YFU Switzerland

Erste zwei Wochen in Georgetown IN.

Ich bin bald schon zwei Wochen bei meiner Gastfamilie und habe mich schon super eingelebt hier. Ich habe zwei Geschwister. Abe (15) und Maggie (13) und meine Gasteltern, die sehr hilfsbereit und offen sind heissen Christopher und Martha. Meine Beziehung zu ihnen (vor allem zu Martha) ist sehr eng, weil Martha einst meinem Vater (von der Schweiz) seine Gastschwester war, als er in einem Austausch war. Meine ganze Familie ist sehr unternehmungslustig, was heisst ich habe in meiner kurzen Zeit hier schon eine Mange erlebt und deshalb werde ich jetzt ganz von vorne mit erzählen beginnen…

Mein Flug nach Amerika war eigentlich nur 11h, trotzdem eine halbe Ewigkeit. Mein Videoplayer ging aus irgendeinem Grund nicht und ich konnte sehr lange mit niemandem sprechen (die, die mich kennen, wissen, dass das ein grosses Problem ist ;-)), weil der Mann neben mir meist geschlafen hat. Das heisst bis Washington D.C hatte ich einen sehr langweiligen Flug. Als ich in Washington ankam wurde es sehr hektisch, weil ich nur zwei Stunden zum umsteigen hatte und die Person von YFU, die mir beim umsteigen, helfen sollte nicht dort war. „Na toll“ dachte ich. Ich flog zum ersten Mal alleine und zum zweiten Mal überhaupt und hatte keine Ahnung, wie ich zu meinem Gate gelangen sollte. Zum Glück war da ein sehr hilfsbereiter Beamter, der mir den ganzen weg aufschrieb. So gelang ich doch noch zur richtigen Zeit zu meinem Gate 🙂 Mein Gastfamilie schloss mich zwei Stunden später voller Freue in die Arme. Und ich war total erleichtert, endlich da zu sein.

Nach dem Ausschlafen am nächsten Tag, war Schulmaterial kaufen angesagt. Ich war aufs neue sehr beeindruckt, wie gross diese „Targets“ (Einkaufladen) sind. Ich war sehr froh meine Gastfamilie bei  mir zu haben, denn ohne sie hätte ich den Ausgang länger nicht gefunden 🙂

Die Tage darauf war viel Sport angesagt und ich merkte schnell, dass ich in einer sehr sportlichen Familie gelandet bin. Wir gingen zusammen klettern,schwimmen, joggen und fuhren am morgen früh zum Crosscountry-Training. Es war einen sehr grobe Umstellung für mich, weil ich noch nie so viel Sport auf einmal betrieben habe und mein Körper sich noch kein bisschen an die Zeitumstellung gewöhnt hatte. Dennoch hatte ich viel Spass dabei und fühlte mich für einen kleinen Moment ziemlich fit 😉

Am Wochenende kamen unsere Nachbarn nach Hause. Am Sonntag Abend waren wir bei ihnen zum Nachtessen eigeladen. Die Eltern Dawn und Sean haben drei Mädchen. Abigel, Rachel und Morgan. Rachel ist gleich alt, wie ich. Wir verstanden uns auf anhieb sehr gut und verbrachten den ganzen Abend miteinander. In der Nacht schliefen Abe, Maggie, Ich und die drei Mädels bei ihnen auf den Trampolin, was sehr lustig war, weil wenn sich irgendjemand bewegt hat, fingen wir alle an auf und ab zu hüpfen 🙂

Am letzten Mittwoch begann dann auch schon wieder „der Ernst des Lebens“. Es war Schulbeginn. Ich war sehr aufgeregt, weil ich so ziemlich niemand kannte und mir noch nicht vorstellen konnte plötzlich alle Fächer auf Englisch zu haben. Rückblickend waren meine ersten drei Tage Schule gar nicht so schlimm, wie ich sie mi vorgestellt hatte. Es war eine grosse Herausforderung für mich, mir die vielen neuen Namen zu merken und die wichtigen Information aufzuschnappen. Zum Glück hatte ich den Austauschschüler-Bonus und konnte immer nochmals nachfragen, wenn ich etwas verpasst hatte. Die Schüler sind alle sehr nett und hilfsbereit, jedoch sehr zurückhaltend, mich irgendetwas zu fragen. Zum Glück gibt es immer wieder neue Kontakte über Leute, die ich schon kenne.

Morgen werde ich mit meiner Familie in die Kirche gehen und danach in die Kletterhalle klettern gehen. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt auf den Montag, wenn die neue Schulwoche beginnt.

Maggie, Abe und Ich

Maggie, Abe und Ich

Meine Geschwister und ich am den Hühnerzaun bauen

Meine Geschwister und ich am den Hühnerzaun bauen

Returnee

Hallo miteinander.

Es ist eine Weile her seit dem letzten Blog… Ich nahm mir schon lange einmal vor einen Blog übers Zurückkommen zu schreiben. Jetzt komme ich endlich dazu! Zum einen schreibe ich diesen letzten Blog, weil ich dies als einen guten Schluss empfand und zum anderen schon von vielen Returnees gehört habe, wie schwer das Einleben teils sein kann. 

Als erstes möchte ich nochmals zurückschauen und eintauchen zum Zeitpunkt des Abschiedes in der USA und dem Hallo in der Schweiz.

