YFU Switzerland

Arizona

Im März gingen wir nach Arizona um meinen ältesten Bruder (Tyler) und seine Frau (Abby) zu besuchen. Die Reise ging am Montag nach der Schule los. Dabei waren meine Eltern, einer meiner Brüder, meine Schwester und eine andere Austauschschülerin aus Deutschland. Wir landeten am Abend in Las Vegas und nachdem wir unser Mietauto abgeholt hatten ging es los zum Hotel (MGM Grand). Am Dienstag konnten wir den ganzen Tag in Las Vegas herumlaufen. Wir liefen den Strip auf und ab, was länger dauerte als wir dachten. Am Abend schauten wir uns die Show der „Blue Men Group“ an, welche übrigens super war.

 

  

   

 

 

  

 

Am Mittwoch sind wir mit einem Bus zum „Hoover Dam“ gefahren. Es war sehr eindrücklich zu sehen wie gross der Damm ist. Danach gingen wir mit einem Boot auf den „Lake Mead“, der See hinter dem Damm. Wir verbrachten einige Stunden auf dem Boot und genossen die Sonne. Auf dem Heimweg stoppen wir bei einer Schokoladenfabrik und einem Garten. Als wir wieder in Las Vegas waren, war es Zeit zum weiterfahren. Wir fuhren 2-3 Stunden nach Kingman, wo wir in einem Hotel übernachteten. 

 

 

 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Flagstaff. Auf dem Weg hielten wir am „Meteor Crater“ an. Der Krater war riesig! Ganz unten war ein kleines Haus, welches man nur mit einem Feldstecher sehen konnte. Am Abend liefen wir in Flagstaff herum und suchten die „Route 66“. 

   

   

  

 

Am Freitag fuhren wir nach Williams. Dort besichtigen wir die „Grand Falls“ und den „Walnut Canyon“. „Grand Falls“ ist ein Wasserfall mitten in der Wüste. Ohne Führer hätten wir ihn nie gefunden. Unser Führer erzählte uns viel über die verschiedenen Steine die es dort gibt. Nach 30min hatten wir zum Glück die Chance ihm zu sagen, dass die Steine uns nicht wirklich interessieren und wir einfach den Wasserfall sehen wollen. Der „Walnut Canyon“ ist ein Canyon in dem die Indianer in Höhlen gelebt haben. Ein Weg führt an den verschiedenen Höhlen vorbei und wieder zurück zum Visitor Center. Als wir „Kids“ ein mal herumgelaufen sind, haben wir entschieden, dass wir nochmal herumlaufen werden um unsere Eltern einzuholen. Jedoch waren sie schneller als wir dachten und sogar nachdem wir alles hochgerannt sind konnten wir sie nicht mehr einholen. Am Abend haben sich Tyler und Abby uns angeschlossen. 

  

 

Am Samstag fuhren wir zum Grand Canyon. Endlich! Der Canyon ist riesig. Einfach nur wow! Wir liefen dem Canyon für 2h entlang und dann wieder zurück. Nach einigen Stunden hat man es jedoch gesehen und es sind einfach nur noch Steine. Als wir wieder beim Auto waren, beschlossen wir die andere Seite des Canyons auch zu besichtigen. Jedoch waren wir so müde, dass wir Mädchen den Bus nahmen. Alle anderen liefen. Besser gesagt, verliefen sich. Wir mussten dort warten, bis Tyler uns fand und wir mit dem Bus zum Auto fahren konnten. Schlussendlich fanden alle eine Bushaltestelle und wir mussten niemanden zurücklassen. Danach fuhren wir zurück nach Flagstaff. 

