YFU Switzerland

Endlich frei

Endlich bin ich frei…. Damit meine ich dass meine eigentliche Zeit von meinem Austauschjahr vorbei ist und ich nun unabhängig von der Organisation noch in Ecuador sein darf. Vor zwei Wochen war ich mit Chloé meiner französische Freundin am Meer. Wo wir drei super Tage verbrachten.

Am Dienstag vor einer Woche gingen wir dann noch zusammen ein Schoggifondue essen, was unsere Verabschiedung war, da ich sie darauf nicht mehr sehen sollte. Es war und ist wirklich schade, dass sie schon gegangen ist, denn sie war mir eine super Freundin hier.

Dann letzten Mittwoch hatte ich das letzte Treffen mit YFU. Was für mich so richtig komisch war, nicht weil es das letzte war, sondern weil fast alle in Aufbruchsstimmung waren, viele heulend ankamen, oder auch dort noch weiter heulten, und ich war einfach nicht in der Stimmung, weil es für mich ja noch 6 weitere Wochen gibt. Ich kam sehr durcheinander, da ich sah, dass alle sehr emotional waren, traurig die Leute zu hinterlassen, aber glücklich seine Leute wieder zu sehen, da wurde mir plötzlich klar, dass ich ja eigentlich in 2 Tagen meine Familie in die Armen schliessen könnte, hätte ich mich nicht entschieden länger zu bleiben.

Dieser Tag mit YFU hat mir leider sonst nicht viel gebracht, wir haben ausser ein paar Spiele gespielt nicht viel gemacht und auch nicht angeschaut, wie wir uns wieder einleben sollen in unserer Kultur. Donnerstags hiess es dann sich von den Austauschschülern zu verabschieden und sich auf den Weg machen in die Freiheit. Ich ging mit zwei Freundinnen eine Woche lang Ecuador ein wenig erkunden.
Wir waren zu so heissen Thermalbädern gefahren, wo wir uns dann am Donnerstagabend ganze 4 Stunden einweichen lassen haben, es war so richtig schön, ausser dass wir dann die ganze Nacht gefroren haben, da unsere Körperheizung nicht mehr so richtig mit gemacht hat.

Nach einem Tag im Bus, kamen wir am Abend im Jungel an, wo wir dann am nächsten Tag eine Jungelwanderung machen durften, wir haben ein Dorf von Uhreinwohner besucht, wo wir auch gerade bemalt wurden mit einer natürlichen Farbe und jede Bemalung hatte eine andere Bedeutung. Wir durften uns in einem abgelegenen Wasserfall duschen gehen und bekamen sonst noch schöne Sachen zu sehen.

Danach ging es dann gerade weiter an einen Ort, der weder im Jungelgebiet noch im Hochgebirge liegt, sondern dazwischen. Dort verbrachten wir 3 Nächte in einem Hostel, welches von einem Israelit geführt wurde, es hatte auch sonst wahnsinnig viele Israeliten. Am ersten Tag dort gingen wir mit 9 Israeliten zu einer Lagune, die durch eine Implosion eines Vulkanes entstanden ist. Es war einfach umwerfend schön.

Den nächsten Tag haben wir so was wie Superman gemacht. Also man sagt dem so, da man in Superman Position über eine Schlucht an einem 500m langen Drahtseil fahren kann. An diesem Ort haben wir gerade noch 3 andere Austauschschüler angetroffen, die auch noch länger bleiben.

Am Abend ging es dann nochmals in ein Thermalbad, welches aber nie so schön war, wie das am Anfang unserer Reise, da es zu viele Leute hatte.

Ja und dann waren unserer Ferien zu dritt auch schon wieder vorbei und jeder ging wieder zu seiner Gastfamilie zurück.

Meerschweinchen als Haustier oder zum Essen?

Da das Austauschjahr schon bald vorbei ist, und Chloe und ich das weitbekannte Cuy (Meerschweinchen) immer noch nicht gegessen haben. Gingen wir heute zusammen Cuy essen. Es hat hier, wo ich wohne in der Nähe einen Ort wo sehr viele Cuys verkauft werden. Wir haben zum Glück nur einen Teller für beide mit einem Viertel von einem Cuy gekauft. Der Teller kommt mit ein wenig Salat und Tomate, mit Kartoffeln an einer Erdnusssauce und dann obendrauf das Viertel Cuy.

Der Gedanke daran so ein Meerschwein zu essen ist schon ziemlich eklig, aber ich habe es trotzdem geschafft, denn ich wollte nicht zurück kehren ohne Cuy probiert zu haben.

Also aber ich muss sagen es war das erste Mal und auch das letzte Mal das ich Cuy gegessen habe, ich fand es ziemlich grauslig. Ein Fleisch kaum Geschmack, mehr Knochen und Knorpel als Fleisch, viel zu teuer (ganze 6 dollar). Und dazu ist der Geschmack komisch und vor allem kann man es kaum essen, da man das Fleisch richtig suchen muss, zwischen der Haut die ziemlich hart ist und man schlecht beissen kann und den Rippenknochen die direkt unter der Haut zum Vorschein kommen.

Aber diese Erfahrung war es wert.

 

Mein eigentliches Flugdatum wäre schon in 9 Tagen, und obwohl ich anfangs gedacht habe, nie und nimmer will ich länger in Ecuador bleiben. Vor allem wegen der Schweizerschule. Nun habe ich mich aber so krass in Land und Leute verliebt, dass ich es nicht übers Herz bekam daran zu denken schon so bald zu gehen. Zum Glück hat aber alles so geklappt, dass ich nun ganze 6 ein halb Wochen länger bleiben darf.

Vor eine Woche durfte ich nun hier auch die Schule verlassen, auch wenn ich teils froh darüber bin, bin ich auf die andere Seite ein wenig traurig, da obwohl ich meine zweite Schule nicht mochte, trotzdem ein paar wenige Leute in mein Herz geschlossen habe. Aber mein Leben hier will ich nicht verlassen, jeden Tag Ballett trainieren zu können, wird mir in der Schweiz so fehlen. Einfach die Zeit geniessen, ob das  mit meinen Gastgeschwister ist, oder mit meiner Gastmami Mate trinkend auf der Terrasse zu sitzen und uns dir Fingernägel zu machen. Innerhalt von 4 Stunden am Meer sein zu können. In 5 Stunden das Jungelfeeling zu erleben. Mit meinen Freunden unterwegs zu sein, all das will ich nicht zurück lassen müssen. Denn in der Schweiz wird es wieder ganz anders sein eine grosse Umgewöhnung, mit einem grossen Kulturschock. Aber trotzdem, freue ich mich aber auch wieder meine Familie und Freunde in der Schweiz zu sehen, den langsam merke ich schon, dass sie mir mit der Zeit fehlen, vor allem da ich denke eigentlich wäre ich ja in 10 Tagen schon zu Hause.

Ich glaube so im Allgemeinen gibt es im Austausch so viele auf und abs. Mal will man ums verecken nur noch nach Hause weil alles so komisch und anders ist als in seinem Land. Zuerst, weil man erst gerade fort ist, vermisst man stark die Familie uns seine Freunde und vor allem auch den geregelten Alltag den man hatte. Hat man dann aber mal seine Freunde gefunden und sich ein wenig an den komplett neuen Alltag gewöhnt, beginnt man endlich auch die schönen Sachen an dem Land zu sehen. Hat man das dann aber genug gesehen, sieht man nur noch die Sachen, die einem nicht  gefallen und schon wieder ist man in einem Tief. Bis man es dann schafft, sich ganz auf dieses Land ein zu lassen und lernt die Sachen anzunehmen, wie sie nun halt mal sind. In Ecuador heisst das ganz stark, dass man einfach gelassen sein soll, abwarten was kommt, denn voraus zu planen und alle versprechen ernst zu nehmen sollte und kann man nicht, man wird nur enttäuscht. Was zu planen mit Ecuadorianer ist super schwierig, da sie einem meistens einen Tag vorher zu oder absagen, so dass es dann aber kaum noch reicht was anders zu planen. Hat man sich aber daran gewöhnt und angefangen sich in das Land zu verlieben und einfach alles so hin zu nehmen zu können wie es nun halt ist, will man nicht mehr fort.