Es war der 8. Juli 2016 ein wunderschöner Sommertag in Georgetown, Indiana. Für mich war es der schlimmste Tag meines ganzen Austauschjahres. Ich musste früh aufstehen und zuerst eine kalte Dusche nehmen bevor ich recht wach wurde, da ich kam ein Auge zugebracht hatte in der Nacht. Morgenessen liess ich ausfallen da sich schon seit dem Aufstehen einen grossen Kloss in meinem Hals festsitzen hatte und mir übel wurde nur schon beim Gedanken an all die Emotionen, die mir in den nächsten 24 h bevorstehen werden. Ich packte meine letzten sieben Sachen und dann hiess es alle in das Auto und zu den Pursers (unseren Nachbarn) fahren und sie abholen. So machten wir uns alle zusammen auf zum Flughafen. Auf dem Weg schrieb ich noch die letzten Abschiedsbriefe, wären meine Schwester Maggie und Rachel sich schon in einen Wasserfall verwandelten und sich weinend festhielten. Beim Flughafen gaben wir mein Gepäck auf und suchten uns dann ein Kaffee um noch die letzten Minuten zusammen ab zu hocken. Dabei waren meine Gasteltern, Maggie meine Gastschwester, die drei Purser Schwestern und Jillian. Der Abschied erzähl ich jetzt nicht ins kleinste Detail, denn so wie ihr euch vorstellen könnt war es sehr traurig und viele Tränen flossen. Für mich war es ganz komisch, weil ich bis zum Moment als ich alleine im Flugzeug sas nicht war haben konnte, dass mein Austausch in den USA nun definitiv zu Ende ist. Doch als ich all die Abschiedsbriefe las und ich mich im Flugzeug über den Wolken befand brach ein riser Wasserfall aus mir und ich konnte meine Emotionen von Trauer und Freude kam mehr kontrollieren. Während dem Flug weinte ich mich in den Schlaf und wachte erst wieder auf als wir uns über Paris befanden. Ab da konnte ich kam mehr still sitzen. Ich wanderte tausendmal zum WC, hatte kribblige Beine und hatte eine unbeschreibliche, riesen Freude in mir. Als wir uns dan über der Schweiz befanden und ich Städte und Ortschaften erkennen konnte platzte ich fast vor Freude. Das Landen alleine kam mir länger vor als der ganze Flug den ich hinter mir hatte. Und dann kam der genialste Moment auf den ich die Stunde zuvor schon so kribbelig war. Ich lief durch den Ausgang und wurde im nächsten Moment fast umgeworfen von den wilden Umarmungen meiner zwei besten Kolleginnen und meiner Schwester. Wir waren komplett in Mitte des Ausganges und standen im Weg aller anderen Passagieren. Meine ganze Familie war versammelt und ich wurde zuerst durch ca. 15 Arme hindurchgeschleust. Es war ein krasser schwarz, weiss Effekt der Abschied und das Willkommen heissen.

Wie ihr euch vorstellen könnt war ich der Star Nummer eins für sicher eine Woche. Speziell meine Geschwister wichen kaum mehr von meiner Seite. Doch wie vieles ging auch das vorbei. Leider!

Nun kam die harte Zeit von der immer wieder viele Ex-Austauschschüler sprachen. Der berühmt, berüchtigte, umgekehrte Kulturschock. Könnt ihr euch vorstellen, dass ihr euch in eurem Heimatland plötzlich fremd und einfach komplett falsch am Platz fühlt? Ich konnte es mir nur schlecht vorstellen, bis ich ziemlich bald selbst darin steckte. Ich fing mich an aus dem Familienleben aus zu schliessen, weil ich merkte, dass es auch ohne mich weiter läuft und ich mein Platz irgendwie verloren hatte. Ich bin die Älteste von vier Kindern und während meinem Austauschjahr hat meine Schwester die Rolle als Älteste super übernommen. In meinem Freundeskreis merkten sie auch, dass es ohne mich geht. Meine dazumal beste Freundin suchte sich einen Ersatz während dem Jahr das ich abwesend war und konnte und wollte den logischerweise nicht einfach wieder abgeben. Zusätzlich kam noch das Heimweh nach meinem zweiten zuhause (Georgetown) dazu, was sehr komisch ist wenn du zu Hause bist und trotzdem noch Heimweh hast. Ihr könnt euch also vorstellen es nicht ganz einfach für mich gewesen in mein Alltagsleben zurück zu finden.

Am schwierigsten empfand ich, dass alle in einem gewissen Mass bereit waren die alte Rafaela wieder in den Kreis auf zu nehmen, nur war diese Rafaela nicht mehr vorhanden. Ich wurde reifer, änderte meine Sichten und Meinungen in gewissen Hinsichten und entscheidet auch Dinge bewusst anders zu machen, wie vor meinem Austausch. Doch mein Umfeld versuchte mich weiterhin zurück in den alten Rahmen zu drücken, in den ich nicht mehr passte. Ich weinte viel und versuchte meine Gefühle zu erklären, doch leider ist es nicht ganz einfach deinen Eltern, die dich über alles lieben zu erklären, dass du dich nicht mehr wohl fühlst in der Familie, weil du dich am falschen Platz fühlst.

