YFU Switzerland

Josi, USA 1987/88

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

per Flug (Zuerich – Paris, Paris – New York, New York – Seattle, mit der nunmehr nicht mehr existenten TWA)

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?

Ich war sehr muede und “overwhelmed” und wohl auch “scared”

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?

Ich hatte viele eindrueckliche Erlebnisse, aber das Eindruecklichste war wohl als ich zum ersten Mal den Mount Rainier sah. Sogar als Schweizer kann ein Berg entzuecken.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während dem Austauschjahr?

Wir haben uns gegenseitig ca. jede 2. Woche telefoniert. Briefe habe ich wenige geschickt. Email war noch nicht existent.

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?

Ja, wir besuchen meine Gastfamilie ein- bis zweimal pro Jahr. Abgesehen von Familienfreunden bin ich mit niemandem mehr in Kontakt.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Ich habe fast jede Sportart betrieben, die moeglich war. Im Speziellen habe ich Eishockey gespielt und war jedes zweite Wochenende in Kanada fuer Spiele. Die Schule hat mich durch die Woche vom Morgen bis am Nachmittag um ca. 16:00h beschaeftigt. Das war wohl gut so, konnte somit nicht zuviele Dummheiten anstellen.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

Der kalte Krieg war immer noch in vollem Gang. Sonst kann ich mich nur noch an Sportereignisse, die einen sehr hohen Stellenwert hatten, erinnern.

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

Seit meinem Austauschjahr habe ich eine spezielle Beziehung zu den USA. Das Land der unendlichen Moeglichkeiten zeigte sich oft als Land der “falschen” Moral und Heuchelei. Gleichwohl liebe ich die USA, bin aber froh, nicht Amerikaner zu sein. Richtig in eine (oder mehrere) Person habe ich mich nicht verliebt. Und ins Essen schon gar nicht. Das einzige gute Essen ist mexikanisch oder asiatisch.

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

Das Austauschjahr war wohl eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste, Jahr in meinem Leben. Ich habe mich, meine Familie und Freunde besser kennengelernt. Die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, sind unbezahlbar. Auch ist das Austauschjahr sicherlich ein Grund, warum wir heute in Nordamerika leben. Die beste Entscheidung in meinem Leben, auch wenn sie hart erarbeitet werden musste!

Sigrid, China 2009/2010

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

Ich sollte von Zürich nach Kopenhagen und von dort nach Peking fliegen. Jedoch stellte sich am Zürcher Flughafen zu meinem großen Schrecken heraus, dass der Flug nach Kopenhagen gestrichen war! Mir erschien das als ein ungünstiger Start ins Austauschjahr, aber es war dann möglich, statt über Kopenhagen über Frankfurt zu fliegen. So kam ich dann problemlos, müde und erleichtert am Pekinger Flughafen an. Das Ankommen in Peking war ein sehr wichtiger Moment für mich, weil man gleich sah, wie anders alles war, wie chinesisch, und überall waren unverständliche Schriftzeichen und Asiaten. Ich fühlte mich für mich selbst und für das kommende Jahr verantwortlich, ich fühlte mich wie vor einem leeren Blatt Papier, und ich konnte kaum erwarten, dass das Blatt gefüllt wurde.

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?

Er war herzlich. Ich dachte, ich würde in Anshan wohnen und war dann überrascht, dass meine Gastfamilie und ich eine Stunde lang in einem Taxi saßen und in ein kleines Dorf namens Nantai fuhren, wo ich wohnen sollte. Es war eine schöne Taxifahrt. Meine Gastfamilie schenkte mir zur Begrüßung Blumen, und ich habe es mit meinen kaum vorhandenen Chinesischkenntnissen gerade so geschafft, mich für sie zu bedanken. Die Kommunikation war wahnsinnig schwierig, aber alle waren bemüht, und ich hatte sehr schnell das Gefühl, an diesem Ort zumindest ein bisschen zu Hause zu sein, auch wenn ich vier Monate später die Gastfamilie wechseln sollte.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?