  

 

Am Sonntag fuhren wir von Flagstaff nach Sedona. Dort gingen wir auf eine Jeep Tour. Die Aussicht von ganz oben war atemberaubend! Danach fuhren wir wieder für einige Stunden. Wir fuhren zu einer Ranch wo wir an einem Ausritt teilnahmen. Wir waren für 2h ohne Schatten bei 36 Grad in der Wüste unterwegs, kein Wind, nur Sonne. Wir mussten alle eine Wasserflasche mitnehmen, jedoch kochte das Wasser schon nach 10min. Die Landschaft war sehr schön und wir sahen viele verschiedene Pflanzen, die wir sonst nie gesehen hätten. Nach dem Ausritt fuhren wir nach Tucson, wo Tyler und Abby leben. Wir durften für die nächsten drei Tage mit ihnen in ihrer Wohnung leben. Meistens verbrachten wir den Tag am Pool. Am Mittwoch fuhren wir zum Mount Lemmon, von wo aus wir eine super Aussicht hatten. Leider mussten wir am Donnerstag morgen wieder nach Hause fliegen, wo es immer kalt und nass ist. Zum Glück wird es jetzt langsam auch wärmer. 

    

 

  

  

Die Reise war definitiv ein Highlight meines Jahres. Wir konnten die Zeit mit der Familie geniessen und die vielen Stunden im Auto brachten uns viel näher zu der Familie. Und natürlich sahen wir einige grossartige Sachen. 

Hawaii

Ende Februar bin ich mit anderen Austauschschülern nach Hawaii gegangen. Wir waren dort für eine Woche und unternahmen verschiede Sachen

Doch zuerst mussten wir dort ankommen. Es schneite den ganzen Tag und unser Flug wurde immer mehr verzögert, bis er abgesagt wurde. Also mussten wir zu einem anderen Flughafen fahren und hoffen, dass sie unseren Flug nicht wieder absagen. Doch zum Glück verlief alles gut und wir kamen am Sonntagnachmittag in Honolulu an. Wir verpassten zwar nur die Katamaran-tour aber es fühlte sich ein wenig komisch an, weil sich alle schon kannten. Zum Glück kannte ich einige Jugendliche und so lernten wir alle anderen schnell kennen. Jeweils 4 Jugendliche teilten sich ein Hotelzimmer, normalerweise immer von anderen Ländern. Ich teilte mein Zimmer mit Mädchen aus Finnland, Deutschland und China. Es war sehr interessant über die verschiedenen Kulturen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Wir verstanden uns alle gut und hatten eine gute Zeit.

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Am Nachmittag haben wir mit einem Car die Stadt besichtigt. Unsere Busfahrerin, Ronda, erzählte uns viel und wir lernten einiges über die Stadt und ihre Geschichte. Später gingen wir essen und danach durften wir frei herumlaufen. Wir fanden einen Kiosk der gratis Proben von verschiedenen Keksen verteilte. Anstatt Kekse zu kaufen besichtigen wir jeden Abend diesen Kiosk und „probierten“ die Kekse. Zum Glück waren zwei Kioske in der selben Strasse und wir konnten abwechseln, so dass sie uns nie erkannten.

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Am Montag sind wir zu der Nordküste gefahren und hatten eine Surfstunde. Der Strand war sehr schön und während eine Gruppe am surfen war, konnte die andere Bilder machen. Surfen ist sehr viel anstrengender als ich dachte. Nach einer Stunde waren meine Arme so müde vom paddeln und meine Knie waren ganz aufgeschürft vom Brett. Aber die Schmerzen haben sich gelohnt. Danach hatten wir eine Pause und wir konnten herumspazieren und shoppen. Wir fanden ein Restaurant, das Ananas-Burger verkauft, welche übrigens sehr gut schmeckten. Später hielten wir Ausschau für eine ‚Shave Ice Shop‘. Shave Ice ist wie ein Slushi aber viel cremiger

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Dann fuhren wir mit dem Bus zum ‚Polynesian Cultural Center‘. Dort sind die Kulturen der Inseln Samoa, Neuseeland, Fiji, Tahiti, die Marquesas-Inseln, Tonga und Hawaii dargestellt. Zuerst schauten wir uns eine Show an und danach konnte wir besichtigen was wir wollten. Wir spielten viele Spiele, tanzten den Hula, probierten viele Spezialitäten und bekamen ein temporäres Tattoo.

