haaren erklärt wurden. Da wurden natürlich schon andere Ideen wach. Ein pinkes Haarband, ein gemaltes Gesicht, ein Hula-Röckchen aus Farn und Blumen, genug Blumen, das auch noch ihr Kopf damit geschmückt werden konnte. Angehobene, anfeuernde Arme aus Draht und zu guter Letzt fanden wir noch einen Backstein, mit einem so grossen Loch, damit sie fast perfekt hineinpasste, sodass sie aufrecht stehen konnte. Noch unsere rote Fahne in ihre eiserne Hand gedrückt und fertig war unser Kunstwerk. Nun musste nur noch ein Name her. Da wir da ein wenig weniger kreativ waren als zu Beginn, wechselten wir dann einfach die Sprache und tauften sie aufgrund ihres biologisch abbaubarem Schmuckes und meinen Französischkenntnissen „Madame de la Fleur“, was uns zu den „De la Fleur’s“ machte.

 

Am Abend, nachdem alle ihre Maskottchen vorgestellt hatten, der Gottesdienst vorbei war und wir einen leckeren Braai gehabt haben (grillieren auf südafrikanische Art ( mit viel Fleisch)), spielten wir ein sehr lustiges, Dunkelheit erforderndes Spiel. Jede Gruppe bekam einen Eimer, möglichst der Farbe ihres Fahnen entsprechend, zugeteilt. Diesen Eimer, in unserem Fall einen Roten, müssten wir uns holen, ohne von dem menschlichen Leuchtturm, der auf einer Erhöhung stand, erfasst zu werden, während dem wir uns, in möglichst dunkeln Kleider durch das Gras robbten, um unseren Eimer zu berühren. Sobald du dann doch vom Licht des Leuchtturms erfasst wirst, darfst du dich nicht mehr bewegen, denn sonst musst du wieder von vorne beginnen (sowie bei „Zeitung lesen stop“).  Das Team, in dem alle am schnellsten den Eimer berühren konnten, gewinnt. Nach einer lustigen, stillen und anstrengenden Mission gab es noch Tee und Kaffee, bevor wir uns aufmachten, um in unsere Schlafsäcke zu kriechen.

 

Am nächsten Tag kreierten wir noch einen Gruppenanfeuerungsruf, -lied, -tanz, den wir danach auf einer improvisierten Bühne aufführen durften. Danach gab es einen Gruppenwettkampf mit verschiedensten ausgefallenen Spielen, die Geschicklichkeit und Denkvermögen erforderten. Da es zu kalt war und es die vorige Nacht geregnet hatte, konnten wir das, wofür wir unsere Badesachen mitgebracht hatten leider nicht machen, doch lustige Spiele auf dem Grasfeld liessen es an nichts mangeln. Am Abend, nach Spiel und Sport, Gesang und einer von vielen guten und spannenden Predigen, von einem Mann, der mit seiner Frau extra aus Pretoria angereist war, gab es eine angenehme Gebetsrunde mit feiner Musik. Kaffee und Kuchen, aus der talentierten Küche rundeten den letzten Abend noch ab.

 

Am nächsten Morgen packten wir nach einem abschliessenden Gottesdienst unsere Sachen und fuhren wieder zurück nach Port Elizabeth, mit einem Lächeln im Gesicht, denn dieses Camp war wirklich unvergesslich. All die lieben Leute dort, Crew wie auch Teilnehmer hatten es zu einem vollen Erfolg gemacht und würde ich nicht nur ein Jahr hier bleiben, wäre ich das nächste Jahr auch wieder dabei.

 

Liefde groete uit Suid-Afrika

 

Saskia