Es gibt nicht ein Erlebnis, das in meiner Erinnerung besonders hervorsticht, sondern es gibt viele. Ein eindrückliches Erlebnis war, als ich mir gegen Ende des Jahres einen amerikanischen Film ansah. Da ich vor meinem Aufenthalt in China nicht so viele Asiaten gesehen hatte, sahen sie für mich anfangs alle ähnlich aus. Aber als ich nach einem Jahr in China diesen amerikanischen Film sah, fand ich plötzlich, dass im Gegenteil alle Westler genau gleich aussahen. Ich war überhaupt nicht mehr in der Lage, die Personen, die in dem Film vorkamen, voneinander zu unterscheiden. Auch verlernte ich, mit Gabel und Messer zu essen. Das war sehr erstaunlich für mich, dass Dinge, von denen man denkt, dass sie so eingeprägt, so elementar sind, es plötzlich doch nicht mehr sind.

Bei meinem Rückflug von China flog ich tatsächlich über Kopenhagen. Ich verließ das Flugzeug, mit dem ich von Peking gekommen war, und war am Kopenhagener Flughafen, und Europa schwappte mir wie eine Welle entgegen. Ich konnte nicht fassen, wie unglaublich europäisch alles war – der Holzfußboden, ein Gefühl von Gemütlichkeit und Heimeligkeit, die Frisuren der Menschen, die Art, wie sie gingen und sprachen und einander begegneten. Nie habe ich Europa, meine Heimat, so intensiv und bewusst wahrgenommen wie in diesem Moment. Ich bin Österreicherin, wohne in der Schweiz und gehe in Deutschland in die Schule. Aber dieser Moment am Kopenhagener Flughafen machte mir klar, dass ich in erster Linie nicht einem bestimmten Land, sondern Europa zugehörig bin.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während des Austauschjahres?

In manchen Phasen hatten wir viel Kontakt und in anderen weniger. Wir schrieben emails, und wenn ich Schwierigkeiten hatte, wir schön länger nicht mehr miteinander geredet hatten oder an Feierlichkeiten wie Weihnachten, riefen sie mich auf dem Handy an (ich konnte mit meinem chinesischen Handy niemanden außerhalb Chinas anrufen).

Gegen Ende des Austauschjahres, im Mai, kamen meine Eltern und mein kleiner Bruder mich besuchen. Sie machten eine Chinareise und blieben ein paar Tage bei mir stehen, und ich zeigte ihnen meine Schule, mein Zuhause, meine Orte. Das war schön, weil ein Kreis sich schloss, und weil ich Dinge, die für mich mittlerweile selbstverständlich waren, mit ihnen teilen konnte.

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?

Ja, zum Glück! Besonders verbunden fühle ich mich den drei anderen Austauschschülern, mit denen ich in China zusammen auf der Schule war. Wir meisterten China zusammen, wir halfen und verstanden einander und gaben uns Halt. Wir waren eine dysfunktionale, aber enge Familie, wir erschufen unseren eigenen kleinen Raum, und in diesem Raum waren wir sehr frei, sehr losgelöst.

Es ist ein bisschen schwierig, mit Chinesen in Kontakt zu bleiben – viele meiner Klassenkameraden haben keine email-Adresse, und sie sind alle so beschäftigt, wie wir es uns als Europäer kaum vorstellen können. Aber vor allem mit einer chinesischen Freundin habe ich noch regelmäßig Kontakt, wir schreiben emails und Briefe und SMS, schicken uns Päckchen, telefonieren. Ich hoffe sehr, dass sie mich eines Tages besuchen kommen kann.
Ich merke auch, dass mir mein Chinajahr erleichtert hat, jetzt, zurück in der Schweiz, Freunde zu finden. Oft sehe ich irgendwo Chinesen, spreche sie an, treffe sie zum Kaffee. Weil nicht so viele Leute hier Chinesisch sprechen oder in China gelebt haben, besteht zwischen all denen, auf die das zutrifft, sehr schnell ein Gefühl gegenseitigen Verständnisses.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Hauptsächlich lernte ich Chinesisch, was zeitaufwändig war und mir Spaß gemacht hat. Die anderen Austauschschüler (aus Ecuador, Thailand und Berlin) und ich gingen oft in unserem Lieblingseinkaufszentrum Eislaufen, was eigentlich huabing heißt, wir aber immer „huahuabingzi“ nannten. Manchmal bekamen wir in der Schule auch klassisch-chinesischen Malunterricht und durften uns ein bisschen an Kalligraphie versuchen.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

