YFU Switzerland

Neuland

Morgen vor 50 Tagen begann meine Reise nach Chelsea, ins Neuland. Ins Ungewisse, in das Abenteuer. Seither ist aber einiges geschehen. Ich habe mich hier wunderbar eingelebt, in einer Familie in der ich mich sehr wohl fühle. Sie haben mich herzlich aufgenommen und mich wunderbar in ihrer Familie integriert. Ich bin sehr dankbar dafür in einer solch tollen Familie gelandet zu sein, dass macht einem das Leben doch viel angenehmer.

Bevor bei mir die Schule begonnen hat, hatte ich jeden Tag Volleyball Training von 9-13.00 Uhr mit einer halben Stunde Lunch break. Es war hart aber ich mag das Training bei meinem Coach sehr denn es ist ganz anders, als das Training in der Schweiz an das ich gewöhnt bin. An einem Abend nach einem Turnier haben wir mit dem Team etwas unternommen und gingen zu jemandem nach Hause, die ein Haus an einem idyllischen See besitzt und dazu noch ein Boot hat. „Tubing“ hiess der Spass bei dem man auf einem „schwimmenden Teller“ von einem Boot gezogen wird. In Michigan ist das eine beliebte Sommerbeschäftigung denn Seen gibt es unzählige! Als ich ihnen gestehen musste, dass ich dies noch nie gemacht hätte, wurde ich etwas schräg angeschaut, umso mehr freuten sie sich das „Tubing“ auch dem Mädchen aus der Schweiz Spass macht! Wir übernachteten in ihrem Keller und machten unsere Poster mit Namen und Nummer, die nun in unserer Turnhalle hängen, was für ein toller Abend…

Was ich sehr schätze ist, dass wir so unglaublich viele Austauschschüler sind von YFU, dass man beinahe gar nicht alle persönlich kennenlernen kann! YFU ist sehr aktiv und so haben wir uns schon einige Male getroffen, für eine Orientierung, für Willkommensfeiern oder für die Stadttour quer durch Ann Arbor. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt und habe mich mit einem Mädchen aus Dänemark schon richtig angefreundet! Dass ich sie in Kopenhagen besuchen komme nach dem Austauschjahr steht schon fest! 😉

Weiterhin organisiert eine muslimische Frau sogenannte „evening potlucks“ bei denen viele Leute aus den verschiedensten Kulturen, verschiedenstem Alter zusammenkommen. Jeder bringt etwas zu essen mit, es wird geredet, gespielt und gelacht. Finde ich eine geniale Sache, denn man lernt voneinander und wird bereichert durch das Kennenlernen von anderen Kulturen und Sitten, was mich auch immer wieder zum denken anregt, ich liebe es!

Nun will ich aber noch von meiner Schule erzählen, wo ich mich ja in diesem Jahr dann doch am meisten aufhalten werde! Meine Fächer im ersten Trimester sind Orchester, Spanisch, Foods and Nutrition, US History and American Literature. Orchester finde ich sehr spannend und eine unglaubliche Chance um Fortschritte machen zu können. Der Leiter des Orchester ist sehr lustig und doch wird er von allen ernst genommen und es wird hart gearbeitet. Im April 2017 verreist das Orchester nach Nashville, Tennessee, hoffentlich werde ich dabei sein können! Spanisch finde ich interessant, denn ich will diese Sprache sehr gerne lernen, doch im Moment ist es noch sehr einfach und auf die Basics orientiert. In Foods and Nutrition lerne ich alles wichtige über das Kochen, Sicherheit und Unfallprävention in der Küche und über die richtige Ausrüstung. Ich mag dieses Fach und ich finde es spannend, denn ich hatte Hauswirtschaft in der Bezirkschule, wo wir natürlich total andere Rezepte kennenlernten als wir es hier machen werden. Nach Foods habe ich US History, sehr interessantes Fach, wo ich einiges lerne über Immigration im 19./20. Jahrhundert, und natürlich werden wir in der entscheidenden Phase der Präsidentschaftswahl auch darüber reden und diskutieren. Danach habe ich American Literature, mit einer genialen Lehrerin, das Fach selber finde ich nicht so toll wie die restlichen. All diese Fächer habe ich jeden Tag, 72 Minuten für ein Trimester lang. Das Motto der Lehrer kann als „hard work and big effort, to achieve the American Dream“ zusammengefasst werden, und es wird von den meisten auch sehr ernst genommen. Nach der Schule habe ich dann immer zwei Stunden Training, was mir immer noch sehr gefällt, denn ich mag die Leute in meinem Team und die Matches und Turniere unter der Woche und an Samstagen.

Ich freue mich auf den Herbst in Michigan, mit den roten Blättern und der Halloween Dekorationen in den Gärten! Ich freue mich auf nächstes Wochenende, wenn ich meinen Cousin und seine Frau sehe! Ich freue mich auf die Weihnachtsbeleuchtung in Chelsea! Ich bin einfach froh und jedem dankbar, dies hier erleben zu dürfen mit all den unvergesslichen Erlebnissen drumherum…

Grüsse aus Chelsea!