YFU Switzerland

Homecomingweek

Wow. Es war der pure Wahnsinn. Aber fangen wir von vorne an. Welcome to the jungle : Am Montag hat sich jeder wie ein tacky tourist angezogen. Tacky tourist sind die Art Touristen denen es man sofort ansieht. Mit ihren Kameras um die Hälsen, den Kaki Hosen und den Hochgezogenen Socken die aus den Wanderschuhen herauskommen und bis unter die Knie reichen ziehen sie jede Aufmerksamkeit auf sich. Am Dienstag war Wild Animalday. Es hat nur so geschwirrt von Affen und Tigern;) Am Mittwoch war Flower childday UND das Flagfootballspiel. Ich war also eine Hippie Footballspielerin:) Wir trugen nämlich alle unsere extraangefertigten Football T-Shirts. Ausserdem trafen wir uns am Morgen um sechs Uhr um unseren Gesichtern eine Kriegsbemalung zu verpassen.  Das war der coolste Tag der ganzen Woche. Nach der Schule hatten wir noch ein letztes Mal Footballtraining und dann assen wir zusammen. Pizza und Salat vor dem Spiel. Vor dem Essen hatten wir die Gesichtsfarbe ein bisschen aufgefrischt. Das Spiel war toll, wenn auch unser Trainer mich ein bisschen aufgeregt hat. Er hat sich extra eine Liste gemacht wo darin stand wer wann und welche Position spielt. Trotzdem hat er die Übersicht total verloren und wir hatten entweder zu wenig oder zu viele Spieler auf dem Spielfeld. Auch hat er die Spielerinnen nicht in dieselben Positionen geschickt in denen wir trainiert haben, was die ganze Sache ziemlich verkompliziert hat. Gewonnen haben wir trotzdem:))))))(21:06) Als die Seniors gegen die Lehrer gespielt haben, haben wir allerdings verloren (Sie hatten einen Touchdown und wir keinen).  Nicht weiter erstaunlich wenn man bedenkt das das Lehrerteam ausschliesslich aus Männern bestand die Footballspielen konnten und etwa das Dreifache von uns wogen. Ziemlich schwer so einen Koloss zu stoppen;) Sie hatten also die Neigung uns einfach umzurennen, was für viele Lacher gesorgt hat da wir einfach an ihnen abgeprallt und auf den Hintern gefallen sind.
Am Donnerstag war Survivalday. Es hat nur so gewimmelt von Schülern in Tarnfarmen und Jägermontur. Am Freitag war White out. Jeder bis auf ein paar rebellische hat Weiss getragen. Die Rebellen haben nur kein weiss getragen weil der Freitag der Homecomingweek eigentlich der classcolourday war. Das heisst jede Stufe hat eine andere Farbe zugewiesen bekommen. Das weiss hatte aber seinen Grund. Jede Stunde war ein bisschen verkürz gewesen so dass die letzte Stunde für ein assembly frei war. Dabei hat sich die ganze schule in der Sporthalle versammelt und jedes Sport Team lief zusammen in die Halle und wurde begrüsst mit einem tosendem Applaus. Wir trugen weiss weil die ganze Halle in schwarz Licht getaucht war. Es hat fantastisch ausgesehen. Jede Stufe hat eine andere Farbe leuchtende Armbänder und sass getrennt voneinander. Die ganze Woche schon haben wir in der Mittagspause spiele gegeneinander gespielt, die verschiedenen Stufen meine ich. Und so hatten die Organisatoren auch im assambly wieder ein paar tolle spiele auf Lager. Am Ende der Woche haben leider die Softmores gewonnen und nicht wie erhofft die Seniors. Am Ende des assemblys hat der Kapitän des Footballteam noch einmal richtig Stimmung gemacht. Am Nachmittag gab es eine Homecomingparade. In dieser liefen alle Schulsportteams, Clubs und abgesandte von jeder Stufe. Zuvorderst die Footballspieler um die dreht sich schliesslich die ganze Woche. Weiter ging es mit den Cheerleadern und den Footballern aus der Mittelstufe. Auch ich lief in der Parade mit zusammen mit allen anderen Austauschschülern aus unseren schule. Der Umzug ging der Hauptstrasse entlang durch die Innenstadt. Ich war sehr beeindruckt wie viele Leute da waren. Es hat so ausgesehen als wäre die ganze Stadt dort. Und dass für einen simplen Schulumzug. Danach trafen sich alle wieder bei der schule um vor dem Spiel noch etwas zu essen. Nach all dieser Einstimmung auf das grosse Spiel, waren wir natürlich ganz wild darauf dass es endlich anfängt. Tja wir haben uns ziemlich alle möglichen Körpereile abgefroren während wir auf der Tribüne in den Genuss des Gestankes von einem Stinktier kamen. Die wie ich gelernt habe ziemlich verbreitet sind. Es war sehr unangenehm. Unangenehm war auch was die gegnerischen Spieler mit unserem Team angestellt haben. Es war die schlimmste Niederlage von allen die ich bis jetzt gesehen habe. 42:06 war das Endresultat. Verloren war also das Homecominggame und das schlimmste ausgerechnet gegen die grösste Konkurrenz unserer schule. Und so haben wir jedes einzelne Heimspiel verloren. Übrigens kamen sicher um die 1000 Leute wenn nicht sogar mehr zum Spiel.