Von Nachrichten bekam ich nicht viel mit. Die Schüler an meiner Schule hatten von 6:00 bis 20:00 (manchmal auch 22:00) Uhr Unterricht, von Montag bis Sonntag, und mussten in der Schule übernachten. Daher hatten sie nicht viel Zeit, sich mit Nachrichten zu beschäftigen, und bei meiner Gastfamilie liefen auf dem Fernseher immer kommunistisch-propagandistische Militärsoaps, in denen tapfere Chinesen gegen blutrünstige Japaner kämpften. Sicher gab es in dem Jahr Themen, die China beschäftigten, aber bis zu uns in den provinziellen Nordosten scheinen sie nicht vorgedrungen zu sein. Man kann sich in China schon sehr weit weg von allem vorkommen.

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

In Lärm, in Dreck, in Unperfektes. In Xiaolu Guos Roman 20 Fragments of a Ravenous Youth, der von einer 17-jährigen Bauerntochter namens Fenfang und ihrem neuen Leben in Beijing erzählt und den ich in China las, kehrt Fenfang am Chinesischen Neujahr zu ihren Eltern aufs Land zurück. Dort sieht sie aus dem Fenster und denkt: „I suddenly missed the cruel Beijing life. I missed my insecurity. I missed my unknown and dangerous future. Heavenly Bastard in the Sky, I missed the sharp edges of my life.“ So fühle ich mich bezüglich China. In diese scharfen Kanten, und in die Intensität, die sie hervorrufen, verliebte ich mich.

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

Ich brauche Lärm. In China war es immer so unglaublich laut; es war kein von Autos, sondern ein von Menschen produzierter Lärm – Gekeife, Geschreie, Gezetere. Die ersten paar Monate konnte ich kaum schlafen. Aber jetzt brauche ich Lärm, und diese undurchdringliche Ruhe in der Schweiz verunsichert mich.

China ist immer anwesend für mich. Völlig zusammenhanglos erinnere ich mich plötzlich an ein Gesicht, ein Gewürz, eine Stimmung oder eine Aussage. Mein Austauschjahr fühlt sich für mich noch längst nicht abgeschlossen an, weil ich immer weiter daran anknüpfe.

Die Nachrichten, Zeitungen, unser Geschichtsunterricht, sind voll von China. Ich ging nach China, weil China immer so riesig wirkte, so vage, so schwer erfassbar. Jetzt denke ich bei China nicht mehr an die Verbotene Stadt, Süß-Sauer-Sauce (die ich im ganzen Jahr kein einziges Mal sah) oder wirtschaftlichen Aufschwung, sondern ich denke an Konkretes, Vertrautes. Ich denke daran, dass ich immer zur gleichen jungen Frau ging, um mir für umgerechnet 70 Rappen eine Maniküre machen zu lassen, und wie sie mir einmal Ohrringe schenkte und wie sehr mich das freute. Daran, wie ich mit meiner Gastfamilie jiaozi (gefüllte Teigtaschen) machte und sie mich zuerst auslachten, weil ich es nicht ganz auf die Reihe kriegte, und nach einiger Zeit lachten sie mich dann nicht mehr aus. Ich denke an die Großeltern, die ohne Toilette auf dem Land lebten, an den immergrauen Himmel, an den Sportunterricht mit meinen Mitschülern, bei dem alle lustlos und synchron in der Gegend herumhüpften.

China ist jetzt also sehr greifbar und ummittelbar für mich. Und ich freue mich über die Demokratie hier. Nicht jede zweite Website ist hier gesperrt und es werden einem nicht plötzlich an den Haaren herbeigezogene Dinge verboten, wie z.B. sich auf eine Bank zu setzen.

Doch ich musste mich, um mich an China zu gewöhnen, vom Westen distanzieren, und diese Distanz konnte auch nach meiner Rückkehr in die Schweiz nicht ganz überbrückt werden. Ich fühle mich sowohl dem Osten als auch dem Westen verbunden und verpflichtet, von beiden Orten bin ich geprägt, aber weder dem einen noch dem anderen kann ich vorbehaltlos und allumfassend zustimmen.

Hast du nach deiner Rückkehr als YFU-Volunteer gearbeitet? Wie lange? In welchen Positionen?

