YFU Switzerland

10. Blog: Puerto Rico

Die letzten sieben Nächte verbrachte ich mit meinen Gasteltern und allen drei Gastbrüdern in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico. Es war herrlich warm und sonnig. Ab und zu gab es zwar kurze Regenschauer, was aber zum Klima von Puerto Rico dazu gehört. Das Hotel in dem wir übernachteten liegt direkt am Atlantik. Daher war das Meer ziemlich unruhig, die Wellen hoch und das Wasser nicht so türkisblau, wie man das von einer karibischen Insel annehmen könnte. Ich badete trotzdem fast jeden Tag, da das Meer sehr warm war.

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Unser Hotelzimmer Ausblick am frühen Morgen und ein Bild, das zeigt, wie ich Adam hochhebe, was meine Gastmutter kaum glauben konnte.

Am Freitag haben wir einen Ausflug in den Regenwald El Yunke gemacht, wo wir natürlich voll in den Regen kamen. Trotzdem war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis.img_3988    img_4075

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Was mir auch super gefallen hat, war das Kajaken im Bioluminescent Bay Fajardo. Von diesen Bays gibt es nur fünf auf der ganzen Welt und drei sind in Puerto Rico. Da es dunkel war und wir die Bakterien mit unseren Bewegungen vom Kajaken störten, leuchteten sie hell im Wasser auf.
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Ansonsten probierten wir leckere puerto-ricanische Spezialitäten in verschiedenen Restaurants. Einmal waren wir im Raices, wo sich die Kellner und Kellnerinnen angezogen haben wie Früher. Das fand ich sehr interessant.
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An unserem zweitletzten Tag mieteten wir Fahrräder und radelten die kurze Strecke von unserem Hotel, welches im Teil namens Condado liegt, nach Old San Juan. Die Gebäude sind sehr bunt und auch der Hafen befindet sich dort. Wir besuchten unter anderem die alte Festung San Cristobal, welche uns eine tolle Aussicht auf den Atlantik auf der einen Seite und die Stadt auf der anderen Seite gab.
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Viele liebe Grüsse,

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9. Blog: Shipshewana, Christmas Dance und Winter in Michigan

In Michigan ist es mittlerweile ziemlich kalt und wir hatten schon mehrere Snowdays, Tage an denen wir keine Schule haben wegen dem vielen Schnee. Dafür gehen wir Snowmobil fahren, mit Tubes schlitteln oder auf dem gefrorenen See Schlittschuhlaufen.
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In der Vorweihnachtszeit haben wir Lebkuchenhäuser und Cupcakes verziert und sind nach Shipshewana gegangen. Das besondere an dieser kleinen Stadt ist, dass dort viele Amische leben. Das heisst, Leute, welche sich ganz altmodisch verhalten und anziehen. Sie haben keine Elektrizität, keine Handys und auch keine Autos. Stattdessen gehen mit Kutschen und Pferden von A nach B und leben auf Bauernhöfen, die sie so betreiben, wie man das Früher gemacht hat. Was ich am interessantesten fand, ist, dass diese strenggläubige protestantische Glaubensgemeinschaft ihre Wurzeln in Süddeutschland und vor allem dem deutschsprachigen Teil der Schweiz hat. The Amish People, wie man sie hier nennt, mögen es nicht wenn man sie fotografiert, also konnte ich leider keine Bilder machen, aber im Internet gibt es trotzdem zahlreiche, falls es euch interessiert.

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Ein weiteres aufregendes Ereignis war mein zweiter High School Dance, der Christmas Dance. Es macht Spass sich mit Freundinnen dafür fertigzumachen und vor dem Dance irgendwo zusammen Essen zugehen. Der Dance selber fand ich persönlich etwas langweilig aber eben, es geht mehr ums drum und dran.
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Gestern hatte ich eine Übernachtungsparty mit Freundinnen in der Barn in Marcellus, welche meinen Gasteltern gehört. Dort haben sie eine eigene Turnhalle und einen Hot Tub. Wir konnten also draussen baden, während es minus 6 Grad war und geschneit hat. Das war richtig toll.
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Das nächste Mal werdet ihr wahrscheinlich etwas über Puerto Rico von mir hören, das ist nämlich unser Reiseziel für die Weihnachtsferien.
Liebe Grüsse,
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8. Blog: San Diego, erster Schnee und Chicago

Hallo zusammen

Am 14. November hatten wir wieder einmal nur bis um 10.43 Uhr Schule. Danach ging es für mich und meine Gasteltern an den Flughafen in Chicago. Unser Reiseziel hiess San Diego, da mein Gastvater einige geschäftliche Meetings dort hatte. Ich freute mich riesig als er mir mitteilte, dass ich auch mitkommen könne. Kalifornien, da wollte ich schon immer mal hin.
Als wir nach einem drei ein halb stündigen Flug endlich in San Diego ankamen, war es trotz den drei Stunden die wir von Three Rivers aus gewonnen haben, schon dunkel dort. So konnte ich noch nicht viel von der Stadt erkennen, als wir mit dem Taxi vom Flughafen auf die Halbinsel Coronado zu unserem Hotel hinausgefahren sind. Umso mehr hat mich der Ausblick aus unserem Hotelzimmer am nächsten Morgen umgehauen:

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Am ersten Tag sind wir an den höchsten Punkt von San Diego gefahren, wo wir über die ganze Stadt sehen konnten. Auf der Meeresseite war es zwar neblig aber das war nicht so schlimm, weil man da eh nur Wasser gesehen hätte. Zudem sah der Nebel über dem Meer ziemlich cool aus.
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Auf diesem Bild kann man auch noch das berühmte Cabrillo National Monument sehen. Am 27. Juni 1542 entdeckte Juan Rodriguez Cabrillo auf seiner Suche nach einem Weg nach Asien die Umgebung, die heute als San Diego bekannt ist. Der Portugiese in spanischen Diensten war der erste Europäer der in Kalifornien war.

