YFU Switzerland

Eine lange Reise

Mehr als einen Tag bin ich gereist, bis ich endlich vom  Strand in Port Elizabeth den Ozean bewundern durfte. Zehn Stunden sass ich mit den anderen Austauschschülern aus der Schweiz im Flugzeug und wartete mit gemischten Gefühlen auf die Landung am Flughafen von Johannisburg. Dort angekommen erwarteten uns zwei nette Leute von YFU Südafrika mit einem Schild an dem Ausgang nach der Gepäckausgabe. Mit unseren schweren Koffern und dem Handgepäck beladen führten sie uns zu Wimpy, einem Restaurant im Flughafen, wo schon viele andere Austauschschüler aus den verschiedensten Ländern warteten. Nachdem sie uns allen ein Getränk spendiert hatten und nach und nach alle noch fehlenden Austauschschüler eingetroffen waren, trennten wir uns in Gruppen auf, um zu unseren jeweiligen Destinationen zu fahren. Als einzige Schweizerin, die in Port Elizabeth ihr neues zu Hause finden wird, stieg ich mit ca. 12 anderen Austauschschüler und unserem Reiseführer in einen Bus nach Pretoria, um danach in einem Übernachtungsbus bis hinunter nach Port Elizabeth zu fahren. Im Bus unterhielt man sich vor allem in Englisch, da es die meisten schon ziemlich gut beherrschten. Mit den anderen kommunizierte man mit Händen und Füssen. Nach einer Busfahrt, die einiges länger als der Flug gedauert hatte, tauchte vor uns endlich das endlose Meer auf. Nach einem guten Morgenessen fuhren wir noch näher zum Ozean, so dass man sogar die Boote draussen auf dem Meer genau erkennen konnte. In Bungalows verbrachten wir die Nacht nach einem langen Tag,  an dem uns die herzliche Zuständige für unseren Bezirk schon wichtige Regeln eingetrichtert hatte. Am nächsten Tag erfuhren wir mehr über Port Elizabeth und wie wir uns zu verhalten haben. Vor allem die Schule war ein grosses Thema, denn  dort herrschen strenge Kleidungsvorschriften, auch das Haar und die Nägel haben ordentlich zu sein.  Doch wie streng es wirklich sein wird werde ich am Montag erfahren, meinem ‚ersten Schultag‘, doch bevor es soweit ist, darf ich noch ein Wochenende mit meiner neuen Familie verbringen und so das Leben hier schon ein bisschen kennen lernen.

 

Die Schuluniform besorgen steht auf der Einkaufsliste am ersten Tag nach der Ankunft bei meiner Gastfamilie zu Oberst auf der Liste mit zu besorgenden Sachen. Als Zweites warme Kleider, denn ich musste am eigenen Leib erfahren, dass es auch in Südafrika eisig kalt werden kann. Wind und Wetter machen es nicht gerade besser, denn in letzter Zeit hat es so viel geregnet, dass man auf manchen Strassen durch kleine Seen fahren darf und Wasser literweise ins Meer läuft. Doch die Palmen überall lassen einem auf bessere Zeiten hoffen, und die werden kommen, dass wurde mir versichert. So freue ich mich auf den zweiten Sommer dieses Jahr und hoffe, dass der zweite Winter schnell vorbei sein wird. Bis dahin werde ich hoffentlich Afrikaans beherrschen, denn einige Wörter habe ich schon aufgeschnappt.

 

Groete van Suid-Afrika

 

Saskia