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Am Dienstag sind wir zum ‚Pali Lookout‘ gegangen. Von dort hatten wir eine gute Sicht auf die Kliffen. Danach fuhren wir zu einem Strand in einem Naturschutzpark. Wir waren wahrscheinlich die letzte Gruppe, die die Erlaubnis bekam dort zu baden. Auf dem Weg zum Hotel machten wir noch einen Stop an der Bucht in der Nicki Minaj ihr Video für ‚Starships‘ gedreht hat.

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IMG_5028 kein Schweizer Student hatte eine Flagge, so dass wir sie auf unserem Smartphone gegoogelt haben.

IMG_4863 alle Schweizer und Alicja

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Am Mittwoch fuhren wir zu Pearl Harbor. Wir konnten dort die verschiedenen Museen besichtigen und einen Film schauen. Wir hatten die Tickets für die Bootstour zum Memorial der USS Arizona gekauft aber wegen dem schlechten Wetter durften wir nicht gehen. Dafür war ein Veteran im Center und wir durften ihm Fragen stellen und uns mit ihm Unterhalten.  Danach fuhren wir zu einem kleinen Markt wo wir viele Souvenirs kauften. Später fuhren wir zu einem Einkaufszentrum. Es war riesig! Ich habe keinen Laden zwei mal gesehen.

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Am Donnerstag begannen wir den Tag mit Yoga am Strand. Danach wanderten wir auf den Diamond Head Krater. Es dauerte etwa 1h um an die Spitze zu gelangen. Es fühlte sich aber viel länger an, weil es so warm war. Doch es hat sich gelohnt. Die Aussicht von dort war fantastisch! Den Nachmittag hatten wir frei. Ich verbrachte ihn mit einem Mädchen aus Österreich. Zuerst gingen wir shoppen und danach lagen wir noch ein bisschen am Strand.

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Am Freitag gingen wir schnorcheln. Wir mussten uns in kleinere Gruppen aufteilen, weil sie keine grossen Gruppen im Naturschutzgebiet wollen. Wir sahen viele verschiedene Fische und einige Gruppen sahen sogar Schildkröten. Leider war das Wasser nicht so ruhig als wir zum zweiten Mal hinein gingen und wir wurden gegen die Felsen gestossen. Am Schluss hatten wir überall Schnitte und wir beschlossen auf den Felsen zurückzulaufen. Schwimmen war ziemlich schwierig, weil wir in der Mitte eines Riffes waren und wir nur etwa 50cm hatten und die Wellen machten schwimmen ziemlich schwer. Laufen war aber auch nicht viel einfacher. Wir durften die Schwimmflossen nicht ausziehen wegen der Seeigel aber die Flossen machen laufen nicht gerade einfach.  Im Hotel konnten wir eine Blumenkette basteln und am Abend gingen wir zu einem Luau. Wir erlebten einen traditionellen Abend und genossen die letzten paar Stunden mit den anderen Jugendlichen. Insgesamt waren wir ca. 50 Jugendliche aus der ganzen Welt. Als wir spät beim Hotel ankamen waren alle sehr müde doch niemand wollte schlafen. Belo, die Organisation die diesen Trip organisiert hat, hatte uns einen Raum im Hotel reserviert wo wir alle zusammen Zeit verbringen konnten.

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Am Samstag war es Zeit nach Hause zu gehen. Ich musste um 8 ein Shuttle zum Flughafen nehmen, ich verabschiedete mich schon am Freitag von den meisten, weil ich wusste, dass sie immer noch schlafen würden. Die Jugendlichen mit denen ich am meisten Zeit verbracht hatte, warteten mit mir auf das Shuttle. Aber weil es früher kam als geplant, hatten wir nicht mehr so viel Zeit zum verabschieden. Zum Glück wohnen sie alle in Europa, dann ist es nicht so schwer sich wieder zu treffen. An den verschiedenen Flughäfen trafen wir immer wieder andere Jugendliche und wir konnten zusammen auf den nächsten Flug warten.

