YFU Switzerland

Ein abwechslungsreicher Sonntag (24. September)

你们好

 

Dieser Sonntag (24. September) war sehr vielfältig: Am Morgen waren wir am schulinternen “Art Festival”, am Mittag hatten wir Besuch und das “Znacht” war für mich speziell.

 

Am letzten Freitag bin ich ziemlich zufällig in ein Schülerorchester gerutscht und durfte dann gleich beim Auftritt am Sonntag am “Art Festival” mit dem Horn mitspielen. Während unser einziges Stück in der Probe am Freitag noch ziemlich abenteuerlich klang, war es beim Auftritt dank der Verstärkung von einigen Studenten gar nicht so schlecht. Anschliessend wurde ich gebeten, etwas auf Chinesisch zum Publikum zu sagen, zum Glück hatte dieses nicht allzu hohe Ansprüche. Nach unserem kurzen Auftritt gab es verschiedene Tänze zu sehen und Songs zu hören. Auch wenn das ganze Programm vielseitig war, fand ich die Dauer von über zwei Stunden etwas lange. Es war aber eine schöne Erfahrung!

 

Das Orchester, eine Tanzgruppe und das abschliessende Foto aller Teilnehmenden

 

Am Mittag kam ein Verwandter der Mutter zu Besuch, und wir gingen mit ihm auswärts “Hot-Pot” essen. “Hot-Pot” ist “unserem Fondue chinoise ähnlich – man sitzt an einem runden Tisch, und in der Mitte ist ein Topf mit einer kochenden Brühe. Die Brühe ist in einen scharfen und einen milden Teil zweigeteilt, worin man dann tellerweise Fleisch, aber auch Gemüse und Pilze, legt und kochen lässt. Ich bevorzuge die milde Brühe, denn die gekochten Stücke können vor dem Essen noch in eine Sauce gelegt werden, und zusammen mit der Sauce ist es für mich bereits genügend scharf.

 

 

Zum “Znacht” gab es zu Hause Krebse, und zwar kamen diese ganz auf den Tisch, man musste sie also noch auseinandernehmen. Für mich war es das erste mal, dass ich Krebse ass, und deswegen nicht gerade einfach. Zum Glück halfen mir die Eltern, denn wenn ich einmal essen konnte, fand ich das Krebsfleisch fein.

 

 

Das einzig negative an diesem Tag war aus meiner Sicht die abgelehnte Rentenreform. Ich stelle mich bereits darauf ein, gegen die Neuauflage der Altersvorsorge der politisch rechten Seite Unterschriften für das Referendum zu sammeln.

 

Ich hoffe, dass es hier in China so weitergeht – jetzt haben wir noch eine Woche Schule, und danach haben alle wegen dem chinesischen Nationalfeiertag eine Woche Ferien.

 

再见

Senior night

Das varsity team vor einem Spiel.

Senior night. Das Thema der gesamten letzten Woche. Jeder wusste Bescheid. Nun ja, jeder ausser mir. Ich wurde dann endlich am Mittwoch (der Tag an dem die senior night stattfinden sollte) auch noch informiert, was ziemlich praktisch war, da ich auch eine grosse Rolle bei der ganzen Prozedur spielen sollte.

Senior night ist eigentlich ziemlich simpel zu erklären. Es werden alle „seniors“, das heisst alle Schüler im zwölften und somit letzten Schuljahr der Highschool, von den Sportteams, in denen sie partizipiert haben, verabschiedet.

Je nach Sportart läuft sie wohl ein wenig anders ab, darüber kann ich euch jetzt jedoch noch nicht informieren, weil ich selbst nicht wirklich Bescheid weiss, deswegen werde ich euch jetzt einfach mal von meinen Erfahrungen aus dem Fussballteam berichten.

Ein Foto von einer meiner Mannschaftskamaradinnen, welches ich bei einem vorherigen Spiel geschossen habe.

Die senior night fand zwischen dem junior varsity (jv- und dem varsity Spiel statt. Ich musste während dem ersten Spiel noch schnell ein Formular ausfüllen mit einigen Informationen über mich, wie zum Beispiel meine schönste Erinnerung im Team oder meine Pläne für die Zukunft. Die Informationen wurden dann von einem Moderator über den ganzen Platz verkündet, während ich von einigen aus meinem Team, die nicht in ihrem letzten Jahr sind, über das Spielfeld begleitet wurde, zwischen den anderen Teammitgliedern, die Spalier standen hindurch bis vor die Tribüne, die an diesem Abend vor lauter Leuten beinahe zu überquellen schien.

Geschenke meiner Gastfamilie anlässlich der senior night.

