YFU Switzerland

Komisch oder doch ganz normal Nr. 2

Hallo Leute, nun habe ich schon lange nicht mehr geschrieben, dafür geht es jetzt mit einem langen Blog über das schon einmal erwähnte Thema weiter.

Essen

  • Nicht nur das Beste vom Fleisch essen, sondern wirklich alles. Nun habe ich auch noch heraus gefunden, dass man neben Meerschweinchen, Rinderdarm, Hühnerfüsse auch die Rinderhufe,  Affenfleisch, Würmer und Schlangen isst.
  • Vergammelte oder halb vergammelte Früchte kann man immer noch verkaufen, da man ja sowieso meistens Saft daraus macht.
  • Eine Schale Pommes mit 3 kleinen Würstchen kann man bei mir an der Schule für 1 Dollar kaufen.
  • Eine ganze Zitrone mit Salz verschlingen und das zum z‘4ri…
  • Grüne Mango, die sauer ist, wird mit Salz gegessen. Auch sonst gibt es sehr viele Früchte über die man eine Menge Salz streut.
  • Die Banane ist hier so vielfältig wie bei uns die Kartoffeln. Es gibt erst mal eine Menge unterschiedlicher Sorten, die zu allem Möglichem verarbeitet wird.
  • 3 Mal täglich Reis… kein Problem ach dazu kann man auch noch Teigwaren und Kartoffeln mischen, kommt echt nicht drauf an, man isst hier alles schön durch mixt.
  • Meeresfrüchte sind hier sehr beliebt und man bekommt davon nicht nur an der Küste eine Unmenge nein auch im Gebirge. Und man kann wirklich alles essen.

 

 

Schule

  • Der grösste Unterschied machen natürlich die Uniformen
  • Wenn ein Lehrer das Schulzimmer betritt muss man aufstehen, bis der Lehrer einem die Erlaubnis gibt abzusitzen.
  • Die Haare immer zusammen gebunden haben.
  • Es gilt kurze Haare für die Jungs
  • Die Noten gehen hier von 1 bis 10 wobei die 10 das Beste ist.
  • Man bekommt für jede einzelne Hausaufgabe eine Note
  • Mit meiner alten Englisch Lehrerin beteten wir immer anfangs zur Stunde das „Vater unser auf Englisch“. Obwohl wir eigentlich eine nicht christliche Schule sind.
  • Jeden Tag formatieren wir uns um langweilige Militärkommandos auszuführen.
  • Man hat entweder nur vormittags oder nur nachmittags Schule
  • Man darf und kann das Schulgelände während der Schulzeit nicht verlassen. Da das Schulgelände mit Toren und „Wächtern“ abgesichert ist.
  • Die Lehrer Telefonieren während dem Unterricht den Schülern allerdings ist es nicht erlaubt.
  • Man nimmt kein eigenes Essen mit zur Schule man geht an die sogenannte Bar was kaufen.
  • Es gibt fast niemand der eigenständig zur Schule geht, entweder hast du einen Schulbus, oder deine Eltern bringen und holen dich.
  • Es ist normal, dass immer wieder Leute vorbei kommen mit irgendwelchen Einschränkungen um Spenden zu sammeln.
  • Pause oder Unterricht kann man nicht immer voneinander Unterscheiden.
  • Genau so wenig wie Prüfung und Unterricht. An den Prüfungen wird beschissen wie blöd.

 

 

