YFU Switzerland

Meine Volleyball Saison

 

Hallo Zämä 🙂

 

Schon bevor mein Austauschjahr begonnen hat, war mir klar, dass ich auch in meinem Jahr hier in Amerika nicht nur Faulenzen möchte, sondern auch irgendwelche Sportarten ausführen will. Da meine Schule mit 200 Schüler nicht sehr gross ist, ist auch das Angebot für die Herbstsportarten nicht besonders riesig. Wir haben drei Sportarten, welche in

Teambesprechung

meiner High-School von den Schülern ausgeführt werden können. Das wären Football (nur für Jungs), Volleyball (nur für Mädchen) und Cross-Country (für alle).

 

 

 

Ich konnte mich also dann zwischen Volleyball und Cross-Country (ist eine Art Gelände lauf der zirka 3 Meilen lang ist) entschieden. Da ich aber nicht so der Langstreckenläufer bin, habe ich mich dann für Volleyball entschieden. Das Volleyballtraining war immer direkt nach der Schule, für eineinhalb bis zwei Stunden. Normalerweise hatten wir Dienstag und Donnerstag ein Game gegen ein anderes Volleyballteam von den High-Schools in unserem Bezirk.

 

Hände schütteln nach dem Spiel gehört natürlich dazu.

Das ganze Volleyballteam von unserer Schule ist in drei kleineren Gruppen unterteilt: Varsity (die Besten), JV (zweit Besten) und JJV (dritt Besten). Die Trainings haben immer etwa gleich ausgesehen. Zuerst haben wir uns mit verschiedenen Übungen aufgewärmt, dann haben wir entweder in den Teams gegeneinander gespielt oder spezifische Übungen (zum Beispiel für das Anspiel etc..) gemacht.

Anja in action.

 

 

 

 

Wenn ein Game Day war sah der Tag etwa so aus: Alle Volleyballgirls haben den ganzen Schultag ihr Warm-Up Shirt getragen (jeder hat dieses Shirt, auf der Vorderseite des Shirts ist ein Volleyball mit dem Schullogo und auf der Rückseite der Nachname). Wenn wir ein Auswärts Game hatten, sind wir meistens direkt nach der Schule zusammen mit dem gelben Schulbus zu der High-School unserer Gegner gefahren. Und wenn wir ein Heimspiel hatten konnten wir zuerst kurz nachhause gehen und dann eine Stunde bevor das Game beginnt zurückkehren. Zuerst hat immer das JV und das JJV Team (also von uns und von der anderen High-School) gegeneinander gespielt und dann das Varsity Team. Bevor aber das Varsity Game begonnen hat, wurde zuerst noch die Nationalhymne gesungen. (Ich kann die Amerikanische Hymne schon fast besser als die Schweizer Hymne).

Die Zeit im Volleyball Team habe ich sehr genossen und habe vieles Neues dazu gelernt. Ich bin echt froh, dass ich mich dafür entschieden habe Volleyball zu spielen, denn ich habe sehr viele tolle Girls kennen gelernt.

 

Bis Bald

Anja ^-^

 

 

Das ganze Team

Schon mehr als einen Monat..

Bonjour?,
Schon mehr als einen Monat bin ich jetzt in Frankreich. Die Zeit vergeht schon ziemlich schnell, oder? Ich meine, ich bin doch erst vor kurzem in Zürich ins Flugzeug gestiegen.
Auf jeden Fall geht es mir sehr gut und ich habe in letzter Zeit viel erlebt!
Vor letztes Wochenende bin ich am Samstag mit meiner Gastfamilie an den Strand und an den Hafen von Concarneau gegangen. Ist das Meer nicht einfach wunderschön?
                  

 

Am Sonntag habe ich dann mit zwei anderen Austauschschülerinnen abgemacht. Wir haben herausgefunden, dass Baguette auch Zauberstab heisst, Harry Potter zaubert also mit einem “Baguette”?. Hast du das gewusst?