Offensichtlich steckte ich ziemlich tief in meinem Kulturschock fest und mochte immer weniger über meine Gefühle und Probleme reden, da mich sowieso niemand verstand. Es war mittlerweile September und das Re-entry weekend von YFU stand vor der Tür. Es ist ein freiwilliges Wochenende mit anderen Returnees und ich musste mich ehrlich gesagt etwas zwinge um mich da an zu melden. Schlussendlich meldete ich mich doch an mit einer grossen Hoffnung: Endlich verstanden zu werden. 

Ihr glaubt es wahrscheinlich kaum…ich zu Beginn auch nicht. Ich wurde zum ersten Mal seit drei Monaten endlich wieder verstanden und fühlte mich etwas mehr zuhause. Mein grösster Tip! Geh ans Re-entry wenn du ein Returnee bist! Es ist so eine geniale Gelegenheit noch einmal komplett in das vergangene Jahr ein zu tauchen und mit anderen aus zu tausche bis zum“ geht nicht mehr“. Das Beste ist du kannst schwärmen und die gleichen Geschichten immer nochmals erzählen, weil da immer jemand sein wird der dir gerne zuhört und genau gleich schwärmen wird von seinem Austausch.

Für mich ging es nach diesem Wochenende permanent Bergauf. Ich kämpfte um meinen neuen Platz in der Familie und entschied meinen Freundeskreis mit etwas anderen und neuen Leuten auf zu bauen. Ein reisen, grosses Danke an meine aller beste Freundin Julie! Sie hielt während meinem ganzen Austauschjahr und meinem mühsamen Kulturschock unsere Freundschaft an zwei feinen Fäden fest, die jetzt zu zwei dicken, starken Seilen heranwuchsen.

Danke fürs Lesen meines Bloges und vielleicht sieht man sich im Nächsten Re-entry:)

Turkey hunting – Truthahn jagen

Hab ich euch schon ein Mal von meiner besten Kollegin hier erzählt? Falls nicht…Sie heisst Rachel und lebt in der gleichen Nachbarschaft, wie meine Familie. Rachel’s Dad (Sean) ist ein leidenschaftlicher Jäger, wie viele Amerikaner. Ich habe schon vom ersten Tag an in der USA realisiert, dass Jagen ein grosses Hobby vieler Amerikaner ist. Mein Gastvater jedoch hält nicht so viel davon. Logischerweise wollt ich so gerne ein Mal jagen gehen, deshalb fragte ich Sean ob er mich einmal zusammen mit Rachel mitnehmen würde. Er war erstaunt als ich fragte, weil er immer gedacht hat, dass ich keiner Fliege etwas antun könne, doch er willigte ein. Leider mussten wir warten bis der Winter vorbei war und die „Truthahn Saison“ began und wir alle eine mögliche Zeit fanden. Heute war es endlich soweit! Ich übernachtet bei Rachel, sodass wir morgens früh losgehen konnten. Es war früh! Um 4:30 Uhr standen wir auf und fuhren los zum Waldgrundstück, welches Sean besitzt. Als wir ausstiegen wurde mir der Ablauf gründlich erklärt und dan ging es los! Wir schlichen durch den Wald für ca. eine Stunde. Schliesslich fanden wir einen Truthahn und versteckten uns in der Nähe um einen Baum. Währenddem wir warteten „sprach“ Sean wie eine Truthenne um den Hahn Anzug locken. Leider lief der Hahn in die entgegengesetzte Richtung und wir mussten unser Versteck verlassen und ihm folgen. Wir versteckten uns nochmals und warteten sehr lange ohne Erfolg. 🙁 Schliesslich meinte Rachel, die die ganze Zeit im Versteck geschlafen hat, dass sie zu müde sei und nach Hause wolle. Da wir keine Spure mehr finden konnten gaben wir auf.

Wieder zu Hause fragte mich Sean ob ich lernen möchte wie man mit einem Gewehr umgeht. Ja klar wollte ich, da ich nie mehr die Chance bekäme mit einem Gewehr zu schiessen. Wir stellten Zielscheiben, mit diesen kleinen Platten die zerspringen wenn du sie abschiesst, auf und dan wurde mir erst einmal erklärt wie man ein Gewehr hält da ich als „Stadtmädchen aus der Schweiz“ keinen blasen Schimmer hatte 🙂 Anschliessend bekam ich fünf Schüsse und die Platte zersprang bei jedem Schuss. Sean konnte nicht glauben, dass es das erste Mal ist, dass ich überhaupt ein Gewehr in der Hand halte und alle Schüsse perfekt waren. Mein Stoltz und meine Freude war unbeschreiblich gross! der ganze Tag war ein einmaliges Erlebnis, dass ich sicher nie vergessen werde.

Rachel (rechts), ich (links)

Rachel (rechts), ich (links)

Springbreak in Florida

„Nur noch…,vier, drei, zwei, eine Woche/n bis zu den Frühlingsferien!“ zählten meine Familie und ich bis es endlich so weit war. Die letzte Woche vor den Ferien war sehr speziell. Am Mittwoch bekam ich mein Zeugnis ich verglich es mit meinem ersten Zeugnis vom Herbst und durfte mit Freuden feststellen, dass meine Noten von dreier und vierer zu fünfer  und sechster wurden. Das war ein risen Erfolgserlebnis.