Vorne angekommen standen meine Gasteltern, die mich mit einem strahlenden Lächeln und einem Haufen Geschenke erwarteten und der Coach, der natürlich auch auf das Foto gehörte. Als alle seniors in diesem Rahmen verabschiedet worden waren, wurde noch schnell ein Shooting mit allen seniors abgehalten und wenig später ertönte auch schon der Anpfiff zum varsity game.

Es verbleiben nun noch drei Spiele  und dann ist die Fussballsaison auch schon vorbei und die Wintersportarten fangen an.

Ich hatte rückblickend eine tolle Saison in einem sehr toleranten und aufgeschlossenen Team, wofür ich sehr dankbar bin. Auch meine Trainer waren vorallem anfangs, als ich manchmal noch Mühe hatte den Ablauf der Übungen von Anfang an zu verstehen, sehr geduldig mit mit und haben mich während der gesamten Saison immer bestmöglichst involviert.

 

 

 

Angekommen!

Hola! 

Richtig gelesen, Hola, nicht Hej – wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hatte YFU Schweden Probleme, Gastfamilien finden und mir wurde die Wahl zwischen einen weiteren Monat warten, zu Hause bleiben, nach Lettland gehen und nach Argentinien gehen angeboten, und weil mir Südamerika schon bei der ursprünglichen Wahl gefiel, nahm ich eine Woche später ein Flugzeug nach London – Buenos Aires und nach einem zweitägigen Aufenthalt eines nach Jujuy, wo ich jetzt seit einer Woche bei der Gastfamilie bin. 

 

 

In Buenos Aires angekommen, war ich sehr froh, als ich die YFU – Freiwillige sah, die mich abholte. Es war etwa acht Uhr morgens und ich war überrascht, dass es kälter war als in der Schweiz (da hier gerade der Frühling beginnt, da Argentinien auf der anderen Seite des Äquators liegt). Die Zeit bis Dienstagabend verbrachte ich mit einer Einführung, mehreren Führungen durch Buenos Aires von Leuten, die im YFU Argentinien-Büro arbeiten, einer Nacht bei einem Freiwilligen aus Dänemark, der ein Praktikum bei YFU Argentinien macht und vielen offenen und netten Menschen.

Auf dem Weg zum Flughafen erklärte mir jemand, dass das Gewässer, das ich die ganze Zeit sah, gar nicht Meer, sondern ein unheimlich breiter Fluss names Rio de la Plata war.

Als wir über ihn flogen, sah man beide Ufer, eines argentinisch (rechts im Bild), eines uruguayisch (links im Bild).

In San Salvador de Jujuy gelandet, erwartete mich die Gastfamilie mit einem Kamerablitzhagel – kein Foto war gut, da es ein Uhr in der Nacht war (sechs Uhr schweizer Zeit) und ich dementsprechend aussah.

Am nächsten Tag nahm mich Eliana, meine Gastschwester, in ihre Schule, wo wir beim Bau des Carruajes halfen, nachdem ich und besonders meine blauen Augen und helle(re)n Haare gründlich beäugt wurden.

Dieses Gefährt wird an einem Umzug zur Feier der Schülerwoche teilnehmen, eine Art Feiertagswoche, an so einen wir am Tag darauf gingen. Jede der 67 Schulen baute so einen Carruaje (kleinste Kategorie), eine Carosa (mittel) oder eine Tecnica (die Grössten, mit sich bewegenden Objekten).

 Die Carruaje der Schule meiner Gastschwester

  Ich und Eliana in den Zelten mit den Gefährten

  

Jede Schule führt einen Schönheitswettbewerb durch, bei dem die drei Gewinnerinnen (die Grössten mit den/r hellsten Haaren & Haut) auf dem Gefährt sitzen dürfen

              

  

 

Hier ein paar weitere Eindrücke von Jujuy:

 

 

Der Becher ist für Mate, einer Art Tee (in die ich mich sofort verliebt habe), bei der man den Becher füllt mit Teeblättern und ein wenig Zucker, Wasser darübergiesst und ihn mit einem speziellen Strohhalm trinkt – bis jetzt habe ich täglich mindestens einmal Mate getrunken.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Erster Eindruck von Argentinien: Gefällt mir!

No Title

Tropf, Tropf, Tropf,
In der Bretagne regnet es oft.
Irgendwie ist das aber etwas, dass mir gefällt,
dieses Wasser, das vom Himmel fällt…
Das Essen ist auch sehr lecker,
besonders die Croissants, frisch vom Bäcker.
Hier gibt es  fast keine Baustellen,
die werden mir an der Schweiz bestimmt nicht fehlen!
Und es gibt ein schönes Meer,
ich muss wirklich sagen, die Bretagne gefällt mir sehr!

 

Bonjour,
Ich bin jetzt schon zwei Wochen von Zuhause weg und habe hier eigentlich schon ein neues Zuhause gefunden.

