YFU Switzerland

Gaschtfamilienwechsel…

Sawadii ka!

Wie ihr wisst habe ich die Klasse gewechselt. Das war eine super Entscheidung! Ich bin jetzt erst eine Woche in dieser Klasse, fühle mich aber wie wenn ich schon immer in dieser Klasse gewesen wäre!

Und jetzt habe ich auch noch die Gastfamilie gewechselt. Ich weiss nicht ob man es in den vorherigen Blogs bemerkt hat, dass ich nicht glücklich in meiner Familie war… Auf jeden Fall wollte ich nicht voreilig über einen Wechsel schreiben.
Aber nun bin ich in der neuen Familie seit Freitagabend. Es ist einfach genial, so wie ich es mir vorgestellt habe: richtig thailändisch!!

Ich wohne mit meiner Gastmutter, Gastvater, Gastschwester und 2 „Gasthunden“ zusammen. Mein Gastbruder studiert in BKK und wohnt nicht hier. Aber mein Gastgrossvater kommt manchmal um auf die Hunde auf zu passen.
Ich musste weder die Schule noch die Stadt wechseln. Das war sehr gut! Meine Gastschwester ist gleich alt wie ich und geht an die gleiche Schule, in die Parallelklasse. Sie kenne ich auch erst seit Montag, seit ich in der neuen Klasse bin. Aber es ist als würde  ich sie schon immer kennen! Sie ist eine super Freundin und schon fast wie eine Schwester für mich! Sie heisst Jennie (Spitzname!) und kocht gerne und gut, was sie mir beibringen möchte.Die Hunde sind das einzig nervige bis jetzt, aber es ist schon besser geworden. Sie sind sehr aufdringlich/anhänglich und springen an einem hoch oder lecken die Füsse ab! 😮 Der eine Hund ist ein Dalmatiner und heisst Dola (oder Dora?). Sie muss immer draussen bleiben und darf nicht ins Haus. Der andere Hund heisst Coffee und ist sehr klein, ein Shisu. Sie darf nur im Haus sein. Ja, die Tierhaltung ist schon ganz anders..

Aber jetzt zum Grund, weshalb ich gewechselt habe..
Also.. Ich fühlte mich einfach immer alleine. Und meine Gastfamilie hatte nie Zeit für mich. Wir haben nie zusammen gegessen. Ich bin immer alleine an einen Tisch im Restaurant gesessen und dann wurde mir serviert, was ich wollte. Es war mehr wie in einem Hotel. Aber das ist ja der Witz am Austauschjahr, dass man eben nicht in einem Hotel wohnt, sondern in einer Familie!
Gegen das „Alleinsein“ habe ich dann einfach Sachen unternommen, wie z.B. Sukhothai. Aber ich kam nie gerne „nach Hause“ und mir fehlte halt einfach eine Familie.
Jetzt habe ich kein warmes Wasser mehr zum Duschen, das Essen wird nicht mehr serviert, ich muss abwaschen helfen, und und und. Aber es gefällt mir!! Ich fühle mich soooooo gut!! 😀

Ich hoffe das bleibt das ganze Jahr so! (Also die restlichen 8 Monate..)

Auch wurde ich immer von Angestellten gefahren und manchmal haben diese mich einfach „nach Hause“ gebracht, obwohl ich zum Taekwondo gehen wollte! Und ich konnte  nicht mit ihnen reden, da sie kein Englisch verstehen und der Gastfamilie hatte ich es zwar gesagt, sie hatten es dann irgendwie vergessen oder so..Da habe ich mich immer total gestresst gefühlt, ich wusste nie wohin man mich heute bringt..

Doch jetzt ist alles gut! Bin einfach extrem glücklich!! 😀 😀 😀

Im Oktober habe ich das erste Mal Ferien, einen ganzen Monat lang! Dann wird ein weiteres YFU-Camp stattfinden. Darauf freue ich mich schon jetzt! Alle andern Austauschschüler zu sehen und Erlebnisse aus zu tauschen..

Fotos von der Gastfamilie, dem Hause und dem Zimmer u.s.w. kommt später! VERSPROCHEN! 😉

Jetzt geniesse ich mein Leben und mein Jahr in vollen Zügen!

Herzlich Eure

Lilian