YFU Switzerland

100 Tage Estland!

Tere Tere!

Bevor ich hier irgendwas schriebe, möchte ich mich entschuldigen, dass ich schon sooooo lange nichts mehr geschrieben habe. Ich habe mir vorgenommen sehr aktiv zu sein, was ich von nun an auch einzuhalten versuche!

Ich versuche euch so gut wie möglich zu schildern, was in den letzten 100 Tagen passiert ist…. Da es viel zu erzählen gibt, werde ich versuchen alles so gut wie möglich zusammen zu fassen.

Am Freitag, 1. September, war der Schulstart im Gymnasium. JA es war ein Freitag! Die Schule beginnt hier landesweit IMMER am 1. September; egal welchen Wochentag es trifft. In Estland ist es üblich, dass man sich für den ersten Schultag sehr schön kleidet…und die SchülerInnen bringen der/m KlassenlehrerIn Blumen aus dem Garten mit.

Der erste Schultag beginnt immer mit einem feierlichen „Aktus“. An diesem Aktus kommen alle Schüler und Lehrer zusammen und man wird vom Rektor begrüsst. Es gab auch einige Beiträge von SchülerInnen, wie zum Beispiel Musikstücke und Tänze. Auch ich habe etwas auf der Geige vorgespielt! Die Schülersprecherin hat mich zuerst vorgestellt und dann spielte ich vor der ganzen Schule ein Geigensolo…ich war soooo aufgeregt!

Nach diesem Aktus ging es für Alle ins Klassenzimmer. Es gab viele Informationen, welche ich aber nicht verstanden habe… Zum Glück ist meine Klassenlehrerin Englischlehrerin und meine Mitschüler sprechen zum Teil gut Englisch. Da habe ich gemerkt; ich bin ein Austauschschüler. – Ma olen vahetusõpilane. 🙂

In meinem Jahr hier in Estland versuche ich möglichs viel zu reisen! Es ist für mich eine einmalige Gelegenheit ein Land von dieser Seite zu entecken. So führte mich mein Weg im September auch in die wunderschöne Hauptstadt Estlands… Tallinn! Ich glaube, dass ich dazu gar nicht mehr sagen muss…

 

Schon im Oktober war das nächste YFU-Seminar! Und ich kann wirklich sagen, dass YFU-Spirit einfach unglaublich ist!! Neben den hilfreichen Gesprächen mit YFU-Volunteers und andernen Austauschschüleren, bleibt genügend Zeit für lustige Spiele und Energizer. Die Leute sind super aufgeschlossen und man knüpft Kontakte über die ganze Welt! Auch hier habe ich einige Bilder dazu…

Jetzt möchte ich euch Einiges über mein Estnisch erzählen. Es ist und bleibt einfach eine schwierige Sprache und um ehrlich zu sein, habe ich es auch etwas unterschätzet. Ganz am Anfang als ich hier hergekommen bin, habe ich einfach mal gar nichts verstanden. Es fordert sehr viel Geduld und Kraft! Zum Beispiel ist es in der Schule nicht immer so interessant, weil ich einfach nichts verstehe. Nach 3.5 Monaten kann ich micht zwar schon gut in Estnisch ausdrücken, aber es reicht leider noch nicht um wirklich zu sprechen und zu erzählen. ABER trotzdem denke ich, dass es alles machbar ist! Es soll euch DEFINITV nicht davon abhalten, ein Austauschjahr anzutreten! IM Gegenteil: es ist hoch interessant! Und jedes Mal, wenn ich in Estnisch spreche ist das ein Erfolgserlebnis für mich!

 

Auch möchte ich in diesen kurz gehaltenen Blog einfügen, dass ein Austauschjahr nicht immer blumig ist! Ich habe viel geweint und ich weine viel… dennoch lohnt es sich! Auch wenn man den Spruch ‚Es ist eine Ehrfahrung fürs Leben‘ fast überall hört. Es stimmt einfach!!! Ich habe hier so viele Dinge über Andere und mich selber gelernt, was mir niemand nehmen kann!

 

Zum Schluss möchte ich euch hier meinen zweiten Blog verlinken… auch dort viel Spass beim lesen! 🙂

https://1741northeast.jimdo.com/

 

Bis Bald und beste Grüsse aus dem Norden!

Roxane

Zwei Wochen!

