YFU Switzerland

Turkey hunting – Truthahn jagen

Hab ich euch schon ein Mal von meiner besten Kollegin hier erzählt? Falls nicht…Sie heisst Rachel und lebt in der gleichen Nachbarschaft, wie meine Familie. Rachel’s Dad (Sean) ist ein leidenschaftlicher Jäger, wie viele Amerikaner. Ich habe schon vom ersten Tag an in der USA realisiert, dass Jagen ein grosses Hobby vieler Amerikaner ist. Mein Gastvater jedoch hält nicht so viel davon. Logischerweise wollt ich so gerne ein Mal jagen gehen, deshalb fragte ich Sean ob er mich einmal zusammen mit Rachel mitnehmen würde. Er war erstaunt als ich fragte, weil er immer gedacht hat, dass ich keiner Fliege etwas antun könne, doch er willigte ein. Leider mussten wir warten bis der Winter vorbei war und die „Truthahn Saison“ began und wir alle eine mögliche Zeit fanden. Heute war es endlich soweit! Ich übernachtet bei Rachel, sodass wir morgens früh losgehen konnten. Es war früh! Um 4:30 Uhr standen wir auf und fuhren los zum Waldgrundstück, welches Sean besitzt. Als wir ausstiegen wurde mir der Ablauf gründlich erklärt und dan ging es los! Wir schlichen durch den Wald für ca. eine Stunde. Schliesslich fanden wir einen Truthahn und versteckten uns in der Nähe um einen Baum. Währenddem wir warteten „sprach“ Sean wie eine Truthenne um den Hahn Anzug locken. Leider lief der Hahn in die entgegengesetzte Richtung und wir mussten unser Versteck verlassen und ihm folgen. Wir versteckten uns nochmals und warteten sehr lange ohne Erfolg. 🙁 Schliesslich meinte Rachel, die die ganze Zeit im Versteck geschlafen hat, dass sie zu müde sei und nach Hause wolle. Da wir keine Spure mehr finden konnten gaben wir auf.

Wieder zu Hause fragte mich Sean ob ich lernen möchte wie man mit einem Gewehr umgeht. Ja klar wollte ich, da ich nie mehr die Chance bekäme mit einem Gewehr zu schiessen. Wir stellten Zielscheiben, mit diesen kleinen Platten die zerspringen wenn du sie abschiesst, auf und dan wurde mir erst einmal erklärt wie man ein Gewehr hält da ich als „Stadtmädchen aus der Schweiz“ keinen blasen Schimmer hatte 🙂 Anschliessend bekam ich fünf Schüsse und die Platte zersprang bei jedem Schuss. Sean konnte nicht glauben, dass es das erste Mal ist, dass ich überhaupt ein Gewehr in der Hand halte und alle Schüsse perfekt waren. Mein Stoltz und meine Freude war unbeschreiblich gross! der ganze Tag war ein einmaliges Erlebnis, dass ich sicher nie vergessen werde.

Rachel (rechts), ich (links)

Rachel (rechts), ich (links)