YFU Switzerland

Strand und Meer leider ohne Sonne

Freitags hatten wir Schulfrei, so ging es um 3 Uhr in der Nacht von Donnertag auf Freitag ab ins Auto ans Meer nach Esmeralda. Nach dem wir Quito verlassen hatten, fuhren wir eine Stunde Karussell. Nein eigentlich nicht, aber mir kam es so vor, eine Stunde lang ständig Bergabwärts und das mit starken links und rechts Kurven. Es kamen uns ein Haufen Lastwagen entgegen, die Sachen vom Meer ins Hochland transportieren. Teilweise musste ich die Augen schliessen, da ich Angst hatte, dass wir von der Spur abkamen oder mit einem Lastwagen zusammen krachen. Auf der Fahrt schaute ich meistens aus dem Fenster und wurde wieder aufs Neue überwältigt von dieser Natur. Wir fuhren durch ganz unterschiedliche Gebiete. Was mir sehr stark aufgefallen war, dass je weiter wir vom Gebirge herunter fuhren, ich das Gefühl hatte, je ärmer wurde es. Es hat sehr viele Strohhütten, die bewohnt sind, oder Häuser ohne Fenster nur mit einem Gitter über den Öffnungen, wobei das ja kein Problem ist, da es ja Richtung Strand das ganze Jahr durch warm ist. Nach 7 Stunden Autofahrt und nur knapp zwei Stunden Schlaf kamen wir morgens um 9 im Hotel an. Ein kleines nicht all zu teureres Hotel, da wir aber nur eine Nacht dort verbracht hatten, spielte es keine Rolle wie das Hotel war. Leider schien die Sonne nicht aber es war sehr angenehm warm, ja die ganzen zwei Tage schien die Sonne nicht, trotzdem hatte ich mich leicht verbrannt, die Sonne hier ist viel stärker so nahe am Äquator. Im Hotel zogen wir uns um und gingen an einen Strand in eine Cevichebar, in welche meine Gasteltern schon seit 18 Jahren hingehen, um dort zu frühstücken. Ceviche ist eine kalte Suppe mit viel Limette und Zwiebeln dazu kann man Fisch oder Muscheln oder Crevetten wählen. Da es das Essen hier in Ecuador ist, das ich nicht ausstehen kann, auch nach dem vierten mal probieren noch nicht, bestellte ich mit so ein Ding aus Kochbananen und Käse, super fein. Dazu ass ich ein wenig Aji, das ist eine scharfe Sauce, welche hier zu allem gegessen wird, wobei man ein wenig aufpassen muss, denn jedes Aji ist unterschiedlich scharf. Ich nahm mir also eine kleine Portion auf meinen Teller und ass den nächsten Bissen mit dem Aji das noch an meinem Löffel war… Ahhh uiii, war das scharf, ich hatte mir gleich die Zunge verbrannt. Ich hatte noch nie ein so scharfes Aji wie diesen gegessen. Weiter ging es zum Strand Casa Blanca, das ist ein anderer Strand, wo es ganz viele weisse Häuser hat, alles Bonzenhäuser, nein keinen Hotels sondern Eigentumswohnungen, ich frage mich, wie man sich diese leisten kann. Dort verbrachten wir den ganzen Nachmittag mit Fotographien, Baden, Essen. Ich probierte erstmals diese riesen Kokosnuss mit dem Kokosnusswasser darin. Super fein…..

Als wir langsam so richtig hungrig waren, fuhren wir weiter, in ein Restaurant, in dem wir etwa um 3 Uhr ankamen. Nach dem Bestellen dauerte es ewig, um halb 4 war noch nichts da, um 4 als das Fussballspiel Ecuador Uruguay anfing kam mal der erste Teller. Mit der Halbzeit, des Spieles waren dann mal die Hälfte der Teller hier. Um 6 Uhr abends kam dann auch noch der Teller von mir und dieser von meiner Gastschwester. Wobei ich dabei erstmals Krebs probierte. Naja Krebs zu Essen produziert mehr Abfall, als dass es viel Fleisch hergeben würde. Das Fleisch des Krebs ist sehr süsslich, nicht schlecht, trotzdem würde es nie zu einer Leibspeise werden von mir.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein grosser Lärm dort in dem Restaurant herrschte, als Ecuador ein Tor geschossen hatte, die ganze Menge war aufgebracht und fieberte mit. Fussball ist hier ein sehr wichtiger Sport. Ja und Ecuador hat 1:0 gewonnen.

