YFU Switzerland

Partir

Partir avec YFU n’est que le début d’un concept de vie qui va te marquer et très probablement changer ta vie.

Comme disait Edmond Haraucourt en 1891: «Partir, c’est mourir un peu ». Pour tous les YFU-iens, c’est pourtant clair que partir c’est aussi découvrir, grandir et une expérience qui te rend curieux de comprendre d’autres eusses et coutumes.

Du coup, il y a neuf ans, j’ai décidé de quitter la Suisse alémanique et de partir en échange avec YFU en France. Une année défiante et enrichissante, longue et courte en même temps. Et surtout une année durant laquelle j’ai pu trouver une deuxième famille ainsi que construire une nouvelle partie de ma vie.

Après mon retour en Suisse, j’ai décidé de devenir bénévole pour YFU. J’ai effectué des entretiens avec de jeunes étudiants désireux de partir à l’aventure. De plus, ma famille a accueilli pendant un an tout d’abord un Suédois puis une Slovaque. Si je ne m’étais pas engagée au sein de l’organisation, on ne m’aurait certainement pas proposé de coordonner des évènements nationaux. Ces évènements étaient destinés aux étudiants d’échange, se situant en Suisse, afin de les préparer à leurs futures conditions de vie. Activité que j’ai coordonnée durant 5 années d’affilées.

Si ce n’était pas pour ma passion de YFU, je ne serais probablement pas partie une deuxième fois loin de mon pays d’origine. Cette fois-ci je suis allée faire un stage YFU en Afrique du Sud. J’ai de nouveau pu découvrir un pays, d’autres personnes, une autre culture et un style de vie beaucoup plus tranquille qu’en Europe. Mon expérience là-bas m’a tellement plu que j’ai décidé d’y effectuer un deuxième stage un peu plus tard dans le cadre de mes études.

Du coup, depuis mon année d’échange toute ma vie tourne encore – des fois plus, des fois moins – autour de YFU: je vois régulièrement ma famille d’accueil en France ainsi que ma sœur d’accueil slovaque et des amis de YFU. Je profite du savoir culturel et émotionnel que j’ai appris au long de mes diverses expériences. Ceci m’aide beaucoup dans la vie de tous les jours (je vis maintenant en Suisse romande 😉 ) ainsi que dans mon travail. En fin de compte, ce ne fut pas seulement une histoire de cultures mais une histoire d’amour pour la langue française qui a éveillé ma curiosité et m’a offert une ouverture d’esprit.

Tout cela pour dire que partir dans un pays toute seule est une belle école de vie. C’est seulement quelques années après que j’ai mieux compris ce que Steve Jobs voulait dire à lors d’un discours d’une remise de diplôme décrivant ces expériences de vie: «At the end, you can’t connect the dots looking forward; you can only connect the dots looking backwards.».

Tout se passe pour une raison mais c’est à toi de trouver un sens à ce que tu fais!

Susanne, USA 1970/71

Wir haben ehemalige YFU AustauschschülerInnen aus den vergangenen 5 Jahrzehnten zum Interview gebeten. Den Anfang macht Susanne, die 1970/71 ein Jahr in den USA verbrachte.

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

Wir waren damals 8 SchülerInnen, die an die Westküste der USA reisten. Zuerst mit dem Zug von Bern nach Hamburg, dort trafen wir mit den Deutschen und Skandinavier zusammen und wurden per Charterflug mit Zwischenhalt auf Island nach Oakland geflogen.

Dort  wurde ich in ein kleineres Flugzeug gesetzt und flog nach Orange, wo ich von meiner Gastfamilie erwartet wurde. Die hohe Temperatur und der besondere Geruch, als ich ausstieg aus dem Flugzeug, haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen bei mir.

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?

Die Gasteltern und die drei „Schwestern“ waren alle da….und alle kleiner als ich! Sie waren offenbar genau so gespannt und neugierig auf mich, wie ich auf sie. Sie waren interessiert und halfen mir mit den sprachlichen Schwierigkeiten, was auch viel zu lachen gab. Besonders als ich fragte, ob ich eine „Dush“ nehmen könnte, waren sie etwas schockierte, aber wir konnten es klären!

Es war einfach alles toll, das sonnige Wetter, das Haus, das Auto, das Essen…ich war für’s erste mal überwältigt.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?

Es gibt nicht ein Ereignis, es war der ganze Prozess, durch den ich hindurchging in diesem Jahr, der mich noch heute beeindruckt. Ich musste mich sehr intensiv mit mir und meinen Reaktionen, Gefühlen und Haltungen auseinander setzen, was mich sehr gefordert hat.

