YFU Switzerland

Willkommen!

สวัสดีค่ะ!

Mein Name ist Chiara, ich bin 16 Jahre alt und verbringe zurzeit mein Austauschjahr im wunderbaren, chaotischen Thailand.
Wenn ihr etwas über mein Leben hier, die Sprache, die Schule u.s.w. erfahren möchtet, könnt ihr gerne auf meinem Blog chiarainthailand.wordpress.com vorbeischauen.

Viel Spass!

Chiara

 

 

 

 

My first blog post – arrival and camp

Hey there.

Four days have passed since I’ve started my exchange year. I wanted to write a blog post before I leave but well, that didn’t happen. It just wasn’t as important as other things that I wanted to do before I left Switzerland for almost a year.

Now I live in Leighton Buzzard in a beautiful, cosy house, surrounded by trees and chirps of all kinds of birds. (more…)

Bald gehts los …

Bald ist es soweit. In Zwei Tagen fliege ich nach Kanada. Momentan bin ich noch sehr ruhig und überhaupt nicht nervös. Aber ich denke spätestens Morgen, werde ich aufgeregt sein. Es fühlt sich an als wäre das Austauschjahr noch soweit weg. Als würde es noch Zwei Monate dauern bis ich gehe und nicht nur Zwei Tage. Ich kann es kaum glauben das ich am Donnerstag fliegen werde…

Mein Koffer ist fast fertig gepackt. Obwohl mir meine Katze das packen erschwert hat. Ich glaube sie will nicht das ich weg gehe. Aufjedenfall hat sie mein Handgepäck blockiert ;). Es müssen nur noch ein paar kleine Dinge unternommen werden (z.B Geldwechseln gehen etc.) und dann bin ich bereit fürs Abenteuer. Meine Ankunftsfamile bekam ich letzten Freitag bestätigt.  Wir hatten schon Mail Kontakt und ich freue mich darauf sie kennenzulernen. Aber es könnte auch sein das ich im Verlauf vom heutigen Tag noch eine Gastfamile bekomme. Mal schauen wie es kommt ;). Ich bin wirklich gespannt was dieses Jahr alles auf mich zu kommen wird und freue mich darauf, dies hier mit euch zu teilen.

Liebe Grüsse

Rachele♡

Hemma igen!

Hallå hörni ni!

Ich bin nun seit zwei Wochen wieder daheim in der Schweiz. Die letzten Tage meines Austauschjahres waren erlebnisreich. Meine Schwester kam mich Ende Mai besuchen und ich durfte ihr meine schwedische Schule, meine neue Heimatstadt Stockholm und viele meiner Lieblingsorte zeigen wie auch sie mit meiner Gastfamilie bekannt machen. Auch wenn es irgendwie seltsam war, dass diese zwei Welten kollidierten, war es dennoch, als hätten meine Schwester und ich uns erst gestern gesehen. Mit vielen Blasen an den Füssen und mit heiseren Stimmen vom Plaudern verabschiedeten wir uns nach vier gemeinsamen Tagen, um uns einen Monat später wiederzusehen, daheim in der Schweiz, am Flughafen Zürich.

 

Am letzten Schultag

Die letzte Schulwoche war sehr emotional für mich. Ich weinte einige Male auf dem Weg zur Schule, weil es mich so traurig stimmte, das alles zum letzten Mal geschah. Meine Playlists waren gefüllt mit schwedischer Musik mit Texten wie: “Alles ist gerade viel zu gut”, “Lass mich ein bisschen länger hier verweilen” und “Alles Gute muss ein Mal ein Ende haben”. Andererseits war die letzte Woche aber auch sehr ereignisreich: viel Eis essen mit Freunden, schwimmen gehen, Proben fürs Abschlusskonzert, anfangen zusammen zu packen… Nach einem herrlichen Konzert am Donnerstag, wo uns Austauschschülern die Diplome übergeben wurden, feierten wir am Freitag den letzten Schultag. Die ganze Schule genoss ein gemeinsames Frühstück, danach spielten wir 2.-Klässler für die abschliessenden 3.-Klässler einen lustigen Sketch und danach der bekannte ‘utspring’ der ‘studenten’, wo die 3.-Klässler mit ihren Diplomen aus dem Schulhaus rennen, um den draussen mit Geschenken und Schildern bepackten Eltern stolz um den Hals zu fallen.

