YFU Switzerland

Die ersten Tage im Arrival Camp und das Kennenlernen meiner Gastfamilie

Hej hej

Meine ersten Tage in Schweden verbrachte ich im Arrival Camp in Kärsögarden mit  allen anderen Austauschschülern aus der ganzen Welt. Wir wurden am Flughafen von den Leadern abgeholt und ins Camp gebracht. Wir hatten nicht lange Zeit uns einzurichten, auf uns wartete ein straffes Programm. Wir hatten jeden Tag unsere Sessions und spielten dazwischen Spiele. Am Morgen konnten wir um 7 Uhr in den kalten See springen und ein bisschen schwimmen oder in den Wald joggen gehen. In den Sessions besprachen wir in kleineren Gruppen verschiedene Themen wie Schule und Freunde oder die Gastfamilie. Wir hörten sehr viel von unseren Leitern, die auch schon ein Austauschjahr hinter sich hatten und konnten alle unsere Fragen stellen. Am zweiten Abend gab es einen Wettkampf unter den Gruppen, die Expedition Svensson. Es gab verschiedene Posten, an denen wir Punkte sammeln konnten. Wir mussten zum Beispiel schwedische Persönlichkeiten erkennen, Sehenswürdigkeiten auf einer Landkarte platzieren oder die schwedische Nationalhymne vorsingen. Mein Lieblingsposten war der Mittsommertanz. Man singt ein Lied von einem kleinen Frosch und tanzt um die midsommarstang. Am letzten Abend führte jede Gruppe ein kleines Theater um schwedische Stereotypen vor. Es war sehr lustig. Das am meisten vorgeführte Thema war, dass Schweden sich im Bus nie neben einen anderen setzen würden und darum lieber stehen als sitzen. Wir spielten den ganzen Abend Spiele und machten eine riesige Umarmungsrunde, weil Schweden sich immer umarmen. Am letzten Morgen herrschte eine ziemlich komische Stimmung, alle waren sehr aufgeregt ihre Gastfamilie zu treffen und die Austauschschüler, die im Norden wohnen hatten das Camp schon verlassen um nach Umeå oder Luleå zu fliegen. Zwischen 10 und 12 kamen unsere Gastfamilien an, aber wir konnten sie noch nicht sehen, weil sie noch letzte Informationen von YFU erhielten. Alle waren sehr angespannt, die Leader versuchten uns mit Spielen abzulenken. Als wir unsere Familien dann endlich trafen, fiel uns allen ein Stein vom Herzen. Ich bin sehr glücklich mit meiner Gastfamilie, weil sie alles tun um mir das Einleben in Schweden zu erleichtern. Gestern Abend waren wir zu einem Geburstagsfest eingeladen und heute morgen konnte ich wieder einmal ausschlafen. Dann machte ich zum ersten Mal Gebrauch vom allemansrätten. Ich ging mit meiner Gastschwester in den nahegelegenen Wald und wir pflückten Blaubeeren. Heute Nachmittag werde ich einen Fussballmatch meines Gastbruders schauen gehen und morgen mein erstes Handballtraining in Täby besuchen. Zur Schule muss ich voraussichtlich erst nächste Woche, da ich noch keine Zusage einer Schule habe.

 

Die Aussicht auf Mälaren, den drittgrössten See Schwedens, an dem unser Camp statt fand.

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Eines der vielen Spiele, die wir im Camp machten.

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