YFU Switzerland

und dann sind es plötzlich nur noch 2 Wochen

Ganz recht, leider werde ich in etwas mehr als zwei Wochen mein zweites zu Hause hier in den Vereinigten Staaten verlassen müssen, was mich sehr traurig stimmt. In den letzten 5 Monaten (seit meinem letzten Beitrag) habe ich eindrückliche und unvergessliche Momente erleben durfen.

Etwas Zeit? Dann lade ich herzlich zum Lesen ein!

Im Frühling habe ich mich entschieden, dem Tennis team beizutreten, die saison ist leider nun schon wieder vorbei, aber die Zeit die ich mit meinen Freunden aus dem Team verbringen konnte ist unvergesslich! Die Trainings und Matches waren genial und stolz bin ich auch auf unser Team, denn wir blieben ungeschlagen die ganze Saison über! Good job ladies! Auch meinen Trainer werde ich nie vergessen, er mich wohl auch nicht nach dem ich ihn mit dem Ball an der Stirn getroffen habe, ups 😉 Er hat Tennis mit solch einer  Leidenschaft beigebracht wie nur wenige Trainer es können!

Ende April gingen Band, Orchestra und Band nach Nashville, wo wir an einem Festival für eine Jury spielten und nebst Proben die Stadt erkundschaften durften und gutes Essen geniessen konnten! Nashville ist eine sehr interessante Stadt, mit sehr relevanter Geschichte der Amerikanischen Musik!

Der nächste Trip lag vor mir: Chicago mit den anderen Austauschschülern aus aller Welt! Ich kannte einige schon, denn viele wurden zu unglaublich guten Freunden in diesem Jahr! Ich hoffe ich kann mein Versprechen einhalten und sie alle in ihren Heimatländern besuchen, ich hoffe es! In Chicago hatten wir drei Tage volles Programm, gutes Essen und eine gute Stimmung! Ich vermisse die wunderschöne Stadt mit den unvergesslichen Erinnerungen schon unglaublich!

Das darauffolgende Wochenende meine Gastfamilie und ich reisten nach Kanada um die wunderschönen Niagarafälle zu bestaunen! Das Naturerlebnis ist sehr eindrücklich, mit einem Boot und dem Ticket um hinter den Fällen durchgehen zu können war man ganz nahe dran! Der Anblick der beleuchteten Fälle am Abend werde ich niemals vergessen!

Im nächsten Blog werde ich noch von der „Graduation“ und von meinem San Francisco Trip erzählen…

Nach langer Zeit wieder einmal…

…habe ich die Zeit und Musse gefunden hier wieder etwas zu erzählen wie es mir geht.

ich beginne, wo mein letzter Beitrag geendet hat, und das war das unvergessliche Wochenende mit meinem Cousin und seiner Frau aus San Francisco, die mich besuchen waren hier in Chelsea. Am Freitagabend haben sie mich nach meinem Volleyballtraining abgeholt, und wir sind gemeinsam zu uns nach hause gefahren, wo ich selbstgemachte Pizza für alle machte. Das Bild, von meinem Cousin auf der Parkplatz meiner Schule, wobei wir uns üblicherweise am Flughafen Zürich das erste mal nach längerer Zeit wieder sehen, ist immer noch unglaublich speziell für mich! Die restliche Zeit des Wochenendes haben wir extrem genossen und bleibt mir ewigs in Erinnerung!

Das nächste Grossereignis für mich war Homecoming! Es scheint schon zu lange her, ich will euch aber trotzdem etwas davon erzählen! Mit zwei Freundinnen haben wir abgemacht um uns vorzubereiten, schminken, essen und sind dann etwa um 21:00 Uhr zu unserer Schule gefahren zum Homecoming Dance. Die Schule war geschmückt und alle waren wunderschön gekleidet. Um 22:30 war das Fest verglichen zu unserem Schulfest in Wettingen, dem Sonafe dann eher früh vorbei, jedoch haben wir die kurze Zeit voll und ganz ausgekostet und genossen 🙂

Happy Halloween! Ich hatte das Glück, das meine Familie ganz verrückt nach Halloween ist und ich deshalb das volle Programm miterleben durfte. Neben einem Haunted House am Samstag war dann am Montag wahres Halloween, wo ich und meinen Brüder Trick or Treating wahren. Das Erlebnis war ein ganz anderes als in der Schweiz. Wo sich Herr und Frau Schweizer über Kinder aufregen, welche nach Süssigkeiten betteln, warten Hausbesitzer hier mit einer Schüssel voll mit Süssigkeiten und verteilen diese mit einem frohen Lächeln und einem „Happy Halloween“ an die Kinder. Die Häuser waren geschmückt und jung und alt waren verkleidet – ein weiteres unvergessliches Erlebnis!