                          

 

Dieses Wochenende war ich am Samstag bei den französischen Pfadfindern, den Scouts. Sie haben mich herzlich empfangen und wir haben coole Sachen gemacht. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!
Am Sonntag sind wir zu den Grosseltern gefahren, die direkt am Meer wohnen. Sie sind unglaublich lieb und ich habe bei ihnen zum ersten Mal Muscheln und Crevettes probiert.

Diesen Sonntag ist dann das erste YFU treffen mit allen Austauschschüler/innen und ihren Gastfamilien der Bretagne. Ich freue mich sehr darauf!

Hier noch ein französischer Witz:
Un thon téléphone à une Sardine.
-Allô?
-Non, à l’huile

Ich hoffe, ich habe dich zum Lachen gebracht!  (Falls du es verstanden hast…)
A bientôt,
Flois

Protected: Spirit Week

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Die aufregendste Schulwoche im Jahr

Die ersten Blätter verfärben sich langsam bunt, die Tiere beginnen sich allmählich einen Wintervorrat anzulegen und der Apfel-Bauer um die Ecke ist fleissiger denn je. Der Herbst ist gekommen und mit ihm homecoming. Die tollste Schulwoche im Jahr, wenn man die Schüler meiner Highschool fragt.

Ich versuche mal ganz kurz zu erklären was homecoming überhaupt ist, wobei euch Mr. Google in diesem Fall womöglich besser weiterhelfen könnte. Wie auch immer, homecoming wird in den meisten Highschools und Colleges hier im Rahmen eines Umzuges, American Football-Spieles und einem Ball gefeiert und diente ursprünglich zur Willkommenheissung von ehemaligen Spielern der Schule oder zur Ehrung von Spielern die wieder spielen.

Im Park vor dem homecoming dance

Über den Grund der Zeremonie wissen aber selbst die meisten Amerikaner nicht wirklich Bescheid.

Schon einige Tage vor dem Beginn der homecoming Woche wurden sämtliche Wände der Schule mit Informationsplakaten vollgepflastert, die über das Thema vom diesjährigen homecoming und die Verkleidungs-Themen informierten.

Unser diesjähriges Thema war „Movies“ (Filme). Dem entsprechend wurden auch die Themen für die Verkleidungstage festgelegt.

Am Montag war „verkleide dich als dein lieblings Sportler” angesagt, am Dienstag sollte man sich nach einem Cartoon Charakter, also alles möglichst nicht passend und albern, verkleiden. Am Mittwoch war Western angesagt, am Donnerstag sollte man als sein lieblings Film Charakter  auftreten und am Freitag das grosse Finale: „Arabien Pride“.

Ich schätze das Thema vom Freitag bedarf einige Erklärungen. Jede Schule in den Staaten hat einen solchen Namen, wie bei uns “Arabiens” der vor allem für die Sportler genutzt wird. Die Studenten unserer Highschool werden wie gesagt Arabiens genannt, unsere Schulfarben sind dunkel grün und weiss und unser Symbol ist der Araber (Pferd). Der Name kommt von der Strasse an der die Schule liegt: Arabien Drive. Also war das Ziel für den Freitag noch einmal kurz zusammengefasst, dass sich möglichst viele in den Farben der Schule kleiden.

Ich verkleidete mich nicht wirklich, da ich keine Zeit dafür hatte und am Montag und Mittwoch hatte ich ohnehin ein Fussballspiel, was bedeutete ich hatte die Sport Uniform zu tragen, was als Demonstration unseres Stolzes von den meisten Sportarten an Tagen von Spielen gemacht wird. Vorallem die Schüler des letzten Jahres verkleideten sich, aber auch einige Kostüme von Schülern aus anderen Jahrgängen stachen aus der Menge. Eine Meerjunfrau aus “little mermaid” hier, ein zum verwechseln ähnlicher Horrorclown aus “It” da, sogar einige Lehrer hauten mich mit ihren Verkleidungskünsten schier vom Hocker.

