YFU Switzerland

Ruta del Sol, die Reise der Küste entlang

Während ihr im kalten nassen Winter sasst und immer noch sitzt war ich mit YFU eine Woche am Meer. Es war so genial, und stellt euch vor, ich habe mir nicht einmal einen Sonnenbrand eingeholt. Habe mich aber auch täglich bis zu 3-mal mit einer 50er Sonnencreme eingeschmiert. Was hier aber auch nötig ist.

 

Am Samstag den 18.1 habe ich mich mit Laura, eine Deutsche Austauschschülerin getroffen, die auch in meiner Stadt wohnt um uns unsere Stadt zum ersten mal so richtig anzuschauen, nach 5 Monaten. Nach einer sehr unbequemen Nacht und wenig Schlaf im Zimmer von Laura ging’s dann Sonntagmorgen früh nach Quito. Wo wir uns dann mit allen anderen getroffen haben.

Nach einer langen Nacht im Bus kamen wir am frühen Morgen in Puerto Lopez an. Nach einem abkühlenden Bad im Pool gingen wir nach Agua Blanca „Weisses Wasser“

Das ist eine kleine Dorfgemeinschaft in einem Naturschutzgebiet, wo wir eine Wanderung in Flipflops von etwa 2 Stunden machten bis zu einem Moorsee.  Da man uns gesagt hat, dass dieses Moor Babyhaut macht, haben wir uns von unten bis oben mit dem Zeugs vollgeschmiert, und sind dann ins warme, stinkende Moorwasser baden. Abends sassen wir dann alle in einer gemütlichen Strandbar am köstlichen Fruchtsaft trinken.

Am nächsten Tag machten wir uns früh auf den Weg auf die „Isla de Plata“ Silberinsel. Sie wird auch Galapagos für die Armen genannt. Wir hatten bis dorthin eine einstündige Fahrt im Boot. Während der Fahrt sahen wir eine Delfins Familie, es waren etwa 50 Stück. Auf der Insel angekommen machten wir in der prallen Sonne eine andere Wanderung in Flipflops von 2h.

Auf der Insel sahen wir ganz viele Blaufusstölpel die auf ihre Eier oder ihre Kleinkinder aufpassten.

Die Insel war so traumhaft schön, sie solle den Galapagos ähnlich sehen, es hatte ein super schönes Kliff wo wir natürlich übermässig viele Fotos gemacht haben. Naja leider war ich auch ein wenig ungeschickt beim Fotografieren, ich wollte gerade ein Foto machen von einer Freundin, als ich plötzlich auf dem Boden lag. Ich war mit einem Bein bis zum Knie in ein Loch gestürzt, als ich einen Schritt rückwärts machen wollte, nun hatte ich nicht nur die zwei Blasen an meinen kleinen Zehen, die ich mir im Ballet von 2,5 Stunden Spitzentanz eingefangen habe, sondern hatte mir auch noch den ganzen Knöchel aufgeschürft. Naja trotzdem ging’s dann ohne Schmerzen weiter.

Als wir dann wieder ins Boot stiegen sahen wir als erstes ein paar sehr grosse Schildkröten. Nach einer kurzen fahrt durften wir in dem schön warmen Meerwasser schnorcheln gehen, es gab ein paar schöne Fische und Korallen, man konnte 6 Meter in die Tiefe sehen.

Nach 40 Minuten im Wasser, die ziemlich ermüdend waren, ging’s dann zurück, dabei brauchten wir viel länger, da wir wieder so viele Delfine gesehen haben und die ziemlich lange verfolgt haben.

Am nächsten Morgen ging’s wieder früh los in den Nationalpark Pacoche. Dort bekamen wir ein traditionelles essen zu Gesicht, welches in so einer Tonschale fertig hergerichtet wurde. Wir sahen wie man aus so einer speziellen harten Frucht, die aber nicht zum Essen ist, Sachen schnitzen kann, die machen so richtige Tiere und Schmuck daraus.

Danach ging’s zu einem Ort, wo wir zuschauen durften wie die „Panamá Hats“  von Hand gemacht werden. Ja eigentlich haben die nichts mit Panamá zu tun, da sie in Ecuador gemacht werden deswegen sollten sie „Ecuadorian hat“ heissen.

Durch das, dass der Prozess dieser Hüte zwischen 1 und 8 Monaten dauert weil sie fein von Hand angefertigt sind, sind sie dementsprechend auch sehr teuer. Ich durfte ausprobieren wie das funktioniert, ist nicht ganz so schwierig wie gedacht aber eine ziemlich knifflige Arbeit von da her kommt man nur ganz langsam vorwärts.

Und stellt euch vor, man kann diese Hüte sogar bügeln, wenn sie knicke darin haben.