Das nächste Ereignis in den USA war natürlich die Wahl des Nachfolgers von Barack Obama – wer mich kennt weiss wie ich zum Ergebnis stehe, deshalb will ich nicht näher darauf eingehen 😉

Sehnlichst erwartet von allen hier lebenden Schüler war der Thanksgiving break letzte Woche. Thanksgiving war wunderbar! Meine Gastmutter und ich standen den ganzen Tag in der Küche und kochten für die ganze Familie und die Nachbarn! Neben dem 10 kg schweren traditionellen Turkey gab es gründe Bohnen, mashed potatoes, sweet potatoes und diverse Pies 🙂

Black Friday in Amerika ist auch etwas, was man umbedingt erleben sollte in seinem Leben! In allen Läden gibt es sales von bis zu 70% und die Leute streiten sich nicht allzu selten über Fernseher oder andere Schnäppchen. „Americans are weird people“ sagte meine Mutter nachdem ihr von meinem Black Friday Erlebnis erzählt hatte ;). Den Rest meines Thanksgiving habe ich mit Freunden und Familie verbracht und am Montag ging es dann wieder los mit der Schule.

Ich liebe dieses Trimester! Meine Fächer sind Orchester, Foods 2, Popular Literature, Advanced Fitness und Jewelery. Orchester nehme ich in allen Trimester, Foods 2 ist ein Fach wo wir kochen und alles darum herum lernen, in dieser Zeit kochen wir Weihnachtsguezli und vieles anderes, ich bin gespannt! In Popular Literature lesen wir hauptsächlich Bücher der Wahl und schreiben kleine Berichte über das Gelesene. Advanced Fitness ist hart, vergleichbar mit einem militärischen Bootcamp von den man immer in den Medien hört, denn der Lehrer schreit die meiste Zeit der Stunde, ist sehr streng und verlangt Einsatz und Disziplin! Nicht vergleichbar mit unseren Sportlehrpersonen… Ich mag diese Stunde dennoch, da ich sportliche Herausforderungen gerne annehme und etwas Selbstdisziplin ja nicht umbedingt schadet. In der letzten Stunde des Tages habe ich Jewelery, wo wir kleine (Schmuck)teile aus Papier, Holz, oder Metall kreiren. Die Lehrerin ist unübertreffbar und das Fach gefällt mir sehr!

Ich wünsche allen eine frohe Weihnachtszeit, gutes Essen und viel Liebe! Auch ich komme langsam in Weihnachtsstimmung und freue mich, meiner Familie zu zeigen, wie man traditionelle Grittibänz, unsere Vanillekipferl oder Mailänderli macht… mhhh – wie gesagt Fitness ist eine gute Sache in der Weihnachtszeit 😉 Ich freue Mich auf Weihnachten und auf den 27. Dezember, wenn ich nach Tampa, Florida zu meinen Verwandten fliege und meine Cousins und Grosstante endlich wieder einmal sehe!

Ganz viel Liebe und Umarmungen in die Schweiz

Meret, Chelsea, 1. Dezember 2016

Neuland

Morgen vor 50 Tagen begann meine Reise nach Chelsea, ins Neuland. Ins Ungewisse, in das Abenteuer. Seither ist aber einiges geschehen. Ich habe mich hier wunderbar eingelebt, in einer Familie in der ich mich sehr wohl fühle. Sie haben mich herzlich aufgenommen und mich wunderbar in ihrer Familie integriert. Ich bin sehr dankbar dafür in einer solch tollen Familie gelandet zu sein, dass macht einem das Leben doch viel angenehmer.

