YFU Switzerland

6. Blog: Homecoming

Diese Woche war eine besondere Schulwoche. Es war Homecoming. Wir hatten jeden Tag ein anderes Motto nach dem wir uns verkleideten und so zur Schule gingen. Am Montag war Graffiti-Day, das heisst wir haben alle ein weisses T-Shirt getragen und einander angemalt. Der Country vs. Hipop-Day, was das Thema vom Dienstag war, gefiel mir am besten. Ich verkleidete mich als Country Girl und trug deswegen echte Countrystiefel, ein karriertes Hemd und einen Cowboyhut. So macht Schule gleich viel mehr Spass! Die meisten Lehrer waren auch verkleidet und gaben uns auch nicht viele Hausaufgaben auf. Der Mittwoch war der Hippie-Day und am Donnerstag der Disney-Day. Für diese Tage habe ich mich nicht verkleidet, da ich kein Outfit hatte. Das ist aber auch nicht schlimm, man muss sich nicht jeden Tag verkleiden. Am Freitag war dann schlussendlich noch der Spirit-Day. Da trugen alle die Farben unserer Schule. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war echt der Hammer an diesem Tag. In den Schulgängen konnte man kaum jemanden antreffen, der nicht violett-weiss trug. Am Nachmittag hatten wir eine Versammlung der ganzen Schule. Es gab verschiedene Spiele und zum Schluss wurden noch alle Homecoming-Kings und Queens bestimmt. Als ich von der Schule nach Hause kam, brachen wir bald schon wieder auf, um die Homecoming-Parade im Dorf zu sehen. Da konnten wir die Marching-Band unserer Schule, die verschieden gestalteten Waagen jeder Altersstufe und die Homecomingqueens und Homecomingkings, winked durch die Strassen fahrend bestaunen. Sie warfen uns die verschiedensten Süssigkeiten zu.
Danach war dann der Höhepunkt und der eigentliche Grund der Homecoming-Woche: Das Homecoming-Footballgame. Irgend ein Football Spiel zu Hause wird als Homecoming-Game bestimmt. Das heisst, dass alle ehemaligen Footballspieler, die nun am College sind, an diesem Tag zurück nach Hause kommen und sich ein Wenig feiern lassen. Das hat mir mein Gastvater erklärt, Es war eine unglaubliche Atmosphäre und wieder einmal fiel mir auf, wie sehr sich die Schüler und allgemein alle Leute hier mit ihrer Schule identifizieren. Wir gewannen 28:14 gegen Sturgis.

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Gestern waren wir tailgaten, was ebenfalls typisch amerikanisch ist. Wenn ein grosses Footballspiel von einem College ansteht, fahren viele Leute dahin und stellen dann ihre Campingstühle auf. Weil jeder etwas zu Essen mitnimmt, entsteht ein riesiges Buffet. Also verhungern werde ich hier in Amerika bestimmt nicht. 😉 Jedenfalls gibt es dann viele Menschengrüppchen mit ihren jeweiligen Buffets. Das war ziemlich interessant. Man sitzt dann beisammen, isst, plaudert über Gott und die Welt und spielt Cornhole. Danach geht man je nach dem zum Footballgame oder nicht. Meine Gasteltern und ich gingen nicht, da ich am Abend noch bei einer Austauschschülerin von Norwegen eingeladen war. Wir waren sechs Mädchen aus fünf verschiedenen Ländern (Norwegen, Deutschland, Amerika, Belgien und Schweiz). Die Gastgeberin wohnt am selben See, an dem ich wohne. Wir hatten ein Lagerfeuer am See und assen Smores. Dafür mussten wir Marshmallows bräteln und dann zwischen zwei Biscuits mit Schokolade stecken. Das schmeckte sooo gut!
Heute war ich mit Leonie an der County Fair, etwas wie eine Kirmes. Das war auch super.

Ich sende euch die besten Grüsse in die Schweiz.

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