YFU Switzerland

Familienwechsel, Weihnacht, und vieles mehr!

Hallo liebe Leute

Ich hoffe, ihr alle hattet einen guten Rutsch ins 2013! Ich bin super rüber gerutscht oder eher gewechselt. Ja, ich habe meine Gastfamilie gewechselt. Nach langem hin und her, ob ich nach Hause gehen soll und gleich alles aufgeben oder noch einmal durchbeissen und bis im Sommer 2013 durchhalten will, habe ich mich für Letzteres entschieden. Wer mich kennt weiss, dass ich nicht so schnell aufgebe und kämpfe bis sich etwas zum Besseren wendet! Das habe ich getan und tue ich immer noch, weil es ein sehr schwieriger Wechsel war. Aber ich möchte nicht mehr dazu sagen. Die Hauptsache ist, dass ich jetzt unglaublich glücklich bin!

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Mein neues Zuhause

Ich bin in eine Familie gekommen mit Zwillingen, sie heissen Amy und Jenna (beide 15). Ich kenne sie beinahe seit meinem ersten Tag in den USA, weil Amy und ich zusammen in der Drumline sind. Weil wir uns schon sehr gut kannten und wirklich Spass miteinander haben, ist der Wechsel sehr gut und hat sich echt gelohnt Meine Gastmutter -oder wie ich sage, my mom- heisst Angie und arbeitet als Kleiderverkäuferin und ist sonst zu Hause. Sie ist die Managerin der Familie und fährt jede von uns herum. Am Morgen stehen frische Waffeln, Pancakes oder Fotzelschnitten auf dem Tisch und es ist immer genau das da, was du gerade brauchst. Manchmal braucht man „nur“ eine Umarmung und auch dafür ist sie zuständig! Mein Gastvater Jim arbeitet im Bankensektor. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug in einer Band. Ich habe es sehr lustig mit ihm und eigentlich mit der ganzen Familie und sie sagen auch immer: „Wir haben noch nie so viel gelacht an jedem Tag“, weil halt einfach sehr witzige Sachen passieren! Ich gebe euch ein Beispiel:

Wir sassen in der Küche und begannen mit den Vorbereitungen für unser Weihnachts-Dinner. Ich bereitete den Salat zu, meine Mom schnitt Gurken, Peperoni und holte kleine Karotten aus dem Kühlschrank. Weil ich nicht wusste, was sie mit denen vor hat, fragte ich: „Was machst du mit denen?“, sie schaute mich lange an und sagte dann ganz langsam und laut: „Das sind K-A-R-O-T-T-E-N und wir stellen sie neben die…..“ „NEIN, wirklich!!!! Das sind Karotten?!“, antwortete ich mit weit aufgerissenen Augen und da fingen wir an zu lachen! Tränen liefen uns über die Wangen.Deshalb fangen wir an zu lachen jedes Mal wenn wir eine Karotte sehen!

Weihnachten:
Die Weihnacht liegt jetzt schon eine Weile zurück, aber sie ist immer noch sehr präsent, weil es mir sehr gut gefallen hat.
Am 21.12. hatten wir eine „Ugly-Sweater“-Party mit Freunden. Ihr fragt euch bestimmt, was das ist. Hier eine ganz kurze Beschreibung: Ihr kennt doch bestimmt diese alten, kratzigen, gestrickten Oma-Pullover, ja genau die! Jetzt müsst ihr euch diese einfach mit widerlichen Weihnachtsmustern vorstellen. Amy, Jenna und ich machten eigene. Ich hatte „Rudolph’s Red Nose Reindeer“ also pappte ich mir eine rote Nase und zwei Glubschaugen auf einen braunen Pullover und hatte zwei Hörner auf dem Kopf.
Am 24.12. gingen wir zuerst in die Kirche. Wie ein einem Wintermärchen hat es richtig fest angefangen zu schneien! Am Abend kamen alle Verwandte zu Besuch. Es war sehr viel los und ich habe viel gelacht, gegessen und mit den Kindern Verstecken gespielt. Nachdem alle gegangen sind, war ich sehr müde und sagte „Good Night“ aber dann schrie meine Mom „HAAALLLTTT STTTOOOPPP! Ich muss dir zuerst noch etwas geben!“ Sie kam nach unten gerast mit 3 gleich grossen Schachteln für uns drei MädelsWir öffneten sie und drinnen war ein wunderschöner und kuschliger Pyjama. Meiner hat Leoparden Muster! Ich habe zwar nicht kapiert, warum ich ein Pyjama oder auch PJ genannt, geschenkt bekomme und da haben sie mir erklärt, dass jede Weihnachten die „Kinder“ einen neuen Pyjama bekommen, um am nächsten Tag die Geschenke in einem schönen, neuen Pyjama zu öffnen. Weil ich dann plötzlich so aufgeregt war und eine unglaubliche Freude verspürte, legten wir zwei Weihnachts-Gutzi auf einen Teller, ein Glas Milch daneben und stellten es auf den Kamin.

Santa was here!

25.12. „Rhea, Santa Clause was here!“ Ich sprang gleich aus dem Bett und rannte nach unten. Da lagen ungefähr 20 verschiedene Päckli, jedes schöner als das andere! Wir setzten uns hin und öffneten sie der Reihe nach. Ich habe zwei University of Michigan T-Shirts bekommen, einen Pulli, zwei paar Hosen und ein Anhänger für mein Pandora-Armband. Aus der Schweiz bekam ich eine CD, ein Anhänger für mein Armband und eine ganz liebe Karte (Danke Mama). Dann assen wir ausgiebig Frühstück und haben einfach noch den Rest des Tages genossen.

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Unser Weihnachtsbaum

Jenna, Amy und Ich
Jenna (links), Amy (rechts) und ich in der Mitte

31.12. gingen wir zu einer Geburtstags-Party von einer Drumline-Freundin. Um 11.45 schalteten wir den Fernseher ein und schauten den berühmten „Ball Drop“ in New York. Und dann fing das neue Jahr auch schon an.

Ich startete mein Jahr mit einem 4-tägigen „Drumline-Camp“, wo wir unsere Show geprobt und geprobt haben. Ich spiele den Synthesizer und singe in der Show. Es ist der Hammer! Ich werde euch aber mehr darüber informieren, wenn wir Competitions haben.

Es hat auch einen Wechsel in der Schule gegeben und zwar mein Stundenplan, weil das neue Semester angefangen hat. Der erste Tag war sehr anstrengend, weil man viele Anweisungen kriegt und viele Formulare ausfüllen muss. Doch ich bin super gut in meinen neuen Klassen gestartet und es macht mir total viel Spass!

Wir ihr seht, läuft jetzt einfach alles super!
Bis bald und ganz liebe Grüsse,

Rhea