Bevor bei mir die Schule begonnen hat, hatte ich jeden Tag Volleyball Training von 9-13.00 Uhr mit einer halben Stunde Lunch break. Es war hart aber ich mag das Training bei meinem Coach sehr denn es ist ganz anders, als das Training in der Schweiz an das ich gewöhnt bin. An einem Abend nach einem Turnier haben wir mit dem Team etwas unternommen und gingen zu jemandem nach Hause, die ein Haus an einem idyllischen See besitzt und dazu noch ein Boot hat. „Tubing“ hiess der Spass bei dem man auf einem „schwimmenden Teller“ von einem Boot gezogen wird. In Michigan ist das eine beliebte Sommerbeschäftigung denn Seen gibt es unzählige! Als ich ihnen gestehen musste, dass ich dies noch nie gemacht hätte, wurde ich etwas schräg angeschaut, umso mehr freuten sie sich das „Tubing“ auch dem Mädchen aus der Schweiz Spass macht! Wir übernachteten in ihrem Keller und machten unsere Poster mit Namen und Nummer, die nun in unserer Turnhalle hängen, was für ein toller Abend…

Was ich sehr schätze ist, dass wir so unglaublich viele Austauschschüler sind von YFU, dass man beinahe gar nicht alle persönlich kennenlernen kann! YFU ist sehr aktiv und so haben wir uns schon einige Male getroffen, für eine Orientierung, für Willkommensfeiern oder für die Stadttour quer durch Ann Arbor. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt und habe mich mit einem Mädchen aus Dänemark schon richtig angefreundet! Dass ich sie in Kopenhagen besuchen komme nach dem Austauschjahr steht schon fest! 😉

Weiterhin organisiert eine muslimische Frau sogenannte „evening potlucks“ bei denen viele Leute aus den verschiedensten Kulturen, verschiedenstem Alter zusammenkommen. Jeder bringt etwas zu essen mit, es wird geredet, gespielt und gelacht. Finde ich eine geniale Sache, denn man lernt voneinander und wird bereichert durch das Kennenlernen von anderen Kulturen und Sitten, was mich auch immer wieder zum denken anregt, ich liebe es!

Nun will ich aber noch von meiner Schule erzählen, wo ich mich ja in diesem Jahr dann doch am meisten aufhalten werde! Meine Fächer im ersten Trimester sind Orchester, Spanisch, Foods and Nutrition, US History and American Literature. Orchester finde ich sehr spannend und eine unglaubliche Chance um Fortschritte machen zu können. Der Leiter des Orchester ist sehr lustig und doch wird er von allen ernst genommen und es wird hart gearbeitet. Im April 2017 verreist das Orchester nach Nashville, Tennessee, hoffentlich werde ich dabei sein können! Spanisch finde ich interessant, denn ich will diese Sprache sehr gerne lernen, doch im Moment ist es noch sehr einfach und auf die Basics orientiert. In Foods and Nutrition lerne ich alles wichtige über das Kochen, Sicherheit und Unfallprävention in der Küche und über die richtige Ausrüstung. Ich mag dieses Fach und ich finde es spannend, denn ich hatte Hauswirtschaft in der Bezirkschule, wo wir natürlich total andere Rezepte kennenlernten als wir es hier machen werden. Nach Foods habe ich US History, sehr interessantes Fach, wo ich einiges lerne über Immigration im 19./20. Jahrhundert, und natürlich werden wir in der entscheidenden Phase der Präsidentschaftswahl auch darüber reden und diskutieren. Danach habe ich American Literature, mit einer genialen Lehrerin, das Fach selber finde ich nicht so toll wie die restlichen. All diese Fächer habe ich jeden Tag, 72 Minuten für ein Trimester lang. Das Motto der Lehrer kann als „hard work and big effort, to achieve the American Dream“ zusammengefasst werden, und es wird von den meisten auch sehr ernst genommen. Nach der Schule habe ich dann immer zwei Stunden Training, was mir immer noch sehr gefällt, denn ich mag die Leute in meinem Team und die Matches und Turniere unter der Woche und an Samstagen.

Ich freue mich auf den Herbst in Michigan, mit den roten Blättern und der Halloween Dekorationen in den Gärten! Ich freue mich auf nächstes Wochenende, wenn ich meinen Cousin und seine Frau sehe! Ich freue mich auf die Weihnachtsbeleuchtung in Chelsea! Ich bin einfach froh und jedem dankbar, dies hier erleben zu dürfen mit all den unvergesslichen Erlebnissen drumherum…

Grüsse aus Chelsea!