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Wir besichtigten auch La Jolla, wo wir unter anderem die Seehunde besuchen gingen. Ich war richtig erstaunt, dass sie nicht zurück ins Meer gesprungen sind, als wir direkt neben ihnen gestanden sind.
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Die Frühstücksplätze am Meer waren der Hit und die Sonnenuntergänge waren einfach entzückend.
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Wir waren zwar nur für eine kurze Zeit in San Diego, drei Nächte um genau zu sein, aber das reichte vollkommen, um mich von Kalifornien’s Charm zu überzeugen. Ich möchte unbedingt irgendwann mal wieder zurück!

Am 19. November, kurz nachdem wir wieder zurück in Michigan waren, fiel auch schon der erste Schnee der Saison. Stine und ich machten einen Winterspaziergang und schauten uns danach mit Kuscheldecken und heisser Schokolade einen Film an.
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Der Schnee blieb zwar nicht lange, aber die Kälte. Letzten Freitag waren wir am Western Michigan Football Game, wo wir ziemlich gefroren haben, auch wenn wir warm angezogen waren. Immerhin haben die Richtigen gewonnen.
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Am Samstag nahm mich Stines Gastfamilie mit nach Chicago, was auch ein tolles Erlebnis war. All die weihnachtlichen Dekorationen brachen uns so richtig in Weihnachtsstimmung.img_3642img_3646

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„The Bean“ und die sogenannte Chicago Pizza von Giordano’s mit dem dicken Rand waren meine Favoriten.

 

Viele liebe Grüsse

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7. Blog: Baseballgame, Halloween und 4-Wheeling

Hey meine Lieben

Ich weiss, es ist höchste Zeit, dass ich wieder einmal etwas poste hier. Mit meiner ständig beschäftigten Familie und all dem Volleyball bin ich nie dazu gekommen. Um 14.38 ist die Schule aus und weil ich kein Training mehr habe bin ich nun zwischen 15.00 und 15.30 zu Hause, je nachdem ob ich mit dem Schulbus fahre oder ob mich jemand abholen kommt. Das heisst, ich habe jetzt wieder ein Wenig mehr Zeit für mich und kann auch wieder öfters etwas hier hochladen. Ich werde nämlich keine Wintersportart machen, da diese mich nicht so angesprochen haben. Für Basketball bin ich zu klein und habe zu Wenig Erfahrung, weshalb ich an den Spielen immer die Bank wärmen würde oder es schon gar nicht erst in die Mannschaft geschafft hätte. Das selbe Problem habe ich mit Softball. Bowling fand ich langweilig und dann blieb mir nicht mehr viel anderes übrig. Es gäbe noch Power Lifting aber ich denke nicht, dass mir das Spass machen würde. Meine 6. Lektion ist zwar das selbe aber der grosse Unterschied ist, dass ich da nicht gegen andere antreten muss, um zu sehen, wer mehr Gewicht heben kann. Vielleicht werde ich dem Skiclub beitreten, mal sehen. Den kleinen Hügel, lustigerweise Swiss Value genannt, kann man zwar nicht mit unseren Bergen vergleichen aber es könnte trotzdem Spass machen.

Ich bin ein Wenig traurig, dass die Herbstsportarten nun vorbei sind. Nicht wegen dem Volleyball, sondern vielmehr wegen dem Football. Wir hatten immer so viel Spass an den Footballspielen! Vorallem an den Homegames, da wir da immer andere Themen gehabt haben, nach denen wir uns verkleideten. Es ist immer noch eindrücklich, wie sich hier alle mit ihrer Schule identifizieren und stolz ihre Schulfarben tragen.

Da ich jetzt so lange nichts mehr gepostet habe, dachte ich mir, dass ich einfach ein paar Fotos reinstelle und kurz etwas dazu schreibe, um euch zu zeigen, was ich so erlebt habe in der letzten Zeit.

Ende September, ich weiss, das ist jetzt schon ziemlich lange her, war eine Woche lang die St. Joseph County Fair, sowas wie Kirmes. Es gab viele verschiedene Ställe mit allen möglichen Tieren, ein Riesenrad und andere Bahnen, ausgestellte Traktoren und andere Fahrzeuge. Aber der beste Teil war das Essen. Vorallem das amerikanische Barbecue, die Elephantears und Caramel Apples waren einfach sooo lecker!