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Dieser Trip war eine super Erfahrung. Das Wetter war nicht immer gut, aber wir hatten viel Spass. Ich würde jederzeit zurückgehen um diese Woche noch einmal zu erleben:)

Weihnachten

Am 23. Dezember war der letzte Schultag. In unserer Chorlektion sind wir in der Schule von Schulzimmer zu Schulzimmer gezogen und haben gesungen. Danach sind wir zu verschiedenen Altersheimen gefahren und haben wieder gesungen. Die älteren Leute hatten immer Freude an den Liedern und meistens haben sie mitgesungen.

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Am Freitag blieben wir zu Hause. Wir hatten nicht wirklich ein spezielles Program. Alicja und ich hatten gesagt, dass wir im Chor der Kirche für die Weihnachtszeit aushelfen würden, weil sie nicht genug Sänger hatten. An Heiligabend mussten wir deshalb zwei Mal in die Kirche gehen zum Singen. Danach sind wir zu den Eltern der Verlobten meines Bruders gegangen und haben ein wenig gefeiert. Da es aber schon spät war blieben wir nicht allzu lange.

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Am 25. durften wir sobald wir wach waren alle Geschenke vom Weihnachtsmann aufmachen. Die waren in unserem ‚Stocking‘. Danach haben wir alle Geschenke zu unseren Grosseltern gebracht. Wir haben viel gegessen und danach haben wir die Geschenke verteilt. Jeder durfte nacheinander ein Geschenk öffnen bis alles geöffnet war. Später haben wir noch einige Spiele gespielt und dann sind Alicja und ich mit unserem Bruder nach Hause gegangen.

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An Silvester sind wir Zuhause geblieben. Hier feiern die meisten mit ihren Familien und nicht mit Freunden. Wir haben Brownies gebacken und die Show in New York im Fernsehen angeschaut. Wir sind nur bis kurz nach Mitternacht wach geblieben, weil wir am Morgen um 8 Uhr in der Kirche singen mussten.

Ich finde, dass Silvester hier ziemlich unspektakulär war. Sie haben kein Feuerwerk hier und alle bleiben Zuhause. Weihnachten war aber sehr schön, vor allem weil wir Schnee hatten.

 

Thanksgiving und Black Friday

Am 24. November haben wir Thanksgiving gefeiert. Deshalb hatten wir schon ab Dienstagnachmittag Wochenende. Wir sind am Donnerstag mit all unseren Brüdern und deren Freundinnen zu unseren Grosseltern gegangen . Zuerst haben wir alle etwas nettes zur Person jeweils rechts von uns gesagt und später haben wir gegessen. Das traditionelle Thanksgiving-Menü besteht aus Truthahn, Kartoffelstock, Cranberry Sauce, Kürbiskuchen und Bohnen. Nach dem Essen schauten wir einen Footballmatch und danach gingen wir wieder nach Hause.

Am Abend fuhren wir mit unserem Bruder zu einem Shoppingcenter und verbrachten einige Stunden dort. Jedoch waren nur wenige Läden offen. Deshalb beschlossen wir nach Hause zu gehen und am Freitag wiederzukommen. Wir wollten aber alle ausschlafen, weshalb wir erst am Nachmittag shoppen gegangen sind. Die Läden waren aber immer noch überfüllt und man musst sehr lange an der Kasse anstehen. Da wir ziemlich spät dort ankamen waren die besten Sachen schon weg. Aber ich hatte sowieso nicht das Gefühl, dass die Preise gross gesunken waren.