In der Schule habe ich in Fächern wie Geschichte oder Französisch noch Schwierigkeiten zu folgen, vor allem, weil die Lehrer hier meistens einfach diktieren was die Schüler aufschreiben müssen und man fast nie Arbeitsblätter bekommt. In Englisch und Spanisch habe ich allerdings keine Probleme, denn ich habe festgestellt, dass die Franzosen nicht gerade die Besten darin sind. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass die Lehrer hier eigentlich mehr Französisch sprechen als Englisch oder Spanisch… Mein Gehirn ist allerdings manchmal ein bisschen verwirrt, wenn es abwechslungsweise mit französischen und englischen Wörtern gefüllt wird und eigentlich Deutsch denken möchte.??

Im Grossen und Ganzen finde ich meine Schule aber super und ich habe schon viele nette Leute kennengelernt. Ich habe auch ein paar coole Fächer, die ich in der Schweiz nicht habe: Eines dieser Fächer ist ”sciences economiques et sociales” in dem man zum Beispiel darüber redet, dass es doch unfair ist, dass die meisten Familien in Frankreich mehrere Autos besitzen und in anderen Ländern die Leute nicht mal genügend zu essen haben. Ein anderes Fach, dass ich in der Schweiz nicht habe ist ”enseignement  moral et civiques” und in diesem Fach machen wir vor allem Diskussionen.

 In meiner Gastfamilie fühle ich mich wohl und wir können viel zusammen Lachen! In dem Dorf, in dem ich wohne hat es auch einen kleinen See an dem wir manchmal mit dem Hund spazieren gehen.  Und gerade gegenüber von mir liegt die Bibliothek, dass ist echt super! Auch wenn viele französische Bücher noch ein wenig schwierig sind.. 
Hier kommen noch ein paar Fotos:


Hier seht ihr  den kleinen See in meinem Dorf

 


Hier seht ihr ein typisches Menu in der ”cantine”.
Ich habe allerdings kein ”entrée”, keine Vorspeise
und kein ”Käse” genommen. Die Franzosen essen
wirklich viel, aber auch gut!??


Hier seht ihr das Meer!??

A bientôt,

Flois

 

 

 

 

Was Kunst und Geschichts liebende und  Herzen höher schlagen lässt

Ein Gewächshaus auf dem Messegelände.

Letztes Wochenende hat Angela, eine Freundin der Familie, Matilde und mich eingeladen, um mit ihr und ihrer Familie an eine Kunstausstellung nach Indianapolis zu gehen. Die Messe war sehr eindrücklich, da an den meisten Ständen die Künstler auch gerade selber verkauften. Von Gemälden,  über Fotos bis zu Schmuck , Tanz und Musik war alles vertreten. Die Messe fand unter freiem Himmel, in so etwas wie einem riesigen Park statt. Genauer gesagt wird der Park aber als Garten bezeichnet und gehört zum Lilly House, einer 22-räumigen Villa, welche einmal J.K. Lilly Jr., einem berühmten Geschäftsmann, gehört hatte und heute als Kunstmuseum verwendet wird.

Die Küche im Lilly house.

Wir hatten die Möglichkeit das Haus zu besichtigen und wurden definitiv nicht enttäuscht.

Wenn wir nun schon bei vornehmen Häusern aus anderen Zeiten sind, wäre jetzt ein toller Zeitpunkt um euch von diesem Wochenende zu erzählen. Ich hatte nämlich am Samstag ein Meeting mit anderen Austauschschülern aus meiner Region und Leuten von YFU. Es ging vor allem darum sich über Probleme im Austauschjahr auszutauschen. Ich lernte Austauschschüler aus den unterschiedlichsten Ländern wie etwas Süd Korea, Thailand, Spanien und viele andere kennen und konnte mich mit ihnen austauschen.

YFU USA hat unser Treffen in einer Scheune neben der berühmten „Road 40“ organisiert und bot uns damit auch noch gerade einen Einblick in ein geschichtsträchtiges Gasthaus, welches direkt neben der Scheune steht und im 19. Jahrhundert im Gegenteil zu heutzutage weit und breit das einzige Haus an der „Country road“ war.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt was denn so besonders an der „road 40“ ist oder in dieser Zeit war. Sie geht durch den ganzen Staat Indiana und so weiter, aber das schaut ihr euch am besten gleich selber auf dieser Karte an. Mehr Infos findet ihr unter https://en.wikipedia.org/wiki/U.S._Route_40 .

Ein Plan von der Strasse, welcher im Gasthaus ausgestellt war.

Und das Haus von dem ich vorhin gesprochen habe, war logischerweise dann ziemlich beliebt für Reisende auf dieser Strasse, da sonst wieder ziemlich lange nichts mehr kam.