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Am 24. September, ein Wochenende nach der Fair, reiste ich mit der Gastfamilie einer Austauschschülerin von Deutschland nach Detroit. Mit einem Chor durfte sie dort die amerikanische Hymne an dem Detroit Tigers Game singen. So konnten wir beide unser erstes Baseball Game erleben. Das Spiel dauerte zwar ewig, was mit der Zeit ein Bisschen langweilig wurde, aber die Ausssicht war einfach bombastisch.

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Was auch sehr Spass macht ist 4-wheeling. Das ist etwas, das ich mir in der Schweiz nie vorstellen könnte. Anfangs Oktober machte ich das das erste Mal. Da waren wir allerdings nur sechs Leute mit drei Fahrzeugen. Am Samstag waren wir 40 Leute mit dementsprechend vielen 4-Wheelern.

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Am Freitag, dem 7. Oktober nach der Schule, fuhren wir mit zwei meiner Freundinnen und zwei von Adams Freunden nach Ohio in einen Vergnügungspark, den Cedarpoint. Wir blieben für zwei Nächte und es war einfach genau mein Ding. Weil es nicht mehr lange ging bis Halloween ist, war alles schön mit Kürbisen usw. geschmückt. Es gab auch Haunted Houses. Da versuchen sie mit allen Mitteln, einem Angst einzujagen, was bei mir super geklappt hat.
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Am 22. Oktober war der Sadie Hawkings Dance. Das war mein erster Schulball, da der Homecoming Dance abgesagt wurde. Ich traf mich mit ein paar Freundinnen um einander zu schminken, Bilder zu machen und einander die Blumen anzustecken. Dann gingen wir alle zusammen bei Wendy’s essen. Das alles machte fast mehr Spass, als der eigentliche Ball.

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Kurz bevor Halloween gab es eine Veranstaltung in der Kirche, an der alle Süssigkeiten sammeln konnten. Das war wahrscheinlich eher für jüngere Kinder gedacht gewesen aber das war uns ziemlich egal. Wir fühlten uns selber wie kleine Kinder und es gefiel uns ;-).
Am eigentlichen Halloween, dem 31. Oktober gingen wir zu einer Freundin meiner Gastmutter um den kleinen Kindern Süssigkeiten zu verteilen. Das war richtig süss.

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Letzten Dienstag flogen wir mit meinem Gastvaters Flugzeugchen nach Bloomington, Indiana. Dort spielte Adams College gegen Indiana State Basketball. Leider verlor Hope College.

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Auch wenn es jetzt schon ziemlich kühl ist hier, wollte ich unbedingt noch das Stand Up Paddeln ausprobieren bevor der Winter kommt.

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Ich hoffe, ihr habt einige spannende Eindrücke von meinem Leben hier in Michigan gekriegt.
Herzlichst,

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6. Blog: Homecoming

Diese Woche war eine besondere Schulwoche. Es war Homecoming. Wir hatten jeden Tag ein anderes Motto nach dem wir uns verkleideten und so zur Schule gingen. Am Montag war Graffiti-Day, das heisst wir haben alle ein weisses T-Shirt getragen und einander angemalt. Der Country vs. Hipop-Day, was das Thema vom Dienstag war, gefiel mir am besten. Ich verkleidete mich als Country Girl und trug deswegen echte Countrystiefel, ein karriertes Hemd und einen Cowboyhut. So macht Schule gleich viel mehr Spass! Die meisten Lehrer waren auch verkleidet und gaben uns auch nicht viele Hausaufgaben auf. Der Mittwoch war der Hippie-Day und am Donnerstag der Disney-Day. Für diese Tage habe ich mich nicht verkleidet, da ich kein Outfit hatte. Das ist aber auch nicht schlimm, man muss sich nicht jeden Tag verkleiden. Am Freitag war dann schlussendlich noch der Spirit-Day. Da trugen alle die Farben unserer Schule. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war echt der Hammer an diesem Tag. In den Schulgängen konnte man kaum jemanden antreffen, der nicht violett-weiss trug. Am Nachmittag hatten wir eine Versammlung der ganzen Schule. Es gab verschiedene Spiele und zum Schluss wurden noch alle Homecoming-Kings und Queens bestimmt. Als ich von der Schule nach Hause kam, brachen wir bald schon wieder auf, um die Homecoming-Parade im Dorf zu sehen. Da konnten wir die Marching-Band unserer Schule, die verschieden gestalteten Waagen jeder Altersstufe und die Homecomingqueens und Homecomingkings, winked durch die Strassen fahrend bestaunen. Sie warfen uns die verschiedensten Süssigkeiten zu.
Danach war dann der Höhepunkt und der eigentliche Grund der Homecoming-Woche: Das Homecoming-Footballgame. Irgend ein Football Spiel zu Hause wird als Homecoming-Game bestimmt. Das heisst, dass alle ehemaligen Footballspieler, die nun am College sind, an diesem Tag zurück nach Hause kommen und sich ein Wenig feiern lassen. Das hat mir mein Gastvater erklärt, Es war eine unglaubliche Atmosphäre und wieder einmal fiel mir auf, wie sehr sich die Schüler und allgemein alle Leute hier mit ihrer Schule identifizieren. Wir gewannen 28:14 gegen Sturgis.