Halloween

An Halloween bin ich mit meiner Schwester Alicja und mit Marthe aus Deutschland am Abend zum „trick or treat“-ing gegangen. Wir haben uns verkleidet und sind in ein Viertel gegangen, von dem man sagt, dass man dort am meisten Süssigkeiten bekommt. Wir waren für fast zwei Stunden unterwegs und sammelten einen Sack voller Süsses. Danach sassen wir im Park auf eine Bank und hörten Musik. Hier gehen viel mehr Jugendliche raus. In der Schweiz verkleiden sich meistens nur die Jüngeren. Die Häuser hier sind auch viel mehr dekoriert und die meisten Erwachsenen verkleiden sich, auch wenn sie nur die Tür öffnen.

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Homecoming

Letzte Woche hatten wir „Spirit Week“. Das ist die Woche bevor Homecoming. Wir hatten jeden Tag ein anderes Motto und jede Stufe hatte verschiedene Aktivitäten. Für uns fing die Woche am Sonntagabend mit dem Powerpuff-Training (Football für Mädchen) an. Wir spielten mit den Seniors gegen die Juniors am Mittwochabend. Die Senior Footballspieler waren unsere Coaches. Es war lustig, obwohl ich die Regeln nicht kannte. Wir gewannen 35:21.

Am Montag gingen alle im Pyjama zur Schule. Eigentlich hat die Schule nur ab Mittwoch Mottos geplant, aber wir Seniors haben Montag und Dienstag geplant und alle Schüler informiert. Dienstags war das Motto „Hawaii“.

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Am Mittwoch trugen alle Stufen eine andere Farbe. An diesem Tag durften wir unseren Gang dekorieren und alle Schüler aus anderen Stufen mit Wasserpistolen nass machen oder mit schwarzem Spray besprühen wenn sie durch unseren Gang liefen. Alle Seniors und Juniors hatten ein bisschen früher Schulschluss und trafen sich in der Schwimmhalle der Schule. Dort fand die „Belly Flop Competition“ statt. Die Jury bewertete jeden Bauchplatscher. Die Seniors gewannen. Am Abend hatten wir unser Powderpuff-game.

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Am Donnerstag wurde jeder Stufe als Motto eine andere Sportart zugeteilt. Nach der Schule trafen sich wieder alle Juniors und Seniors in der Turnhalle. Dieses Mal mussten wir gegeneinander Seilziehen und wir gewannen wieder. Danach spielten wir ein zweites Spiel bei dem einige auf dem Boden sitzen mussten und eine Matratze von einem Ende der Turnhalle zum anderen Ende weitergeben mussten. Dieses Mal verloren wir.

Am Freitag trugen alle die Schulfarben (rot und grau). Nachdem die DrumLine der Band durch alle Schulzimmer lief, trafen sich alle in der Turnhalle. Dort fand die Pep Rally statt. Alle Clubs der Schule wurden vorgestellt und einige Spiele wurden gespielt. Danach tanzten alle Cheerleader etwas zusammen. Zum Schluss tanzten alle Senior Footballspieler und Cheerleader. Dann spielte die DrumLine wieder. Am Abend fand wieder ein Footballgame statt, während es in Strömen regnete. Aber das war das erste Mal, dass wir gewannen.

Samstagabend fand der Homecoming-Ball statt. Wir gingen zuerst alle zu einem Freund und machten viele Bilder. Danach gingen wir alle zusammen in ein Restaurant. Später fuhren wir zur Schule und blieben an der Party bis zum Schluss.

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Equestrian

Alicja und ich sind im Reitteam der Schule und hatten jeden Dienstag training. Während den letzten  zwei Wochenenden hatten wir einen Wettkampf in Ludington. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Nunica. Am ersten Wochenende mussten wir nur am Samstag  reiten, da sie alle Speed-events am Samstag geplant hatten. Wir mussten einfach alles zwei Mal machen. Wir nahmen an vier verschiedenen Wettkämpfen teil: Flag race, Barrel race, Figure 8 und Two men.

flag_race_type_2   Flag race: Auf dem ersten und dem letzten Fass steht ein Eimer. Im ersten Eimer ist eine Fahne, diese muss man während dem Reiten nehmen und so schnell wie möglich zum anderen Eimer reiten und die Fahne in den Eimer legen.