Juramento a la Bandera (Fahnenschwur)

Hier in Ecuador ist es üblich, dass man am 24 May das Juramento a la Bandera macht. „Der Schwur auf die Fahne.“ Es ist gut einen Monat vor Abschluss, des Schuljahres und vor allem vor dem Abschluss der Ältesten. Die Ältesten an der Schule müssen an diesem Tag einen Schwur ablegen, dass sie immer treu ihrem Vaterland bleiben, was auch immer komme. Dazu müssen sie ein paar Tage vorher diesen Schwur auswendig lernen.

Jede Schule macht den ganzen Anlass ein wenig verschieden, an meiner zweiten Schule habe ich immer nur die Proben gesehen, da waren nur der zweitletzte und letzte Jahrgang vertreten, der zweitletzte Jahrgang hat eine Choreografie mit Flaggen der Farben von Ecuador einstudiert, bevor sich der Abschlussjahrgang formatieren musste, um den gemeinsamen Schwur abzulegen. Normal ist es immer, dass die 8 besten Schüler des Jahrganges mit den Fahnen zuerst auftreten müssen, es ist immer eine oder auch zwei Ecuadorianischeflaggen vorhanden, wie die Kantonsflagge und die Schulflagge. Wobei die/der Jahrgangsbeste immer mit der Ecuadorflagge einmarschieren darf und die nächst besten mit den anderen zwei Flaggen. Der Rest der Schüler, der Abschlussklasse stellt sich erst danach in die Formation, nach dem sie den gemeinsamen Schwur abgelegt haben National-, Schul-, und Fahnen-Hymne gesungen haben, muss jeder einzeln nach vorne treten nochmals beschwören, dass er seinen Schwur einhalten wird und muss dann die Fahne küssen.

Der richtige Anlass, bin ich dann an meiner alten Militärschule schauen gegangen. Die Formation war strikter, es musste sich die ganze Schule aussenherum formatieren und der Abschlussjahrgang in der Mitte, es gab keinen Tanz oder so was, dafür gab es einige Schüler, die sich mit den Gewehren formatiert haben. Im Allgemeinen wurde der Anlass sehr militärisch gehalten, was sich ja aber auch gehört für so eine Schule.

Hier noch die Links zu der Nationalhymne und der Flaggenhymne

Meine „neue“ Schule

Ja nun endlich wo ich meine neue Schule schon in ein paar Tagen wieder verlassen darf komme ich dazu euch zu berichten wie diese Schule so ist. Bei denen, welchen bei meinem Schulbeschreib von meiner alten Schule schon den Kiefer runter gefallen ist, wie verschieden es ist von der Schweiz, dem wird nun erst recht den Kiefer runterfallen und die Augen aus den Augenhöhlen fallen.

Die erste Woche an meiner neuen Schule wollte ich einfach nur zurück an meine alte Schule. Es war sehr schwierig zum Anschluss zu finden und dazu habe ich meine Freunde von der Militärschule so richtig vermisst. Die erste Woche war ich zudem auch die einzige Austauschschülerin auf der Schule, weil der Rest auf einer Reise war. Aber im Allgemeinen sind wir so um die 12 Austauschschüler. In meiner Klasse waren wir drei nun sind wir nur noch zu zweit.

Das mal so als kleiner Einstieg.

Nun aber zum Schulsystem. Es ist eine normale private Schule mit einer über 100 Dollar. Die Schule beginnt morgens um 7:30 man muss aber schon um 7:15 hier sein. Allerdings hat es um diese Zeit in jeder Klasse erst um die 5 Personen. Die meisten kommen erst um 7:30 oder auch erst um 8 Uhr. Die Schule hört für alle Schüler um 13:30 auf, ausser für den letzen Jahrgang wo ich auch dazu gehöre, für uns hört es erst um 14:00 auf. Allerdings verlassen ich und meine Austauschkollegin, die von Frankreich kommt die Schule auch immer schon mit den Jüngeren.

Wir haben zuerst einen Block von 5 Schulstunden an 40 Minuten, dann 40 Minuten Pause und nochmals einen Block von 4 Schulstunden.

Allerdings von diesen 9 Stunden haben wir täglich etwa 2 Stunden Schule. Häufig kommen die Lehrer nicht, oder sie sitzen zwar ins Schulzimmer, machen aber nichts mit uns und lassen uns einfach sprechen oder das machen was wir wollen.

Wie ihr sieht wird an der Schule nicht viel gemacht, sie haben kaum Unterricht und das Schlimmste ist in Sport. Meistens machen die Frauen nichts während die Jungs Fussball spielen. Ansonsten wir Austauschschülerinnen können nichts machen im Sport, da der Sportlehrer alle hellhäutigen blondhaarigen nicht leiden kann und es uns gar nicht erlaubt mit zu machen.

Die Schule ist allgemein ziemlich bekannt unter der Bevölkerung als die Schule für die Dummen, oder Faulen. Es hat sehr viele Mitschüler, die schon viel zu alt sind für das letzte Gymnasium Jahr. Das liegt eventuell daran, dass alle die, welche schon mal wiederholen haben müssen, dann auf diese Schule wechseln, damit sie sicher nicht nochmals wiederholen müssen, denn hier kann man die Lehrer sehr gut bestechen, damit sie einem die Noten rauf tun. Auch hat es viele von denen, die von anderen Schulen wegen Drogen und Alkohol Problemen geschmissen wurden.

Was man aber sagen muss, die Leute in der Schule können super gut, singen, tanzen, schwatzen, streiten, sich abschlagen…..

Die meiste Zeit der Schule verbringen wir, sitzend auf dem Boden, in Gespräche vertieft mit oder ohne Lehrer. Oder die Jungs sind am singen und tanzen. Oder am gamen. Auch sehr viele bringen ihre Computers oder I-Pads mit um im Facebook zu verbringen oder um zu gamen.

Wenn ihr schon gedacht habt, dass die Leute an meiner alten Schule keinen Respekt vor den Lehrern hatten, dann wird euch das hier schocken. Montags haben wir eine Formation auf dem Schulhof. Anstatt pünktlich um 7:15 dort zu sein, kommen fast alle aus dem letzen Jahrgang zwischen 7:30 bis 8:00. Bei der Formation machen alle was sie wollen, niemand hört zu geschweige denn man singt bei der National und Schulhymne mit.

Während dem normalen Unterricht, wird der Raum verlassen und betreten so wie man will. Fast niemand fragt um Erlaubnis um den Raum verlassen zu dürfen. Man geht einfach. Man geht zur Toilette oder an die Bar essen, so wie man Lust hat. Die meiste Zeit verbringen wir ausserhalb des Schulzimmers, ohne das es jemand kümmert. Respekt vor den Lehrern gibt es sowieso nicht, aber auch die Lehrer haben keinen Respekt vor uns. Einige darf man duzen und sind eher Freunde als Autoritätspersonen. Wenn der Lehrer was sagt, was man machen muss, hört man ein riesen Gemotzte, „aber nein Lehrer, wir sind  so müde, aber nein sei nicht so gemein, aber nein das ist viel zu schwierig…..“ Und schlussendlich bekommt man keine Hausaufgaben, weil es den Lehrern zu dumm ist, sich durchzukämpfen, da sie sowieso wissen, dass die Schüler es nicht machen werden. Sie haben etwa einmal die Woche ein wenig Hausaufgaben.

Ja schockierend… und ich frage mich auch, wie sie in die Uni eintreten können, denn in der Schule sind sie nicht so die gescheitesten, sie können Fussballspielen und sonst in Sport sind sie eine der besten Schulen, aber auch kein Wunder, denn wenn wir keine Lehrer haben sind die Jungs am Fussballspielen, und das kommt sehr häufig vor.