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Gestern waren wir tailgaten, was ebenfalls typisch amerikanisch ist. Wenn ein grosses Footballspiel von einem College ansteht, fahren viele Leute dahin und stellen dann ihre Campingstühle auf. Weil jeder etwas zu Essen mitnimmt, entsteht ein riesiges Buffet. Also verhungern werde ich hier in Amerika bestimmt nicht. 😉 Jedenfalls gibt es dann viele Menschengrüppchen mit ihren jeweiligen Buffets. Das war ziemlich interessant. Man sitzt dann beisammen, isst, plaudert über Gott und die Welt und spielt Cornhole. Danach geht man je nach dem zum Footballgame oder nicht. Meine Gasteltern und ich gingen nicht, da ich am Abend noch bei einer Austauschschülerin von Norwegen eingeladen war. Wir waren sechs Mädchen aus fünf verschiedenen Ländern (Norwegen, Deutschland, Amerika, Belgien und Schweiz). Die Gastgeberin wohnt am selben See, an dem ich wohne. Wir hatten ein Lagerfeuer am See und assen Smores. Dafür mussten wir Marshmallows bräteln und dann zwischen zwei Biscuits mit Schokolade stecken. Das schmeckte sooo gut!
Heute war ich mit Leonie an der County Fair, etwas wie eine Kirmes. Das war auch super.

Ich sende euch die besten Grüsse in die Schweiz.

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5. Blog: Schulbeginn

Als wir am Wochenende bei Freunden der Familie an einem Fest waren, habe ich das erste Mal gesurft. Beim dritten Versuch konnte ich stehen, wobei ich ziemlich wacklig unterwegs war. Dazu könnt ihr unten ein Video sehen.
Nun hat die Schule aber angefangen. Ich war sehr nervös, als mich Ed hin fuhr. Ich stellte mir tausend Fragen. Werde ich meinen Spind öffnen können und rechtzeitig in meinen Klassenzimmern sein? Werde ich die richtigen Räume überhaupt finden? Was sagen die Lehrer, wenn ich zu spät komme? Ich war zwar den ganzen Tag ziemlich gestresst aber es ist alles gut gegangen. Ich konnte meinen Spind öffnen und fand auch meine Klassenzimmer. Als erstes hatte ich Mathematik. Hier ist es so, dass man das nicht als ein Fach nehmen kann. Es gibt verschiedene Unterthemen. So habe ich Algebra gewählt. Dieses Fach belege ich mit drei anderen Austauschschülern. Die zwei Mädchen aus Deutschland lernte ich schon kennen, bevor die Schule begann. Der Junge aus Spanien habe ich aber noch nie gesehen. Wir sind ziemlich viele Austauschschüler an der High School. Mein zweites Fach ist Amerikanische Geschichte. Da habe ich einen Lehrer, der sehr nett zu sein scheint. Auch hier sind wir wieder drei Austauschschüler in der Klasse. Ein Junge aus Italien und wieder eines der Mädchen aus Deutschland. Nach Amerikanische Geschichte nahm ich Biologie. Da bin ich die einzige Austauschschülerin. Anschliessend habe ich eine halbe Stunde Aktuelle Probleme, wo wir über News sprechen und auch aktuelle Themen diskutieren. Wir müssen jeden Tag zwei aktuelle Probleme/News mitbringen. Da wir 31 Schüler und Schülerinnen in der Klasse sind, können wir aber nie alles besprechen. Trotzdem müssen wir sie am Schluss abgeben, da dies Punkte gibt. Die Noten an meiner Schule werden nämlich in den meisten Fächern so berechnet, dass die Hausaufgaben auch zählen. Wenn ich also meine zwei Texte mitbringe und niemand anderes die gleichen hat wie ich, bekomme ich zwei Punkte. Die Themen, welche ich jeweils mitbringe oder mitbringen werde, wird wahrscheinlich niemand anderes haben. Ich nehme sie nämlich aus Schweizer Zeitungen. Was ich ebenfalls toll finde, ist, dass ich dieses Fach zusammen mit einer Austauschschülerin aus Norwegen habe, welche ich sehr mag. Mitten in der Lektion haben wir dann Mittag. Je nach dem, welchen Lehrer man in der vierten Lektion hat, ist die Mittagszeit anders. Nach dem Mittag gehe ich also wieder zurück, für die zweite halbe Stunde Aktuelle Probleme. Danach habe ich Englisch. Da bin ich mit zwei Mädchen, die ich vom Volleyball her kenne. Zum Schluss habe ich noch Sport. Gestern hatten wir noch keinen Unterricht gehabt, da zuerst alles Organisatorische erledigt werden musste. Die Lektionen dauerten alle nur 26 Minuten, weil wir nur einen halben Tag Schule hatten. Um 10.38 hatte ich schon Schule aus. Das ist aber nur selten so. Normalerweise dauern die Lektionen eine Stunde. Heute begannen wir in vielen Fächern schon mit dem richtigen Unterricht. Im Sport mussten wir Gewichte stemmen. Das war ziemlich anstrengend. Wir sind, wie auch in den anderen Fächern, mehr als 30 Schüler und Schülerinnen. Die Schulzeiten sind ziemlich komisch, da die ersten Lektionen um 7.43 am beginnt und die letzte um 2.38 pm endet. Die Klassen sind durchmischt mit Freshmans, Sophomores, Juniors und Seniors. Die Jüngsten sind die Freshmans und die Ältesten die Seniors. Ich bin ein Senior, wie alle Austauschschüler an unserer Schule. Ich werde also auch die Graduation miterleben können.