 

 

Der Start in mein Austauschjahr in den USA

Ich wusste, am 10. August ging es los, das Abenteuer! Ich hatte die letzten Wochen, bevor ich verreiste noch im Tessin in einem Sommerlager und dann zwei Wochen in Kroatien verbracht. Der Austausch nahte immer mehr und dohc wurde mir erst richtig bewusst, dass ich bald für ein Jahr die Schweiz verlassen werde, als die letzte Woche zu Hause anbrach…

Ich verbrachte diese Zeit vor allem damit, mein Koffer zu packen, meine Mutter erinnert mich stets daran, dass ich damit genug früh beginnen sollte – ich bin ihr sehr dankbar dafür, ich hätte sonst wahrscheinlich am Vorabend des Abfluges begonnen alles stürmisch in meinen Koffer zu packen…

Neben den Vorbereitungen habe ich viel Zeit mit meiner Familie, meinen Freundinnen und Jungwacht und Blauring verbracht. Ich habe jede Sekunde genutzt, um alle noch richtig geniessen zu können, bevor ich sie dann ein Jahr nicht mehr sehen kann.

Am 7. August habe ich Verwandte und Freunde zu einem  Abschlussapéro eingeladen. Jeder hat etwas zum Buffet beigetragen, so dass man eine grosse Auswahl an verschiedenen Köstlichkeiten hatte. Der Abend war sehr gemütlich und bleibt unvergesslich!

Am Mittwoch Morgen um 4:30 Uhr klingelte mein Wecker und wir machten uns bereit um zum Flughafen zu fahren. Ich musste mich bei Verantwortlichen von YFU melden, dass ich auch tatsächlich anwesend bin! Wir gingen zum check-in und danach hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit um uns von Familie und Freundinnen zu verabschieden… Es war hart, sehr hart sogar, meine Liebsten alle weinen zu sehen. Sehr schwer fiel mir der Abschied von meiner kleinen Schwester! Als ich dann aber bei der Passkontrolle war und wir ins Flugzeug einstiegen, hätte ich mich wieder erholt und war gespannt auf den Flug und auf das erste Treffen mit meiner Gastfamilie.

Dazu kam es jedoch noch etwas länger nicht. Als ich nach dem Security Check mein Gepäck wieder einchecken wollte, sagte der Angestellte: girl to Detroit? Your flight is canceled! Ich konnte es ehrlich gesagt gar nicht glauben in diesem Moment, weil mir so etwas vorher noch nie passiert ist. Nach langem warten am Flughafen gingen wir in ein Hotel, assen Pizza und schliefen bis 8:00 Uhr morgens als uns ein Feueralarm weckte! Nach dem alle Hotelgäste evakuiert wurden und vor dem Hotel schon etliche Feuerwehrautos standen, erfuhr man, dass ein Hotelgast im Zimmer geraucht hat!

Wir machten uns wieder auf dem Weg zum Flughafen und waren fast am Ende der Security, als ich auf der United App mit Schrecken feststellte, dass mein nächster Flug wieder gestrichen wurde. Nach langem Suchen nach Notlösungen sollte ich zu einem von der Familie weiter entfernten Flughafen fliegen, mein Gastvater und mein Bruder fuhren los und durften nach einiger Zeit wieder umkehren und nach Hause fahren… Wie es kommen sollte wurde auch mein dritter Flug gestrichen!

Wir mussten noch auf andere Schüler warten, bis wir dann um 3:00 morgens das Hotel erreichten… Am anderen Tag konnte ich zum Glück dann endlich zu meiner Gastfamilie gelangen, und durfte den Flughafen Newark (,welcher ich nun in und auswendig kenne) hinter mir lassen…

Am Flughafen angekommen wurde ich herzlich in Empfang genommen und später gingen wir in einem typisch amerikanischen Restaurant essen, schmeckte super! Mir wurde das Haus und speziell mein Zimmer gezeigt, ich richtete mich etwas ein und ging dann bald schlafen – eine solch lange Reise macht müde, dafür werde ich sie nie mehr vergessen!