 

Nun aber so ein wenig zu der Klasse. Wir sind um die 30 Personen aber nur etwa 12 Mädels. Im Kurs hat es zwei Behinderte, die aber gut involviert sind. Ein Mädchen mit einer einseitigen Lähmung und ein Junge mit Autismus. Ich verstehe mich in der Klasse mit der Austauschkollegin und mit 1 Mädel habe ich manchmal ein wenig Kontakt, spreche so ab und zu mal mit ihr. Der Rest der Mädchen kenn ich gar nicht, bei den einen weiss ich nach dieser Zeit die Namen immer noch nicht, aber nach 100 versuchen mit ihnen ein Gespräch zu beginnen ohne Rückmeldung zu bekommen, ist es einem einfach zu blöd wie Luft behandelt zu werden. So hab ich mich dann halt eher zu den Jungs gesellt, es sind zwar Grobiane und machen mit den Mädels was sie wollen, ob die Mädels wollen oder nicht, aber sie sind wenigstens Lustig und auch viel Sozialer, sie sprechen wenigstens mit einem und unternehmen was mit uns Austauschschülern im Gegensatz zu den Mädels. Deswegen verbringe ich meine Schultage mit meiner Freundin Chloé aus Frankreich und 3 Jungs mit denen ich mich sehr gut verstehe. Aber ein Tag an dem Chloé nicht zur Schule kommt und die zwei Austauschschülerinnen aus der Parallelklasse auch nicht, so ein Tag ist einfach der Horror, da es nichts zu tun gibt. Wir Austauschschüler können nichts machen an der Schule. Wollen wir eine Arbeit mit machen oder mit schreiben und  diese dann auch abgeben, sie werden es uns nicht zurück gegeben geschweige denn anschauen. So hat man mit der Zeit auch keine Lust mehr was zu machen für diese Schule. Darum habe ich begonnen in der Schule für die Schule in der Schweiz Sachen zu machen.

Und ich muss sagen ich bin froh, wenn ich anfangs Juni dann diese Schule verlassen kann und meine Zeit besser geniessen kann und einsetzen kann.

Ostern mal auf der anderen Seite der Welt

 

Ja nun ist auch schon Ostern wieder vorbei. Ostern wird hier ganz anders gefeiert, Freitagsabend gibt es einen Ostergottesdienst mit Theater eigentlich in allen Kirchen. Im Kino wird einen Film über die Kreuzigung gezeigt. Dieses Jahr wurde „hijo de Dios“ oder auch „son of God“ genannt gezeigt.

Auch wird Fanesca gegessen. Das ist eine Suppe aus 12 verschiedenen Getreidesorten. Oder auch 12 verschiedenen Zutaten, jede einzelne steht für einen Apostel. Normalerweise wird sie bis zur einer Woche vorher vorbereitet, und jedes Familienmitglied gibt sein Teil dazu. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der ganzen Familie.

Aber unsere Traditionen mit Osterhasen und Schokoladenhasen-/eiern kennt man nicht.

Auch hier gibt’s Osterferien, allerdings hat man nur freitags manchmal auch noch Donnerstag frei. Kommt auf Schule drauf an. Da meine Gastgeschwister in der deutschen Schule sind, haben sie Ferien wie auch bei uns, das heisst sie haben ganze zwei Wochen Ferien. Ich hatte nur Donnerstag und Freitag frei, allerdings war ich das erste Mal krank hier in Ecuador und war somit nur am Montag in der Schule. Dafür durfte ich die Zeit mit meiner Gastmami und meinen kleinen Geschwistern zu Hause geniessen, und dazu waren wir super Produktiv für Ostern. Da ich in einer Argentinisch/Schweizerischen Familie bin, haben wir trotzdem mehr oder weniger Ostern gefeiert wie man‘s bei uns kennt.

Mit den Kindern haben wir aus Salzteig Eier und Blumen geformt und angemalt, aus dem ein „Kronleuchter“ entstand. Auch haben wir Häschen aus Zopfteig und Schokolade gemacht und einen Kuchen gebacken. Und Sonntagsmorgen durften die  Kinder ihre Ostersachen suchen, anstatt Schokohase und Schokoeier waren es Chips, ein Saft, ein Brothase, und ein wenig Schokolade.

Freitags ging ich mit ein paar Freunden in einen Ostergottesdienst der gut war aber sehr lange, ich war am sterben vor Hunger zum Glück gingen wir nachher noch fein essen, Reis mit Fleisch und Kochbananen und eine Linsen/Bohnen Sauce.

Samstagabend ging ich dann Sohn von Gott schauen den Film, der das Leben und vor allem die Kreuzigung Jesus gezeigt hat, der Film war sehr eindrücklich und tiefgehend. Danach wurde ich dann von einem guten Freund oder besser gesagt von seiner Mami zu einer Fanesca in sein Haus eingeladen da wir in meiner Familie keine gemacht haben, da wir keine Ecuadorianer in meiner Familie haben. Ja und dann war Ostern auch schon wieder vorbei. Meine Gastgeschwister haben nochmals eine Woche Ferien. Ich leider muss schon wieder zur Schule.

 

 

die zeit rennt und rennt

Mit diesem Blog möchte ich euch einfach wieder mal aufs neuste bringen und das noch vor dem Schulblog. Da wieder so einiges passiert ist.

Die Reise ist ja nun auch schon wieder einige Zeit her. Zumindest bin ich gerade nach meiner Reise noch zwei Nächte bei einer Freundin übernachten gegangen, weil wir in meinem Haus so richtig viele Leute hatten. Es war schön mit einer Freundin so viel Zeit verbringen zu können, auch wenn sie so richtig viele Hausaufgaben hatte.

Das Wochenende darauf, war ich dann an einem Internationalen Jugendevent von Freitags bis Sonntag, den meine Gasteltern von ihrer Organisation her geleitet haben.

Da ich aber für den Event nicht schon freitags mit meinen Gasteltern los konnte, da ich noch Schule hatte, musste ich später mit dem Bus los. Da ich aber von niemandem eine Adresse geschickt bekommen habe, habe ich mich mal mit den ungenauen Informationen die es auf dem Internet gab los gemacht. Prompt habe ich mich dann auch verfahren, so dass ich noch wusste wie zurück zu kehren aber keine Ahnung hatte wohin ich musste. Und da mir niemand mehr geantwortet hat, da das Programm schon begonnen hatte, habe ich schon wieder ein Bus nach Hause genommen. Zum Glück, hatte mir dann einen Kolleg trotzdem noch angerufen, aber auch mit der Hilfe von ihm und den Sicherheitsmenschen an der Busstation habe ich nicht heraus gefunden, wohin ich musste. So kamen sie mich dann nach langer Wartezeit dort abholen. Anstatt dann direkt zum Event zu gehen fragten sie mich nur so, ob ich was Dunkles dabei habe. Ich meinte ähm nein nicht wirklich. Okey nimm meinen Pullover meinte dann ein Kolleg. Da habe ich erfahren, dass wir noch auf eine Beerdigung gehen bevor wir an den Jugendevent gehen.

Der Jugendevent war für mich so richtig genial, ich konnte einfach wieder einmal auftanken, habe ganz viele neue Jugendliche kennen gelernt und das Programm war einfach super, zudem konnte ich ein wenig in die Arbeit meiner Gasteltern hineinschauen.

Ja dann kam dann schon die letzte Woche auf mich zu, wo mein Bruder von Argentinien noch bei mir in Ecuador war.