Rachel und ich an meinem Geburtstagsmorgen. Wir waren sehr müde :-D

Rachel und ich an meinem Geburtstagsmorgen. Wir waren sehr müde 😀

 

Am Donnerstag hatte ich Geburtstag und durfte den amerikanisch feiern. Am Morgen früh, fuhr ich mit meinen zwei besten Kolleginnen (Rache und Jillian) zum Waffelhaus. Wir genossen das feine Morgenessen und das zusammen sein. Später fuhren wir zur Schule und ich traf mein Schliessfach schön dekoriert an. Als ich es öffnete hüpften mich viele, verschiedenfarbige Ballone an und ich musste sie alle auf dem Gang zusammensammeln und kam beinahe zu spät zum Unterricht. Danach war es ein ziemlich normaler Schultag mit dem Unterschied, dass mir in fast jeder Lektion „Happy Birthday“ gesungen wurde. Nach dem Leichtathletik wurde ich zuhause mit einem schweizer Nachtessen begrüsst. Wir hatten Raclette und zum Dessert Schweizerschokolade und Karotten-Kuchen. Es war ein wunderschöner Geburtstag!

Am Sonntag fuhren wir um vier Uhr morgens endlich nach Florida. Nach einer 11 Stündigen Autofahrt kamen wir im wunderschönen Florida an. Unsere Grosseltern erwarteten uns schon sehnlich in unserer Ferienwohnung. Mir wurde gleich zu Beginn das Städtchen gezeigt, sodass ich mich im verlaufe der Woche nicht verlaufe würde;-) Ich fühlte mich von Anfang an, wie zu Hause (in der Schweiz), da ich nie ins Auto steigen musste sonder immer gehen konnte, wohin ich wollte. Am Montag morgen ging ich, wie jeden Morgen mit meiner Mom am Strand joggen und anschliessend im Ozean schwimmen, doch an diesem Morgen bekamen wir speziellen Besuch von einem Rudel Define, welche sehr nahe ans Ufer kamen. Ich freute mich riesig, weil Delfine meine Lieblingstiere sind. In den folgenden Tage wurde es wärmer und wir verbrachten fast jeden Tag am Strand. Am Mittwoch trafen wir Freunde für ein Picknick am Strand und Schwimmen. An diesem Tag hatten wir grosse Wellen und somit viel Spass beim Wellen reiten. Ich hatte während den ganzen Ferien den grossen Wunsch für „Seadollar“(eine spezielle Art von Seesternen) tauchen zu gehen. Leider warteten wir zu lange für den perfekten  Tag und schlussendlich war nur noch der Freitag übrig und es war sehr stürmisch mit hohen Wellen. Mein Dad hatte ein schlechtes Gewissen, dass er mein Wunsch nicht erfüllen konnte und so gingen wir mit Maggie trotz Sturm ins Wasser. Leider kamen wir nur langsam vorwärts, wegen den grossen Wellen und so beschlossen wir nach einer Weile, dass es keinen Sinn mache und schwammen zurück. Wir hatten trotz der Enttäuschung viel Spass zusammen.                  Am Samstag Morgen traten wir unsere Heimreise an. Wir fuhren den ganzen Tag. Am Sonntag gingen wir zur Kirche zum Ostergottesdienst, genossen den sonnigen Tag und bereiteten alles vor um am Montag zurück zur Schule zu gehen.

Meine Familie mit Grosseltern am Strand

Meine Familie mit Grosseltern am Strand

Maggie, Abe und ich am letzten Tag in Florida

Maggie, Abe und ich am letzten Tag in Florida

Ostersonntag (Abe ass alle seine Süssigkeiten innerhalb von fünf Minuten) :-D

Ostersonntag (Abe ass alle seine Süssigkeiten innerhalb von fünf Minuten) 😀

Snow days are the best

Es ist schon wieder ein Monat vergangen, seit ich mein zweites Schulsemester begonnen hab. Zum Vergleich zu letztem Semester verstehe ich nun viel mehr Englisch und komme da durch besser mit dem Schulstoff nach. Ich lerne nach wie vor immer wieder neue Leute kennen und es ist immer lustig ihre vielen Fragen zu beantworten. Die Leute hier haben ein grosses Problem die Schweiz und Schweden auseinander zu halten. Ich nehme ahn es ist, weil beide Länder mit „Schw“ beginnen:-)Die Fragend die mir oft über die Schweiz gestellt werden sind: Was ist der grösste Unterschied zwischen unseren beiden Ländern? Was spricht man für eine Sprache? Wie ist das Wetter? Kannst du in der Schweiz wirklich zu vielen Orten zu Fuss gehen? Denkst du Amerikaner sind dick? So beginnen viele meiner ersten Gesprächen und es ist immer lustig zu sehen wie die Leute darauf reagieren. Es zum Beispiel total unvorstellbar für Amerikaner zu Fuss einkaufen zu gehen.

Heute hatte ich keine Schule und ihr werdet nie erraten wieso! Wir bekamen 15 cm Schnee gestern Abend und die Strassen wurden geräumt über die Nacht, ich sehe also den Sinn selber nicht ganz. Aber ich klage nicht, denn wie ihr euch vorstellen könnt geniesse ich das länger Schlafen ausgiebig. Für mich als Schweizerin ist es trotzdem total unvorstellbar das man „Schneefrei“ bekommt, da wir in der Schweiz einen halben Meter oder mehr (eher selten) Schnee haben könnten und trotzdem noch zur Schule müssten. Letzte Woche am Freitag hatten wir am Morgen zwei stunden später Schule, weil es 3 cm Schnee über die Nacht gab. Meine Schulkollegen sind immer total erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass wir in der Schule nie Frei bekämen für Schnee.

