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Weihnachten, Short und Sonnenbrand

Dieses Mal möchte ich euch über meine Festtage zwischen Weihnachten und Neujahr berichten die ich dieses Jahr mal ganz anders verbracht hatte als so gewohnt.24.12.13 Weihnachtsfest

Wie schon erwähnt hatte ich bis am 24 Dezember noch keine Weihnachtsgeschenke. So machte ich mich morgens auf den weg mit meiner Gastschwester ein paar zu kaufen. Danach ging es dann ins Haus des Grossvaters wo wir zusammen feierten. Gesamt waren wir so gegen 30 Personen. Wir haben zusammen gesessen, getanzt,“ pavo“ also Truthahn gegessen gelacht und geschwatzt. Es war so ganz Komplet was anderes, das essen spielte nicht so eine grosse Rolle wie bei uns, wir haben auf unseren Knien gegessen und ich hatte das Gefühl, dass man einfach gegessen hat um den Magen zu füllen aber nicht wie bei uns wo das eigentlich der wichtigste teil ist. Die brennenden Kerzen, die Weihnachtskekse, der Adventskalender und Kranz haben gefehlt. Auch von dem tiefgehenden, ruhigen und stille unserer Weihnachten habe ich nichts Gespürt. Im Gegenteil es war eine laute, offene und lustige Gesellschaft. Mit viel Liebe und Offenheit gemacht, wie ich bis jetzt die Ecuadorianer kennen gelernt habe. Geschenke wurden wie bei uns am Schluss verteilt. Ich habe einen Sack voll Süssigkeiten gekriegt, ein kleines Stofftier und Schokolade, die aber meine Gastbrüder noch am gleichen Abend verschlungen hatten, da sie nicht wussten dass sie mir gehörten. Dann noch ein t-Shirt so richtig typisch ecuadorianisch. Und ein Schlüsselbrett mit dem Cotopaxi (Vulkan) und traditionell gekleideten Ecuadorianer drauf.

Es war eine schöne Erfahrung zu sehen, wie andere Leute Weihnachten feiern trotzdem freue ich mich auch wieder auf Weihnachten wie sie bei uns gefeiert werden

<weinachtsfest

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25-28.12.13 Strandferien

Nach dem Weihnachtsfest standen wir am Morgen um halb 5 Uhr auf um ans Meer zu fahren. Leider konnte die Gastmutter nicht mit kommen da sie keine Ferien hatte.

Dafür waren noch meine Gasttante mit ihren 2 Söhnen, die Gastgrosseltern und eine Freundesfamilie mit nochmals zwei Söhnen dabei.

Das Wetter war blendend, super schöne Sonne. Dort wo wir übernachtet hatten, hatte  es ein riesiger Weihnachtsbaum. Das hatte für mich so richtig nicht gepasst, es ist Dezember, es ist Weihnachten, es hat ein Tannenbaum, es ist knalle heiss, es hat Sonne und es sind 30 Grad. Wie passt das zusammen. Trotzdem war es genial einmal Weihnachten so zu verbringen. Gefestet haben wir allerdings nicht mehr. Die Sonne war wieder mal so stark, dass niemand von uns ohne Sonnenbrand davon gekommen ist. Dafür bin ich nun schön gebräunt.

Tannenbaum am Meer

Tannenbaum am Meer

Strand

Strand

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28-31.12.13 Abenteuerliche Reise

Am 28 Dezember mitten in der Nacht ging’s auf eine abenteuerlich Reise. Paola und ich durften mit der Tante und ihren zwei Söhnen noch weiter reisen. Wir fuhren von Esmeralda am Meer nach Santo Domingo, wo wir ihren Mann, den Bruder des Mannes und die Mutter dieser zweien erwarteten.