Unter anderem machte ich einen Berufsfindungsprozess durch: der hohe Drogenkonsum unter den Mitschülern und verschiedene Beobachtungen von Horrortrips an Partys überzeugten mich, dass ich eine Ausbildung machen will, um mit Drogenabhängigen arbeiten zu können. Viel später bildete ich mich in Paar- und Familientherapie weiter. Die Probleme meiner Gasteltern, die sich nach und nach zeigten, konnte ich damals nur beobachten, haben mich aber auf Athmosphärisches, Verhaltensmuster und Dynamik in Familiensystemen sensibilisiert.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während dem Austauschjahr?

Ich habe Briefe geschrieben, die damals noch eine Woche brauchten um anzukommen. So habe ich ca. einen Brief von meinen Eltern und einen von meiner Schwester pro Monat bekommen. An Weihnachten habe ich telefonieren dürfen. Es war ein sehr teures Telefon, der $ kostete Fr. 4.50.

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?

Ich habe sehr guten Kontakt zu einer Schulfreundin und meiner ehemaligen Soziologielehrerin. Wir sehen uns alle paar Jahre. Dieses Jahr feierten wir unsere 40 jährige Freundschaft in Chicago und N.Y.

Mit der ältesten Gastschwester telefoniere ich einmal pro Jahr.

Dann ist mir eine Schweizer Freundin geblieben. Sie war zuerst in der gleichen Strasse und Schule, hat dann Gastfamilie gewechselt.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Ich belegte alle Freifächer, die ich zu Hause nicht hatte: Drama, Speech, Student Council.

Mich interessierte alles und ich wurde sehr viel zu allen möglichen Aktivitäten eingeladen.

Die Familie hatte ein Cabin in den Bergen, wir wanderten und Freundinnen nahmen mich zu ökologischen Veranstaltungen mit.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

Der kalte Krieg und Vietnam!

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

Mexican Food hat es mir angetan…..sehr vieles hat mich fasziniert…..he, es waren die 70iger, Woodstock war gerade um die Ecke, Women’s Lib, Free Love…..

Und ich war auch sehr kritisch, z.B. gegenüber dem Vietnam War, der Propaganda gegen die UdSR, dem frühen Heiraten, dem Dating……

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

In der Berufswahl als erstes und in meiner grundsätzlichen Haltung andern Menschen gegenüber: Das Fremde ist für mich eine Bereicherung und nicht eine Bedrohung!

Hast du nach deiner Rückkehr als YFU-Volunteer gearbeitet? Wie lange? In welchen Positionen?

Damals gab es diese Struktur noch nicht. Bei einem Aufruf zur Mitarbeit bei einem Jubiläum (1993 oder 1998 ?) meldete ich mich als Familientherapeutin und wurde Counselor, was ich seither bin. Von 1998 – 2002 war ich Board Member.

Was hast du im Austauschjahr gelernt?

Ich bin mir heute sehr bewusst, welchen positiven Einfluss mein Austauschjahr auf mein Leben hat und ich bin sehr dankbar dafür, dass es schon damals Menschen gab, die ehrenamtlich mithalfen, dass dies für mich möglich wurde.

Das gegenseitige Interesse an Menschen aus andern Kulturen hat mich unterstützt in meiner persönlichen Weiterentwicklung, mich gefordert und zu dem gemacht, was ich heute bin.

Begegnungen und Erlebnisse hatte ich enorm viele … und nur positive.

Vielen Dank für das Interview.

…in den kommenden Wochen erscheinen an dieser Stelle weitere spannende Interviews mit ehemaligen YFU AustauschschülerInnen.

Meet John

John talks about the importance of the exchange experience and how his own exchange year has changed him.

Brrrrrrr

Nach meinem eigenen Austauschjahr entschied sich meine Familie, eine Austauschschülerin aus Venezuela bei uns zu Hause aufzunehmen. Meine Gastschwester Grecia wohnte während einem Jahr bei uns und besuchte die gleiche Kantonsschule wie ich.

Im Sommer wollten wir zusammen ein Open Air Kino in der Region besuchen. Es war einer dieser lauen Sommerabende, wo man den ganzen Abend draussen sitzen konnte ohne zu frieren.

So machten wir uns bereit fürs Kino, als mich meine Gastschwester fragte: “Wie kalt ist es denn draussen?” Als sie erfuhr, dass die Temperaturen an diesem schönen Sommerabend zwischen 23 und 25 Grad lagen verzog sie ihr Gesicht und verschwand in ihrem Zimmer.  Sie taucht erst Minuten später wieder auf – mit dem dicksten Pullover, den sie finden konnte. Offensichtlich war sie sich andere Temperaturskalen gewohnt.

Aktuell zeigt sich der Winter in weiten Teilen Europas von der kühlen Seite. So manch ein Austauschschüler kommt da ins Schlottern. Giorgi ist sich tiefe Temperaturen gewohnt. In seinem Heimatland Georgien kann es
im Winter schnell mal bis zu -32 Grad kalt werden. Trotzdem machen ihm die Temperaturen hier zu schaffen: “Grundsätzlich gefällt mir der Winter, denn dann kann man Skifahren. Aber momentan ist es fürs Skifahren fast zu kalt.” Doch Giorgi weiss sich zu helfen: “Ich ziehe viel an und bleibe lieber drin und geniesse ein echtes Schweizer Fondue.”