Seit ein paar Monaten arbeite ich als Volunteer. Bis jetzt habe ich erst Interviews durchgeführt und China am Choose Your Country Day vorgestellt, aber ich hoffe, in der Zukunft noch mehr tun zu können. Wenn man andere Austauschschüler trifft, hat man manchmal das Gefühl, dass es kaum einen Unterschied macht, an was für einem Ort man war, weil viel Erfahrungen so universell sind. Gleichzeitig kann man seine eigenen, länderspezifischen Geschichtchen mit den anderen teilen, und das ist sehr schön.

Platz für deine Bemerkungen oder spannenden Geschichten aus dem Austauschjahr:

Algensalat mit meiner Familie. Danach gurken wir in einem Bus durch die Landschaft auf dem Weg zu den Großeltern in ihr winziges Dorf. Dort vermisse ich die Zivilisation, fühle mich China gleichzeitig aber auch näher als sonst. Ich laufe durch die Gegend und alles ist grau und kahl und schön. Nachts schlafen wir alle gemeinsam auf dem kang, einer Art Bett, geheizt und steinhart, und die ganze Zeit bin ich seltsam gerührt, weil das ein China ist, das ich anders nie kennengelernt hätte. Und es ist ein China, das bleiben wird, egal wie viele Häuser in dem Land abgerissen und neu gebaut werden.

Adrien, Estonie 2010/2011

Comment es-tu entré/e dans dans cette aventure?

J’avais reçu des guides de voyage sur l’Estonie que j’avais lu de bout-en-bout et j’avais aussi tenté d’apprendre quelques mots en estonien grâce à un tout petit dictionnaire estonien-français que j’avais miraculeusement trouvé! Mais je n’avais pas appris grand chose et c’est en sachant dire ”bonjour”, ”merci” et ”au revoir” que je me suis envolé vers le petit pays Balte! C’est drôle, quand je relis les mots que j’avais vainement tenté d’apprendre avant de partir et qui me paraissaient si dure à prononcer, ils sont si simple et évident aujourd’hui!

Comment s’est passé l’accueil dans ta famille (d’accueil)?

Ce fut tout simplement génial! Durant toute la durée de l’année, on a passé de merveilleux moment de partage, on passait de soirée entière à table à discuter des différences entre nos deux clutures et ce qui les rapprochaient ou à apprendre la langue de l’autre! Le fait que je parle estonien aujourd’hui, je le leur doit entièrement, tout comme eux-même savent à présent quelques mots de français (qui sonnent si joli avec leur accent!).
Maintenant que je suis rentré en Suisse, on a encore des contactes par e-mails ou par lettre. C’est toujours un si grand plaisir de reçevoir des nouvelles de ce lointain pays balte!

Quelle était ton aventure/ton expérience la plus impressionnante ?

Comme l’Estonie se trouve très au Nord, il y a une grande différences entre les jours et les nuits que l’on soit en hiver ou en été. Et le 23-24 juin, durant la nuit la plus courte de l’année, les Estoniens fêtent ce qu’ils appellent ”Jaanipäev”. Autour d’un immense bûcher, ils dansent, parlent font des jeux durant toute cette nuit qui ne vient finalement jamais, pour continuer directement avec le jour suivant… Et cette fête fut vraiment un souvenir fabuleux, que je me suis promis de fêter avec eux en Estonie l’année prochaine!

Combien de fois et de quelle manière avais-tu contact avec ta famille biologique pendant ton année d’échange?

On avait établit une sorte de code qui établissait qu’on se téléphonait un fois tout les trois semaines. Cela suffisait à se donner des nouvelles sans toute fois tomber dépendant de cette connexion.
On a utilisé Skype seulement deux ou trois fois par année avec toute la famille réunis, moment de rigolade intense, quand chacun se mettait à faire défiler toute sorte d’objet devant la webcam!

As-tu encore des amis d’avant ton année d’échange?

Oui, la plupart sont resté aussi proches qu’avant, bien que quelques uns me soit aujourd’hui plus éloigné. J’ai intégré le même cercle d’amis, bien que celui-ci ait beaucoup changé et évolué durant l’année d’échange, et je m’y sens aujourd’hui parfaitement réintégré!

