YFU Switzerland

Meine ersten Wochen in Argentinien

Seit drei Wochen lebe ich nun schon in Argentinien. Die Zeit in meinem kleinen Städtchen vergeht rasend schnell. Die ersten vier Tage verbrachte ich zusammen mit den anderen YFU-Austauschschülern am Stadtrand von Buenos Aires. Diese Tage haben mir sehr geholfen, um einen ersten Eindruck für Argentinien zu gewinnen. Das Camp hat mir sehr gefallen, die Volunteers waren alle sehr nett, das Essen war super und das Programm immer sehr interessant!:) Einzig die kalten Duschen waren ein wenig ein Problem…:D
Am darauffolgenden Montag verstreuten sich alle Austauschschüler in ganz Argentinien. Um 6 Uhr morgens flogen Anne & ich nach San Salvador de Jujuy, die Hauptstadt meiner Provinz. Dort angelangt, wartete Annes Familie schon auf uns und wir fuhren zu Annes neuem Zuhause. Nach ein paar Stunden Aufenthalt bei ihnen fuhr ich von Jujuy 5 Stunden mit dem Bus nach La Quiaca, meinem Zuhause. Während alle anderen Reisenden sich nicht um ihre Umgebung kümmerten, staunte ich über die endlos wirkende Landschaft, die Kakteen und die verschiedenfarbigen Anden. Bei meiner Familie angekommen, freute ich mich riesig, endlich nach langer Zeit des Wartens, meine Familie zu sehen. La Quiaca ist eine der nordwestlichsten Städte von Argentinien, direkt an der Grenze zu Bolivien. Die Stadt befindet sich auf 3’500 M.ü.m., was bedeutet, das es meistens sehr kalt ist (ich schlafe mit 4 Decken:D). Meine Familie ist unglaublich lieb und ich habe mich sofort wohl gefühlt. Am nächsten Tag ging es dann schon ab in die Schule, wo ich natürlich sofort von duzenden Mitschülern umringt wurde. Da ihr Englisch nicht besonders gut und mein Spanisch überhaupt nicht vorhanden war, konnten wir uns nur mit Händen und Füssen verständigen. Schon am ersten Tag sind 2 Stunden ausgefallen, also schloss ich mich meinen neuen Freunden an und folgte ihnen zum „Platz“, dem Treffpunkt hier in der Stadt. Die Schule hier ist sehr verschieden als in der Schweiz. Um 8.oo Uhr versammeln sich alle Schüler und während die argentinische Nationalhymne abgespielt wird, ziehen 2 Schüler die argentinische Flagge hoch und das jeden Morgen. Zweimal in der Woche besuche ich ein Institut, um Spanisch zu lernen. Zudem habe ich zweimal in der Woche eine Stunde Schulsport am Nachmittag (normalerweise hat man nur am Morgen Schule). Im Sportzentrum gehe ich einmal die Woche Volleyball spielen und obwohl ich die Schlechteste bin, macht es mir sehr viel Spass.
Letztes Wochenende sind meine Familie und ich nach Jujuy gefahren. Dort haben wir so viel gekauft, wie im Auto Platz hat und haben Verwandte getroffen, welche in Jujuy leben. Meine Mutter hat mir die Sehenswürdigkeiten gezeigt, wie beispielsweise die Kathedrale. Während der Autofahrt durch die Pampa haben wir Mate getrunken, typische Jujuy-Musik gehört und immer wieder angehalten, um Fotos zu machen.
Argentinien, insbesondere Jujuy, hat unglaublich viele Feiertage: Tag der Kinder, Tag der Sekretärin, Tag des Lehrers und Éxado Jujeño… Und diese sind alle erst in meinen 3 Wochen hier gewesen!
Am Éxado Jujeño hatten alle Schüler frei und es gab eine grosse Parade mit allen Schulen mitten durch die Stadt. Auch ich lief bei meinem Institut mit. Das war ein wirklich tolles Erlebnis!
Zum Schluss muss ich noch das argentinische Essen loben!!! Ich liebe Empanadas (ein wenig wie Teigtaschen), Tamales (Mais mit Fleisch), Dulce de Leche (das schmieren sich die Argentinier überall drauf, es ist sehr süss) und natürlich das argentinische FLEISCH… Jeden Tag gibt es riesige Portionen Fleisch. Allgemein essen die Argentinier unglaublich viel…!
So, jetzt habe ich genug erzählt… Ich melde mich bald wieder!:) Fotos folgen, sobald ich einmal gutes Internet habe (was hier sehr selten ist)!

Julia:)