Liebe Grüsse aus Three Rivers,

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4. Blog: Erstes Volleyballtraining

Gestern, dem 29. August, hatte ich mein erstes Volleyballtraining. Ich brauchte nebst all den Fragebögen, welche mein Arzt für mein Austauschjahr ausfüllen musste, eine zusätzliche Physical Health Form. Diese bestand aus einigen weiteren Fragen rund um meine Gesundheit. Ich musste sie beantworten, da die Zulassungsregeln in Michigan noch strenger sind als in anderen Staaten. Weil ich ohne sie nicht am Training teilhaben darf, war es umso ärgerlicher, dass ich sie zu Hause in meinem Zimmer vergass. Kelly musste mich also den ganzen Weg von 20 Minuten wieder zurückfahren und ich kam zu spät zum ersten Training. Das war aber ich nicht so schlimm, weil ich sowieso nicht zu Beginn des Trainings dort sein konnte, da wir vorher noch einen anderen Termin hatten. Das wusste mein Coach. Ich habe mich dann mit dem Varsity Team eingewärmt, weil sie erst anfingen, als ich auch schon da war. Campbell, welche sehr nahe von uns wohnt und deren Mutter eine gute Freundin meiner Gastmutter ist, spielt dort. Das Varsity Team ist das beste Team der Highschool. Es ist vergleichbar mit einer 1. oder mindestens einer 2. Liga der Schweiz. Ich bin beim Junior Varsity Team eingestuft, das Team darunter. Sie sind etwa so gut wie mein Team in der Schweiz, die 3. Liga, vielleicht eher ein Wenig schlechter. Nach dem Junior Varsity Team gibt es noch das Freshman Team, die Jüngsten.
Nach dem Einwärmen ging ich also zum Junior Varsity Team rüber und spielte für eine Stunde mit ihnen, bis ihr Training vorüber war. Ihre Trainerin meinte, ich könne weiterhin mit ihnen trainieren kommen. Sie sagte, dass ich jetzt wieder zum Varsity Team zurückgehen solle, um ein Wenig reinzukommen. Ich ging also zurück in die nebenanliegende Halle. Dort wurde ich aber komplett ignoriert und konnte nur zusehen. Ein anderes Mädchen stand auch am Feldrand und ich fragte sie, warum sie nicht mitspielen darf. Sie erklärte mir, dass sie, als das Training nach der Sommerpause wieder begann, noch in den Ferien war und deswegen nicht bei Trainingsbeginn dabei sein konnte. Die Strafe dafür, dass sie nicht zum Training erschienen war, ist, dass sie nicht mitspielen durfte. Als ich sie fragte, wie lange das so sein wird, sagte sie, für diese Woche. Das fand ich ziemlich hart, da es Montag war und wir jeden Tag Training haben. Später machte das Team Übungen bei denen wir dann doch beide mitmachen konnten. Der Trainer und die Assistenztrainerin waren sehr streng und die meisten Mädchen vom Team waren ziemlich hochnäsig. Ein Mädchen, Morgan, war aber sehr nett zu mir und erklärte mir alles ein zweites Mal, wenn ich es nicht verstand.
Heute hatte ich wieder Training mit dem Junior Varsity Team. Ich fühle mich viel wohler in deren Team, als im Varsity Team. Ich bin also froh, dass ich mit ihnen spielen kann. Morgen werde ich zum ersten Mal bei einem ihrer Matchen dabei sein. Spielen werde ich zwar noch nicht, aber ich denke, es ist gut mal zu sehen, wie das Ganze funktioniert in ihrem Team.
Am Montag Morgen sah ich zum ersten Mal meine zukünftige Schule. Sie ist nicht riesig aber auch nicht klein. Sie ist sehr verwirrend aufgebaut und überall sieht es gleich aus. Nachdem ich zusammen mit Kelly und einer Zuständigen vom Büro der Highschool meinen Stundenplan zusammenstellte, übte ich, mein Schloss meines Spindes zu öffnen. Ich werde nur drei Minuten zwischen den jeweiligen Lektionen haben. Davor habe ich ein Wenig Angst, da es wirklich sehr schwierig ist, es so schnell aufzubekommen. Man muss zuerst die ersten zwei Zahlen eingeben, dann nach rechts einmal rundherum, die zweiten eingeben, nach links zurückdrehen und die letzten zwei eingeben. Ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob das so jetzt stimmt. Ich glaube, ich sollte besser noch einmal üben gehen, bevor die Schule beginnt.
Mein Stundenplan ist dafür ziemlich cool. In der ersten Lektion habe ich Algebra 2, danach Amerikanische Geschichte, dann Biologie, Aktuelle News/Probleme, Englisch 10A und zum Schluss noch Sport. Um 14.30 Uhr ist die letzte Lektion zu Ende. Danach habe ich von 15.00 Uhr bis 17.00 Volleyballtraining und dann gehe ich nach Hause. Die erste und die letzte Lektion werde ich mit Leonie, einer anderen Austauschschülerin belegen. Sie kommt aus Deutschland und lebt zur Zeit bei Campbell, dem Mädchen vom Varsity Team. Englisch werde ich mit einem Jungen haben, den ich heute kennenlernte. Er ist der Sohn einer weiteren Freundin von Kelly.
Heute Nachmittag waren wir nochmal mit einer anderen Freundin meiner Gastmutter mit dem Boot auf dem Corey Lake. Es waren viele Kinder der Nachbarschaft dabei und wir wurden auf einem Gummiding durch die Wellen des Bootes gezogen. Manchmal kippten wir und fielen wir ins Wasser aber es hat richtig Spass gemacht.

