YFU Switzerland

Ferien in Atuntaqui der Textilstadt

Ich hatte das Privileg, dass ich fünf Tage nach Atuntaqui in die Ferien fahren durfte, wo ich mit drei anderen Austauschschülern Charlotte, Laura, Carl bei einer Missionarsfamilie unterkommen durfte.

Nach dem ich bei mir in der Stadt fast zwei Stunden auf die andern drei von Latagunga gewartet habe, um in denselben Bus einzusteigen kamen wir dann nach 3 Stunden Busfahrt endlich in Atuntaqui an, wo wir herzlich empfangen wurden. Wir hatten super Essen dort, Regula die Mutter dieses Hauses macht immer selber Brötchen, es waren so geniale Brötchen, was natürlich der Traum war, wenn man nun 5 Monate immer nur Weissbrot gegessen hatte. Im Allgemeinen durften wir eine super Zeit dort verbringen und hatten eine super geniale Beratung, was man alles an Ausflügen machen kann. So hatten wir natürlich viel unternehmen können.

Atuntaqui ist ein kleineres Städtchen, welches super ruhig ist und nicht ganz so gefährlich wie viele andere Orte. Die Stadt liegt nördlich von Quito zwischen Otavalo und Ibarra. Die Stadt ist sehr bekannt für Textilsachen. Dort kann man so richtig billig Kleider einkaufen gehen. Leider hatten wir alle kein Geld, so dass wir uns nichts kaufen konnten.

Da wir bei einer Missionarsfamilie waren, durften wir gerade noch am Jugendprogramm der Kirche teilnehmen. Sie haben eine Art Kleingruppe, da treffen sich immer einige Jugendliche im Park, wo sie dann den Freitagabend zusammen verbringen. Auch wir durften mit, was ich super genial fand, dazu war gerade noch Karneval was dazu beigetragen hatte, dass dadurch sehr viele Leute im Park gewesen waren. Auch gehen sie mit einer Gruppe jeden Dienstagabend in der Nähe Unihockey spielen, hier ist Unihockey ganz und gar nicht bekannt, und deswegen hat es auch immer einen Ansturm von Kindern und Jugendlichen die mit spielen wollen. Wir 4 Austauschschüler und Mishell ein Mädchen, welches bei den Missionaren wohnt, gingen am Donnerstag dort Unihockey spielen. Wir begannen zu fünft schlussendlich waren wir dann aber zu zehnt und 10 andere haben uns noch zu geschaut.

Wie gesagt haben wir super viel unternommen. Wir waren einmal an einem Kratersee „laguna de cuicocha“ wo wir eine super Aussicht hatten und eine Führung auf dem Boot hatte, welches uns über den Kratersee gefahren hat.  Aus dem Wasser siegen Luftblasen, und der Boden war gelb eingefärbt durch das Schwefel des Vulkans. Auch waren wir in einem Städtchen wo sich „La Ciudad del Cuero Cotacachi“ nennt, was übersetzt die Stadt des Leders Cotacachi heisst. Dort wurden alle mögliche Leder Gegenstände, Kleidung, Taschen, Schuhe und Gürtel….. verkauft für sehr gute Preise.

Dann gingen wir einmal mit einem Zug von Ibarra bis nach Salinas (ist aber ein anders Salinas als das am Meer) Hier ist Zuffahren eher unbekannt, und es machen nur die Touristen, dem entsprechend ist es auch viel teurer. Salinas ist die Stadt der schwarzen Ecuadorianer, dort wurden wir mit einem Traditionellen Tanz begrüsst, wo Charlotte und ich gerade mit tanzen durften. Auch wurde uns in einer Führung die Geschichte erzählt, wieso es hier so viele Schwarze hat. Früher waren es mal die Sklaven, die von Afrika nach Südamerika verschleppt wurden.

Man hatte so richtig gemerkt, dass es eine Touristenführung ist, denn sie wollten uns Mittagessen für 5 Dollar andrehen, was natürlich völlig überteuert ist, da wir 4 aber keine Lust hatten so teuer zu essen, und vor allem hatten wir auch kein Geld gingen wir eine andere Essensmöglichkeit suchen, schlussendlich haben wir Pommes mit Würstchen für 50 Centavos gefunden.