So ging ich noch mit ihm essen und verbrach viel Zeit mit ihm. Das letzte Wochenende ging dann meine Familie noch ans Meer, wo ich leider nicht mit konnte, da es einfach keinen Platz mehr hatte. So habe ich das Wochenende alleine zu Hause verbracht, was mir natürlich sehr viel ermöglicht hatte, um mich mit Freunden zu treffen. Ich war im Kino, hatte Freitags die Schule verpennt, da ich kein Akku mehr auf meinem Handy hatte und auch kein Aufladekabel da meine Gasteltern das mit genommen hatten. Naja als ich dann um halb 11 aufwachte war es schon zu spät noch in die Schule zu gehen. Dann war ich noch an einer wunderschönen Tanzaufführung, an einer Chilbi. Aber der schönste Ausflug war am Sonntag, ich ging mit einem Kolleg von der alten Schule mit dem ich Taekwondo trainierte zu Wasserfällen, die eine Sunde von meinem Wohnort fort liegen. Da es eine ziemlich spontane Entscheidung war, und ich vorher in die Kirche ging, hatte ich meine neu gekauften Ballerinas angehabt und meine Kamera nicht dabei. Wir gingen mit dem Bus so weit wie möglich von da an wo der Bus nicht mehr weiter ging, wollten wir zu den Wasserfällen reiten, da aber sein Kolleg der dort wohnt und Pferde hat, die nicht von der Weide genommen hatte, konnten wir nur einen Moment mit einem anderen Pferd reiten und mussten dann mit einem Auto bis dorthin fahren. Angekommen war es nur so am runter schütten. Von dem her, da wir nicht ganz nass werden wollen haben wir zuerst gegessen, da es aber keine Sandwiche mehr gab ernährten wir uns von Chips. Als es dann ein wenig aufgehört hatte zu regnen, gingen wir los, den 90 Minütigen Rundgang. Da es aber immer noch am regnen war, sind wir bei den Stellen wo es möglich war gerannt, um uns ein wenig warm zu halten. Ja in mit der Zeit taten mir meine Füsse so richtig weh in den Ballerinas und ich zog eine Zeit lang meine Schuhe aus um Barfuss weiter zu gehen. Als dann der Rundgang vorbei war und wir so richtig klatschnass wieder in ein Auto steigen konnten, also besser gesagt nur auf die hintere Ladefläche eines Pickups. Kamen wir dann glücklich aber schier erfroren zu Hause an.

Abends ging ich dann noch nach Quito meinen Bruder aus Argentinien abfangen, damit wir noch den letzten Abend gemeinsam verbringen konnten. Nach einem Kaffee und einer schönen Rückenmassage gingen wir erst um ein Uhr schlafen, mussten aber schon wieder um 4 Uhr aufstehen um an den Flughafen zu gehen. Danach ging es für mich direkt in die Schule wo ich aber anstatt aufgepasst habe mal die ersten zwei Stunden durch geschlafen habe.

Da ich nun nicht mehr jeden Abend bis keine Ahnung um welche Zeit mit meinem Bruder schwatze habe ich ein wenig mehr Zeit.

Ja und nun sind auch schon wieder zwei Wochen um seid mein Bruder aus Argentinien gegangen ist. Ich vermisse ihn sehr, da wir immer so geniale Zeiten mit einander verbracht haben. Was in dieser Zeit vor allem passiert war, waren die Fussballspiele, die wie eine Meisterschaft zwischen den verschiedenen Schulen gespielt wurden.

Im Halbfinal hat dann meine jetzige Schule gegen meine alte Schule gespielt. Dazu sind einige meiner Freunde aus der alten Schule gekommen, und ich habe vor allem mit ihnen die Zeit verbracht. So in einer gemischten Uniform die Hose von meiner jetzigen Schule und die Jacke von meiner alten Schuluniform wusste ich nicht für wen ich fähnen sollte. Schlussendlich hat dann aber meine jetzige Schule gewonnen. Beim Penalty schiessen. Dies war letzen Dienstag, mittwochs war dann der Geburtstag meiner Gastmami, wo ich mit den Nachbarinnen, die besten Freundinnen von ihr eine Überraschung für sie vorbereitet habe, die auch sehr gut geklappt hat.

Donnerstag war dann schon das Finale von den Fussballmeisterschaften. Vor uns hatte meine alte Schule um den 3 oder 4 Platz gespielt, wobei sie leider verloren haben. Danach kamen wir dann dran, und haben leider auch verloren, so kamen wir nur auf den 2ten Platz.

Auch war ich noch an einer Wahl der Madrinas, an meiner alten Schule. Das ist eine Wahl der „Königin“ für die Schulinternen Fussballmeisterschaften. Jede Klasse hat eine Mädchen- und eine Jungsmannschaft, und jede Klasse stellte eine „Königin“ die von der Klasse gewählt wird und einen Jungen der das Mädel begleitet.

Es war super genial dabei zu sein, um all meine Freunde zu sehen vor allem da wir nachher noch was zusammen unternehmen konnten.

Ach ja jetzt wollt ihr aber sicher noch wissen warum die Zeit rast und rast. Ich bin nun schon unglaubliche acht Monate hier und mir bleibt nur noch wenig Zeit sehr wenig. Es reicht mir nicht einmal mehr für all die Sachen die ich eigentlich noch gerne gemacht hätte.

So ein Tipp für all die Vorhaben in den Austausch zu gehen nimmt euch genug früh vor, die Sachen zu machen die ihr gerne machen wollt.

 

Ruta de los Vulcanos

 

(Ja ich weiss ich habe euch nun lange warten lassen mit einem neuen Blog aber nun ist er da, und ich weiss ihr wartet auch noch auf meinen Blog über meine neue Schule, der wird auch so bald wie möglich kommen)

Nach dem ich samstags am 8 März meine Ballettaufführung hatte, ging’s am Sonntagnachmittag auf meine dritte YFU Reise. Dieses Mal habe ich nicht Kleidung für warme Tage eingepackt, sondern das wärmste was ich dabei habe. Dazu auch noch Handschuhe und Kappe. Die ich von meiner lieben Gastmutti ausgeliehen gekriegt habe.  Den ersten Tag haben wir erst einmal in Quito verbracht. Wir wurden durch die grosse Stadt herum geführt und  sahen uns einige Kirchen an und sonstige wichtige Sachen. Am Nachmittag waren wir am „midad del mundo.“ Also an dem Punkt wo die Erde in Nord- und Südhalbkugel getrennt wird. Wie ihr ja vermutlich schon wisst dachte ich dass ich dort schon war. Ganz am Anfang von meinem Austausch.  Naja ich habe dann erfahren dass es zwei „midad del mundo“ gibt. Ein richtiger und einer der um etwa 100 Meter verschoben ist. An dem ich war, das erste Mal ist der bekannte touristische „Erdmittelpunkt“ aber ist auch dieser der nicht richtig ist. Wir waren dann mit der Reise genau am anderen. Von dem aus, man den zweiten sehen konnte. Der Richtige ist nie so prunkvoll wie der Falsche. Es hat ein Museum auch eine Linie und ein paar Holz und Ton Figuren aus verschiedenen Kulturen.

Habt ihr gewusst, dass die Erdschwingungen am Mittelpunkt ganz anders sind und sich darum auf genau dieser Linie des Erdmittelpunktes sich die Sachen anders verhalten, dass einige Sachen einfacher sind andere schwieriger. Habt ihr gewusst, dass man auf dieser Linie ein rohes Ei auf einem Nagel zum stehen kriegt? Wenn ihr das aber bei euch zu Hause machen wollt, wird das nicht funktionieren. Auch hat man weder Kraft noch Gleichgewicht auf dieser Linie und das nur wegen den Schwingungen. Es ist schon noch krass, wenn man plötzlich keine Kraft mehr hat sich zu wehren und das Gleichgewicht nicht mehr so ist wie es sein müsste. Wusstet ihr dass wenn man einen Wasserstrudel auf der Linie des Erdmittelpunktes produzieren will, kann keiner entstehen, weil es keine richtige Erddrehung gibt, das Wasser läuft einfach gerade ohne Strudel hinunter. Wenn man sich aber um zwei Meter in den Süden verschiebt und einen Wasserstrudel produziert, wir der in Uhrzeigerrichtung abfliessen. Verschiebt man sich nun aber zwei Meter in den Norden wo wir alle Leben, sieht man den Strudel im Gegenuhrzeigersinn abfliessen, und das viel stärker als im Süden, das liegt daran, dass es auf der Nordhalbkugel mehr Land als Wasser hat und darum die Schwingung stärker ist.

Danach ging bei ziemlich üblem Wetter auf den Téléferico in Quito. Oben angekommen hatten wir weder Sonne noch Aussicht. Nur Nieselregen und Nebel haben uns angetroffen und dazu eine erklimmende Kälte.