 

 

Nach dem James Bay Konzert hiess es Abschied nehmen von lieben Freundinnen

Danach verbrachte ich mindestens eineinhalb Stunden damit, mich von allen zu verabschieden, was natürlich nicht ganz tränenlos von statten ging. Am Abend fuhren dann die meisten der Schüler meiner Schule nach åkerberga zu einem Schulgspänli für eine abschliessende Party. Die meisten übernachteten, und als ich morgens aufwachte und alle diese lieben, schlafenden Menschen anschaute, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich wohl viele nie mehr sehen werde. Die meisten schliessen nächsten Frühling das Gymnasium ab, und ob es mir reicht, sie davor noch zu besuchen, weiss ich schlicht nicht. Danach treibt es sie wohl in alle Richtungen…

 

 

 

Im Nachtzug

Nach dem letzten Schultag und einigen schönen Tagen in Stockholm mit meinen besten Freunden machten sich knapp 20 YFU-Austauschschüler auf zum letzten Abenteuer: die Lapplandsreise. Eine fast 20-stündige Zugfahrt brachte uns ins Land der Mitternachtssonne, dort, wo die Sonne zu dieser Zeit des Jahres nie untergeht, am äussersten Zipfel Schwedens. Die Natur war atemberaubend schön.

 

 

 

 

Lappland

Wir schwatzen viel, schliefen wenig (Mein Gastvater gab mir vor der Abreise den Tipp: “Geh dann aber brav ins Bett sobald die Sonne untergeht!” Haha, lustig lustig), wanderten, kochten, schwammen in eiskalten Gletscherseen und verloren komplett das Zeitgefühl. Diese wunderbare Zeit werde ich nicht so schnell vergessen.

 

 

 

 

 

Sonnenaufgang am Midsommar-Morgen, 03:00

Midsommar, das berühmte schwedische Fest bei dem der längste Tag des Jahres gefeiert wird, verbrachte ich wieder im selben Ferienhaus wie auch schon Ostern, nur diesmal ohne Schnee, aber mit denselben Freunden und Familien. Ich möchte ja meine Gastfamilie und ihre Freunde nicht schlecht darstellen, aber dass so viel getrunken wurde wie dort habe ich noch nie erlebt. Die schwedischen Schnapslieder, die vor jedem Shot gesungen werden müssen, kann ich noch heute auswendig, auch wenn ich damals nur meine Cola besungen habe. Jugendschutz wird in Schweden gross geschrieben. Nach einem langen Tag voller witziger Gruppenspiele tanzten alle gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden in einem kleinen Holzschuppen, dekoriert mit Lichterketten und schwedischen Flaggen-Girlanden.

 

An meinem allerletzten Tag kurvte ich mit meinem Gastvater mit dem Fahrrad durch ganz Stockholm und entdeckte tatsächlich noch neue, wunderschöne Orte. Danach grillten meine Gasteltern und ich daheim auf der Terrasse und liessen bei einer gemeinsamen Tasse Tee das Jahr nochmal passieren.

 

Mit dem Einsteigen ins Flugzeug am Flughafen Arlanda war mein Austauschjahr jedoch noch gar nicht vorbei! Bei Berlin erwarteten über 100 Volunteers knapp 400 Austauschschüler aus ganz Europa, das YES-Camp sollte vier Tage lang eine Brücke schaffen zwischen Abschied und Heimkommen. Und das tat es, auf ganz wundersame Weise. Alle diese jungen Leute waren voller Erlebnissen, voller Ideen und konnten nicht warten, das allen und jedem mitzuteilen. Wer einmal gemeinsam am Mittagstisch sass, behandelte einander danach plötzlich wie beste Freunde, und wenn man sich dann später auf dem riesigen Campus über den Weg lief, wurde sofort ein langes Gespräch geführt und vielleicht gemeinsam die Bar oder den Strand besucht. Begegnungen von Menschen die z.B. von Bulgarien nach Estland und von Spanien nach Irland gereist sind, zeigten plötzlich unerwartete Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen Europas auf. Und das gleichzeitig die WM stattfand, war einfach herrlich. Fans aller Herren Länder, egal ob es das Herkunfts- oder Gastland war, fieberten mit und gegen Abend hörte man Gejohle aus den Public-Viewings. Diese Tage waren magisch.

