YFU Switzerland

Ruta de los Vulcanos

 

(Ja ich weiss ich habe euch nun lange warten lassen mit einem neuen Blog aber nun ist er da, und ich weiss ihr wartet auch noch auf meinen Blog über meine neue Schule, der wird auch so bald wie möglich kommen)

Nach dem ich samstags am 8 März meine Ballettaufführung hatte, ging’s am Sonntagnachmittag auf meine dritte YFU Reise. Dieses Mal habe ich nicht Kleidung für warme Tage eingepackt, sondern das wärmste was ich dabei habe. Dazu auch noch Handschuhe und Kappe. Die ich von meiner lieben Gastmutti ausgeliehen gekriegt habe.  Den ersten Tag haben wir erst einmal in Quito verbracht. Wir wurden durch die grosse Stadt herum geführt und  sahen uns einige Kirchen an und sonstige wichtige Sachen. Am Nachmittag waren wir am „midad del mundo.“ Also an dem Punkt wo die Erde in Nord- und Südhalbkugel getrennt wird. Wie ihr ja vermutlich schon wisst dachte ich dass ich dort schon war. Ganz am Anfang von meinem Austausch.  Naja ich habe dann erfahren dass es zwei „midad del mundo“ gibt. Ein richtiger und einer der um etwa 100 Meter verschoben ist. An dem ich war, das erste Mal ist der bekannte touristische „Erdmittelpunkt“ aber ist auch dieser der nicht richtig ist. Wir waren dann mit der Reise genau am anderen. Von dem aus, man den zweiten sehen konnte. Der Richtige ist nie so prunkvoll wie der Falsche. Es hat ein Museum auch eine Linie und ein paar Holz und Ton Figuren aus verschiedenen Kulturen.

Habt ihr gewusst, dass die Erdschwingungen am Mittelpunkt ganz anders sind und sich darum auf genau dieser Linie des Erdmittelpunktes sich die Sachen anders verhalten, dass einige Sachen einfacher sind andere schwieriger. Habt ihr gewusst, dass man auf dieser Linie ein rohes Ei auf einem Nagel zum stehen kriegt? Wenn ihr das aber bei euch zu Hause machen wollt, wird das nicht funktionieren. Auch hat man weder Kraft noch Gleichgewicht auf dieser Linie und das nur wegen den Schwingungen. Es ist schon noch krass, wenn man plötzlich keine Kraft mehr hat sich zu wehren und das Gleichgewicht nicht mehr so ist wie es sein müsste. Wusstet ihr dass wenn man einen Wasserstrudel auf der Linie des Erdmittelpunktes produzieren will, kann keiner entstehen, weil es keine richtige Erddrehung gibt, das Wasser läuft einfach gerade ohne Strudel hinunter. Wenn man sich aber um zwei Meter in den Süden verschiebt und einen Wasserstrudel produziert, wir der in Uhrzeigerrichtung abfliessen. Verschiebt man sich nun aber zwei Meter in den Norden wo wir alle Leben, sieht man den Strudel im Gegenuhrzeigersinn abfliessen, und das viel stärker als im Süden, das liegt daran, dass es auf der Nordhalbkugel mehr Land als Wasser hat und darum die Schwingung stärker ist.

Danach ging bei ziemlich üblem Wetter auf den Téléferico in Quito. Oben angekommen hatten wir weder Sonne noch Aussicht. Nur Nieselregen und Nebel haben uns angetroffen und dazu eine erklimmende Kälte.

Nach einer viel zu kurzen Nacht in Quito ging’s am nächsten Tag zur „Laguna de cuichocha.“ Da wo ich auch schon war mit anderen Austauschschülern. Das ist ein Kratersee der durch eine Implosion im Vulkan entstanden ist. Danach ging’s an den „Mercado artesanal“ in Otavalo Geschenke einkaufen, so richtig typisch ecuadorianische Sachen.

Am nächsten Tag hiess es alles Gepäck packen und ab Richtung Süden geht’s.  Aber Richtung Süden hiess nicht, dass es wärmer wurde, nein im Gegenteil, wir zogen unser Winterzeugs an. Handschuhe, Kappe, Schal, Stülpen, und 3 bis 4 Pullover, denn es sollte auf den Cotopaxi gehen. Wo es bekanntlich sehr kalt ist und es Schnee hat. Da es unser Ziel war, bis zu den Gletschern aufzusteigen, die auf 5000 Höhenmeter lagen, brauchte es schon ein wenig an Kondition. Auf 4750 Meter ging es los mit dem anstrengenden Aufstieg. Langsam wie die Schnecken krochen wir auf dieser Höhe den Berg hinauf. Schneller ging es gar nicht, da einem sonst gleich der Atem ausblieb.