Nach einer viel zu kurzen Nacht in Quito ging’s am nächsten Tag zur „Laguna de cuichocha.“ Da wo ich auch schon war mit anderen Austauschschülern. Das ist ein Kratersee der durch eine Implosion im Vulkan entstanden ist. Danach ging’s an den „Mercado artesanal“ in Otavalo Geschenke einkaufen, so richtig typisch ecuadorianische Sachen.

Am nächsten Tag hiess es alles Gepäck packen und ab Richtung Süden geht’s.  Aber Richtung Süden hiess nicht, dass es wärmer wurde, nein im Gegenteil, wir zogen unser Winterzeugs an. Handschuhe, Kappe, Schal, Stülpen, und 3 bis 4 Pullover, denn es sollte auf den Cotopaxi gehen. Wo es bekanntlich sehr kalt ist und es Schnee hat. Da es unser Ziel war, bis zu den Gletschern aufzusteigen, die auf 5000 Höhenmeter lagen, brauchte es schon ein wenig an Kondition. Auf 4750 Meter ging es los mit dem anstrengenden Aufstieg. Langsam wie die Schnecken krochen wir auf dieser Höhe den Berg hinauf. Schneller ging es gar nicht, da einem sonst gleich der Atem ausblieb.

Lutscher essend kroch auch ich den Berg hinauf. Die erste kleine Pause machten wir dann auf 4864 Höhenmeter. Dann ging es noch weiter nach oben bis auf 5000. Glücklich aber völlig ausser Atem kamen wir dann beim Gletscher an, wo wir auch ordentlich Fotos geschossen haben. Nach schon kurzer Zeit ging’s dann Berg abwärts was ordentlich schneller ging, da wir die Mehrheit der Zeit runter gerannt sind. Natürlich musste ich da wieder einen kleinen Unfall bauen, so wie auf jeder Reise. Ich flog hin während dem rennen und habe mir die Hand ganz wenig aufgeschürft. Naja aber mehr war‘s dann auch nicht. Zurück im Bus haben wir dann erst einmal uns aufgewärmt und unsere Schuhe von Vulkansteinen entfernt. Auf dem Weg nach ganz unten bekamen die meisten so richtig üble Kopfschmerzen und Übelkeitsgefühle. So richtig typisch Höhenkrankheit. Übermüdet gab es dann noch eine kleine City Tour in Riobamba wo wir auch die nächste Nacht verbracht haben, bevor es am nächsten Tag auf den nächsten Vulkan los ging. Morgens um 7 Uhr mussten wir wieder mit unserem Gepäck bereit stehen. Und los ging‘s auf den Chimborazo. Wir stiegen von 4800 Höhenmetern bis auf 5100 Höhenmetern zu einer Lagune. Es ging schon viel leichter mit dem Atmen als am vorherigen Tag und allgemein kamen wir viel schneller voran, obwohl es zwischen durch mal noch geschneit hat und wir kaum Sicht hatten. Auch hatte ich danach nicht mehr so üble Kopfschmerzen wie am vorherigen Tag.

Wusstet ihr, dass wenn man den Chimborazo bis nach ganz oben erklimmt, wo es einen grossen See gibt, was auf fast 6300 Metern liegt, sich am Sonnennächsten Ort den es auf der ganzen Erde gibt, ist?

Ja da fragt ihr euch sicher, wie das kommen kann, denn der Mount Everst ist ja mit seinen 8850 Metern ja viel höher. Aber bekanntlich ist ja die Erde ein leichtes Oval und zudem ist die Äquatorlinie der Ort der im Allgemeinen am nächsten bei der Sonne liegt.

Übernachten durften wir dann in Ambato, aber ohne viel von der Stadt zu sehen machten wir uns am nächsten Tag auf den längeren Weg nach Cuenca.

Wir machten eine langsame Zugfahrt zur „Nariz del Diablo“ (Nase des Teufels) es war zwar ein schöner Ort mit vielen Bergen, aber die Teufelsnase habe ich nicht erkannt. Also gesehen schon hätte, es aber nie als eine Nase bezeichnet.

Nach weiteren Stunden Busfahrt kamen wir dann abends in der wunderschönen Stadt Cuenca an. Wo wir nur noch ins Bett gefallen sind, damit wir am nächsten Tag genügen Kraft hatten, um zwei Stunden in einem wunderschönen Nationalpark herum zu gehen und uns einfach über die Natur zu freuen, und uns immer wieder von neuem zu überzeugen, dass wir anhand der Natur eines der schönsten Länder ausgewählt haben für unser Austausch.

Es gab wunderschöne Seen, Blumen, Tiere, es war einfach Traumhaft schön. Mit Anbruch des nächsten Tages kam dann auch schon der letzte Tag, an dem wir uns was anschauten. Wir haben eine Stadtführung gemacht und durften noch eine Sombrerofabrik anschauen. Dort haben wir denn Prozess gesehen, wie Strohhüte gemacht werden. Auch durften wir uns alle einen anziehen um damit ein Gruppenfoto mit ganz verschiedenen Hüten zu machen.

Die Hüte waren so unterschiedlich wie sie es nur sein konnten, es hatte so richtig Farbige, aber auch einfarbige, kleine wie auch übermässig grosse, teure wie auch billige, es hatte sogar Hüte, welche verschiedene Landesflaggen abbilden.

Die Reise durften wir dann abends noch in einer Discothek tanzend abschliessen, bevor es dann am nächsten Tag an die 9 Sündige Fahrt nach Quito los ging.

Somit hatte dann die Reise auch schon geendet und somit auch die letzte YFU Reise für mich, da ich nicht mit auf die Galapagosinseln gehe.

Drei Jahreszeiten an einem Wochenende

Am Freitag den 28 Februar ging ich mit meiner neuen Schule auf einen so genannten Paseo. Wir fuhren morgens früh um 6 Uhr in der Schule los. Als ich es mir schon bequem gemacht habe mit zwei Freundinnen im Bus, kam der Direktor und meinte zu meinen Freudinnen, sie müssen in den anderen Bus des anderen Jahrganges, da es in diesem keinen Platz mehr hätte. Was mich natürlich ein wenig angegürkelt hatte, da ich ja noch nicht so viele Leute kannte. Naja dann war ich halt neben einen Jungen aus meiner Klasse gesessen was genial war da wir tolle Gespräche hatten, im Allgemeinen haben wir sowieso ständig die Plätze gewechselt so kam es gar nicht drauf an wo man sass.. Nach vier Stunden Fahrt kamen wir dann im Jungel an, wo es so richtig feucht und heiss war. Als erstes ging es dann mal Frühstücken, einen Teller Reis mit Poulet und so was aus Kochbananen. Weiter ging’s in einen kleinen Zoo, wo ich die Zeit vor allem mit einem deutschen Austauschschüler verbracht hatte. Schlussendlich konnte man noch Fotos mit einer Boa machen. Lust hatte ich schon, aber man musste dafür einen Dollar zahlen wofür ich  aber keine Lust hatte. Deshalb meinen Trick, ich meinte einfach, ne will ich nicht ich hätte Angst davor. Da aber ein Schulfreund unbedingt wollte dass ich ein Foto mache, meinte ich okay gut, aber nur wenn wir eins zusammen machen. Das hatte ich aber nur so gemacht, da mir im Vorhinein schon bewusst war, dass er zahlen wird.

Dann erst kam der spannende Teil unseres Ausflugs wir gingen zu den Cuevas de Jumandy.

Das ist eine Tropfsteinhöhle, die aber nicht kalt war, wie die welche man in der Schweiz kennt. In der Höhle floss ein grosser Bach und es hatte mehrere Wasserfälle. Da wir so viele Leute waren, und es nicht genügend Guides hatte, musste ich und meine Gruppe sehr lange warten.

Als wir nach einer Stunde warten endlich auch die Höhle betreten durften, mussten wir gerade zu Anfang den Fluss überqueren und wurden schon bis zu den Knien nass. So ging es dann auch weiter, mal mussten wir einen grossen Fluss durchqueren, mal enge Gassen passieren, Hügel erklimmen….