Wir kamen dort so gegen 1 Uhr an. Da aber die anderen drei noch nicht angekommen waren, und wir nicht wussten wo wir übernachten werden, hielten wir einfach mal bei einer Tankstelle an um dort auf die anderen zu warten. Ja und da lief uns das Auto nicht mehr an, da die Batterie schon seit einiger Zeit leer war. Naja so sassen wir dann an dieser Tankstelle völlig übermüdet, in einem Auto das nicht mehr anspringen wollte, und mit einem fürchterlichen Gestank, den einem schier zum erbrechen brachte. Und so verging über eine Stunde bis die anderen drei endlich kamen. Als sie dann endlich da waren, brachte der Vater das Auto wieder zum fahren, da er nun in diesem Auto sitzen blieb, musste ich ins adere Auto wechseln, auf dem Weg zu unserem Schlafplatz bauten wir auch schier einen Unfall. Es hatte in der Mitte der Strasse einen 15 cm hohen und 30 cm breiten Betonstreifen gehabt wie das Bord eines Gehsteiges. Es hatte keine Lichtreflektionen gehabt nichts, man hat es kaum gesehen, wir fuhren direkt auf das Ding zu einen Meter davor habe ich es bemerkt, der Fahrer konnte gerade noch auf meinen Schrei das Steuerrad um 180 Grad wenden und wir flogen nur halb über dieses Ding. Durch diesen kleinen Unfall, hatte sich das Steuerrad verdreht, so dass es mit der andere reise die noch vor uns lag noch geflickt werden musste.

Landschaft 4

Landschaft 4

Landschaft 3

Landschaft 3

Landschaft 2

Landschaft 2

Landschaft 1

Landschaft 1

ich mit einer traditionell gekleideten Ecuadorianerin

ich mit einer traditionell gekleideten Ecuadorianerin

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in einem Park

in einem Park

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach diesem Zwischenfall kamen wir dann um 3 Uhr bei einer Familie an, bei der wir übernachten durften. Als wir ankamen hat die Mutter ihre zwei Kinder geweckt und ist mit denen zu der Grossmutter gelaufen um dort weiter zu schlafen, damit wir überhaupt Platz im Haus haben.

Es war ein kleines Haus mit zwei Schlafzimmern. Im ganzen Haus hatte es keine einzige Türe mit Ausnahme die Haustüre, alle anderen räume hatten keine Türen nicht einmal das kleine Badezimmer welches sie hatten, dass konnte man aber wenigstens mit einem Duschvorhang zusammen ziehen. Auch so was muss man mal erlebt haben. Ich schlief mit Paola und der Gasttante in einem Bett, die zwei Jungs mit dem Vater und seinem Bruder auf einer Luftmatratze und die Grossmutter der zwei Jungs schlief alleine im andern Bett, welches das grösste war, naja was man hier ja nicht alles für das Wohl einer älteren Frau macht. Um 8 Uhr morgens ging’s dann nach wenig Schlaf auf die 13 stündige Reise nach Piñas eine kleine Stadt nahe der Grenze zu Peru. Paola und ich fuhren mit Gustavo, dem Bruder des angeheirateten Onkels, in einem Auto die anderen im anderen. Wir mussten während der Reise mal noch die Batterie wechseln, und die anderen mussten zum Mechaniker um das Steuerrad richten zu lassen was ihnen 2 ½ Stunden geklaut hat.

Durch diese kleinen Zwischenfälle haben sie sich ziemlich verspätet, so dass wir uns aus den Augen verloren haben und wir schlussendlich an ganz verschiedenen Orten übernachtet haben.

geniales Foto bis jetzt eines meiner lieblingsfotos

geniales Foto bis jetzt eines meiner lieblingsfotos

ein wenig "Costa" Feeling.

ein wenig „Costa“ Feeling.

dieses mal ein strohhaus das besser ist.

dieses mal ein strohhaus das besser ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja gegen Ende unserer Reise, sollten wir eigentlich wieder einmal tanken gehen, leider hatte es an der einzigen Tankstelle an der wir dann gerade vorbei kamen kein Benzin mehr. Naja so machen wir uns von der einen Stadt in der wir waren ins uns noch halbstündige entfernte Piñas auf. Nach so 15 Minuten meinte Gustavo „ja nun haben wir kein Benzin mehr.“ Es hat gerade noch gereicht, ne Vierteldrehung zu machen, wo es ein wenig Platz hatte neben der Strasse. So blieben wir mit dem hinteren Teil des Autos in der Mitte der sehr gefährlichen Strasse stecken. Aber zum Glück an diesem Ort und nicht an einem anderen. Denn dort hatte es drei Häuser. Wäre es uns ein wenig vorher oder nachher passiert, wären wir mitten auf den kurvigen Strassen stecken geblieben ohne Lichter ohne Häuser.

