YFU Switzerland

Die zwei ersten Wochen

Hallo!

Seit meiner Ankunft in Poznan sind nun zwei Wochen vergangen, aber es kommt mir schon viel länger vor. Als ich am Montagmorgen ins Flugzeug nach München stieg, war ich eigentlich gar nicht so aufgeregt, aber während dem 2. Flug nach Poznan stieg meine Nervosität mit jeder Minute. Um mich herum hörte ich nur noch Polnisch und ich dachte: “ Oh Gott, und dass soll ich irgendwann verstehen?“

Tja, und dann kam ich an und wartete auf meinen Koffer. Und da war ich wirklich aufgeregt, denn meine Gastfamilie holte mich vom Flughafen ab und ich wusste, dass uns nur noch ein paar Meter und Wände trennten. Einerseits freute ich mich riesig, sie endlich kennen zu  lernen, aber ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Und dann war der Moment gekommen, wir umarmten und begrüssten uns und schon gings los nach Hause. Zu Fuss. Ich wusste gar nicht dass man soo nah am Flughafen wohnen kann. Aber glücklicherweise ist er klein und es fliegt nicht mal jede Stunde ein Flugzeug.

Natürlich gibt es Dinge, an die ich mich zuerst gewöhnen muss. Zum Beispiel habe ich erst nach 2 mal kalt Duschen bemerkt, dass in Polen das warme Wasser rechts ist und nicht links. Oder dass es hier normal ist, das „Mittagessen“ erst um 16 Uhr einzunehmen. Oder dass man die Schulbücher selber kaufen muss. Aber ich mag diese kleinen Unterschiede, denn so merkt man am Besten, wie sich die Länder unterscheiden.

Die anderen 8 Austauschschüler und ich besuchen täglich einen Sprachkurs, damit wir ein paar Grundlagen beherrschen. Denn wenn dann in einer Woche die Schule anfängt,wäre es gut, wenn wir uns wenigstens selber vorstellen könnten. Aber wir haben alle schnell bemerkt, dass Polnisch nicht ganz so einfach ist. Glücklicherweise verstehe ich schon recht viel, auch wenn mir die Aussprache  noch etwas zu schaffen macht.

Die Zeit nach dem Kurs und an den Wochenenden  verbringe ich grösstenteils mit den anderen Austauschschülern oder meiner Familie. Wir gehen shoppen, geniessen die schönen Plätze in der Stadt, oder sitzen einfach im Garten und haben Spass. Am Samstag haben wir einen Ausflug in die Hauptstadt, Warschau, gemacht. Die Fahrt mit dem Zug dauerte 3h, wir verschliefen sie jedoch grösstenteils. Denn am Morgen waren wir müde wegen dem akuten Schlafmangel und abends wegen dem vielen Herumlaufen. Aber wir hatten unglaublich viel Spass und es war ein schöner Tag.

Bis jetzt gefällt es mir wirklich gut hier in Poznan. Ich mag die Leute, die Stadt, die Sprache und der Schweiz habe ich noch nicht eine Sekunde nachgetrauert. Nächsten Monat werde ich euch dann von der Schule berichten. Da weiss ich nämlich selber auch noch nicht so genau, was auf mich zukommt. Werde ich schnell neue Freunde finden? Wie viele Male werde ich mich wohl verlaufen, bis ich das richtige Zimmer finde? Naja, die Antworten kenn ich jetzt noch nicht, aber bald =)

Liebe Grüsse Salome