YFU Switzerland

Ohne Arme und Beine durch das Leben

Huhui ihr hört mal wieder was von mir und zwar eine Erzählung meines genialen Wochenendes. Es hatte zwar ziemlich langweilig begonnen, aber super geendet. Freitags als wir von der Schule nach Hause kamen, hatten Paola und ich beide keine Lust, den Abend zu Hause zu verbringen. Naja schlussendlich war es dann aber doch so…  Wir wollten nach Quito in die historische Altstadt ins „la Ronda“ dies klappte allerdings nicht aber wir holten es samstags nach.  So blieben wir zu Hause, begannen eine Staffel zu schauen. „the vampiers Diario“ wahnsinnig spannend und wir können gar nicht mehr aufhören. Es sind im ganzen 7 staffeln mit je 22 Abschnitten, die je eine halbe Stunde bis ¾ dauert. Also daran sind wir noch länger beschäftigt. Um halb neun buken wir dann mit Patricia (Gastmutter) eine Pizza, die wir dann um 10 Uhr abends verschlungen haben. Nach dem wir dann den ganzen Abend diese Staffel geschaut haben, fielen wir um halb 2 todmüde ins Bett. Samstags hatte sehr öde begonnen, da die Gasteltern nicht zu Hause waren, konnten wir nicht schon morgens was unternehmen, so machten Paola und ich uns ein Sandwich und einen Milchkaffe  und nahmen diese auf unser Zimmer. Ja ihr könnt euch ja denken was wir gemacht haben. Genau, wir schauten die Staffel weiter. Dazu chattete ich noch mit einem Kollegen von der Schule, von dem ich vor einer Woche auch meinen ersten Heiratsantrag bekommen habe, über das Handy von Paola, und das nur, weil ich 5 verschiedene Sprachen kann. Nach einem super feinen Mittagessen, wollten wir (die drei Frauen) zum Coiffeur. Was natürlich dann nicht geklappt hatte, so hatten wir halt weiter die Staffel geschaut, bis wir dann um halb 4 aufgebrochen sind. Naja wie man nicht anders erwarten kann, zu den Grosseltern. Nach zwei Stunden Fussball im Garten, Gelächter und Geschwätz neben dran, machten wir uns auf den Weg nach Quito ins „la Ronda“. Mitkamen, meine Gastfamilie, die Familie der Tante, und die Grosseltern. Ich war zwar schon einmal, am allerersten Tag, im „la ronda“ damals aber nur für eine viertel stunde. Dieses mal, war viel mehr los und es war viel eindrücklicher als beim ersten mal, das liegt wohl daran, dass wir abends gewesen waren. Als erstes kaufte mein Gastvater uns Kindern allen einen Schal für einen Dollar. Nach ein paar Fotos mit Wächtern und einem Clown, verschlangen wir eine super feine Pizza und ein Erdbeerspies, mit Schokolade. Weiter ging es in ein Restaurant eine heisse Schokolade trinken. Die meisten assen, nach dem stück Pizza noch ein Menü oder kauften sich eine Empanada ( Teigtasche mit Käse) ich wollte eigentlich nur eine Schokolade, da ich schon satt war von der Pizza, aber mein Gastvater kaufte mir auch noch eine Empanada, da er meinte, ich müsse essen. Die verschlang ich dann breitwillig auch, zwar nur zur Hälfte aber naja. Leider gingen wir dann schon wieder um halb neun nach Hause, ich hätte nichts dagegen gehabt noch ein wenig zu bleiben, aber die Kinder mussten ins Bett. So gingen wir alle wieder nach Hause, und ja genau ihr wisst die Antwort ja schon, was Paola und ich dann zu hause gemacht haben.

Jetzt muss ich euch aber noch erzählen, was es mit diesem Titel zu tun hat, den ich diesem Blog gegeben habe. Kennt ihr Nick Vujicic? Falls nicht googelt ihn mal. Nick ist ein Mann, der keine Beine und keine Arme hat, aber ein genialer Speaker ist. Ich wollte eigentlich schon lange mal an eine Veranstaltung von ihm gehen. Aber er kam nie auf Tournee in die Schweiz. Dafür bin ich jetzt in Ecuador dazu gekommen. Meine beste Freundin schrieb mir vor einer Woche „du Leonie weisst du was, Nick Vujicic ist in Ecuador auf Tour, ich weiss zwar nicht wie weit das von euch weg ist, aber vielleicht hast du mit deiner Familie die Möglichkeit dorthin zu gehen.“  Sonntags nachmittags nach der Kirche, warnen wir dann dort hin gegangen. Es war im Coliseo General Rumiñhui, das ist nur neh halbe Stunde von uns entfernt. Der Eintritt war gratis, dementsprechend hatte es auch sehr viele Leute gehabt. Die erste Stunde, dieses Events, war ziemlich  langweilig, es hatte erstmals eine Einleitung, dann einen Sänger, der zu Playback sang und dazu nicht einmal neh schöne Stimme hatte, dann sprach noch irgend ein Mann vom Militär, dann noch die ehemalige Miss Ecuador. Mann verstand allerdings nichts, da wir ganz oben in der hintersten Reihe sassen, und die Lautsprecher nicht so gut waren, für mich tönte es nur nach „murmelmurmelmurmelmurmel“ und „schschschschschmurmelmurmelschsch“ als dann Nick gekommen war, reichte es uns, und wir gingen nach unten, damit wir etwas verstehen konnten.  Zum Glück, denn die Botschaft, die Nick uns weiter gab, war umwerfend und herzberührend. Aber hört doch selber mal auf YouTube, was er so zu erzählen hat.

Ganz am Schluss, betete er noch für die Leute, die anwesend waren und für die Regierung und alles Mögliche. Für mich war dies ziemlich speziell zu sehen, also nicht, dass er betete, sondern dass die 10´000 Menschen die anwesend waren, sich erhoben und die Augen schlossen. Man muss noch bedenken, dass viele keine Christen waren. Mir ging so durch den Kopf, das könnte man in der Schweiz nicht machen. Oder es wäre zumindest nicht so, dass sich die ganze Menge erheben würde und die Augen schliessen würden.