Comment as-tu passé ton temps pendant l’année d’échange ? Avais-tu un hobby spécial ou une branche scolaire spéciale?

J’étais partit du principe que du moment que je partais pour une année hors du commun, il fallait que j’essaye le plus de chose différent de ce que je faisait en Suisse. J’ai donc testé plusieurs hobby différents, que ce soit dans un groupe (un peu étrange, je dois bien l’avouer) qui se spécialisait dans le jonglage du feu (je fais du cirque en Suisse depuis 10 ans), dans un groupe de danseur de rue (plus jamais de la vie :-)) ou dans le ski de font (à -30 degrés, c’est unique!)! Mais après avoir vus beaucoup de chose, je me suis finalement lançé dans la photographie. J’habitais en pleine campagne l’Estonie est un pays juste magnifique, avec ses lacs, ses immenses arbres qui tendent si loin vers le ciel, sa Mer Baltique hypnotique… Bref, c’était un merveilleux sujet et je ne me lassais pas d’y faire de grande ballade, appareil photo en main!

Quel thème national/international ton pays d’accueil a-t-il spécialement abordé pendant l’année d’échange?

Tout les quatre ans, les Estoniens organisent un immense festival de chant appelé ”Laulupidu” et il s’est trouvé que cette année-là, il était au programme! Réunissant des millier de personne dans une place construite exprès pour ça, la plupart des chants se chantent d’une seul et même voix. C’est pour cela que toutes les chorales et habitants s’entraînent à chanter ces chants pour cette occasion! Ces chants ont donc accompagné mon année d’échange et c’est avec grand plaisir que je les écoute encore aujourd’hui.

Main sur le coeur: Est-ce que tu es tombé/e amoureux/euse de ton année d’échange? De ton pays d’accueil ? de la nourriture ? ou d’une personne ? Qu’est-ce qu’il en est devenu?

Je suis tombé amoureux de la liberté et de l’indépendance dont je jouissais en Estonie. Ma famille n’était pas du genre à mettre beaucoup de limite et comme je n’avais pas de devoirs à faire à l’école, je pouvais disposé de mon temps libre comme je l’entendais.

Une autre liberté que j’ai énormément apprécié est celle d’arriver dans le pays et de pouvoir tout recommencer à notre guise. Ne connaissant personne, personne ne me connaissant, je pouvais tout redécouvrir et construire ainsi sa vie, jour après jour… liberté qui s’est évidemment estompé à fure et à mesure que l’année d’échange se poursuivait et que je connaissais de mieux en mieux mon environnement. Mais c’est avec fiérté qu’on l’a voit disparaître, car ça prouve que l’on avance!

Comment ton année d’échange a-t-elle influencée ta vie d’aujourd’hui?

Comme cela fait à peine une demi-année que je suis revenus, j’ai l’impression que mon année d’échange est présente dans chacun de mes pas. J’ai le sentiment que tout à changé depuis que je suis revenus, que j’ai ouvert les yeux sur un monde qui m’était avant obscurcit par je ne sais quelle méconnaissance. Je me sens aujourd’hui beaucoup plus sûr de moi, beaucoup moins étouffé par la peur de ce que les autres pensent de moi, beaucoup plus”moi”… Bref: MERCI YFU!

As-tu travaillé en tant que volontaire de YFU après ton retour ? Combien de temps ? à quel poste ?

Oui, à quelques occasions. J’ai interviewé une fille qui part aux USA et ce fut une intéressante expérience, surtout que le deuxième interviewer, était celui qui avait mené mon interwiev l’année d’avant! Ca a fait remonter bien des souvenirs!

Sinon, il y avait le ”Choose Your Country Day” à Lausanne et j’y ait participé pour présenter l’Europe. Ce fut une chouette journée, bien que l’envie de retourner en Estonie était plus présent que jamais, à force d’entendre parler YFU!

Je le dis et redis: Partir en Estonie durant une année a été la meilleur décision que j’ai eu à prendre de ma vie jusqu’à présent!