 

barrelpattern  Barrel race: Man muss so schnell wie möglich um drei Fässer rennen.

 

fig8 Figure 8: Man rennt so schnell wie möglich eine 8 um zwei Fässer.

Two men: Ein Reiter steht in einem Rechteck am anderen Ende der Arena. Der andere Reiter muss schnell am Rand der Arena entlang reiten und übergibt dem zweiten Reiter einen Stab, dieser muss so schnell wie möglich zurückreiten. Der erste Reiter darf aber das Rechteck nicht verlassen, bis der zweite Reiter die Ziellinie überschritten hat.

Als wir am Freitagabend dort ankamen, war JJ ziemlich nervös. Da es aber anfing zu stürmen, konnte ich ihn nicht reiten. Also brachten wir JJ und Indy in ihre Box und versorgten sie mit Futter und Wasser für die Nacht. Danach gingen wir ins Hotel. Als wir am Samstag im Stall ankamen war JJ sehr aufgeregt. Er wieherte die ganze Zeit und lief im Kreis in seiner Box. Normalerweise steht er 24/7 auf einer Wiese und kann herumrennen und es war sein erster Wettkampf. Nachdem ich ihn gefüttert hatte, nahm ich ihn aus dem Stall und führte ihn lange herum. Als ich ihn in seine Box brachte war er wieder ganz ruhig. Jedoch musste ich ihn spätestens alle zwei Stunden wieder herausnehmen. Da wir aber den anderen Mädchen aus unserem Team halfen, konnte ich ihn nicht den ganzen Tag mit mir herumführen, wir waren nämlich erst am Nachmittag an der Reihe. Als es endlich so weit war, waren Alicja und ich ziemlich aufgeregt. Doch sobald wir am reiten waren, war alles wieder okay. Alicja war vor mir mit dem Flag race an der Reihe und hatte eine gute Zeit. Sie wurde sogar Zweite! JJ jedoch wollte nicht in die Arena hinein, da er nicht gerne von den anderen Pferden wegläuft. Ich hatte Probleme ihn um das Fass herum zu lenken, da er einfach umdrehen und zurücklaufen wollte. Schlussendlich schafften wir es aber. Während des Nachmittags wurde es aber immer schlimmer mit ihm. Wenn er nicht dorthin wollte, wohin ich wollte, rannte er seitwärts herum. Das wurde ziemlich gefährlich wenn wir zwischen all den anderen Pferden standen. Meine Zeiten wurden auch immer schlechter… Als ich ihn am Abend in seine Box brachte, sah man ihm an, dass er müde war.

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Am Sonntagmorgen wollten wir unsere Pferde waschen, da sie am Samstag mit roter Farbe das Schullogo aufgemalt bekommen haben. JJ jedoch rannte vor dem Wasser weg, was er Zuhause noch nie gemacht hat. Zum Schluss versuchte er auch immer wieder erfolgreich mich zu beissen. Sobald ich ihn aber nach dem waschen fressen liess, war er wieder friedlich. Nach dem Mittagessen sind wir nach Hause gefahren. Wir brachten die Pferde auf die Wiese und luden den Anhänger aus. Als wir die Pferde später füttern wollten, sahen wir, dass JJ eine Wunde auf seiner rechten Schulter hatte. Es sah ziemlich schlimm aus. Als der Tierarzt kam, nähte er ihn und sagte, dass ich ihn am Mittwoch wieder reiten könnte und am Samstag am Wettkampf teilnehmen könnte. Evonne und ich wollten aber beide nicht, dass er in diesem Zustand am Wettkampf teilnehmen muss.