Mein Bruder (Abe) und ich auf dem Spaziergang heute

Mein Bruder (Abe) und ich auf dem Spaziergang heute

Seit meinem letzten Blog ist die Schwimmsaison zu Ende gegangen und ich musste mich zuerst damit abfinden, da Schwimmen ein neues Hobby vom mir wurde und ich viele neue Freunde im Team fand. Heute hätte die Leichtathletik-Saison gestartet und ich war schon richtig aufgeregt aber da wir frei hatte werden wir morgen beginnen. Ich werde ziemlich sicher Hürden laufen, Sprinten und Stabhochsprung ausprobieren. Das sind alles neue Aktivitäten, die ich noch nie zuvor ausprobiert habe und ich bin gespannt wie sie mir gefallen werden. Viele meiner Freunde sind im Leichtathletik und haben mir viel darüber erzählt. Ich bim mir sicher wir werden eine unvergessliche Saison haben.

Weihnachten in der USA

Jetzt ist es endlich soweit! Weihnachten steht vor der Tür! Ich konnte fast nicht warten, wie ein kleines Kind bis es endlich soweit war. Wir bekamen zwei Wochen Weihnachtsferien in denen wir viel geplant hatten,wie z.B: Geschenke verpacken und ausruhen von den strengen Finals ( Finals grosse Prüfungen am Ende eines Semesters) in den ersten Tagen, am 23. Dezember nach Valparaiso zur Familie meiner Mom zu fahren um Weihnachten mit ihnen zu feiern und am 27. Dezember nach Minnesota zur Familie meines Dads zu fahren. Alles lief zum Glück nach Plan.

So feierte ich meie Weihnachten in Valparaiso mit meinen Austauschgrosseltern und der Familie meiner Austauschtante und natürlich meiner Familie. Am 24. Dezember fuhren wir um 18:30 Uhr in die Kirche zum Weihnachtsgottesdienst. Die Kirche war riesig und auf jeden einzelnen Platz gefüllt, was sehr eindrücklich war. Während dem Gottesdienst sangen wir grossen Teils Weihnachtslieder. Ich kannte leider nur ein Lied und das „Stille Nacht“ (in Englisch). Alle anderen Lieder lernte ich jedoch schnell da meine Familie gerne singt, was heisst irgendjemand sang fast immer ein Weihnachtslied über die Weihnachtstage. Nach der Kirche fuhren wir nach Hause und breiteten Snacks vor und verteilten die Geschenke. Als dann endlich alle sahen (was schwieriger war als man denkt) fingen wir schön nacheinander an die Geschenke zu öffnen. Als wir fertig waren mussten die Kinder ins Bett damit unsere Eltern (der St. Nikolaus) unsere Socken mit Süssigkeiten füllen konnten. Am nächsten Morgen wurde ich von meiner Schwester schon um 8 Uhr  geweckt, weil sie umbedingt wissen wollte, was in ihrem Socken ist. Unsere Socken warteten auf uns über dem Kamin und waren bis oben mit Süssem gefüllt. Als ich alles begutachtet hatte ging ich nochmals schlafen da ich logischerweise immer noch müde war und noch niemand wach war. Als ich später schlussendlich aufstand duftete das ganze Haus herrlich nach „Zimtschnecken“, die meine Tante backte. Wir assen ein grosses Frühstück bevor wir Kinder begannen Weihnachtslieder auf unseren Instrumenten zu spielen. Am Abend hatten wir das Weihnachtsmahl was aus Kartoffelstock, Hühnerfleisch und feinen Brötchen mit Cranberry Konfitüre bestand.

Am 27. Dezember fuhren wir für acht Stunden nach Minnesota. Ich garantier euch es war nicht lustig! Unser Hund Albert kam mit uns und er hatte die ganze Fahrt ein schrecklicher Mundgeruch. Albert sass und stank die ganze Reise genau vor mir (wunderbar!). Als wir die Fahr endlich hinter uns hatten, wurden wir mit einem feinen Weihnachtsessen von der Familie meines Dads begrüsst (das gleiche Essen, wie an Weihnachten). Nach der Mahlzeit öffneten wir die Geschenke und ich ging sehr früh ins Bett, da ich mich nicht so gut fühlte (nicht wegen Albert;-)).  Den Rest der Ferien verbrachten wir also noch in Minnesota, wo es zum Glück Schnee hatte, was uns doch noch ein bisschen in Weihnachtsstimmung bracht, da wir in Indiana diesen Winter noch nie Schnee gesehen haben:-( Wir besuchten täglich meine 103 Jahre alte Urgrossmutter, die sich jedes mal unbeschreiblich fest gefreut hat, wir besuchten eine Freundin meiner Mutter und eine Verwandte und ginge ins Kino um Star Wars zu sehen. Die Zeit ging leider viel zu schnell vorbei und so kam der Tag der Abreise. Ihr könnt euch vorstellen die Heimreise war gleich, wenn nicht Schlimmer, denn die Anreise. Es war dieses Mal eifach 13 Stunden anstelle von 8 Stunden mit Albert.