Nathalie, Ungarn 2000/2001

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

Mit der ungarischen Fluggesellschaft Malev ging die Reise von Flughafen Kloten los. Mit 20 kg Gepäck und einem Bündel ungarischer Wörterlisten (wie vor einer Prüfung versuchte ich mir vor der Ankunft noch ein paar Floskeln einzuprägen) flog ich über über den Voralberg, über Linz, Wien, bis zum Plattensee nach Budapest. In Luftlinie gemessen waren dies 790,397 km. Ich freute mich sehr auf den Wilden Osten, dessen Anziehungskraft ausser in meiner kleinen Umgebung ausser mir niemand verspürte.  „Warum gehst Du nicht nach Amerika? “In Australien würdest Du wenigstens Englisch lernen…“ Viel lieber wollte ich aber eine Sprache lernen, von der man sagt, dass ihr sogar der Teufel grossen Respekt entgegen bringt.

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?

In Ungarn waren Ende August immer noch Schulferien, und meine Gasteltern verbrachten die letzten Hundstage auf einer kleinen Donauinsel, unweit von Szentendre, einer kleinen Künstlerstadt, welche für ein Jahr mein neues zu Hause wurde.

Der Empfang war herzlich: Meine Gasteltern boten mir ein kühles Getränk an, und führten mich um die Insel. Meine kleine Gastschwester, Eva, nahm mich am Arm und führte mich, als wäre ich nun ihren „Freitag“, zu Sandbänken und Badestellen. Sie nannte mich „Natty“, ein Kosenamen, welcher im Laufe des Austauschjahres mein neuer Rufnamen werden sollte.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?

In Erinnerung geblieben ist mir beispielsweise der YFU-Ausflug nach Debrecen, in die zweitgrösste Stadt Ungarns, die nicht weit von der rumänischen Grenze liegt. Die Austauschschüler waren bei einer ungarischen Familie, deren Tochter ein Austauschjahr in Deutschland verbracht hatte, zu einem Mittagessen eingeladen worden.

An die Behausung kann ich mich gut erinnern: Der Boden im Eingang war nur gestampfte Erde und die Kinder sprangen barfuss herum. In der Luft hing der Geruch von Armut und die Möbilierung des Hauses war spärlich. Am Haus fuhren Pferd und Wagen vorbei, Zigeunerkinder waren die Könige der Strasse. Wir assen eine kalte Fruchtsuppe. Man erzählte sich von den ersten Eindrücken Ungarns während der erste Monaten. Bei der Rückkehr nach Budapest dachten wir wohl alle dasselbe: Privilegiert zu sein, in der Landeshauptstadt oder im Westen Ungarns zu leben.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während dem Austauschjahr?

Schon vor meiner Abreise nach Ungarn hatte ich mit meinen Eltern vereinbart, den Kontakt möglichst a minima zu halten. Es war im Interesse beider Seiten, der neuen Herausforderung des Getrenntseins zu begegnen. Der monatliche Austausch reduzierte sich auf Emailkorrespondenz und Briefverkehr. Zu Weihnachten schickten wir uns Geschenke. Weihnachtsguetzli aus Solothurn – und „Szaloncukor“ aus Szentendre (in Glitzerpapier eingewickelte Schokoladebonbons, welche man in Ungarn an den Weihnachtsbaum hängt).

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?

Erstaunlicherweise blieben die Kontakte sehr gut aufrecht erhalten. Zum einen gab es ungarische Schulfreunde, die mir nach dem Austauschjahr weiterhin treu blieben, zum anderen habe ich über die Social Networks in „Vergessenheit geratene Freunde“ wieder gefunden und kontaktiert.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Ungarn gehörte zu denjenigen Gastländern, welche den Austauschstudenten ein Förderungsprogramm in Musik anbieten konnte.  Als passionierte Cellistin erhielt ich in Ungarn die einmalige Chance, nebst des obligatorischen Schulunterrichts, eine erstklassige musikalische Ausbildung zu erhalten. An der Musikschule in Szentendre nahm ich Cellostunden. Für den Solfègeunterricht fuhr ich 2x wöchentlich nach Budapest, wo auf Prüfungen gedrillt wurde. Auch wenn ich zeitweise,- entmutigt durch den Vergleich mit den viel jüngeren, hochambitionierten Musiktalente meiner Klasse – das Cellospiel am liebsten aufgegeben hätte, so war es dennoch ein leidenschaftliches Hobby, welches, war die kleine Frustration einmal überwunden, mich immer mehr in seinen Bann zog.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

Zur Zeit als ich im Austausch war, stand bereits Viktor Orbán (1998-2002), der heutige Regierungschef Ungarns, an der Spitze des Landes.Meine Gasteltern waren sehr unzufrieden mit seiner Politik. Zum Glück wussten sie damals noch nicht, dass er acht Jahre später wieder im Amt sein sollte.

