YFU Switzerland

Es läuft :D

Viel Zeit ist vergangen, doch endlich habe ich wieder ein paar Minuten gefunden, um etwas zu schreiben.

Fangen wir mal ganz von Vorne an: Am Flughafen Zürich sollten sich eigentlich alle bis um fünf am Check-In 1 treffen, nur wusste ich das nicht ( Ich hab davon wirklich nichts gehört 😀 ) Dann hab ich eben am Check-In 3 gewartet und da schlussendlich eingecheckt. In Oslo hab ich dann auch noch den anderen Schweizer getroffen, der mir dann alles erzählt hat… Von da an gings dann mit ein paar anderen Studenten aus Estland, Ungarn, Lettland und Thailand ins Ankuntflager, das YFUKA (YFU + uka; norw. für Woche)

Von den gut 50 Studenten aus 22 Ländern waren 20 Deutsche, also waren wir Schweizer doch nicht so speziell. Die Woche ging eigentlich nur von Mittwoch bis Samstag und diente hauptsächlich dazu, uns einige norwegische Sachen zu zeigen und uns nochmal alle Regeln und das ganze Zeugs klar zu machen. Lustig wars trotzdem. Ein Highlight war sicher Freitag Abend: Studenten aus jedem Land hatten den Auftrag, etwas von ihrem Land zu präsentieren. Wir haben dabei auf die nette MySwitzerland-Werbung zurückgegriffen (http://www.youtube.com/watch?v=PpKtM6bHyq0) und ein Paar dumme Sprüche gerissen (Die Schweiz und Norwegen haben vieles gemeinsam: Beide mögen die EU nicht). Ein paar Beispiele von anderen Ländern sind Japan, die zu zweit im Kimono erschienen sind oder natürlich Deutschland, die zusammen eine Show über die Deutschen im Urlaub gemacht haben

Ein anderes Highlight war der Workshop mit dem Titel ‚Norwillishous‘, bei dem es unter Anderem um Hallingdans, die Royals und natürlich das… äähm… EINMALIGE Essen (von Caramel-Käse bis Leberpastete) gegangen ist. Nebenbei wurde noch ein kleines Bisschen Norwegisch gelernt.

Am Freitag Abend, während dem Essen erfuhren ich und zwei andere, dass wir um 7:15 morgens bereits losfahren müssen, um unseren Flieger Richtung Norden zu erwischen. Wir Glücklichen… Die meisten anderen wurden zwischen 12:00 und 14:00 von ihren Gatfamilien abgeholt. Wir hatten jedoch das ‚unwahrscheinlich grosse Glück‘, nochmal in einen Flieger steigen zu dürfen. Naja, was solls.

In Tromsø wurde ich dann von Gastmutter und -Schwester abgeholt und nach einem kleinen Snack und ein paar kleinen Einkäufen gings dann auf die zwei Stunden-Fahrt nach Bardufoss (auf Google-maps hatts aber nicht so weit ausgesehen…) Die ersten 2 Tage lief nicht besonders viel.

Am Montag dann trafen wir uns mit dem Schuldirektor um zu entscheiden, in welche Klasse ich gehen soll. Wir einigten uns dann auf Medien&Kommunikation, was ziemlich speziell ist. Es gibt dafür ein eigenes Schulgelände und es gibt Schüler aus ganz Troms, das immerhin mehr als halb so gross wie die Schweiz ist. Der Stundenplan ist auch etwas speziell; 17 Lektionen Medien, 6 Lektionen Spezialisierung (Foto, Film, Musik, Journalismus) und je zwei Lektionen Englisch, Norwegisch, Sport, Mathe und Naturwissenschaften. Die Klasse besteht aus nur 10 Schülern (eigentlich waren es mal 16, wo der Rest geblieben ist, weiss ich auch nicht.) Am selben Tag bekam ich auch schon die Gelegenheit, etwas schiessen zu üben. So habe ich das erste mal mit einem Jagdgewehr geschossen, und alles in Allem liefs besser als erwartet 🙂

Am Dienstag begann dann die Schule, und ich hatte ja so keine Ahnung wo ich hin muss etc. Zum Glück wurden alle Erstklässler in eine Liste eingetragen und so wurde schnell klar, das isch der Austauschstudent bin und man hat mich geradezu zum Zimmer geführt… war vermutlich besser so 😀 Die ganze erste Woche haben wir also nicht besonders viel gemacht, nur viele Infos und kennen lernen. Morgen gibts dann noch eine Wanderung, also startet der richtige Unterricht erst am Dienstag.

An diesem ersten Schultag konnte ich sogar noch Tontaubenschiessen, was sich als nicht allzu schwierig entpuppt hat. Ich habe zwar noch nicht besonders viel getroffen, aber es ging mehr ums herantasten. Am Donnerstag hab ich dann das erste Mal auf Scheiben geschossen, die auch in verschiedene Richtungen fliegen. Und mit etwa 10 oder 11 von 25 war ich schon viel besser als es irgendwer erwartet hätte. Mein Gastvater hat beim ersten mal – nach eigener Aussage – eine getroffen. Also darf ich ziemlich zufrieden sein.

Gestern Samstag sind ich und mein Gastvater zu ihrer Berghütte hinauf gefahren und haben da übernachtet. Wir sind fischen gegangen, wobei ich gleich beim ersten Wurf den Fang des Tages erwischt habe, irgendwie versteht sich 🙂 Mit drei Fischen im total hatten wir dann heute Abend auch gut zu essen.

Ich weiss, das wahr jetzt etwas lang, aber am Anfang geschieht nun mal am Meisten 🙂

Lg Paddy

P.S. In der Galerie sind nicht alle Bilder, die ich gerne hätte. Ich veröffentliche sie noch später, aber es ist schon spät