Am Samstag war der Homecomingball. Alle waren sehr aufgeregt am meisten natürlich ich Alle waren herausgeputzt und in einer guten Stimmung. Der Ball fand in der Turnhalle der Schule statt. Vorher ging ich mit einer Freundin zu einer Kollegin um Fotos zumachen. Als wir dann zum Eingang kamen war dort eine laaaaaange Schlange. Eigentlich nicht so schlimm aber es war noch kälter als am Tag zuvor. Der Eingang war sehr schön dekoriert, die Turnhalle gar nicht. Jedoch hatten wir ein DJ und eine riesige Leinwand. Vor dem DJ Mischpult hatte es eine Kamera und so konnte man von zeit zurzeit die Leute auf der Leinwand Tanzen sehen. Zum Tod lachen sag ich euch. Alles in allem hatte ich einen guten Abend. Leider fand ich die Musik nicht so toll. Rap und Electro Pop wurden unterbrochen von ein paar langsamen Liedern. Nicht wirklich meine Art von Musik. Da hat mir der DJ beim Gymerball besser gefallen.
Die ganze Homecoming Sache ist aber wirklich wirklich wirklich cool. Und ich habe nie etwas Ähnliches erlebt. Der Schulspirit ist unglaublich. Wenn wir schon nur Mühe haben das alle Leute aus dem Chor (200 Leute) schwarz tragen. Schaffen es die Amerikaner hier das die Ganze schule (1400 Leute) Weiss trägt.
Jetzt muss ich noch zugeben dass es doch nicht so einfach war ein Kleid zu finden wie ich zuerst gedacht habe. Schlussendlich habe ich aber doch eins gefunden. Es hat nur vier Stunden gedauert. Wir waren nur in einem Laden und ich habe 20 Kleider anprobiert. Es ist unglaublich. In der Schweiz waren wir in 4 Läden und ich hatte knapp 10 Kleider an.
Ich habe euch doch erzählt dass wir in den Zoo wollten. Leider ist nichts daraus geworden. Das Wetter hat nicht mitgespielt. Stattdessen gingen wir in einen süssen kleinen Laden in der Stadt. Dort hat es ganz viele verschiedene waren aus Ton gegeben. So haben wir also den Nachmittag mit anfärben der Tonwaren verbracht. Es war ein sehr gemütlicher Tag.
Heute waren wir wieder am gleichen Ort wie vor ein paar Wochen schon. Auf der Apfelfarm. Dieses Mal bin ich auch ins Mais-Labyrinth gegangen. Ich war noch nie vorher in einem Mais-Labyrinth. Das ist soooo cool. Wo wir schon mal da waren haben wir auch gleich noch zwei Kürbisse für Halloween ausgewählt.
Das Wetter wird von Tag zu Tag kälter. Mittlerweile trage ich nicht nur den Dicken Pullover sondern dazu auch noch die lange Unterwäsche. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Auch wenn mir die Leute weiterhin sagen das ich nur warten soll es würde noch kälter werden und dass sie nicht verstehen können das ich so jammere schliesslich komme ich ja aus der Schweiz und habe auch schon Schnee gesehen. Ich Antworte dann immer: Ja aber das heisst nicht das ich es mir gewohnt bin das es so kalt ist. Die Kälte hier ist anders. Irgendwie geht sie direkt durch einem durch und bleibt dann in den Knochen stecken. Dafür sind die Bäume hier einfach fantastisch. Die Farben sind so kräftig wie ich sie noch nie gesehen habe. Ganz besonders im Kontrast mit dem Stahlblauen Himmel der immer dann zum Vorschein kommt wenn es wiedermal ganz besonders kalt ist.
In der Schule läuft alles super. Der erste sogenannte Term ist vorbei. Ich glaube das ist so etwas Ähnliches wie ein Quartal einfach ein wenig kürzer. Auf jeden Fall bekommen wir da Noten die für die Colleges sichtbar sind. Für mich spielt das natürlich keine Rolle. Ich habe auch weiterhin grossen Spass in der Deutschklasse. Sie lernen gerade wie man Verben konjugiert. Es wird langsam spannend und schwieriger für mich. Denn je mehr sie lernen desto komplizierter werden die Fragen.
Jetzt bin ich schon zwei Monate hier. Dran gewöhnt habe ich mich trotzdem noch nicht. Ich bin jedes Mal überwältigt wenn ich einkaufen gehe oder wenn ich wieder an einen neuen Ort fahre. Von einfach allem. Der Grösse, der Auswahl und dem Unterschied zu der Schweiz.
So jetzt habe ich glaube ich alles erzählt was ich in den letzten Wochen erlebt habe. Es tut mir leid, dass es immer so lange dauert bis der nächste Eintrag kommt, aber wie ihr seht ist sehr viel los und es dauert immer sehr lange bis ich einen Eintrag fertig geschrieben habe. Die Fotos kommen bald nach.
Bis bald