YFU Switzerland

Random Lifestyle Update

Über sieben Monate meines Austauschjahres liegen nun schon hinter mir. Die ersten neun Wochen des zweiten Semsters sind nun schon vorüber und somit drei viertel des Schuljahres. Ab Heute habe ich zwei Wochen Frühlingsferien, wobei eigentlich sogar drei, da ich direkt nach den Ferien mit YFU nach Hawaii gehen werde.

Wie man an der Häufigkeit des Blog schreibens sehen kann, war ich in letzter Zeit stets ziemlich beschäftigt.

Die Track und Field Saison ist schon in vollem Gang und nach den Frühlingsferien haben wir schon die ersten „outdoor“ Wettkaempfe.

Das Wetter spielt wie gehabt verrückt. Mal schon Frühlingstemperaturen oder gar Sommertemperaturen, mal Schnee und Eis, mal wieder Regen. Es gab eine Periode, in der das nasse Wetter jedoch klar überwogen hat. Vorallem vor etwa zwei Wochen hatten wir so viel Regen, dass der Boden das viele Wasser nicht mehr aufnehmen konnte und sich ueberall auf den Feldern und in den Gärten und sogar in der Wäldern grosse Pfützen oder fast schon Teiche bildeten.

Wenn ich nicht gerade in der Schule war oder im Training habe ich in der letzten Zeit an einigen Fotografie-Wettbewerben mitgemacht, denn wie ich mitlerweile weiss, vergleichen sich die Amerikaner echt in allem. Auch sonst habe ich ab und zu mal etwas unternommen um der amerikanischer Kultur naeher zu kommen.

Unter anderem habe ich das „Indiana State Museum“ in Indianapolis besucht,

 

in dem man sich über die Tier und Pflanzenzenwelt Indianas, über Künstler von Indiana und über die Geschichte Indianas weiterbilden kann. Der Staat in dem ich gelandet bin hat übrigens eine sehr spannende Geschichte, da Indiana, wie der Name schon verrät, ein Hotspot war für die Höhepunkte aber auch die Tiefpunkte der indianischen Geschichte. (https://www.indianamuseum.org/visit)

Zum krönenden Abschluss der Schwimmsaison hatten wir diese Woche das Abschluss Banquet fürs Schwimmen, in dem noch einmal die besten Momente und Leistungen der Saison besprochen wurden und jedes einzelne Mitglied des Teams vorgestellt und geehrt wurde. Die Seniors, also die Jugendlichen, die dieses Jahr die High School abschliessen, bekamen ausserdem eine Decke, auf der unser Name, das Schullogo und „Class of 2018“ gestickt war und das Poster, welches die ganze Saison ueber in der Schwimmhalle aufgehängt war, auf dem wir grössenmässig fast 1:1 abgebildet sind.

Ich realisiere gerade, wie lange ich keinen Blog mehr geschrieben habe, denn ich habe noch nicht einmal von meinem Besuch einer Universität (umgangssprachlich „College“) erzählt.

Vor etwa einem Monat habe ich nämlich mit einer Freundin an eine Führung an der Taylor University in Upland, Indiana teilgenommen.

Wir wurden morgens von einer Sophmore (Studentin im 2. Jahr) empfangen, die uns ueber das ganze Schulgelände geführt hat. Sie hat uns die „dorms“ (Zimmer die sich die Studenten zum Wohnen teilen), die Mensa, die Bibliothek und die Aufenthaltsmöglichkeiten gezeigt. Es gab sogar einen „24/7-Raum“, der von den Studenten, wie schon der Name sagt, rund um die Uhr zum Lernen genutzt werden kann. Auch die Sportanlagen haben wir besichtigt, denn wie schon in der High School werden Sports auch im College grossgeschrieben. Sportanlagen sind, nebst den verschiedenen Komplexen fürs eigentliche Studieren und den Wohngebaeuden, die wohl meist dominierende Element auf dem Gelände.

Nach der Tour übers Gelände hatten wir einige Meetings mit verschiedenen Leuten in der Abteilung Business, weil das Mädchen welches mit mir kam sich fur dieses Studium interessiert.

Damit ihr euch etwas mehr vorstellen könnt unter meinen Beschreibungen hier einige Links zu Videos:

Weil Taylor University eine christliche Schule ist, hat sie eine Kapelle und eine Kirche auf dem Kampus, auf dem drei mal wöchentlich Gottesdienste stattfinden, die von den meisten Studenten und Professoren freiwillig besucht werden.

Am Tag meiner Führung besuchte ich einen dieser Gottesdienste, die wie mir später erklärt wurde, meist aus Gastsprechern und Musik zusammengestzt sind. Die Gastsprecher an dem Tag, an dem ich dort war, waren Kim und Corwin Anthony. Kim ist ziemlich bekannt, da sie einen sehr spannenden Lebenslauf hat und ihre Geschichte im Rahmen eines Buches erzählt hat. 

Hier findet ihr die Rede im Gottesdienst der Beiden in voller Länge, denn die meisten Gottesdienste in meiner Region werden jeweils aufgezeichnet und online gestellt.

Taylor University ist eine Privat Schule, was das Studieren dort noch teurer macht als an einem normalen College. 43 728 $ muss man pro Jahr bezahlen, wobei Buecher und teilweise auch das Essen noch nicht einberechnet ist.

Ball State University in Muncie, zu dem viele meiner Klassenkammeraden nach der High School gehen werden, ist ein public college und daher etwas billiger. Rund $ 23 940 muss man aber auch dort pro Jahr einberechnen und Ball State ist eines der günstigsten Colleges die man überhaupt finden kann hier in der Umgebung. Der Kampus ist ausserdem um einiges grösser als zum Beispiel der von Taylor University. Hier ein Link zu einer Karte die dies deutlich belegt.

Weil College hier so teuer ist, versuchen viele amerikanische Teenager ein möglichst gutes Stipendium zu ergattern, welches sie und ihre Familien zumindest teilweise von den hohen Kosten entlastet. Viele Familien verschulden sich wegen den teuren Ausbildungskosten ihrer Kinder. Viele meiner Freunde in der High School fangen mit der Suche nach dem best möglichen Stipendium schon im Junior year an oder spätestens am Anfang des letzten High School Jahres. Beim Kampf um ein gutes Stipendium spielen Noten und Vergleichteste eine entscheidende Rolle. Zudem muss man in Clubs und Sports zu den Besten zählen, damit ein Stipendium in Reichweite rückt.