Einmal musste man auch noch durch das Wasser schwimmen, da es so tief war. Auch durften wir uns in einen Wasserfall setzen. Und das alles mit Kleidern und Schuhen. An einem Ort machten wir dann unsere Taschenlampen aus damit wir sehen konnten oder eben auch nicht sehen wie sich die Blinden fühlen, da es richtig stockfinster war. Da hörte man schon einiges Qnutschgeräusch. Nach dem wir  dann aus der Höhle heraus kamen, schupsten wir uns gegenseitig ins Schwimmbecken.

Das Schwimmbecken in das wir uns gegenseitig hinein geschupst haben

Das Schwimmbecken in das wir uns gegenseitig hinein geschupst haben

Da die Kleider ja sowieso schon nass waren wie die Schuhe auch, gingen wir direkt so baden. Nach einem Mittagessen um vier Uhr nachmittags mussten wir schon wieder zurück nach Quito.

Ja ich muss ich sagen, ich hatte noch nie im Leben eine so geniale Car fahrt. Das liegt aber nicht daran was für eine Strecke es war sondern mit welchen Leuten. In der Schweiz wäre das einfach unmöglich gewesen. Wie ticken nun mal anders als die Ecuadorianer.

Es hatte etwa 5 Paare die am küssen waren, allerdings war es nicht immer Freund und Freundin sondern es gab auch diese bei denen es nur ein einmaliges herum machen war. Was hier sehr kommun ist.  Der grösste Teil aber war am Tanzen, was sich allerdings noch schwieriger herausstellte als ich gedacht hatte, denn mit all den Kurven und Vollbremsungen die der Bus gemacht hatte, musste man sich immer an den Busstangen festhalten, damit man nicht umfällt. Der Rest der Leute, welche weder am Tanzen, noch mit jemandem am Küssen waren, genossen einfach das Kino.

Natürlich wie ihr mich schon kennen gelernt habt, hatte ich auch diese Reise nicht ohne Sturz überlebt. In der Höhle stürzte ich während ich im Bach lief in ein Loch, welches unter Wasser war, ich hatte mir dabei das Schienbein angeschlagen, so dass es nachher blau war und aufgeschürft.

 

Da Karneval war und wir deswegen Montag und Dienstag frei hatten, wollte ich mit meiner besten Freundin aus der alten Schule und ihrer Familie nach Cuenca gehen, was eine wundervolle Stadt Richtung Süden von Ecuador sein soll. Da aber wegen diesen Kurzferien alle Leute am Reisen waren, gab es keine Tickets mehr, so dass wir nicht mehr gehen konnten. So ging ich dann Samstag anstatt nach Cuenca, zu einem Geburtstagsfest. Es war der 18 einer Kollegin aus der Parallelklasse. Sie machte ein formelles Fest. So kamen wir alle in Abendkleid und Anzug daher getrottet. Am Fest wurde getanzt und gegessen. Für mich war es sehr speziell so in Abendkleid und Anzug nicht Walzer zu tanzen wie man es bei und in der Schweiz kennt, sondern Salsa, Meringue wie aber auch Reggaeton.

Da ich nun aber nicht wusste was ich den Rest dieser Tage machen will, lud mich ein Schulkolleg ein mit ihm und seinem Onkel und der Frau nach Baños zu gehen, was auch eine Stadt Richtung Süden ist. Leider hatte auch dies nicht funktioniert. So hatte ich an dem Wochenende meinen Rucksack zwei Mal gepackt für nichts. Da wir dann am Sonntagabend Besuch hatten und die davon mit bekamen, dass es nicht geklappt hat mit meinen Reisen meinten sie nur so, ach komm wir gehen Morgen nach Baños und kehren am selben Tag wieder zurück.

Ja das wurde dann auch gemacht, wir fuhren anstatt um 8 Uhr wie abgemacht erst um 10 Uhr los. Ecuadorianisch halt. Janu das war mir dann auch egal Hauptsache wir gingen. Auf dem Weg dorthin passierten wir an einem Unfall vorbei, eine Frau wurde angefahren und lag Ohnmächtig am Boden. Da einer dieser drei Jungs mit denen ich auf Reisen war, beim Rotkreuz ist und den Nothelfer hat, hielten wir an um erste Hilfe zu leisten. Durch diesen Zwischenfall und dem Stau kamen wir dann nachmittags um vier endlich auch noch an. Normalerweise dauert es drei Stunden bis dorthin. Wir verliessen Baños aber direkt wieder um den Pailón del Diablo anzuschauen. Das ist ein riesiger Wasserfall, wobei man sich auch noch hinter den Wasserfall stellen konnte, allerdings wurde man dabei sehr nass.

Beim Verlassen dieses Ortes traf ich dann auf eine Deutsche Austauschschülerin. Ja dann kam dann schon das nächste Hindernis, es hatte so viele Leute dort, dementsprechend auch sehr viel Stau. Es war schon sieben Uhr abends und wir hatten Hunger, da wir noch nicht einmal Mittagessen gegessen haben. Aber wir wollten erst einmal nach Baños zurück um dort zu Essen. Anstatt 20min wie es normalerweise dauert mit dem Auto, brauchten wir fast ganze zwei Stunden. So richtig am verhungern gingen wir dann en Seco de Pollo essen, einen Teller Reis mit Poulet an einer Sauce. Dabei bekamen wir schon die ersten Cariocas zu spüren. Das ist ein Karnevalschauem welcher herum gesprayt wird. Wenn das Zeugs dann schon ein wenig herum liegt verschwindet es von selber wieder, die Stelle ist dann einfach so richtig nass und verfärbt in verschiedenen Farben.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg nach Ambato, was schon näher bei Quito ist. Dort angekommen um 23 Uhr spielten wir noch ein wenig Karneval, aus dem Auto heraus, wir haben uns Cariocas gekauft um den Schaum aus den Fenstern zu sprühen.  Auch wir hatten ordentlich einkassiert.

Eigentlich wollten wir auch noch einen Karnevalsumzug anschauen, dafür waren wir aber zu spät. Der Umzug hätte um 19 Uhr angefangen aber wir waren erst um 23 Uhr dort. Deswegen habe ich leider hier trotz des Karnevals keinen einzigen Umzug gesehen.

Aber ich möchte euch noch ein wenig erzählen wie sonst Karneval gefeiert wird auch wenn ich nicht gross dabei war. Man spritzt hier mit diesem Schaum herum, dann aber auch mit Farben, Mehl, Eiern, Öl und eine Wasserschlacht gehört auch immer dazu. Von dem her für alle die einen Karneval hier erleben möchten, unbedingt alte Kleidung anziehen und Handy und all das Zeugs zu Hause lassen, denn man weiss nie mit welchen Sachen an den Kleidern und in den Haaren enden wirst.

Nun aber zurück zu meiner Reise, wir konnten dann in Ambato bei einem Onkel von einer dieser Jungs übernachten da es schon viel zu spät war nach Hause zu fahren, hier kann man wegen der Sicherheit nicht so gut durch die Nacht fahren. Am nächsten Morgen anstatt direkt nach Hause zu gehen, gingen wir noch auf den Cotopaxi, der grösste noch aktive Vulkan auf dieser Erde.

Heutzutage kann man mit dem Auto bis auf 4658 Meter hinauf fahren. Auf 4800 Meter befindet sie dann eine Schutzhütte wo man übernachten kann und von dort aus einen Aufstieg mit Reiseführer machen.  Oben angekommen mit dem Auto merkte man schon richtig wie es kalt wurde, aber der Schnee war auch nur noch 30 Meter von uns entfernt. Wir vier liefen ein wenig nach oben, haben es aber nicht einmal bis zur ersten Schutzhütte geschafft, erstens weil es so viele Leute waren, dann aber auch weil ich so eine schreckliche Erkältung hatte durch den Klimawechsel des Jungels und dem Hochland. Dadurch bekam ich in dieser Höhe kaum noch Luft. Auch hatte ich nur so leichte Halbtagsschuhe an, was es ein wenig komplizierter machte so einen hohen Berg zu besteigen, so beschlossen wir, als wir auf 4730 Meter waren umzukehren.