Menschen

  • Man wohnt so lange zu Hause, bis man heiratet. (Wobei die meisten Kinder nicht so lange zu Hause sind, wie es bei meiner alten Gastfamilie der Fall ist.)
  • Fast jeden den man hier fragt, ist katholisch oder geht in eine Freikirche.
  • Hier gehöre ich mit meinen 1.67 Meter zu den grössten Mädchen, und bei den Jungs bin ich voll im Durchschnitt. Dadurch ist es schwierig als „grosse“ Person Jungs zu finden die grösser sind als du um zu tanzen.
  • Man zieht sich nicht in einem Raum um, in dem jemand ist, man geht dafür auf die Toilette. Auch wenn es das gleiche Geschlecht ist.
  • Die Ecuadorianer lieben saure Sachen.
  • Die meisten Frauen haben lange, immer schön bemalte Fingernägel. Okay die Maniküre kostet hier auch nur 2- 5 Dollar.
  • Die Jungs sind gigantische Fussballer und jeder zweite will Profifussballer werden. Dafür trainieren sie auch täglich bis zu 4 Stunden
  • Viele Menschen können hier nicht schwimmen.
  • Kampfsportarten wie Taekwondo sind hier sehr beliebt.
  • Die Menschen sind sehr stolz auf ihr Vaterland.
  • Dem Militär anzugehören ist eine Sache um stolz zu sein und eine der höchsten Stellungen die man haben kann.
  • Entweder lieben die Leute den Präsidenten oder sie hassen ihn und das sagen sie auch ziemlich offen.
  • Jeden Tag Fernsehen oder Filme schauen gehört zum normalen Alltag der Leute.
  • Eine der ersten Fragen ist immer… Hast du einen Freund?
  • Es wird ständig über das andere Geschlecht gesprochen, und sie wollen immer wissen, wer einem gefällt.  Und wenn man sagt, dass einem ein Junge gefällt, haben sie sofort das Gefühl, dass du voll verliebt bist in diesen Typen.
  • Die Jungs hier sind viel weniger scheu um ein Mädchen zum Tanz zu bitten.
  • Es gibt viel mehr Leute die Tanzen können.
  • Man begrüsst alle mit einem Küsschen auf die Wange.
  • Jedes Wochenende was mit den Grosseltern zu unternehmen ganz normal.
  • Die Menschen sind viel, viel grosszügiger als in der Schweiz. Und tolerieren auch viel mehr.
  • Sie tragen allerdings viel weniger Sorge zur Umwelt, Abfall aus dem Autofenster werfen oder sein Dreck liegen zu lassen kein Problem.
  • Die Leute schauen mich blöd an, wenn ich ihnen sagen, dass wir in der Schweiz keinen Präsidenten  haben.
  • Die Ecuadorianer empfinden, die hässlichste Schweizer Schokolade (also nach meinem Geschmack) als super fein, und finden, sie haben noch nie bessere Schokolade gegessen.
  • Wenn ein Junge dir den Arm über die Schulter legt, und so mit dir herum geht, heisst das noch lange nicht, dass man ein Paar ist.
  • Körperkontakt hat hier einen ganz anderen Stellenwert.

 

 

Sonstiges

  • Duschen, die zwischen eiskalt und kochendheiss abwechseln..
  • An jeder Ecke einen Strassenhund zu sehen ist hier ganz normal.
  • Auf den Strassen hat es überall Schwellen, so dass man nicht zu schnell fahren kann mit dem Auto. Das heisst hier aber, dass man mitten im Dorf auf 60 km/h beschleunigt und bei der Schwelle wieder auf 20 km/h hinunter bremst und das die ganze Zeit.
  • Der zweite Name ist hier sehr wichtig, man wird immer nach dem ersten und dem zweiten Namen gefragt, auch der Nachname spielt hier eine viel grössere Rolle.
  • Wenn mich die Leute fragen, wie ich zum Nachname heisse, fragen sie immer noch nach dem zweiten Nachnamen, wenn ich ihnen dann sage, dass ich nur einen Nachname habe, werde ich komisch angeschaut. Hier haben alle zwei Nachnamen zuerst den Familienname des Vaters, dann der, der Mutter.
  • Ein teurer Haarschnitt kosten hier 5 Dollar = 5 Franken. Normal sind es so 2 bis 3 Dollar.
  • Bus, Taxi und Auto fahren bringt dich in Lebensgefahr da sie alle kriminell fahren.
  • Am Strassenrand gibt es Leute, die auf dein Auto aufpassen, dir helfen ein und ausparken dafür aber dann Geld wollen.
  • Das Bus fahren kostet 25 Centavos und in der Schuluniform sogar nur 10 Centavos.
  • Beim Taxi fahren sollte man sich vorher bei Leuten Infomieren, wie viel sie für die jeweilige Strecke normal bezahlen, denn die Taxifahrer verlangen häufig mehr. Man muss dann einfach reklamieren uns sagen, nein ich zahle immer nur dies oder das und dann ist das okay.
  • Es wird ständig gehupt, immer und überall.
  • Man hört immer irgendwelche Autosirenen.
  • Man verkleinert alles.
  • Und man wird sehr häufig mit verschieden Wörtern angesprochen… wie… amiga=Freundin, mi amor=meine Liebe, mi hija=meine Tochter, mi naña=meine Schwester, guapa=hübsche, und das sogar auch von den Lehrern.
  • Der Norden von Quito ist viel reicher als der Süden, das zeigt sich vor allem an den Strassen, wie auch an der Kleidung der Leute.
  • Man muss immer aufpassen, wo man läuft, nicht dass du plötzlich einen halben Meter weiter unten steckst, weil du in ein Loch gefallen bist.
  • Man kann überall und immer Sachen vor allem Früchte auf der Strasse kaufen.
  • Zu 8 in einem kleinen 5 Plätzer zu fahren… ach macht doch nichts.
  • Die Läden haben auch sonntags offen.

 

 

So ich glaube nun habe ich wirklich genügend komische, oder doch ganz normale Sachen geschrieben. Wer weiss vielleicht gibt es dann auch noch einen dritten solchen Eintrag.