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Ich geniesse jetzt noch die Ferien, bevor die Schule heute in einer Woche beginnen wird.
Liebe Grüsse,

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3. Blog: Erster Tag

An meinem ersten Tag in Three Rivers ging es gleich auf eine Bootstour mit Ed, den drei Söhnen der Reeds und einigen ihrer Freunde. Christopher, der älteste der dreien und Adam, der jüngste, surften in den Wellen des Bootes.
Davor erkundigte ich ein Wenig die Nachbarschaft mit unserem Hund Molly. Ich mag es, wie es hier ausschaut.
Am Abend gingen wir uns ein Football Game der Wildcats, meinem Highschool-Team anschauen. Es war das erste in dieser Saison und leider konnten sie nicht gewinnen. Ich verstehe zwar noch nicht ganz alle Regeln aber es war trotzdem ziemlich aufregend für mich. Ich fühlte mich, als wäre ich in einem amerikanischen Film. Toll war auch, dass ich Campbell, das Mädchen der Nachbarn und deren Austauschschülerin, Leonie von Deutschland, kennenlernen konnte.

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Love,

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2. Blog: Reise ins Abenteuer

Am Mittwoch, dem 24. August, war es so weit. Ich flog nach Amerika. Um 7.00 Uhr hatte ich am Flughafen Zürich Treffpunkt mit YFU. Meine Familie und drei meiner engsten Freundinnen begleiteten mich. Natürlich fiel mir der Abschied nicht leicht aber dennoch freute ich mich, dass es nun endlich losging. Mein erster Flug dauerte neun Stunden und ging von Zürich nach Newark, was bei New York liegt. Ich kannte keinen der fünfzehn Austauschschüler, welche den gleichen Flug hatten wie ich. Nur ein Mädchen, das im Vorbereitungslager im gleichen Zimmer wie ich war, kam mir bekannt vor. Leider verloren wir uns im Flugzeug aus den Augen, da ihr Platz ganz an einem anderen Ort war als meiner. Während wir durch die Sicherheitskontrolle gingen, erzählte sie mir, dass sie ihr Austauschjahr auch in Michigan verbringen wird. Jedoch wohnt ihre Familie ganz im Norden, an der Grenze zu Kanada.
Mit dem Sitzplatz hatte ich ein Wenig Pech, da ich genau in der Mitte sass. Auf der linken Seite gab es zwei Sitze, in der Mitte drei und auf der rechten Seite wieder zwei. Mein Platz, 37F, war der mittlere der drei Mittelsitzplätze. Dafür hatte ich mit meinen Sitznachbarn Glück. An meiner Rechten sass eine Amerikanerin, welche fast die ganze Zeit schlief und mit der ich kaum sprach. An meiner Linken sass ein Junge namens Adrien, welcher auch mit YFU nach Amerika reiste. Er besucht ein Französisch-Englisch bilingues Gymnasium im Kanton Waadt, welcher ein Austauschjahr in Amerika voraussetzt. Mit ihm plauderte ich viel und wir tauschten auch die Nummern aus, damit wir einander später Bilder schicken und erzählen können, wie unsere jeweiligen Austauschjahre so verlaufen. Da er in der Nähe von Lausanne wohnt, haben wir meistens Französisch oder manchmal auch Englisch miteinander gesprochen. Ich habe ihm sogar einige Schweizerdeutschen Wörter beigebracht. Seine Gastfamilie lebt in Virginia Beach, einer Grossstadt. Er hat mir erklährt, dass er nicht ein ganzes Jahr auf unseren Schweizer Käse verzichten kann und deswegen sogar ein Fondue und ein Gagglo dabei hat. Natürlich hatte er auch kiloweise Schokolade im Gepäck, so wie ich.
Als das Essen kam, freuten wir uns. Allerdings war es nicht wirklich der Hit. Es schmeckte überhaupt nicht frisch und es wäre passender wenn ich sagen würde, ich habe es hinunterwürgen müssen, als dass ich es genossen hätte. Ein paar Minuten nach dem wir aufgegessen hatten, wurde dann noch Eis zum Nachtisch verteilt. Erstaunt stellte ich fest, dass es ein Ingwer-Honig-Eis war. Das hat meine Geschmacksnerven ziemlich verwirrt aber es war okay.