So erwartete mich zum Beispiel statt meiner grauhaarigen Lehrerin mit Brille eine Rockerbraut mit Lederhosen, Lederjacke und Ledercap, sowie überziehbaren Tattostrümpfen an den Armen  in meinem Weltkrieg II Klassenzimmer.

Das powderpuff game

Am Donnerstag Abend galt es dann für einige senior- und juniormädchen ernst. Es ging darum das traditionelle powderpuff zu spielen, das heisst die Mädchen des letzten (seniors) und zweit letzten Jahres (juniors) traten für einen Abend in die Schuhe der football player und spielten ein football game.

Mir wurde von Leuten aus meinem Fussballteam gesagt, ich solle mich am Freitag mit ganz vielen Süssigkeiten im Park mit dem Rest der Manschaft treffen.

Rund 70 „floats“ (Umzugswagen) standen dort für die Parade bereit. Jede Sportart der Highschool und Middleschool, sowie sämtliche Clubs der Schulen,  hatten einen Wagen mit dem sie durch die Strassen von Pendleton vom Park bis zur Schule fuhren und den Kindern, die schon sehnsüchtig jubelnd am Strassenrand warten, Süssigkeiten zuwarfen.

Die “float” der juniors

Nach dem Umzug versammelten sich viele der Studenten, Eltern und andere Schaulustige  auf den Tribünen des Footballfeldes, wo das homecoming game ausgetragen wurde. Wie, trotz den ziemlich guten Gegnern, insgeheim von jedem erhofft, gewannen unsere Jungs das Spiel.
Glücklich aber müde von all den Eindrücken fiel ich abends ins Bett, damit ich schon einmal ein wenig Schlaf für den Samstag vorholen konnte, denn mit der Parade und dem Footballgame war homecoming noch lange nicht durch.

Die “student section” am homecoming game

Samstags war nämlich der Ball, auf den ich mich ganz besonders gefreut habe. Gegen Mittag war ich mit Dani (Frau des Sohnes meiner Gasteltern) verabredet, damit sie mir die Haare machen konnte. Nachdem ich mich geschminkt hatte und mein Kleid sitzte brachte mich Amanda zum Park, wo ich mit Freunden verabredet war, um einige Fotos zu machen.

Mein homecoming Kleid

Viele der Jugendlichen gehen vor dem Ball essen und dies taten auch wir in einem prall gefüllten steakhouse im Nachbardorf.

Der Ball war, kombiniert mit einer Disco, ein ziemlicher Erfolg. Die Leute amüsierten sich prächtig, wenn auch zu sagen bleibt, dass mir manch einer zuraunte, Prom mache mehr Spass, da dann die jüngeren Schüler, das heisst Freshmen und Sophmore nicht mit von der Partie sein dürfen.

Der „dance“ wurde in der Hauptturnhalle der Schule abgehalten, was bedeutete um 11.00 p.m. wurde der Laden für alle Gäste dicht gemacht. Meine Gruppe machte sich danach auf zu einer meiner Begleiterinnen, um dort noch bis tief in die Nacht spiele zu spielen, zu plaudern und später dann erschöpft aber seelig lächelnd in die Betten zu sinken.

Mein erster Monat in Kanada!

Hallo an alle!

Es ist kaum zu fassen, aber September ist nun offiziell vorbei und damit auch schon mein ganzer erster Monat hier in Kanada! Ich habe das schon mal gesagt, aber die Zeit hier verläuft ganz komisch. Es fühlt sich an, als wäre ich schon sehr lange hier und weg von zu Hause, aber gleichzeitig ist September wie im Flug vergangen. Ich nehme das mal als gutes Zeichen. ?

 

Nur schon mal vorneweg, mir geht es sehr gut hier. Ich fühle mich wohl bei Cheryl, wie auch in der Schule und habe das Gefühl hier angekommen zu sein. Mir wurde sogar gesagt, dass ich langsam richtig kanadisch klinge, was mich natürlich sehr freut!

