YFU Switzerland

Erste zwei Wochen in Georgetown IN.

Ich bin bald schon zwei Wochen bei meiner Gastfamilie und habe mich schon super eingelebt hier. Ich habe zwei Geschwister. Abe (15) und Maggie (13) und meine Gasteltern, die sehr hilfsbereit und offen sind heissen Christopher und Martha. Meine Beziehung zu ihnen (vor allem zu Martha) ist sehr eng, weil Martha einst meinem Vater (von der Schweiz) seine Gastschwester war, als er in einem Austausch war. Meine ganze Familie ist sehr unternehmungslustig, was heisst ich habe in meiner kurzen Zeit hier schon eine Mange erlebt und deshalb werde ich jetzt ganz von vorne mit erzählen beginnen…

Mein Flug nach Amerika war eigentlich nur 11h, trotzdem eine halbe Ewigkeit. Mein Videoplayer ging aus irgendeinem Grund nicht und ich konnte sehr lange mit niemandem sprechen (die, die mich kennen, wissen, dass das ein grosses Problem ist ;-)), weil der Mann neben mir meist geschlafen hat. Das heisst bis Washington D.C hatte ich einen sehr langweiligen Flug. Als ich in Washington ankam wurde es sehr hektisch, weil ich nur zwei Stunden zum umsteigen hatte und die Person von YFU, die mir beim umsteigen, helfen sollte nicht dort war. „Na toll“ dachte ich. Ich flog zum ersten Mal alleine und zum zweiten Mal überhaupt und hatte keine Ahnung, wie ich zu meinem Gate gelangen sollte. Zum Glück war da ein sehr hilfsbereiter Beamter, der mir den ganzen weg aufschrieb. So gelang ich doch noch zur richtigen Zeit zu meinem Gate 🙂 Mein Gastfamilie schloss mich zwei Stunden später voller Freue in die Arme. Und ich war total erleichtert, endlich da zu sein.

Nach dem Ausschlafen am nächsten Tag, war Schulmaterial kaufen angesagt. Ich war aufs neue sehr beeindruckt, wie gross diese „Targets“ (Einkaufladen) sind. Ich war sehr froh meine Gastfamilie bei  mir zu haben, denn ohne sie hätte ich den Ausgang länger nicht gefunden 🙂

Die Tage darauf war viel Sport angesagt und ich merkte schnell, dass ich in einer sehr sportlichen Familie gelandet bin. Wir gingen zusammen klettern,schwimmen, joggen und fuhren am morgen früh zum Crosscountry-Training. Es war einen sehr grobe Umstellung für mich, weil ich noch nie so viel Sport auf einmal betrieben habe und mein Körper sich noch kein bisschen an die Zeitumstellung gewöhnt hatte. Dennoch hatte ich viel Spass dabei und fühlte mich für einen kleinen Moment ziemlich fit 😉

Am Wochenende kamen unsere Nachbarn nach Hause. Am Sonntag Abend waren wir bei ihnen zum Nachtessen eigeladen. Die Eltern Dawn und Sean haben drei Mädchen. Abigel, Rachel und Morgan. Rachel ist gleich alt, wie ich. Wir verstanden uns auf anhieb sehr gut und verbrachten den ganzen Abend miteinander. In der Nacht schliefen Abe, Maggie, Ich und die drei Mädels bei ihnen auf den Trampolin, was sehr lustig war, weil wenn sich irgendjemand bewegt hat, fingen wir alle an auf und ab zu hüpfen 🙂

Am letzten Mittwoch begann dann auch schon wieder „der Ernst des Lebens“. Es war Schulbeginn. Ich war sehr aufgeregt, weil ich so ziemlich niemand kannte und mir noch nicht vorstellen konnte plötzlich alle Fächer auf Englisch zu haben. Rückblickend waren meine ersten drei Tage Schule gar nicht so schlimm, wie ich sie mi vorgestellt hatte. Es war eine grosse Herausforderung für mich, mir die vielen neuen Namen zu merken und die wichtigen Information aufzuschnappen. Zum Glück hatte ich den Austauschschüler-Bonus und konnte immer nochmals nachfragen, wenn ich etwas verpasst hatte. Die Schüler sind alle sehr nett und hilfsbereit, jedoch sehr zurückhaltend, mich irgendetwas zu fragen. Zum Glück gibt es immer wieder neue Kontakte über Leute, die ich schon kenne.

Morgen werde ich mit meiner Familie in die Kirche gehen und danach in die Kletterhalle klettern gehen. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt auf den Montag, wenn die neue Schulwoche beginnt.

Maggie, Abe und Ich

Maggie, Abe und Ich

Meine Geschwister und ich am den Hühnerzaun bauen

Meine Geschwister und ich am den Hühnerzaun bauen