Ja damit hatte dann mein Wochenende wo ich drei verschiedene Jahreszeiten erlebt hatte auch schon wieder aufgehört. Am Freitag im Hochsommer, dann die folgenden Tagen im Frühling und am Dienstag auf dem Cotopaxi im kalten Winter mit Schnee. Könnt ihr euch das Vorstellen. Also ich konnte es mir nicht, aber in Ecuador ist das möglich.

Darauf folgte eine kurze Schulwoche und dann gestern hatte ich noch eine Ballettaufführung in einem Shoppingcenter. Und heute geht’s dann schon auf die nächste Reise mit YFU. Diesmal geht’s auf die Vulkanreise, die hier im Hochland von Ecuador ist.

Für die letzten 4 Monate einen totalen Neuanfang

Zuerst möchte ich euch noch berichten, was mir diese Woche passiert ist, bevor ich zum Thema komme über welches ich eigentlich sprechen will.

Diese Woche wurde ich fast überfallen also nein ich wurde überfallen mir wurde aber nichts gestohlen.  Als ich nach der Schule aus dem Bus gestiegen bin, um nach Hause zu laufen, überholten mich zwei junge Männer, da meinten sie: „gib uns einen Dollar“, sie wollten, dass ich Süssigkeiten von ihnen abkaufe. Da meinte ich nein… Da fingen sie an, „gib uns das Handy“ was sie mehrmals wiederholten, ich wollte mich umdrehen, um zu sehen was ich machen kann, dann realisierte ich, dass auch noch jemand hinter mir ist. Zum Glück kam aber gerade in dem Moment ein anderer Bus, ohne zu überlegen rannte ich auf den Bus wo ich dann auch in Sicherheit war. Das wäre das zweite Handy in 6 Monaten gewesen. Leider kommen auch solche Sachen hier vor aber es ist ja nicht das alltägliche.

Was nun aber meinen Neuanfang betrifft. Ich habe mich für die 4 letzen Monate nochmals entschlossen einen fast kompletten neuanfang zu machen. Ich habe die Familie und die Schule gewechselt. Wie das gekommen ist. Es war so, dass mir im Dezember meine Gastfamilie gesagt hat, dass sie wollen dass ich Familie wechsle, wegen Fragen von Finanzen und auch sonst noch so ein paar Kleinigkeiten. Ich konnte es mir allerdings nicht vorstellen, dass es nur deswegen sein sollte. Aber da die Ecuadorianer nicht immer so direkt sind, weiss ich bis jetzt noch nicht warum sie wollten dass ich wechsle. Da aber weder ich noch meine Koordinatorin eine neue Familie gesucht haben, war ich bis am 22.2 noch in dieser Familie geblieben. Da ich allerdings in meinen Ferien bevor ich nach Atuntaqui ging bei meiner Koordinatorin vorbei ging und meinte, dass ich eine Idee habe wohin ich wechseln könnte. Hätte ich das nicht gemacht würde ich bis jetzt noch in der anderen Familie sein. Aber ich habe meiner Koordinatorin, auch ganz klar gesagt, wenn ich Familie wechsle, dann wechsle ich auch die Schule, erstens weil in dieser Familie die Kinder am Morgen in der Schule sind, und zweitens da ich wegen der Schule am Nachmittag nichts unternehmen konnte.  Da ich aber wusste dass meine Koordinatorin nicht wollen würde, dass ich die Schule wechsle habe ich mich schon vorher auf Schulen suche gemacht, damit ich nur noch mit einem Vorschlag komme und sie dann nichts mehr dagegen einwenden kann.

Nach einigem hin und her habe ich es dann auch wirklich geschafft, dass ich Schule wechseln durfte ohne dass es sicher war dass ich zur neuen Familie gehen durfte.

Am Donnerstag 13.2 hatte die Schule wieder angefangen, leider konnte ich da nicht zur Schule gehen wegen einer Sache von YFU. So ging ich am Freitag vor zwei Wochen das letzte Mal bei mir in die Schule. Am Morgen berichtete ich schon meinem Taekwondo Lehrer, dass ich nicht mehr kommen werde da ich Schule wechsle. Dann auch an einem Freund mit dem ich viel trainiert habe. Es war ein eher trauriger Abschied, obwohl wir uns nicht gut kannten, haben wir einige Zeit im Training zusammen verbracht. Als wir da so vertieft im Gespräch sassen kam ein Kolleg mit einer Rose vorbei, da ja Valentinstag war. Da aber der andere Kolleg vom Taekwondo dabei war, hatte er sich nicht getraut mir die Rose zu geben. Es entstand eine ziemlich lustige Situation dabei. Da er meinte ja er wollte nur den Lehrer suchen…. Ahm… ja mit einer Rose in der Hand. Aber am Schlussendlich hat er mir sie dann doch gegeben wenn auch zwei Stunden später.  Gut dann kam die Formation und danach habe ich meine besten Freundinnen gerade auf die Seite genommen um es ihnen zu sagen. Wir haben natürlich glatt alle angefangen zu weinen. Wie könnte es auch anders sein. Verheult sind wir dann ins Schulzimmer womit wir uns natürlich komische Blicke eingefangen haben. Nach der ersten Pause musste ich es dann aber auch noch der ganzen Klasse sagen, es war einfach ein wenig blöd da ich den Grund fürs Schulwechseln nicht sagen konnte. Der Grund war ja wegen dem Familien Wechsel , da meine ehemalige Gastfamilie es dazumal noch nicht wusste, dass ich wechseln werde durfte es nicht an meine Gastschwester gelangen, bevor ich es ihr sage. Da die beste Freundin von ihr mit mir in der Klasse war konnte ich es noch nicht sagen. Dann kam eine Woche auf mich zu, wo ich noch bei meiner alten Familie wohnte aber schon an der neuen Schule war, diese Zeit war relativ komisch, da ich meine Gastschwester mit der ich so viel Zeit verbracht habe nur noch am Abend kurz sah, da ich aber so müde war, weil ich plötzlich um 5:45 aufstehen musste und nicht mehr dann wann ich wollte. Ging ich abends ziemlich schnell ins Bett. Die ersten zwei Tage in der neuen Schule war ich wirklich nicht sicher ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, denn der Anfang war sehr knorrig und ich habe meine Freunde sehr stark vermisst. Am darauf folgenden Wochenende habe ich dann auch Familie gewechselt und es wurde auch schon besser mit der Schule.

Über die Schule möchte ich euch dann noch in einem einzelnen Blog was berichten, da es das ziemliche Gegenteil ist von meiner alten Schule.

Aber nun zu meiner neuen Familie.

Ich wohne nun, an einem Ort wo ich fast alle wichtigen Orte laufend erreichen kann. Ins Shoppingcenter, Ballett und an einen Ort mit mehreren Busen sind es je 20 Minuten zu Fuss. Der nächste Ort wo ich einen Bus nehmen kann ist 8 Min entfernt. Das heisst ich muss jetzt ordentlich laufen im Gegensatz zu vorher wo der Bus vor meiner Haustür gefahren ist. Dafür wohne ich nun in einem schönen Conjunto (Wohngemeinschaft) das heisst man hat liebe Nachbarn, also bis jetzt kenne ich erst liebe. Dann hat es noch einen kleinen Park und ein Pool im Conjunto. Das Conjunto ist sehr klein nur mit 14 Häusern.

Meine neue Familie kenne ich schon sehr lange, es sind sehr gute Freunde von meiner Familie in der Schweiz. Der Vater ist Schweizer und die Mutter kommt aus Argentinien. Ich habe zwei kleine Geschwister 5 und 9 Jahre alt. Dazu habe ich für diesen Monat auch noch einen „Bruder“ ist ein jüngerer Mann 28J., wo für die Ferien von Argentinien nach Ecuador kam. Und für diesen Monat im Haus dieser Familie wohnt.

Trotz dass der Vater Schweizer ist spreche ich hier mehrheitlich Spanisch. Mit der Mutter spreche ich nur Spanisch, mit den Kindern Spanisch und Deutsch. Die Hausaufgaben mit dem 9 Jährigen mache ich allerdings immer auf Deutsch, da die Kinder an der Deutschen Schule sind.  Nur wenn ich alleine mit dem Vater bin spreche ich auf Schweizerdeutsch.

