YFU Switzerland

Der erste Monat

Hallo zusammen!

Nun bin ich schon einen Monat hier, die Zeit vergeht schnell! Es passiert so viel in so kurzer Zeit.
In der Schule hat sich mein ganzer Stundeplan geändert, da ich von Französisch 2 zu Französisch 5 wechseln konnte, es war viel zu einfach für mich. Deshalb habe ich jetzt etwas andere Fächer als am Anfang. Die Schule hier ist sehr einfach und ich glaube obwohl Englisch nicht meine Muttersprache ist, ist es für mich sehr viel einfacher als für einige Amerikaner. Es ist ein völlig anderes Schulsystem, man muss z.B. nicht nachdenken und selber eine Aufgabe lösen, man muss einfach abschreiben, was der Lehrer schon gemacht hat. Man hat auch einen völlig anderen Bezug zu den Lehrpersonen, die sind viel lockerer als unsere Lehrer in der Schweiz, in den Pausen gehen sie auf YouTube und spielen Musik ab, sie kommen zu dir und erzählen dir einen Witz usw. Ich habe auch nur Fächer gewählt, die mir Spass machen, also keine Mathematik oder Naturwissenschaften, ausser Geschichte musste ich wählen.
Ich bin nicht im Volleyteam, da diese schon vier Wochen vor meiner Ankunft mit dem Training begonnen haben und dann gesagt haben, ich komme zu spät. Dafür bin ich jetzt im Schwimmteam, was mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe 5-6 Mal in der Woche 2 1/2 Stunden Training, was sehr anstrengend ist. Jeden Abend bin ich todmüde, aber das ist gut so, solange ich Spass daran habe. Ein oder zwei Mal in der Woche haben wir einen Wettkampf gegen eine andere Schule, was immer eine gute Abwechslung zum Training ist. Bis jetzt ist mein Team unbesiegt in dieser Saison, ich hoffe wir können das beibehalten. Die Leute im Schwimmteam haben mich alle sehr freundlich aufgenommen, waren alle voll begeistert, dass ich Austauschschülerin bin und stellten 1000 Fragen, aber ich bin froh darüber, denn nicht alle sind so. Da meine Schule sehr gross ist, haben sie jedes Jahr so zwischen 10 und 15 Austauschschüler, deshalb ist es für sie gar nichts Spezielles und den meisten ist es auch egal.
Es ist schwer, richtige Freunde zu finden, da hier alle sehr offen sind, immer Hallo sagen und fragen wie es dir geht, aber sehr oberflächlich, weil sie das zu allen sagen. Sie fragen dich nach deinem Namen, woher du kommst, fragen ob du ihre beste Freundin sein willst, aber am nächsten Tag wissen sie nicht mal mehr deinen Namen. Für mich ist das ein Zeichen von Oberflächlichkeit und dann will ich auf keinen Fall etwas mit dieser Person zu tun haben, da ich merke wie unwichtig ich bin.
Mit den anderen Austauschschülern an meiner Schule verstehe ich mich sehr gut, wir sitzen oft am Mittag alle an einem Tisch.

Letzten Samstag hatten wir die erste YFU-Orientation. Das war ein anstrengender Tag, da wir viel dasitzen und zuhören mussten und es war auch nicht immer so spannend, weil uns zum 100. Mal die Regeln erklärt worden sind usw. Aber am Ende war es echt lustig als wir alle zusammen in der Turnhalle Spiele gespielt haben.

Mit meiner Familie verstehe ich mich sehr gut. Am Wochenende machen wir im Moment nicht so viel, da sie gerade einen Neuanbau am Haus machen und wir da viel helfen, ich habe z.B. Wände gestrichen. Den oberen Anbau haben wir jetzt fertig, nun machen wir den unteren Anbau, wo dann auch ein Whirlpool reinkommt 🙂 In 3 Wochen sollte dies fertig sein und dann, hat mein Gastvater gesagt, machen wir dann auch an den Wochenenden vermehrt etwas.
Nächste Woche ist Homecoming, das heisst wir ziehen uns jeden Tag zu einem anderen Thema an, das wird bestimmt lustig.
Tag 1: Country Club Day
Tag 2: Video Games Day
Tag 3: Beach Day
Tag 4: Disney Day
Tag 5: Spirit Day, dann ziehen sich alle in den Schulfarben an.
Am Freitag werden dann Homecoming Queen und Homecoming King gekrönt.

Das war so, was in meinem ersten Monat hier so passiert ist.

Michelle