Es hatte einen kleinen und steilen Weg hinunter zu diesen Häusern, dahinter sah man 10 Männer am Volley spiele. Wir liefen dort hin, denn es war unsere einzige Chance Benzin zu kriegen. Dort angekommen bemerkte ich, dass ich die einzige Frau bin, neh ich hatte mich überhaupt nicht angestarrt gefühlt oder so.

Die Leute dort haben uns dann ein paar Liter Benzin eines Autos abgezapft, die uns gerade ausreichten um nach Piñas zu gelangen. Dort durften wir bei einem Freund von Gustavo übernachten. Seine Wohnung war so genial eingerichtet, so kreativ mit einfachen Sachen, einen Kronleuchter aus Bierflaschen, ein Spielautomat als Kommode, einen Spiegel in Form von einer Gitarre, und mit einem Geheimfach, einen schönen Kerzenständer aus Holz.

Kochbananen in hülle und fülle

Kochbananen in hülle und fülle

Cui.... Meerschweinchen

Cui…. Meerschweinchen

cui...

cui…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Stadtrundfahrt, fielen wir dann Tod müde ins Bett. Am nächsten Morgen ging‘s ab in ein Schwimmbad, mitten in der Natur, es hatte nur 2 Häuser rund herum. Dort hatten wir so was wie ein Familienfest von der Familie des angeheirateten Onkels. Abends wurden wir dann von einer frau eingeladen, die ein Hotel hat um dort zu essen. Mit übervollen Bäuchen machten wir es uns in den Hängematten bequem. Es waren 8 Stück die in einem Kreis angebracht waren. Danach ging‘s in ein anders kleines Städtchen in der Nähe. Ich habe mich so aufgeregt, dass ich die Kamera wieder einmal nicht dabei hatte, denn ich habe noch nie ein so schönes Städtchen gesehen wie dieses und vor allem  nicht hier in Ecuador. Es ist eine sehr alte Stadt und es wohnen keine Ecuadorianer dort sondern nur Europäer. Dementsprechend ist auch der Baustil der Häuser ganz anders. Jedes Haus hat seinen eigenen stiel. Gustavo, der schon sehr viel in Europa herum gereist ist und bis vor kurzem noch in Spanien studiert hat, und ich haben uns bei jedem Haus überlegt, von welchen Land und Ort dieses Haus sein könnte. Es hat ein Haus gehabt, welches den Häusern in der Berner Altstadt bei der Uhr geglichen hat. Dann ein Haus das von Basel oder dem Appenzell stammen könnte. Am nächsten Tag ging’s am Mittag schon wieder nach Hause, da wir sonst nicht rechtzeitig für Neujahr zu Hause gewesen wären. Dieses Mal fuhr die Grossmutter und ein Cousin der zwei Jungs mit uns im Auto mit. Nach etwa 7 Stunden Fahrt. War es dann schon so spät, dass wir einen schlafplatz suchen mussten. Zum Glück hatte die Grossmutter Kontakte überall in diesem Land. So konnten wir zu Freunden von ihr gehen die völlig auf dem Land wohnen. Sie haben nun schon 6 kleine Häuschen dort, jedes Familienmitglied hat sein kleines Häuschen mit Zimmer und Badezimmer, dann haben sie einen Teich mit fischen darin, wo wir dann am Abend noch gefischt haben. Dann sind sie an einem Pool am konstruieren. Aber das genialste war die Küche es war ein kleiner Platz so 6 auf 4 Meter gross. Es hatte nur ein Dach aber keine einzig Wand. So genial, eine Küche ohne Wände, aber das kann man ja gut machen, da es dort nie richtig kalt ist. Am nächsten Morgen ging‘s dann so um 10 Uhr los um den letzten Teil unsere Heimreise entgegen zu treten.  Aus den eigentlichen 6 Stunden Fahrt die wurden es fast 9 Stunden und das wegen Neujahr und ihren Traditionen die sie da haben.