Dann gingen wir noch an den Mercado artesania in Otavalo. Das ist der grösste Markt an dem man solche Typisch ecuadorianische Sachen kaufen kann. Dort werde ich sicher nochmal hingehen um Geschenke zu kaufen. Es hat sich wirklich als sehr grosser Markt erwiesen, wir haben es in 3h nicht annähernd geschafft den ganzen Markt zu durchqueren.

Zum Schluss gingen wir auch noch an einen See und noch an einen Wasserfall.

Über den Wasserfall erzähle ich euch auch noch mehr denn dies war wieder einmal sehr abenteuerlich. An den Wasserfall gingen wir am letzten Tag, am Sonntag nach der Kirche. Da ich allerdings auch noch der Laura die Haare geschnitten habe, kamen wir erst sehr spät los.

Da alle Buse Randvoll waren, fuhren sie alle an uns vorbei und nahmen uns nicht mit. So mussten wir  ein Camioneta nehmen. Was ein Auto ist mit Ladefläche hinten drauf.  Als wir dann endlich beim Wasserfall ankamen, mussten wir natürlich Fotos machen. Wir stellten uns auf einen Stein, nahe beim Wasserfall, danach war man zwar von hinten so richtig nass, aber es gab gute Fotos. Es gab drei Wasserfälle, so stiegen wir einen Weg nach oben zum zweiten Wasserfall. Dort konnte man durch ein Tunnel gehen, welches ein Meter hoch war und kam ein paar Meter weiter hinten wieder heraus. Leider sah man von dort aus dem Wasserfall noch nicht. So stiegen wir ins Wasser, welches erstaunlicherweise nicht einmal so kalt war, um den Wasserfall zu sehen. Als wir dann aber genug hatten vom zweiten Wasserfall wollten wir zum Dritten hoch steigen, was sich aber eher schwieriger entpuppte, erst einmal kletterten wir eine fast senkrechte Wand hinauf, dann über ein 30 cm breiten Steg welcher sich oberhalb der Schlucht befand, aber dann war es auch schon zu Ende mit dem Weg und so kehrten wir auf der anderen Seite des Wasserfalls zurück, wo wir an einem sehr stark reissenden Fluss entlang gingen.

Da baute ich auch schon wieder einen Unfall. Ich bin hier wohl ein wenig geübt im Unfall bauen. Ich war die letzte Person von den 7 Leuten die wir waren. Wir mussten einen Weg hinunter gehen, welcher nicht wirklich ein Weg war. Es hatte rechts neben und eine Mauer hinter welcher der reissende Fluss entlang ging und links von uns ein Abhang.  Dazu musste man dann von Stein zu Stein hüpfen. Da meine Schuhe leicht nass waren, der Stein auch nass war und ich mich dazu nicht gut an der Mauer fest gehalten habe, war ich ausgerutscht und zwei Meter weiter unten liegen geblieben. Ich hatte einen ziemlichen Schock, da ich nicht wusste wie weit ich noch fallen werde. Zum Glück gab es dann aber gerade eine Flache Fläche wo ich liegen blieb. Meine Freunde hatten nur noch den Schrei gehört und dann war ich verschwunden gewesen. Zum Glück hat mich Carl dann hochgezogen, denn alleine hätte ich es wohl nicht geschafft, da es zu hoch war. Und auch da hatte ich wieder einen Schutzengel bei mir, denn ich habe mich nirgends angeschlagen. Mir taten ausser die Fingerspitzen, mit denen ich mich an allen möglichen Orten versuchte fest zu klammern nichts weh.

Nach dem wir dann Montags in das Gästebuch der Familie hinein geschrieben haben, machten wir uns auch schon wieder auf den nach Hause weg. Wo wir im Bus super Gespräche hatten  mit unsern Sitznachbarn. Auf ein baldiges Wiedersehen mit dieser Familie freue ich mich jetzt schon.