 

So weit so gut, denke ich, dass es gut war einen neuanfang zu machen. Es hat allerdings beides es hat Vor- und Nachteile.

 

Ferien in Atuntaqui der Textilstadt

Ich hatte das Privileg, dass ich fünf Tage nach Atuntaqui in die Ferien fahren durfte, wo ich mit drei anderen Austauschschülern Charlotte, Laura, Carl bei einer Missionarsfamilie unterkommen durfte.

Nach dem ich bei mir in der Stadt fast zwei Stunden auf die andern drei von Latagunga gewartet habe, um in denselben Bus einzusteigen kamen wir dann nach 3 Stunden Busfahrt endlich in Atuntaqui an, wo wir herzlich empfangen wurden. Wir hatten super Essen dort, Regula die Mutter dieses Hauses macht immer selber Brötchen, es waren so geniale Brötchen, was natürlich der Traum war, wenn man nun 5 Monate immer nur Weissbrot gegessen hatte. Im Allgemeinen durften wir eine super Zeit dort verbringen und hatten eine super geniale Beratung, was man alles an Ausflügen machen kann. So hatten wir natürlich viel unternehmen können.

Atuntaqui ist ein kleineres Städtchen, welches super ruhig ist und nicht ganz so gefährlich wie viele andere Orte. Die Stadt liegt nördlich von Quito zwischen Otavalo und Ibarra. Die Stadt ist sehr bekannt für Textilsachen. Dort kann man so richtig billig Kleider einkaufen gehen. Leider hatten wir alle kein Geld, so dass wir uns nichts kaufen konnten.

Da wir bei einer Missionarsfamilie waren, durften wir gerade noch am Jugendprogramm der Kirche teilnehmen. Sie haben eine Art Kleingruppe, da treffen sich immer einige Jugendliche im Park, wo sie dann den Freitagabend zusammen verbringen. Auch wir durften mit, was ich super genial fand, dazu war gerade noch Karneval was dazu beigetragen hatte, dass dadurch sehr viele Leute im Park gewesen waren. Auch gehen sie mit einer Gruppe jeden Dienstagabend in der Nähe Unihockey spielen, hier ist Unihockey ganz und gar nicht bekannt, und deswegen hat es auch immer einen Ansturm von Kindern und Jugendlichen die mit spielen wollen. Wir 4 Austauschschüler und Mishell ein Mädchen, welches bei den Missionaren wohnt, gingen am Donnerstag dort Unihockey spielen. Wir begannen zu fünft schlussendlich waren wir dann aber zu zehnt und 10 andere haben uns noch zu geschaut.

Wie gesagt haben wir super viel unternommen. Wir waren einmal an einem Kratersee „laguna de cuicocha“ wo wir eine super Aussicht hatten und eine Führung auf dem Boot hatte, welches uns über den Kratersee gefahren hat.  Aus dem Wasser siegen Luftblasen, und der Boden war gelb eingefärbt durch das Schwefel des Vulkans. Auch waren wir in einem Städtchen wo sich „La Ciudad del Cuero Cotacachi“ nennt, was übersetzt die Stadt des Leders Cotacachi heisst. Dort wurden alle mögliche Leder Gegenstände, Kleidung, Taschen, Schuhe und Gürtel….. verkauft für sehr gute Preise.

Dann gingen wir einmal mit einem Zug von Ibarra bis nach Salinas (ist aber ein anders Salinas als das am Meer) Hier ist Zuffahren eher unbekannt, und es machen nur die Touristen, dem entsprechend ist es auch viel teurer. Salinas ist die Stadt der schwarzen Ecuadorianer, dort wurden wir mit einem Traditionellen Tanz begrüsst, wo Charlotte und ich gerade mit tanzen durften. Auch wurde uns in einer Führung die Geschichte erzählt, wieso es hier so viele Schwarze hat. Früher waren es mal die Sklaven, die von Afrika nach Südamerika verschleppt wurden.

Man hatte so richtig gemerkt, dass es eine Touristenführung ist, denn sie wollten uns Mittagessen für 5 Dollar andrehen, was natürlich völlig überteuert ist, da wir 4 aber keine Lust hatten so teuer zu essen, und vor allem hatten wir auch kein Geld gingen wir eine andere Essensmöglichkeit suchen, schlussendlich haben wir Pommes mit Würstchen für 50 Centavos gefunden.

Dann gingen wir noch an den Mercado artesania in Otavalo. Das ist der grösste Markt an dem man solche Typisch ecuadorianische Sachen kaufen kann. Dort werde ich sicher nochmal hingehen um Geschenke zu kaufen. Es hat sich wirklich als sehr grosser Markt erwiesen, wir haben es in 3h nicht annähernd geschafft den ganzen Markt zu durchqueren.

Zum Schluss gingen wir auch noch an einen See und noch an einen Wasserfall.

Über den Wasserfall erzähle ich euch auch noch mehr denn dies war wieder einmal sehr abenteuerlich. An den Wasserfall gingen wir am letzten Tag, am Sonntag nach der Kirche. Da ich allerdings auch noch der Laura die Haare geschnitten habe, kamen wir erst sehr spät los.

Da alle Buse Randvoll waren, fuhren sie alle an uns vorbei und nahmen uns nicht mit. So mussten wir  ein Camioneta nehmen. Was ein Auto ist mit Ladefläche hinten drauf.  Als wir dann endlich beim Wasserfall ankamen, mussten wir natürlich Fotos machen. Wir stellten uns auf einen Stein, nahe beim Wasserfall, danach war man zwar von hinten so richtig nass, aber es gab gute Fotos. Es gab drei Wasserfälle, so stiegen wir einen Weg nach oben zum zweiten Wasserfall. Dort konnte man durch ein Tunnel gehen, welches ein Meter hoch war und kam ein paar Meter weiter hinten wieder heraus. Leider sah man von dort aus dem Wasserfall noch nicht. So stiegen wir ins Wasser, welches erstaunlicherweise nicht einmal so kalt war, um den Wasserfall zu sehen. Als wir dann aber genug hatten vom zweiten Wasserfall wollten wir zum Dritten hoch steigen, was sich aber eher schwieriger entpuppte, erst einmal kletterten wir eine fast senkrechte Wand hinauf, dann über ein 30 cm breiten Steg welcher sich oberhalb der Schlucht befand, aber dann war es auch schon zu Ende mit dem Weg und so kehrten wir auf der anderen Seite des Wasserfalls zurück, wo wir an einem sehr stark reissenden Fluss entlang gingen.

Da baute ich auch schon wieder einen Unfall. Ich bin hier wohl ein wenig geübt im Unfall bauen. Ich war die letzte Person von den 7 Leuten die wir waren. Wir mussten einen Weg hinunter gehen, welcher nicht wirklich ein Weg war. Es hatte rechts neben und eine Mauer hinter welcher der reissende Fluss entlang ging und links von uns ein Abhang.  Dazu musste man dann von Stein zu Stein hüpfen. Da meine Schuhe leicht nass waren, der Stein auch nass war und ich mich dazu nicht gut an der Mauer fest gehalten habe, war ich ausgerutscht und zwei Meter weiter unten liegen geblieben. Ich hatte einen ziemlichen Schock, da ich nicht wusste wie weit ich noch fallen werde. Zum Glück gab es dann aber gerade eine Flache Fläche wo ich liegen blieb. Meine Freunde hatten nur noch den Schrei gehört und dann war ich verschwunden gewesen. Zum Glück hat mich Carl dann hochgezogen, denn alleine hätte ich es wohl nicht geschafft, da es zu hoch war. Und auch da hatte ich wieder einen Schutzengel bei mir, denn ich habe mich nirgends angeschlagen. Mir taten ausser die Fingerspitzen, mit denen ich mich an allen möglichen Orten versuchte fest zu klammern nichts weh.

Nach dem wir dann Montags in das Gästebuch der Familie hinein geschrieben haben, machten wir uns auch schon wieder auf den nach Hause weg. Wo wir im Bus super Gespräche hatten  mit unsern Sitznachbarn. Auf ein baldiges Wiedersehen mit dieser Familie freue ich mich jetzt schon.