 

Gustavo mit seinem Fisch

Gustavo mit seinem Fisch

unser Fischfang

unser Fischfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.12.13 „año viejo“ altes Jahr

Während wir da so in den Bergen herumgekurvt sind, wurde uns immer wieder der Weg versperrt, mit Schnüren, ganzen Baumstämmen oder einfach nur von den Leuten. In den Bergen waren die ganzen Familien anzutreffen, die Geld gesammelt haben.

Die Grossmutter hat gemeint, mit dem Geld das die Leute da in den Bergen an Neujahr verdienen, können sie fast das ganze Jahr lang leben.

Kinder die für Año viejo Geld gesammelt haben

Kinder die für Año viejo Geld gesammelt haben

Strassensperrung

Strassensperrung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sobald man mehr in die Städte kommt, sieht man nur noch Männer die als Frauen verkleidet sind, und vor den Autos herum tanzen uns so ein wenig Kleingeld einsammeln. In den Städten ist es viel weniger eine zum überleben notwendige Tradition es wird mehr als spass gemacht.

" Frauen" 3

“ Frauen“ 3

"Frau" 2

„Frau“ 2

"Frau" 1

„Frau“ 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch sieht man überall in den Strassen „Monigote“  oder auch „viejos“ (alte) genannt das sind Stoff oder Papier Puppen, die man dann um Mitternacht verbrennt.  Ähnlich wie die bei uns an Fasnachten. Es gibt kleine Monigote aber auch wahnsinnig grosse, die grösser sind als die Häuser. Es werden Filmstars, Komikfiguren aber auch Personen dargestellt.

Es ist ein Zeichen dafür, dass das Schlechte des alten Jahres hinter sich gelassen wird man verbrennt sozusagen alles was passiert ist an schlechten Dingen.

Wenn Menschen gemacht werden, soll das denen für das nächste Jahr Glück bringen.

Monigot 2

Monigot 2

Monigot 1

Monigot 1

traditionell gekleidete Ecuadorianerin

traditionell gekleidete Ecuadorianerin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir dann um 8 Uhr endlich wieder zu Hause waren, ging‘s erst einmal nach Hause um uns zu verkleiden, hier ist es üblich sich an Neujahr zu verkleiden. Danach ging es wie man eigentlich schon erahnen kann ins Haus des Grossvaters, wo es schon sehr viele Leute hatte, die ich eigentlich alle nicht gekannt habe. Wir waren dann einfach mal dort, haben ein weinig kommuniziert und getanzt und es wurde unter den Erwachsenen auch reichlich Alkohol ausgeschenkt. Danach gab es dann Poulet, Reis und Salat zu essen. Um 12 Uhr ging‘s dann nach draussen unseren Monigoten zu verbrennen. Feliz año wurde dann jedem gewünscht mit einer herzlichen Umarmung, auch von Leuten, die man kaum kennt. Nach einem lustigen spiel, dass wir jungendlichen gespielt haben, gingen wir dann so um halb 4 Uhr morgens nach Hause. Eigentlich wollten Paola und ich dort übernachten wie alle jugendlichen, leider durften wir aber nicht, so gingen wir nach Hause, aber am nächsten Morgen waren wir um 9 Uhr schon wieder dort, und durften den ganzen Tag dort mit diesen Jugendlichen verbringen.

Ja und am Donnerstag am 2 Januar musste ich dann leider schon wieder zur Schule

unser brennender Monigot

unser brennender Monigot

Monigot den wir verbrannt haben

Monigot den wir verbrannt haben