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

Hungarian Love – ein Phänomen, das alle möglichen Bereiche betraf. Durch die Liebe zur Sprache entwickelte ich auch eine tiefe Liebe zur Kultur und zu den ungarischen Menschen. Ich war verrückt nach ihren Wörtern, zum Beispiel nach dem „jó” (zu Deutsch: gut), das wie das schweizerdeutsche jo – ja tönte.

Ich beneidete die Ungarn um ihr tiefes Geschichtsbewusstsein. Sie wussten einfach alles über ihr Land. Jahreszahlen, Heldengeschichten, Opferzahlen und Niederlagen, und es gab immer gleich zwei Versionen davon. Eine offizielle und eine inoffizielle.

Die Ungarn waren aber auch sehr bewandt in Geschichte anderer Nationen. Der Entstehungsmythos der Schweiz hat mir ein ungarischer Mitschüler erzählt. Er schilderte mir die Heldentat von Wilhelm Tell in einer solchen Detailtreue, als ob er beim Apfelschuss selber dabei gewesen wäre.

Meine Liebe zu diesem Land war und ist einfach allumfassend und ich betrachte Budapest noch heute als meine 2. Heimat.

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

Das Austauschjahr in Ungarn war für meine spätere berufliche und private Weiterentwicklung richtungsweisend. Es war meine eigentliche erste „internationale“ Erfahrung. Durch regelmässigen und engen Kontakt zu den anderen Austauschschülern, aber auch zu Ungarn und den Menschen vor Ort erwachte meine Neugierde für fremde Sprachen und Kulturen.

Nach der Matura studierte ich an der Universität Basel „Osteuropastudien“ und lernte zusätzlich zum Ungarisch auch noch Russisch. Meine Seminararbeiten widmeten sich politischen Fragestellungen zu Ungarn. Zum Zwecke von Forschungsarbeiten verbrachte ich jeweils einige Wochen pro Jahr in Budapest.

Heute stehe ich kurz vor dem Eintritt in den diplomatischen Dienst und bin überzeugt, dass das Austauschjahr die Weichen für diesen beruflichen Werdegang gestellt hat. Meine Wunschdestination als Diplomatin? Natürlich Osteuropa.

Hast du nach deiner Rückkehr als YFU-Volunteer gearbeitet? Wie lange? In welchen Positionen?

Nach meiner Rückkehr aus Ungarn habe ich bei YFU vorerst „pausiert“. Erst mit der Aufnahme meines Studiums begann ich mich wieder für YFU zu engagieren. Ich leitete während den Semesterferien den Deutschintensivkurs für Austauschschüler, welche gerade in der Schweiz angekommen waren. In Zusammenarbeit mit einem anderen Deutschlehrer aus Winterthur habe ich die Kurse dreimal hintereinander geleitet. Mit den Schüler und Schülerinnen habe ich bis heute noch Kontakt und wünsche mir, einmal im Rahmen einer Weltreise, sie alle zu besuchen.

Cornelia, USA 1978/79

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

Mit dem Flugzeug nach Chicago und dann ans PAO in Detroit. Wir mussten dort im Quartier rumgehen und bei fremden Leuten klopfen und ihnen Fragen stellen. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen. Erst 3 Tage später nach Los Angeles zur Gastfamilie.

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?
Sehr herzlich und freundlich. Schon bei der Wegfahrt vom Parkplatz am Flughafen mussten wir unseren alten Buick überbrücken. Das war überhaupt kein Problem, weil hilfsbereite Autofahrer auf der zweispurigen Strasse anhielten und uns halfen.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?
Es gab kein spezifisches Erlebnis, sondern ganz viele herzige Momente mit meiner einjährigen Gastschwester Genna: Wenn sie sich Glace ins Gesicht schmierte, wenn sie kicherte oder meinen Tonfall nachahmte. Doch, jetzt fällt mir eines ein: Meine Gastmutter (sie war 26, mein Gastvater 29) hat mir nach einer Auseinandersetzung mal einen Brief geschrieben, den ich am anderen Morgen vorfand. Und der war so herzlich und persönlich geschrieben, dass er mich sehr berührte und mir die Tränen kamen.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während dem Austauschjahr?
Ich bekam von meiner Mutter jede Woche einen Brief. Das war sehr viel. Mein Vater liess dann manchmal eine 10-Dollar-Note hineinschmuggeln, damit ich mir Marken kaufen konnte für meine zahlreichen Briefkontakte. Es gab einmal ein Telefonat an Weihnachten.