Nach dem Essen schliefen Adrien und ich kurz. Manchmal hörte ich ein Hörspiel oder Musik und so verging der lange Flug dann doch noch irgendwann. Als wir über New York flogen und ich sogar von meinem Sitzplatz aus ein Wenig aus dem Fenster spähen konnte, überkam mich ein überwältigendes Gefühl. Endlich war ich in Amerika!
Mein nächster Flug, von Newark nach Chicago hatte eine Stunde Verspätung. Mein sowieso schon langer Aufenthalt dort wurde also noch länger. Ich war richtig müde und erschöpft. Dennoch konnte ich im Flugzeug nicht schlafen. Als wir um 7.00 pm in Chicago ankamen, dachte ich, dass ich meinen Anschlussflug um 8.35 pm locker noch erwischen würe. Da habe ich aber nicht damit gerechnet, dass wir noch fast eine Stunde am Flughafen warten, weil kein Gate frei war und wir nicht aussteigen konnten. Je länger wir im Flugzeug warteten, desto nervöser wurde ich. Der Flughafen in Chicago ist riesig, also brauchte ich immer noch viel Zeit um umzusteigen, auch wenn ich mich nicht mehr um mein Gepäck kümmern musste und ich schon in Newark durch die Sicherheitskontrolle gegangen bin. Plötzlich bekam ich eine SMS, dass ich einen anderen Flug bekäme, der erst um 9.00 pm nach Kalamazoo fliegen würde. Da war ich aber erleichtert.
Ich verabschiedete mich von den zwei anderen, welche als einzige unserer Reisegruppe vom Anfang mit mir nach Chicago flogen. Der Junge musste in Chicago übernachten und flog erst am nächsten Morgen weiter. Das Mädchen flog nach Lansing. Eine Amerikanerin von YFU brachte mich zu meinem Gate, wo zwei Austauschschüler, welche mit mir flogen, warteten. Der Junge kam aus Dänemark, das Mädchen aus Italien. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, da wir nur einen sehr kurzen Flug hatten, und bald unsere Gastfamilie treffen würden. Das Flugzeug war ziemlich klein. Auf der einen Seite waren zwei Sitzplätze, auf der anderen Seite einer. Ich sass am Fenster, wie schon beim vorherigen Flug, und konnte auf die vielen Lichter von Chicago hinunterblicken.
Als wir in Kalamazoo landeten, warteteIMG_2669 meine Gastfamilie bereits mit einem Schild mit meinem Namen und Welcome to America auf mich. Meine Gastmutter, Kelly, mein Gastvater, Ed und die zwei jüngeren Söhne der Familie Reed, Adam und Eric, und ein Freund von Eric waren extra gekommen für mich. Ed begrüsste mich mit „Hi Sweetie“ und alle umarmten mich. Meine Gastbrüder schleppten meine schweren Koffer und alle stellten mir Fragen. Meine Müdigkeit vergass ich dabei fast. Alle waren sich einig, dass wir als erstes bei Mc Donalds vorbeifahren sollten, damit ich so einen richtigen amerikanischen Start hatte. Das war mir auch recht, denn ich hatte Hunger. Zeit zum essen hatten wir genügend, da wir 40 Minuten Auto fahren mussten, bis wir in Three Rivers ankamen. Ich fühlte mich auf anhieb wohl bei den Reeds. Alle sind locker drauf und lachten viel. Als wir zu Hause ankamen, wurde mir sofort alles gezeigt und vom Familienhund, der dicken Molly begrüsst. Es sieht alles so richtig amerikanisch aus und mein Zimmer ist toll. Ich habe ein grosses Bett und ein eigenes Bad. Von der Umgebung sah ich nicht viel, weil es so dunkel war. Ich übergab der Familie meine schweizerischen Geschenke, worüber sich alle sehr freuten. Die Schokolade wurde gleich getestet. Ein Wenig später wünschten wir einander eine Gute Nacht. Um 1.00 am sank ich todmüde aber glücklich in mein gemütliches Bett und schlief.

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Viele liebe Grüsse,

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1. Blog: Allgemeine Infos über Michigan, mein Gastgeberstaat