Nach dem Essen kehrten wir dann ins Hotel zurück, bevor wir uns für den Abend fertig machten, gingen wir im Dunkeln nochmals im Meer baden. Als meine Gastschwester und ich dann bereit waren, aber der Rest noch nicht, gingen wir nach draussen um ein Fotoshooting zu machen. Wow es hatte so viele geniale Kulissen um Fotos zu machen. Als dann der Rest dann auch bereit war, gingen wir kurz an einen Markt dann aber bald zu so „Partyhütten“ wo wir uns an einen Tisch sassen, und mich mein Gastvater gerade als erstes auf dieses Podest schleppte, auf dem schon viele Leute am Tanzen waren. Meine Gastschwester und meine Gastmutter kamen dann auch noch. Könnt ihr euch vorstellen mit euren Eltern in den Ausgang gehen, und sie gehen mindestens auch so ab wir ihr? Also ich konnte mir das bis zu diesem Zeitpunkt nicht vor stellen. Als dann zwei Jungs von unserer Schule plötzlich auch da waren, verliessen die Gasteltern die Tanzfläche und überliessen uns diese mit den Jungs und den anderen Leuten. Der eine Junge schnappte sich meine Gastschwester um mit hier zu Tanzen, der andere hatte ein wenig mehr Hemmungen. Ja es war dann so, dass ich gerade Mal etwa 2 Minuten mit dem andern Jungen Tanzte. Da er überhaupt keine Ahnung vom Tanzen hatte, machte es nicht wirklich Spass mit ihm zu tanzen, so bevorzugte ich es alleine zu tanzen. Wobei ich noch kurz von irgendeinem komischen Typen belästigt wurde der beim vorbei gehen zu mir sagte „I love you“ später kam der nochmals vorbei und meinte was, allerdings verstand ich nichts von dem was er sagte. Nach 3h durch tanzen, wobei einem der Schweiss nur noch so herunter gelaufen ist, da es auf dem Podest so vollgestopft war, und man so ständig in Berührung mit andern Personen war, und natürlich, weil die Luft so richtig warm war,  holte uns dann der kleine Gastbruder von der Tanzfläche, da wir zurück gingen, da es ja schon 12 Uhr war, und die kleinen ins Bett mussten. Ich und meine Gastschwestern, teilten das Zimmer mit den Gastgrosselten, da wir ja nicht zu 6 in einem 4er Zimmer schlafen konnten. Am nächsten Morgen standen wir pünktlich auf, und nach einem kleinen Frühstück, ging es nochmals an diesen Markt, um einige Sachen zu kaufen, ich kaufte mir eine Perlenarmkette. Nach einem ausgiebigen Bad im Meer assen wir Mittag essen. Dann hiess es gut wir gehen zurück zum Hotel, damit wir dann am 2 Uhr den nach Hause weg antreten konnten. Daraus wurde „leider“ dann nichts. Wir gingen dann erst um 5 Uhr abends los. Leider schon am Samstag und nicht erst am Sonntag. Als ich so alleine auf der Hängematte sass, da Paola unter der Dusche war, kam ein junger Mann zu mir, der manchmal im Hotel mit half, wir hatten auch schon am Morgen ein wenig mit ihm gesprochen, und so quatschten wir ein wenig zusammen. Er kommt ursprünglich aus Paris, hat aber schon die Hälfte seines Lebens hier in Ecuador verbracht. Nach einem wiederholten Bad im Meer und einer ausgiebigen Dusche, also so gut wie es möglich ist mit nur einem starken Wasserstrahl und  kaltem Wasser, an der Küste gibt es nur kaltes Wasser. Und einer weiteren Unterhaltung mit diesem Typen und Paola, ging es dann wieder in die Autos um nach Hause zu fahren. Nach drei Filmen und einer Pause um zu essen, kamen wir um 12 Uhr in der Nacht zu Hause an, und vielen Todmüde ins Bett.