Tere!

Nun bin ich schon zwei Wochen in Estland und ich habe Einiges zu erzählen. Diese zwei Wochen, die hinter mir liegen waren sehr hart, aber auch aufregend! Ich hatte oft Heimweh nach den Personen, die ich fast 16 Jahre um mich herum hatte. Bei dem Gedanken, dass ich diese Personen jetzt 10 Monate nicht mehr sehen werde, wird mir immer noch übel…Ich bin aber überzeugt davon, dass es von Zeit zu Zeit besser wird. 🙂

Aber wie gesagt: hier in Estland habe ich eine zweite Familie gefunden, die mich in dieser Zeit so gut wie möglich unterstützt!Ich fühe mich sehr wohl in der Familie und sie kümmern sich so liebevoll um mich. Auch die beiden Katzen Milli und Donna geben mir ein heimeliges Gefühl.

Isse (Papa auf Estnisch 🙂 ) und ich waren letzte Woche im Wald Pilze sammeln, was eine von vielen estnischen „Tratidionen“ ist. Es tat richtig gut mit jemandem durch denWald zu streiffen und gebraucht zu werden.

Hier in Estland ist es für Ende August ziemlich kalt und regnerisch. Es ist meistens bewölkt und es ist meistens unter 15 Grad Celsius. Es ist zum Teil etwas deprimierend, da ich weiss, dass es in der Schweiz so schön ist. Mir gibt das trübe Wetter aber ein heimeliges Gefühl und es hat auch seine Vorteile… Denn hier in Estland geht man sehr gerne in die Sauna, vorallem wenn das Wetter schlecht ist. Es ist so schön sich nach einem Tag draussen in die holzbeheizte Sauna zu setzen!

Was auch ziemlich Estnisch ist, -glaube ich zumindest, weil ich es auch von anderen Austauschschülern gehört habe-, sind die Fernsehabende. Ich schaue hier so viel Fern, wie ich es schon lange nicht mehr getan habe. Diese Zeit am Abend ist aber immer soooo schön, weil dann die ganze Familie gemütlich vor dem Fernseher sitzt. 🙂 Und ich lerne dabei Estnisch und Englisch. Die Serien und Spielfilme sind immer in Englisch mit estnischen Untertiteln. Und die Nachrichten schauen wir in Estnisch.

Estnisch bleibt für mich nach wie vor eine sehr schwierige Sprache, weil es einfach so wenig mit dem Deutschen zusammenhängt. Bis zu Weihnachten möchte ich aber so ziemlich alles verstehen und natürlich auch etwas sprechen können.

Nun ja… am Freitag ist der 1. September und somit auch der erste Schultag. Ich bin sehr gespannt was mich erwartet und ich werde darüber natürlich auch einen Eintrag machen. :)$

 

Bis bald Roxane <3 

Tere tulemast – Herzlich Willkommen

Tere!

Minu nimi on Roxane, ma olen viisteist aastat vana ja mina elan Eestis. – Mein Name ist Roxane, ich bin 15 Jahre alt und ich wohne in Estland.

Im kommenden Jahr habe ich durch YFU die Chance mein Leben in einem kleinen Land nordöstlich der Schweiz zu erbringen. Dieses Land trägt den Namen Estland und ich bin nun schon knapp eine Woche hier.

Der Abschied in der Schweiz war hart denn ich wusste nicht was ich fühlen soll. Aber wie Winnie the Pooh so schön sagt:

„How lucky am I to have something that makes saying goodbye so hard!“

Der Flug über Frankurt nach Tallin verlief reibngslos. In Tallinn wurden wir von YFU-Volunteers abgeholt um in das Arrivalcamp nach Kurtna zu fahren. Das Kennenlernen der andern YFU-Schülern (etwa 40) war sehr positiv und unterstützend, da man weiss, dass es allen gleich geht. Das Camp war eine sehr spezielle Erfahrung aber wir hatten sehr viel Spass.

…und dann kam DER Tag. Gestern durften wir zu unseren Gastfamilie. In unser Zuhause. Das Zuhause, in dem wir das ganze nächste Jahr leben werden. Ich war sehr müde; aber dankbar! Und jetzt möchte ich mich möglichst schnell Einleben, dass ich das Leben hier möglicht schnell geniessen kann.    

Bis Bald, Roxane