Meine Schwester fand immer irgendwelche Dinger, die sie einem gelegentlichen Paket beifügte (Briefklammern, Nüsse, ein Zwanzigrappenstück, ein bisschen Wolle…), was mich mit der Heimat verband und mich zum Lachen brachte.

Zudem hat einmal ein Nachbar, der auch mal im Austauschjahr war, ein Telefon in einer öffentlichen Kabine so manipulieren können, dass er gratis telefonieren konnte. So erfragte er bei meinen Eltern meine Nummer und hat mich angerufen und wir konnten 10 Minuten Schweizerdeutsch plaudern. Ein wunderbares Erlebnis!

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?
Ja, einige, die sich lange bei YFU engagiert hatten.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Ich habe Ceramics geliebt und Nähen – seither habe ich keine Hemmungen mehr vor Schnittmustern. Ich konnte auch einen Kurs in Hospital Occupations besuchen, was mir bei meiner weiteren beruflichen Karriere zur Pflegefachfrau half. Ich verkehrte damals in christlichen Kreisen und war von einer Bibelgruppe sehr herzlich aufgenommen worden – noch heute tauschen wir unsere Jahresbriefe aus.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

Die Ermordung der Geiseln in Guyana.
Der Tod von Papst Paul I.
An meinem Geburtstag in den USA fand die Abstimmung über den Kanton Jura statt.

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

Mir geht noch heute das Herz auf, wenn ich Amerikanisch höre. Ich habe diese Leute einfach gern, auch wenn ich vieles nicht verstehen kann. Und Chocolate Cookies sind einfach die besten…

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

Es hat mir über 3 Jahrzehnte viele Freundschaften ermöglicht, die mich über Hürden und Schwierigkeiten getragen haben. Das Netz hält. Zudem ist mir das Englisch leicht im Ohr, im Mund und in den Fingern auf den Tasten geblieben. Ich habe eine Offenheit erlebt, die mich noch heute prägt.

Hast du nach deiner Rückkehr als YFU-Volunteer gearbeitet? Wie lange? In welchen Positionen?
Ja: als Area Rep (Werbung an meiner Schule und Interviews)
als Regional Director im ganzen Kanton Bern, 6 Jahre
als Flight Leader mit Besuch des Head Quarters in Washington
als Trainer an zahlreichen Workshops
als Coach – kurz, war noch nicht so etabliert
als Alumni Party Organizer and Participant
als Board Member 6 Jahre
als external Trainer
Insgesamt ca. 30 Jahre.

Was weisst du sonst noch aus deinem Austauschjahr zu berichten?

Ich habe den Heimflug verpasst: Ich war mit meiner Schweizer Schwester Patricia, die mich besuchen kam, schon am Flughafen LAX. Wir warteten noch auf Freunde, die mich verabschieden wollten. So wurde ich von Hug zu Hug weiter gereicht. Ich ging von der schweizerischen Pünktlichkeit und der Erfahrung mit Zugsfahrten aus; als ich 5‘ vor Abflug durchs Gate wollte, sagten sie, sie hätten schon alles abgefertigt, ich sei zu spät dran. Dabei war ich doch 5‘ zu früh. Ich musste dann den Terminal wechseln und auf den nächsten Flug rennen. Ich erwischte den internationalen Flug in Detroit, mein Gepäck wartete auf mich. Ich war mit wenigen Schweizern und vielen Deutschen unterwegs. In Hamburg mussten wir dann den Flieger nochmals wechseln und innereuropäisch galten andere Gepäckvorschriften. Deshalb musste ich noch ein Gepäckstück per Post aufgeben. Nachdem ich von dieser abenteuerlichen Reise alles erzählt hatte, war mein Schweizerdeutsch wieder ganz präsent.