Lutscher essend kroch auch ich den Berg hinauf. Die erste kleine Pause machten wir dann auf 4864 Höhenmeter. Dann ging es noch weiter nach oben bis auf 5000. Glücklich aber völlig ausser Atem kamen wir dann beim Gletscher an, wo wir auch ordentlich Fotos geschossen haben. Nach schon kurzer Zeit ging’s dann Berg abwärts was ordentlich schneller ging, da wir die Mehrheit der Zeit runter gerannt sind. Natürlich musste ich da wieder einen kleinen Unfall bauen, so wie auf jeder Reise. Ich flog hin während dem rennen und habe mir die Hand ganz wenig aufgeschürft. Naja aber mehr war‘s dann auch nicht. Zurück im Bus haben wir dann erst einmal uns aufgewärmt und unsere Schuhe von Vulkansteinen entfernt. Auf dem Weg nach ganz unten bekamen die meisten so richtig üble Kopfschmerzen und Übelkeitsgefühle. So richtig typisch Höhenkrankheit. Übermüdet gab es dann noch eine kleine City Tour in Riobamba wo wir auch die nächste Nacht verbracht haben, bevor es am nächsten Tag auf den nächsten Vulkan los ging. Morgens um 7 Uhr mussten wir wieder mit unserem Gepäck bereit stehen. Und los ging‘s auf den Chimborazo. Wir stiegen von 4800 Höhenmetern bis auf 5100 Höhenmetern zu einer Lagune. Es ging schon viel leichter mit dem Atmen als am vorherigen Tag und allgemein kamen wir viel schneller voran, obwohl es zwischen durch mal noch geschneit hat und wir kaum Sicht hatten. Auch hatte ich danach nicht mehr so üble Kopfschmerzen wie am vorherigen Tag.

Wusstet ihr, dass wenn man den Chimborazo bis nach ganz oben erklimmt, wo es einen grossen See gibt, was auf fast 6300 Metern liegt, sich am Sonnennächsten Ort den es auf der ganzen Erde gibt, ist?

Ja da fragt ihr euch sicher, wie das kommen kann, denn der Mount Everst ist ja mit seinen 8850 Metern ja viel höher. Aber bekanntlich ist ja die Erde ein leichtes Oval und zudem ist die Äquatorlinie der Ort der im Allgemeinen am nächsten bei der Sonne liegt.

Übernachten durften wir dann in Ambato, aber ohne viel von der Stadt zu sehen machten wir uns am nächsten Tag auf den längeren Weg nach Cuenca.

Wir machten eine langsame Zugfahrt zur „Nariz del Diablo“ (Nase des Teufels) es war zwar ein schöner Ort mit vielen Bergen, aber die Teufelsnase habe ich nicht erkannt. Also gesehen schon hätte, es aber nie als eine Nase bezeichnet.

Nach weiteren Stunden Busfahrt kamen wir dann abends in der wunderschönen Stadt Cuenca an. Wo wir nur noch ins Bett gefallen sind, damit wir am nächsten Tag genügen Kraft hatten, um zwei Stunden in einem wunderschönen Nationalpark herum zu gehen und uns einfach über die Natur zu freuen, und uns immer wieder von neuem zu überzeugen, dass wir anhand der Natur eines der schönsten Länder ausgewählt haben für unser Austausch.

Es gab wunderschöne Seen, Blumen, Tiere, es war einfach Traumhaft schön. Mit Anbruch des nächsten Tages kam dann auch schon der letzte Tag, an dem wir uns was anschauten. Wir haben eine Stadtführung gemacht und durften noch eine Sombrerofabrik anschauen. Dort haben wir denn Prozess gesehen, wie Strohhüte gemacht werden. Auch durften wir uns alle einen anziehen um damit ein Gruppenfoto mit ganz verschiedenen Hüten zu machen.

Die Hüte waren so unterschiedlich wie sie es nur sein konnten, es hatte so richtig Farbige, aber auch einfarbige, kleine wie auch übermässig grosse, teure wie auch billige, es hatte sogar Hüte, welche verschiedene Landesflaggen abbilden.

Die Reise durften wir dann abends noch in einer Discothek tanzend abschliessen, bevor es dann am nächsten Tag an die 9 Sündige Fahrt nach Quito los ging.

Somit hatte dann die Reise auch schon geendet und somit auch die letzte YFU Reise für mich, da ich nicht mit auf die Galapagosinseln gehe.