So fand meine Weihnachten in den USA ein Ende. Ich werde diese Weihnachten ganz sicher nie vergessen und noch lange Geschichten darüber erzählen. Ich wünsch euch allen noch ein ganz gutes neues Jahr und hoffe ihr dürft alle einen guten start zurück in den Alltag haben.

Schwedische Spezialitäten backen mit meinem Bruder und Grossvater

Schwedische Spezialitäten backen mit meinem Bruder und Grossvater

Familienfoto am Heiligabend

Familienfoto am Heiligabend

Meien 103 Jahre alte Urgrossmutter

Meien 103 Jahre alte Urgrossmutter

 

 

Thanksgiving

Seit meinem letzten Blog durfte ich viel Neues über die USA lernen. Die zwei speziellsten Erlebnisse waren natürlich Thanksgiving und Weihnachten.

„Thanksgiving-Break“ startete für uns am 25. November. Meine Familie und ich fuhren 13 Stunden mit dem Auto nach Minnesota zu den Eltern meines Dads (meinen Austauschgrosseltern). Ja 13 Stunden ihr habt richtig gelesen! Das war meine erste lange Autofahrt. Für jemanden aus der Schweiz  wie mir, sind solche langen Autofahrten sehr ungewohnt, da man in 3 Stunden von Norden nach Süden durch die Schweiz hindurch gefahren ist. Hingegen in der USA kann man Tage  lang Auto fahren und ist immer noch in der USA:-) Das war schon mal ein spezieller Start für mich. Am 26. November war dann Thanksgiving. Mein Familie wollt jedoch ein Fest mit der ganzen Verwandtschaft feiern, die für den 26. November schon Pläne hatte. So warteten wir noch einen Tag mit dem grossen Fest bis am 27. November. An diesem Tag kamen dann alle möglichen Verwandte (ca. 20 Personen) und wir feierten ein traditionelles Thanksgiving, wozu VIEL Essen gehört;-) Wir hatten natürlich einen grossen Truthahn (wie es in den Filmen immer gezeigt wird), Kartoffelstock, Kürbistorte und schwedische Spezialitäten, da meine Gastfamilie Wurzeln in Schweden hat. Nach dem Essen wurde ich wie immer, wenn ich neue Leute treffe ausgefragt über die Schweiz. Ich lernte auch eine ehemalige Austauschstudentin aus Norwegen kennen, die auf Besuch kam. Es war sehr spannend mit ihr auszutauschen und zu hören wie ihr Jahr in den USA war. Gegen neuen Uhr wurde alles zusammen gepackt und die Verwandtschaft machte sich auf den Heimweg. Am nächsten Morgen hiess es dann aufräumen und putzen. Am Nachmittag fuhren wir noch ins Altersheim, um meine 103 Jahre alte Austauschurgrossmutter besuchen. Wir haben uns gegenseitig von Anfang an ins Herzen geschlossen und sie hat sich in den kommenden Tagen immer riesig gefreut, wenn ich auf Besuch kam.

Die Heimreise am Sonntagabend dem 29. November war sehr chaotisch. Auf der ganzen Fahrt war immer wieder Stau auf der Autobahn und wir kamen schlussendlich um 22 Uhr nach hause und gingen am nächsten Tag sehr müde zur Schule. Trotzdem hatte ich ein wunderschönes Thanksgiving und ich werde meine erste lange Autofahrt ganz sicher nie vergessen;-)

Ich und meine Schwester am uns gegenseitig wärmen da wir nicht genug Kleider dabei hatten:-)

Ich und meine Schwester am uns gegenseitig wärmen da wir nicht genug Kleider dabei hatten

Schnee in Minnesota

Schnee in Minnesota

„Fast“ Weihnachten

In einer Woche sind es vier Monate her seit ich hier bin. Für mich ist es unglaublich, wie die Zeit schnell vorbei rast. Englisch ist jeden Tag leichter zu verstehen und sprechen, ich bin fest mit meiner Familie zusammengewachsen und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen.

Ich ging nie wirklich gerne zur Schule in der Schweiz und ich dachte nie, dass sich das in einem andern Land ändern würde. Doch es hat sich geändert und es ist grossartig!
Der Grund dafür ist, dass ich meinen Stundenplan anfangs Jahr selbst wählen konnte und somit (logischerweise) interessante Fächer gewählt hatte und sehr motiviert bin. Ein anderer Faktor dafür ist, dass ich Zeit mit meinen Kollegen verbringe kann und ich das sehr geniesse. Ich denke die Schule ist sehr hilfreich um neue Freundschaften zu knüpfen. Eine andere grosse Hilfe war es für mich von Anfang an in einem Sportteam dabei zu sein. Durch das hatte ich in der Schule in jeder Lektion sicher eine Person mit der ich befreundet war und die mir helfen konnte falls ich Fragen hatte.