 

Nun bin ich also wieder daheim. Ich geniesse es wieder, im Rhein schwimmen zu gehen, mit dem Fahrrad blitzschnell von Ort zu Ort zu kommen und beim Abendessen richtig gutes Brot und richtig „rässen“ Käse zu essen. Ich bin gern wieder daheim, aber irgendwodurch muss ich doch zugeben, auch Schweden ist mein Daheim.

Danke, für dieses tolle Jahr.

Summer break

Seit fast vier Wochen ist die Schule nun schon vorbei. Mein Austauschjahr endete aber nicht mit der Schule. 

Ich geniesse meine letzten Wochen hier mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden in vollen Zügen. Wir haben viele „Family Dinners“ bei denen all meine Geschwister nach Hause kommen und wir im Garten Grillieren etc.

Schwer vorzustellen, dass es nur gerade elf Monate her ist, seit ich so  viele „erste Male“ in meinem Austauschjahr erlebte. Nun ist es schon Zeit viele Erlebnisse mit dem „letzten Mal“ Stempel zu versehen.

Wenigstens einige Dinge sind immer noch zu finden die ich zum ersten Mal mache. Zum Beispiel war ich in Chicago mit meiner Gastfamilie. Wir besuchten das „Field Museum“, welches mit einem Naturhistorischen Museum zu vergleichen ist. Das Naturhistorische Museum Bern hätte neben diesem gigantischen Gebäude aber alt ausgesehen. Ganze Skelette von Tieren aus der Eiszeit und der Zeit der Dinosaurier führten uns auf eine Tour durch die Vergangenheit. Mumien aus dem alten Ägypten lagen nach hunderten und tausenden von Jahren immer noch ruhig in ihren Särgen, die wir mit entzücktem Blick begutachten konnten. Die verschiedensten Tiere von der Region, aber auch von der ganzen U.S. und ganz Amerika konnten besichtigt werden. Auch wenn ich mir sicher bin, dass wir dort bestimmt den ganzen Tag hätten verbringen können, verliessen wir am späten Nachmittag das Museum. Den Rest der Zeit wollten wir in der Millionenstadt selbst verbringen. 

Wir besuchten die weltberühmte Bean, in der sich die fantastischen Gebäude rundum spiegeln und stoppten auch an einem Steg, so dass wir die Skyline noch einmal betrachte konnten. Am Abend spazierten wir auf dem Navy Pier, einem weitbekanntem Steg mit grossartiger Aussicht.  Bevor wir die lange Autofahrt nach Hause antraten, stärkten wir uns noch mit einer Chicago Pizza. Diese ist sehr typisch und einzigartig und ähnelt mehr einer ganzen Pizzatorte anstatt nur einer dünnen Scheibe Pizza. 
Ausserdem besuchte ich in der letzten Woche ein Openair Konzert von Imagine Dragons in Noblesville, Indiana. Tausende Fans tanzten und sangen unter freiem Himmel zu der beliebten Band, während es langsam dunkel wurde.  

Ein anderes Highlight der Sommerferien war das Baseballgame der Indians. Ich hatte noch nie zuvor ein Baseballgame in real life gesehen. Obwohl die Indians verloren, war der Tag super.

Da sich meine Zeit in den USA dem Ende zuneigt, werde ich keine weiteren Blogs mehr posten. Vielen herzlichen Dank an all meine Leser. 

Falls du selbst darüber nachdenkst ein Austauschjahr zu machen kann ich dir nur auf den Weg geben, dass du definitiv etwas verpasst, wenn du dich dagegen entscheidest. Denn, auch wenn dass jetzt etwas kitschig und klischeehaft klingt, ein Austauschjahr ist wirklich ein Leben in einem Jahr und nicht nur ein Jahr im Leben.