YFU Switzerland

Encarnacion

Springbreak!!!

Samstag bis Mittwoch haben wir keine Schule. Wir nutzten die Gelegenheit um Paraguay ein bisschen besser kennen zu lernen. Am Freitag in der Nacht fuhr ich mit einem Car der NSA („Nuestra Señora de Asuncion“) nach Encarnacion, das weiter südlich gelegen ist. Die Fahrt dauerte knapp sieben Stunden. In Encarnacion erwarteten mich bereits die Freundenfamilie meiner Eltern und gemeinsam fuhren wir noch 3/4 Stunden raus aus Encarnacion in ein hübsches kleines Hotel. Pool und alles wäre bereit gewesen, nur das Wetter hat nicht ganz mitgespielt.  Die ganze Woche 40+ Grad und wenn die Ferien beginnen wird es kalt und regnerisch – aber das bin ich mir ja schon von der Schweiz gewohnt hahah!

Am Nachmittag gingen wir in ein kleines Freilichtmuseum von Selecta, um zu sehen wie die Yerba Mate hergestellt wird. Yerba Mate ist der Tee womit man Paraguays Nationalgetränk „Terrere“ oder in heisser Form „Mate“ zubereitet. Der ganze Prozess kurz zusammengefasst: Pflücken der Blätter von den Bäumen, trocknen,  zerkleinern, lagern, (evtl. Geschmackshinzugabe), verpacken.

Den Abend haben wir gemütlich mit essen und Kartenspielen verbracht und eine weitere Familie ist auch noch dazugekommen. Meine Eltern und meine Schwester kamen erst in der Nacht an. Sie sind erst am Nachmitag losgefahren, da meine Schwester noch Tanzen hatte. Unterwegs sind ihnen zwei Räder kaputt gegangen, wegen einem Loch in der Strasse (was nicht selten vorkommt).

P1070068Am nächsten Morgen gingen wir die Jesuitischen Ruinen La Santísima Trinidad de Paraná besichtigen, die nicht weit vom Hotel gelegen sind. Sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. 1578 kamen die Jesuitischen Missionare um die Guaraníes zum Christentum überzuführen. Bis zum Schluss waren es 30 Missionen. Als die Missionare vertrieben wurden, kamen lokale reiche Landbesitzer und die Guaraníes endeten als Sklaven. Per Zufall war da gleich noch ein Konzert, mit der Musik, die die Indigenen Leute damals spielten. Die Ruinen imponieren einem, wenn man sich vorstellt, dass sie im 17. Jahrhundert gebaut wurden.

 

Am Montag zeigte sich dann doch noch die Sonne und wir gingen laufen auf einen kleinen Hügel mit wunderschöner Aussicht nach Argentinien, das am anderen Ufer des Río Paraná liegt. Und dann machten wir uns auch schon auf den Heimweg. Palmwälder, Bäume und Wiesen, kleine Höfe und grasende Kühe soweit das Auge reicht. Unterwegs machten wir noch kurz Halt bei der „besten“ Chiperia Paraguays – die köstlichen Chipas wollte ich mir ja nicht entgehen lassen.

P1070150                                        Die besten Chippas