Die billigsten dieser Hüte kriegst du für 40 Dollar, die sind aber nicht so fein, die ganz fein geflochtenen kosten schon mal bis zu 800 Dollar. Nach ein paar wunderschönen Naturfotos gab es dann ein nächster Halt wo wir Zuckerrohrsaft probieren durften, welches ein Maultier gerade frisch aus dem Zuckerrohr heraus gepresst hatte. Auch sahen wir den Prozess wie aus diesem Sirup dann nach 3 Stündigem Rühren ein Zucker entsteht, den wir natürlich auch probieren durften. Auch sahen wir einen Affen aber leider nur sehr weit entfernt

Den Nachmittag durften wir am Strand von Manta verbringen, bevor es dann wieder ins Hotel ging. Am nächsten Tag hiess es aufzubrechen um nach Montanita zu gehen, das ist eine richtige Touristenstadt. Davor gingen wir aber in ein kleines Tiermuseum wo wir Babyschildkröten sahen, wieder diese Blaufusstölpel, ein Seehund, viele verschiedene Fische, und Meerestiere.

In Montanita war alles überteuert in den Läden, aber der Strassenmarkt war genial und nicht zu teuer. Ich kaufte mir dort eine Kette in Form eines Notenschlüssels aus Metall und mit einem echten Stein also einer dieser farbigen Steinen, auch kaufte ich mir ein Armband und Oberarmarmband aus Metall und diesen Steinen.

Da wir dort nicht übernachten durften, weil es so eine richtige Hippiestadt ist und Marihuana legal ist, ging es dann weiter nach Salinas welcher der westlichste Punkt von Ecuador ist. Abends gingen wir alle zusammen in eine Bar tanzen. Nachts um 2 Uhr gingen wir dann noch zu dritt mit einem Leiter im Meer baden.

 

Es war ein wenig eine lustige Situation, da wir so heiss hatten, nach dem Tanzen, fragten wir den Leiter ob wir noch Baden dürfen, er wollte zuerst nicht so richtig was sagen, da wir ja auch kein Badezeugs an hatten, er hat es uns dann doch erlaubt, aber da wir keine Lust hatten auf unsere Zimmer zu gehen um uns umziehen gingen wir halt alle mit Unterwäsche baden, naja das hat der uns aber zuerst nicht geglaubt dass wir das wirklich machen werden, da man das in Ecuador nicht macht, man geht mit Kleidern oder Badezeugs baden aber nicht in Unterwäsche, dementsprechend wurden wir auch blöd vom Leiter angestarrt, aber das ging dann aber auch schnell vorbei.

 

Nach der kurzen Nacht, welches ich im gleichen kleinen Bett wie meine Kollegin verbracht hatte, da ich keine Lust mehr hatte auf das Hochbett zu steigen für 2 Stunden Schlaf, und vor allem war das Bett völlig schräg so dass ich Angst hatte, dass ich runter fallen würde

Am nächsten Tag ging’s dann nochmals auf eine Insel die schon zu Guayaquil gehört.  Es war eine Insel die nur von Vögeln bewohnt wurde.

Auf dem Rückweg konnten wir dann nochmals Delfine sehen, dieses Mal waren es aber Flussdelfine und nicht Meeresdelfine. Diese sprangen nicht so hoch, kamen aber dafür direkt bis zum Boot. Am Abend kamen wir dann um 7 Uhr in Guayaquil der grössten und gefährlichsten Stadt von Ecuador an. Wir sahen uns eine Kirche an, und den Park der Leguane, die ganzen Bäume des Parks waren voll von Leguanen. Als wir von dort aus dann zu einem Leuchtturm liefen, der auf einem Berg stand lief uns die ganze Zeit ein Typ nach. Das machte einem schon ein wenig Angst, wenn du merkst da verfolgt uns einer, weil er genau weiss, dass wir Kameras und Geld dabei haben.

Naja zum Glück war dann nichts passiert. Als wir nach 444 Treppenstufen und viel Schweiss endlich oben ankamen durften wir dafür umso eine schönere Aussicht über Guayaquil geniessen.

Am nächsten Tag hiess es schon wieder die 10 stündige Reise nach Quito an zu treten.

Müde und mehr oder weniger glücklich kamen wir im kalten Quito an, wo es so richtig geregnet hat und dazu taten uns unsere Bäuche weh, da wir beim Mittagessen irgendwelche Bohnen gegessen haben die wir wohl nicht so gut vertragen haben. Nach einer Nacht in einem 4er Zimmer mit 5 Personen.

Bestieg ich nach der eigentlichen Reise mit Laura aus Deutschland und Bernt aus Belgien den Teleferico (Luftseilbahn) den uns auf 4100 Meter brachten. Oben angekommen waren wir schier erfroren, und wir bewegten uns nur noch wie alte Greise, da und sonst der Atem ausfiel. Vor allem da wir so eine grosse Höhendistanz zurückgelegt hatten. In zwei Tagen von 0 Meter auf 4100 Meter

Oben machten wir Fotos mit Lamas und gingen auch noch reiten.

Damit hat dann diese Reise auch schon wieder aufgehört und auch wir gingen nach Hause zuerst einmal schlafen.