Auch Siiri aus Finnland bleibt in diesen Tagen cool: “As a Finn I shouldn’t complain. I’m just pleased that there is a real winter with snow and cold! Especially for winter sports, like skiing and ice skateing this winter has been awesome! I’m just lucky that i took my own winter clothes from Finland and by wearing them i’ve done pretty well these temperatures.”

Wie haltet ihr euch warm?

Urs, Australien 1988

Wie bist du ins Austauschjahr gereist?

Per Flugzeug, am 15.1. Ab Zürich via Frankfurt, Amsterdam, Dubai, Bangkok, Singapore, Melbourne nach Adelaide, wo wir am 17.1 ankamen. Meinen 17. Geburtstag am 16.1 verbrachte ich im Flugzeug und mit den diversen Zeitzonen dauerte er nur gerade 18 Stunden.

Wie war der erste Empfang in deiner Gastfamilie?

Wir hatten als erstes eine 2 tägige Arrival Orientation. Die Gastfamilien holten uns von dort ab. So hatte ich immerhin schon mal etwas nachgeschlafen. Ich erinnere mich nur noch an die Autofahrt von der Orientation zu unserem Haus, wo ich zwischen meinen beiden Gastgeschwistern eingezwängt auf der Rückbank sass.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis?

Es gibt kein einzelnes Erlebnis, das ganze Jahr hat immer wieder eindrückliches gezeigt. Die Ankunft im Land, in der Familie, der erste Schultag, die diversen Reisen, die Sprache, die Freunde, Diskussionen mit dem Gastvater über Politik, Feste mit anderen Austauschschülern. Eine der stärksten Erinnerungen ist der „Geruch“ Australiens. Nach 20 Jahren aus dem Flugzeug zu steigen und zu riechen, dass man „dort“ ist, ist unglaublich.

Wie oft und auf welchem Weg hattest du Kontakt zu deiner leiblichen Familie während dem Austauschjahr?

Da damals Telefonieren noch sehr teuer war, habe ich mit meiner Familie zu Hause nur an den 3 Geburtstagen jeweils ein paar Minuten telefoniert. Ansonsten habe ich während meines Austauschjahres so viele Briefe geschrieben wie vorher und nachher nie wieder.

Hast du noch Freunde aus dieser Zeit?

Ja, neben meiner Gastfamilie habe ich noch sehr engen Kontakt mit meinem Betreuer von YFU, meiner YFU Regional Director und deren Tochter, ein halbes dutzend andere Austauschschüler die mit mir in Adelaide waren und eine Hand voll Freunde aus Australien.

Wie hast du im Austauschjahr die Zeit verbracht? Hattest du ein spezielles Hobby oder Schulfach?

Ich habe relativ viel Sport gemacht: Rudern und Basketball gespielt. Ausserdem habe ich mit meinem Gastvater viel im Garten gearbeitet.

Welches nationale/internationale Thema hat dein Gastland während deines Austauschjahres besonders beschäftigt?

1988 hat Australien sein 200-Jahr-Jubliäum der westlichen Besiedelung gefeiert, weshalb es viele Festivitäten gab.

Hand aufs Herz: Hast du dich im Austauschjahr verliebt? Ins Land? Ins Essen? Oder eine Person? Was ist daraus geworden?

All of the above 🙂 Im Land war ich seither drei mal zum Reisen zurück. Vegemite lagert bei uns im Schrank, wird aber ausser von mir nicht gegessen. Mit bestimmten Personen habe ich heute per Facebook noch losen Kontakt.

Wie hat das Austauschjahr dein heutiges Leben beeinflusst?

Ich bin selbstständiger und selbstsicherer geworden. Ich habe gelernt, dass man vor 400 fremden Leuten stehen kann, ohne vor Panik im Boden zu versinken. Ich habe gelernt, dass es keine Rolle spielt, ob man eine Sprache fehlerfrei spricht, so lange man sich darin verständigen kann. All das hat mir geholfen in Ausbildung und Beruf. Ausserdem habe ich viele meiner heutigen Freunde sowie meine Frau indirekt durch das Austauschjahr kennengelernt. Das Austauschjahr und damit YFU haben 18 Jahre meines Lebens geprägt!

Hast du nach deiner Rückkehr als YFU-Volunteer gearbeitet? Wie lange? In welchen Positionen?

Ich habe nach meiner Rückkehr von 1988 bis 2005 in fast allen Positionen (ausser NEC und ND) als Volunteer gearbeitet und dabei sehr viel Spannendes gelernt und mit vielen tollen Leuten Kontakt gehabt.