Mittlerweile ist die Crosscountry Saison vorbei und ich startete mit dem Schwimmteam die neue Saison. Dadurch lernte ich eine ganz neue Seite von mir kennen. Ich dachte nie, dass mir Schwimmen so viel Spass bereiten würde  und mir so viel bedeuten könnte. Ich bin zwar eine richtig lame Schnecke im vergleich zu den anderen Teammitgliedern, da die alle schon fast ihr ganzes Leben lang schwimmen. Doch ich sag mir dann immer:“ jemand muss ja der oder die letzte sein“, 🙂 und ausser dem bin ich noch am lernen. Ich habe auch im Schwimmteam wieder ganz viele neue Freundschaften geschlossen und es ist extrem schön zu hören wie fest mein Team mich schätzt. Sie sind sich alle einig, dass ich die USA im Sommer nicht verlassen dürfe 🙂

Wie schon kurz erwähnt bin ich meiner Familie extrem ans Herzen gewachsen und sie mir auch. Ich kann mir ernsthaft keine bessere Familie vorstellen. Sie sind offen für alles Neue und erwähnen immer wieder wie froh sie sind, dass ich da sei, was sehr lieb ist und mich natürlich riesig freut.

Ich finde es nach wie vor sehr interessant wie anders die USA eigentlich ist. Speziell seit Halloween konnte ich grosse Unterschiede wahrnehmen. Am Sonntag nach Halloween wurden schon an vielen Orten die Weihnachtsdekorationen aufgehängt und Weihnachtsbäume aufgestellt. Im Radio liefen schon die ersten  Weihnachtslieder und in den Läden war die halbe Auswahl schon mit Weihnachtsdekoration überflutet. In dem ganzen Weihnachtsdurcheinander lief ich noch in kurzen Hosen draußen herum, weil es immer noch genug warm war 🙂 Ist es nicht unglaublich wie unterschiedlich andere Länder sind?! Ich find die ganze Zeit im Moment sehr aufregend und spannend, weil so vieles anders ist als in der Schweiz und ich neues dazu lernen kann.

Nächste Woche ist Thanksgiving und wir werden schon am Mittwoch für den Rest der Woche Schulfrei bekommen. Ich werde mit meiner Familie für den Rest der Woche nach Minnesota zu den Grosseltern fahren. Ich freue mich schon sehr darauf, weil ich das erste Mal Minnesota sehen werde und meine Grosselter das erste Mal treffe. Ebenso kann ich mein erstes Thanksgiving kaum erwarten!

Grosse Unterschiede

Zu Beginn meines Austauschjahres war ich der Meinung: Amerika ist zwar weit weg und grösser als die Schweiz, ansonsten ganz ähnlich. Schon nach zwei Monaten hat sich meine Meinung stark geändert. Manchmal fühle ich mich wie in einem Traum, weil ich nicht glaube, was sich vor meinen Augen abspielt… Damit ihr mich besser versteht werde ich von ein paar Erlebnissen erzählen.

Mein erster Sonntag hier war ziemlich schockierend. Meine Familie wollte nach der Kirche einen Grosseinkauf tätigen. Aber Hallo?! Wie soll das Bitteschön funktionieren? Ganz einfach ich bin hier in Amerika und jedes Einkaufszentrum ist am Sonntag geöffnet. Mittlerweile ist es eine Routine für mich und ich konnte mich daran gewöhnen. Manchmal ist es sogar sehr praktisch, wenn ich am Samstag ein Wettkampf habe und keine Zeit zum shoppen habe, das am Sonntag erledigen zu können.

An etwas anderes könnte ich mich jedoch immer noch nicht gewöhnen. Ist der Motor in Amerika einmal gestartet brauch es lange bis er wieder abgestellt wird. Vor jedem Einkaufszentrum stehen mehrere Autos mit Motoren an. Wieso? Ganz einfach entweder der Hund sitzt im Auto und es ist zwingend die Lüftung laufen zu lassen oder die Leute sind einfach zu faul. Vor zwei Wochen durfte ich kein Crosscountry-Training machen, weil mein Fuss verletzt war. Ich machte es mir gemütlich unter einem Baum und wartete bis das Training fertig war. Es war mir langweilig und so suchte ich mir eine Beschäftigung. Ich stoppte die Zeit eines laufenden Motors. Im Auto sass ein Hund…war es sehr heiss draussen? Nein sonst wäre ich ja nicht die ganze Zeit draussen gewesen. Es verging eine ganze Stunde bis das Training vorüber war und meine Gastmutter mich abholte. Der Motor vom Auto…lief immer noch! Ich habe keinen Ahnung wie lange er noch lief aber ich glaube ich will das gar nicht wissen. Ich war sehr verwirrt, denn in der Schweiz wenn ich mit meiner Mutter im Auto an einem Lichtsignal stand und vor uns eine lange Schlange wartete, schaltete sie den Motor ab…das würde hier nie im Leben passieren!