 

Der Alltag pendelt sich so langsam ein, aber trotzdem ist jeder Tag wieder auf eine eigene Art spannend. Jeden Morgen stehe ich um 7 Uhr auf, esse mein Müsli, Cheryl fährt mich zur Schule und dort fange ich dann mit Physical Education (einfacher: Sport) an. Ich mag meinen Unterricht immer noch sehr gerne hier. Inzwischen fühle ich mich pudelwohl in meiner High-School, habe ein paar Mädchen mit denen ich immer zu Mittag esse (Manchmal bei «Timmy’s», manchmal in der «Caf»). Ich laufe gewöhnlich nach Hause. Bis nach Hause dauert es ungefähr 20 Minuten, aber meistens brauche ich etwas länger, weil Tim Hortons auf dem Weg ist und… naja, sagen wir mal, ich bin in dieser Hinsicht schon ein bisschen zu kanadisch geworden! ?

 

Das ist meine Schule.

 

Meine Begleitung auf dem Heimweg 😉

 

Mit meiner ganzen (grossen) Gastfamilie verstehe ich mich inzwischen prima! Letzte Woche haben wir einen Trip in die USA gemacht zu einem kleinen Touristendorf namens Frankenmuth in Michigan, wo es einen tollen Wasserpark gab, den grössten Weihnachtsladen (und ja, es ist hier normal das ganze Jahr über Weihnachtsdekoration zu kaufen) und einen tollen Fudgeladen! Meine Gasttante Kylie hat auch noch einen französischen Austauschschüler aufgenommen, also waren wir eine richtig internationale Familie in Frankenmuth und hatten viel Spass!

 

Das sind alle meine Gastschwister und in der Mitte sitzt der französische Austauschschüler. Frankenmuth sollte irgendiwe ein typisch deutsches Dorf darstellen, deshlab waren einige Schilder auf Deutsch!

 

Ich bin jetzt auch im Cross-Country Team und das gefällt mir sehr gut! Wir sind eine kleine Truppe von 8 Leuten, aber dafür verstehen wir uns super. Letzte Woche hatten wir ein «Meet» (Rennen) in Windsor mit dem Namen «Thrill on the Hill». Das klang ziemlich einschüchternd und ich war nervös vor diesem «Hill», musste ich aber gar nicht haben. Hier in Ontario ist alles so flach, dass der «Hill» nicht einmal die Hälfte von dem Hügel den ich in Basel hochrenne. Also habe ich meine 5 Km ganz gut hinter mich gebracht!

 

Der Herbst ist auch endlich da!! Und das ist so schön. Wir hatten ein paar super heisse Hochsommer Tage wo es über 30 ° C war. Aber jetzt ist es endlich Herbst, was Kaminfeuer, Tee und Harry Potter lesen (manche Gewohnheiten legt man auch auf der anderen Seite der Welt nicht ab…)  bedeutet. Und natürlich bedeutet das auch Thanksgiving und Halloween! Ich freue mich wirklich sehr darauf. Zu Hause feiern wir ja keins von beidem.

 

Und gestern hatte ich schon mal den perfekten Abschluss für September und Einstieg für Halloween. Ich wurde eingeladen mit zu Canadas Wonderland zu kommen, was mich wahnsinnig gefreut hat! Wir waren vier Mädchen und hatten super viel Spass auf allen verrückten Achterbahnen. Später am Abend fing dann ein «Halloween Haunt» an und das war echt cool. Wir konnten alle Bahnen in der Nacht fahren und ab und zu dabei erschreckt werden. Das war echt ein perfekter Tag!

 

Das sind wir vier während dem Halloween Haunt! 

 

 

So, das war mein erster Monat hier! Ich bin sehr optimistisch für Oktober. Ich bin gut aufgehoben in meiner Familie, finde erste Freunde und bin froh hier zu sein. Ich glaube ich habe den ersten schwierigeren Alles-ist-fremd-und-anders-hier-Teil hinter mich gebracht und kann es jetzt geniessen, alle besser kennen zu lernen und mehr Zeit mit den vielen netten Menschen hier zu verbringen!

 

Ganz liebe Grüsse,

eure Elena