YFU Switzerland

Auf nach down under!

Hei, mein Name ist Lia, ich bin 17 Jahre alt und werde mein Austauschjahr in down under verbringen. Meine Gastfamilie lebt in Neuseeland, besser gesagt in Christchurch. Dies ist die 3 grösste Stadt und liegt auf der Südinsel. Auf der Nordinsel liegt Wellington (Hauptstadt) und Auckland. Auf dieser Insel von Neuseeland leben ca. 4 Millionen Menschen. Die Südinsel ist weniger dicht besiedelt, etwa 1 Million, und hat vor allem grüne Graslandschaften mit Schafe und Berge.

Ich bekam meine Gastfamilie ca. 6 Wochen vor meine Abflug und hatte immer wieder per Mail Kontakt mit ihnen. Und dann, am 21. Juli, es war so weit. Der Tag meines Abfluges ins Land der grossen weissen Wolke!

Meinen letzten Abend verbrach ich mit einem Abschlussapéro mit engen Verwandten und Freunden und einem späten „Aareschwum“, was in Bern so üblich ist. Seit ca. zwei Wochen lagen in meinem, sowie im Zimmer meiner Schwester überall meine Habseligkeiten und Kleider herum. Eigentlich war alles parat nur halt noch nichts im Koffer, da ich dies immer ein wenig aufgeschoben habe. Der Koffer durfte max. 23kg wiegen, was schnell erreicht war und mich ein wenig in Panik versetzte, da ich noch einige Dinge hatte die ich für ein ganzes Jahr mitnehmen wollte. Nach einigem Aussortieren und googlen entschied ich mich noch einen weiteren kleinen Handgepäckkoffer zu nehmen in dem ich nochmals zusätzliche 8kg mitnehmen durfte.

Meine Eltern, Schwester und zwei meiner besten Freundinnen begleiteten mich zum Flughafen. Mein Flug nach Singapur war einer der letzten, 22:45h. Wir assen nochmals gemeinsam auf der Flughafenterasse. Ich wurde von Zeit zu Zeit immer wie nervöser und aufgeregter und gleichzeitig auch traurig, da die tränenreichste Verabschiedung direkt vor mir lag. Ruckzuck durch den Security Check und ab ins Duty-Free Paradies und weiter zur Passportkontrolle, wo ich eine Weile warten musste. Die Frau am Schalter war sehr freundlich und fragte mich ob ich alleine reiste und wie lange ich in Neuseeland bleiben werde. Weiter ging es mit der Skybahn zum Gate E, wobei alle sich wie eine Horde Elefanten in die Bahn stürzten und dabei Jodelgesang und Alphorngebläse aus den Lautsprechern erklang.

Der erste 12 Stunden Flug gingen sehr schnell vorbei. Ich schlief die meiste Zeit und sah dabei einen wunderschönen Sonnenaufgang während alle anderen noch schliefen. In Singapur hatte ich etwa eineinhalb Stunden Zeit um Gate zu wechseln. Weiter im Flugzeug sass ich neben einem waschechten Kiwi aus Christchurch, der sofort mit mir zu plaudern begann, Tipps gab und Fragen stellte. Auch diesen Flug verbrach ich die meiste Zeit mit schlafen. Nach einigem rütteln und schütteln und starkem Wind brachen wir durch die Wolkenschicht hindurch und ich sah das zum ersten Mal das Land der grossen weissen Wolken. Schneeberge und grün, braune Felder strecken sich vom einem Horizont bis zur Meeresküste.

Unser Flug traf eine Stunde früher als geplant ein. Obwohl ich noch durch die Passportkontrolle und den sehr strengen Zoll musste (sie haben strenge Regel, was man einfliegen darf und was nicht. Vor allem bei Essen sind sie sehr misstrauisch, deshalb lassen sie auch das Gepäck von einem Hund ab schnüffeln) war ich bevor meine Gasfamilie am Flughafen eintraf schon draussen. Etwa fünf Minuten später kamen sie mit einem Plakat angerannt, das sie eigentlich hoch heben wollten. Meine Gastmutter sowie Gastvater, meine jüngere Gastschwester (15, ist in High School), meine ein Jahr ältere Gastschwester (18, studiert, kam im Januar von ihrem Austauschjahr in Argentinien zurück) und meine älteste Gastschwester (21, studiert) kamen mich am Flughafen abholen. Mein Gastbruder (24, Builder) lernte ich am Abend kennen. Sofort wurde ich umarmt, herzlich willkommen geheissen, ausgefragt wie der Flug war und sicher nach Hause gebracht.

Es war sehr komisch in einem Auto zu fahren, bei dem das Steuerrad auf der Linken Seite ist. Wenn man die Strasse zu Fuss überqueren muss, sollte man besonders vorsichtig sein, da man automatisch zuerst auf die Falschen Seite schaut. Das Jetlag spüre ich vor allem abends, da ich zwischen fünf und sechs schon todmüde bin. Doch die grösste Umstellung, abgesehen, dass sie auf der anderen Strassenseite Auto fahren, ist die Temperatur! Am Morgen hat es Frost und durch den Tag ist es zwischen 11 – 14 Grad und die Häuser sind nicht sehr gut Isoliert. Meine Gastfamilie hat keine Zentralheizung im Haus und nur im Wohnzimmer, Küche, Gang und Badezimmer (einen sehr kleinen) Elektrische Heizungen.

Bis bald und giesst die Sonne, wenn ihr welche habt

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