Noch eine letzte Geschichte. Ich wurde von einer Kollegin zur ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Auf der Einladung stand die Party dauert von 7 bis 12 Uhr am Abend. Zuerst dachte ich mir, dass das sehr spät ist. Im nächsten Augenblick kam mir in den Sinn, dass diese Kollegin in der Nachbarschaft wohnt und es nicht so weit ist bis zu ihrem Haus. So sagte ich ihr zu. Als ich mit meiner Gastmutter übers nach Hause kommen nach der Party sprach, bot sie mir an mich mit dem Auto ab zu holen. Ich erklärte ihr, dass sie nicht extra für mich lange aufzubleiben braucht und ich gehen kann. Zuerst wollte sie mir die Idee ausreden, doch dann lies sie mich gehen mit der Erklärung, dass ich eine Europäerin sei und mir das gewöhnt sei. Ich wunderte mich wieso das keine gute Idee sein sollte und fragte meine Gastmutter. Sie erklärte mir, dass Amerikaner für jeden einzelnen Meter ins Auto steigen und nie 10min von einem Nachbarhaus nach Hause gehen würden, schon gar nicht in der Nacht. Nach der Party wollte ich nach Hause gehen und meine Kollegin dachte ich mache ein Scherz. Nein ich meinte es ernst! Sie machte sich grosse Sorgen um mich und so entschied sie und eine andere Kollegin mich nach Hause zu begleiten.

All diese Unterschiede sind nun ein Teil von meinem Leben und das sind erst die grossen Unterschiede. Ich begegne jeden Tag neuen kleinen Unterschieden. Die einen mag ich sehr gut und andere finde ich total abstrakt. Jedoch gehören alle zu meinem neuen zuhause und ich werde mich fest darum bemühen auch mit Unterschieden, die ich nicht mag klar zu kommen.

Aufregendes Wochenende

Am letzten Freitag wurde die Footballsaison eröffnet. Es war ein Heimspiel, was heisst das Spiel fand an unser Schule statt. Ich ging mit ein paar Kolleginnen dahin und es war ein riesen Spass! Das Kleidermotto war Neon. Alle aus unser Schule kamen also Neongekleidet zum Spiel. Und das Lustige war ein grosser Teil der Jungs kamen als Mädchen verkleidet. Ich war ein bisschen schockiert und fragte mich was das soll. Meine Kolleginnen erklärten mir dann, dass das Tradition sei und es auch schon vorgekommen sei, dass die Mädchen als Jungs und die Jungs als Mädchen verkleidet kamen. Bevor das Spiel begann wurde die Nationalhymne gespielt und dan ging es los… Unser Team hatte an diesem Abend mit vollem Einsatz gespielt und gewann das Spiel schlussendlich. Ich weis nicht genau, was der Stand war, weil ich so ziemlich nichts verstand vom Spiel…:-)jedoch hatte die Gegnergruppe Null Punkte. Ich war zum Glück nicht die Einzige, die nichts verstand vom Spiel…meine Kolleginnen und Kollegen gestanden mir, dass sie auch nicht wirklich viel verstanden, was mich sehr erstaunte, weil Football für mich speziell amerikanisch ist.:-)

An diesem Wochenende durfte ich viele neue Erfahrungen sammeln. Am Samstagmorgen war der erste Wettkampf für mein Crosscountryteam, wobei ich leider noch nicht mitlaufen durfte, weil ich noch zu wenig im Training war. Trotzdem war es für mich sehr aufregend, weil alles neu war und unser Jungsteam sich den Ersten Platz geholt hatte. Am Abend ging ich dann zum ersten Mal in den „drive in“ (kino im Freien in das man mit dem Auto geht) zusammen mit dem Mädchen-Crosscountryteam. Wir suchten uns einen geeigneten Platz und begannen das Auto der Kollegin in ein „Bett“ zu verwandeln. Wir klappten die Sitze runter, legten Decken und Kissen darüber und öffneten den Kofferraum. Es war superbequem! Wir assen zwei risen Popkornbehälter und viele Süssigkeiten (auch Sportlerinnen dürfen mal ungesund sein) 😉 Wir sahen zwei Filme an diesem Abend, was heisst es wurde eins am Morgen bis wir zur Kollegin nach Hause fuhren (schlafend im Kofferraum). Es war ein sehr spezielles und lustiges Erlebnis. Ich fand es jedoch etwas schade, dass man nicht den Eintritt für einen Film bezahlen und dann wieder gehen konnte, sondern für zwei bezahlen musste.

Am Sonntagmorgen holte mich mein Gastmutter ab und ich hatte einen risen Schlafmangel, sodass ich zuhause gleich nochmals ins Bett fiel:-) Gegen dem Mittag stand ich dann auf, weil meine Schwester, Mutter und ich nach Louisville, KY. fuhren um ein Geburtstagsgeschenk für mein kleiner Bruder in der Schweiz zu kaufen. Der Höhepunkt an diesem Tag war jedoch, dass ich Skypen durfte mit meiner Familie in der Schweiz um meinem Bruder zum Geburtstag zu gratulieren. Ich war der Annahme, dass ich nach diesem Gespräch stark Heimweh bekäme. Es war jedoch überhaupt nicht so, was mich und speziell meine Gastfamilie sehr gefreut hatte.

Jetzt hat die neue Woche wieder begonnen und es stehen mir viele Prüfungen und Vorträge in der Schule bevor. Auch wird mein erster Wettkampf im Crosscountry, bei dem ich mitlaufen darf;-) am Donnerstag sein und dann am Samstag der Zweite. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich sehr!

Zu Beginn des Footballgame spielte die Band den Fightsong

Zu Beginn des Footballgame spielte die Band den Fightsong

Während der Pause waren alle Spieler am dehnen auf dem ganzen Feld verteilt

Während der Pause waren alle Spieler am dehnen auf dem ganzen Feld verteilt

Film schauen im Kofferraum

Film schauen im Kofferraum