Liebe Leser
Mein Name ist Romina und ich bin 17 Jahre alt. Ich werde mein Austauschjahr in Amerika verbringen. Ich freue mich sehr darauf, einen ganz anderen Teil der Welt zu entdecken und neue Bekanntschaften zu machen.
Als ich in den Ferien war, bekam ich endlich die langersehnte Nachricht: Ich habe eine Gastfamilie. Bald schon nahm ich den Kontakt zu ihnen auf und bedankte mich für ihre Gastfreundschaft. Sie leben in Three Rivers, im unteren Teil von Michigan und wohnen zwischen zwei Seen. Derjenige, der näher ist heisst Mud Lake. Der Courey Lake ist der andere und ist etwa fünf Mal grösser als der Mud Lake. Das Ehepaar hat drei Söhne, von denen die zwei älteren bereits nicht mehr zu Hause wohnen. Der jüngste ist 19 Jahre alt. Die Nachbaren haben eine Tochter in meinem Alter, die Volleyball spielt, so wie ich. Sie hat bereits organisiert, dass ich in ihrem Club mitspielen kann. Darüber freute ich mich sehr. Ihre Familie wird auch ein Mädchen aufnehmen, welches aus Deutschland kommt. Eine weitere Familie aus dem Quartier wird ein Mädchen aus Norwegen zu Gast haben. Wir werden also viele Jugendliche im Umkreis sein, das ist toll.
Ich dachte, als erstes werde ich euch ein paar Informationen über meinen Gastgeberstaat geben und habe deswegen ein wenig im Internet recherchiert und einen Text über Michigan geschrieben. Ich hoffe, es gefällt euch.
Michigan ist mit einer Fläche von 250’493 km² mehr als sechs Mal grösser als die Schweiz. Etwa 9.91 Millionen Menschen leben dort, in der Schweiz 8.08 Millionen. Somit ist die Schweiz mit 195.7 Menschen pro km² viel dichter besiedelt als Michigan, wo die Anzahl Menschen pro km² gerade mal 39.6 beträgt.
Die grosse Mehrzahl der Menschen sind Weisse. Der Rest besteht aus Afro-Amerikanern und Hispaniern sowie aus wenigen Asiaten und Indianern.
Was die Religion betrifft, sind die meisten Katholiken, gehören der Lutheran Church – Missouri Synod, der United Methodist Chuch oder der Evangelical Lutheran Church in America an.
Michigan liegt im Nordosten der USA und besteht aus zwei Teilen, welche durch den Michigansee getrennt werden. Unter-Michigan grenzt im Süden an Indiana und Ohio, Ober-Michigan hat im Südwesten eine Landesgrenze zu Wisconsin. Michigan wird durch den Michigansee von Illinois und durch den Grossen See von Minnesota getrennt. Durch den Oberen See, den Huronsee und den Eriesee besteht auch eine Grenze zu der kanadischen Provinz Ontario. Michigan grenzt an alle der fünf Grossen Seen Nordamerikas, ausser an den Ontariosee, welcher der flächenmässig kleinste ist. Ausserdem befinden sich mehr als 11 000 kleinere Seen in dem US-Bundesstaat. Der längste Fluss in Michigan ist der Grand River. Über den Eriesee und den Sankt-Lorenz-Strom gibt es eine Verbindung zum Atlantik, welche für das Verschiffen von Güter in alle Welt genutzt wird.
Der höchste Punkt in Michigan liegt auf dem Mount Arvon und beträgt 603 m.ü.M. Der Mount Arvon befindet sich in den Huron Mountains. Diese sind im Norden von Ober-Michigan, in Baraga County.
In Unter-Michigan gibt es kaum merkliche Höhenunterschiede. Die Durchschnittshöhe liegt bei 274 m.ü.M. und der tiefste Punkt liegt bei 173 m.ü.M.
In Ober-Michigan wird selten Landwirtschaft betrieben, da der Boden an den meisten Stellen sauer und dadurch unfruchtbar ist. In Unter-Michigan ist der Boden allerdings sehr fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt.
Michigan liegt in der kühlgemässigten Zone. Durch die Nähe der Grossen Seen herrscht in Michigan ein milderes Klima, als in Staaten mit der gleichen geografischen Breite. Es ist feucht und eher grosse Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind vorhanden. Allerdings sind die Unterschiede in den meisten anderen Kontinentalstaaten grösser. In Ober-Michigan beträgt die Durchschnittstemperatur 4.4 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit 18°C, die kältesten sind der Januar und der Februar mit -10 °C. In Unter-Michigan liegt die Durchschnittstemperatur bei 10 °C. Am wärmsten ist es im Juli mit 24 °C, am kältesten im Januar mit -5 °C. Die Temperaturdifferenz der beiden Teile Michigans liegt also bei etwa 5 °C.
Die grössten Städte Michigans sind Detroit, Grand Rapids, Warren, Sterling Heights und Lansing, wobei Lansing die Hauptstadt von Michigan ist.
Es gibt auch viele bekannte Persönlichkeiten, welche aus Michigan stammen. Dazu gehören Tom Sellek, Eminem, Magic Johnson, Madonna, Diana Ross, Charles Lindbergh und zahlreiche weitere.
Michigan ist einer der bedeutendsten Industriestaaten der USA. Er ist führend bei der Herstellung von Autos. Detroit ist dabei eines der wichtigsten Zentren. Motore, Baumaschinen und Stahl werden in Michigan ebenfalls produziert. Dazu kommen die grossen Erdgas- und Erdölquellen. Auch Eisen, Petroleum, Zement, Kupfer, Salz, Kies, Torf und Silber sind wichtige Exportstoffe.
6.3 Milliarden US-Dollar werden pro Jahr durch die Touristen eingebracht. Also ist dies eine der wichtigsten Einnahmen Michigans.
Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Milchprodukte, Mais, Sojabohnen und Rinder. Ausserdem ist Michigan führend in der Produktion von Kirschen und Äpfeln. Die Holzwirtschaft und die Fischerei tragen eher wenig zur Wirtschaft bei.

Liebe Grüsse zur Zeit noch aus Schmitten, Fribourg.

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http://www.iten-online.ch/klima/amerika/usa/michigan/michigan.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Michigan

https://www.google.ch/maps/place/Three+Rivers,+Michigan+49093,+USA