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Also fingen wir am Montag an, mir ein neues Pferd zu suchen. Als ich einige Pferde ausprobiert hatte, entschied ich mich für Rocky. Er hat einen riesigen Fortschritt gemacht, seit ich ihn vor einem Monat zum letzten Mal geritten habe. Jedoch hatte ich nicht viel Zeit unter der Woche um ihn zu reiten. Ich ritt ihn nur am Dienstag während dem Training und am Freitag als wir in Ludington ankamen. Deshalb war ich am Samstag ziemlich nervös. Er war aber viel ruhiger obwohl es erst sein zweiter Wettkamp war. Ich bin aber immer noch daran gewöhnt JJ zu reiten, deshalb hatten wir einige kleinere Schwierigkeiten. Am Ende waren die Zeiten aber besser als letzte Woche. Dieser Wettkampf dauerte zum Glück nur einen Tag und wir konnten am Abend schon nach Hause fahren. Zuerst nahmen wir aber noch an der Abschlusszeremonie teil. Zuerst salutierten wir die Amerikanische Flagge und danach wurden die Ränge verlesen. Unser Team war auf dem 3. Platz. Jedoch mussten wir auf dem 2. Platz sein um uns für die nächste Woche zu qualifizieren. Wir sind aber alle froh, dass wir nicht gehen können, da am nächsten Samstag Homecoming ist. Trotzdem waren wir alle ein bisschen traurig, das die Wettkämpfe schon vorbei sind.

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Ich habe jetzt übrigens einen Youtube-account erstellt, auf dem ich immer wieder ein Video zu einem Blog posten werde, da ich keine Videos in meinen Blog einfügen kann. https://www.youtube.com/channel/UCcNIgQb1roEooSXv5Rx9R9A

Video: https://youtu.be/ICnl67REGPo

Schule

Ich habe jetzt schon seit zwei Wochen Schule. Am ersten Schultag war ich sehr nervös, aber zum Glück konnte Alicja mich beruhigen. Ich habe jeden Tag den gleichen Stundenplan. Ich finde das aber gut, da ich in der ersten Lektion „nur“ Chor habe. Ich mag diese Lektion. Wir sind dort 27 Mädchen und Mrs. Kieft ist überhaupt nicht streng. Sie erwartet von uns, dass wir aufmerksam sind aber sie macht immer wieder Witze und lacht viel mit uns. Wir haben am Ende von jedem Trimester (= Term) ein Konzert. Ich bekomme für jeden Term einen neuen Stundenplan, aber ich kann das ganze Jahr im Chor bleiben.

In meiner zweiten Lektion habe ich Amerikanische Literatur. Ich mag dieses Fach nicht wirklich. Mrs. Strobel ist als Person sehr nett aber ich mag ihre Art zu unterrichten nicht. Vielleicht muss ich mich auch einfach daran gewöhnen. Jedenfalls ist dieses Fach ziemlich schwer für mich. In diesem Fach sind nur Seniors (=12. Klasse). Wir müssen jede Woche 20 Wörter lernen. Es sind englische Wörter aber sogar einige Amerikaner können sie sich nicht merken. Sonst müssen wir einfach ein Buch lesen und für alle 20-25 Seiten eine Zusammenfassung schreiben. Ab und zu lesen wir auch Gedichte und analysieren sie. Am Anfang der zweiten Lektion, werden immer einige Mitteilungen durch die Lautsprecher veröffentlicht. Danach müssen alle die amerikanische Flagge salutieren, die in jedem Schulzimmer aufgehängt ist.

Danach hatte ich für zwei Tage IB Psychologie. IB ist eine Art Titel, der meine Schule hat und alle IB-Klassen sind schwere Klassen. Diese Klasse war aber zu schwer für mich. Wir schrieben am ersten Tag schon einen Test und obwohl wir alle Bücher benutzen durften war es zu schwer. Ich verstand kein Wort in diesen Büchern. Deshalb sprach ich nach der zweiten Lektion mit meiner Lehrerin und zum Glück durfte ich die Klasse wechseln. Jetzt habe ich Mythologie in der dritten Lektion. Alle dort sind sehr nett und ich konnte den Stoff der ersten zwei Tage schnell aufholen. Und obwohl wir so viele Hausaufgaben für dieses Fach haben, freue ich mich jeden Tag darauf.

Danach habe ich schon Lunch. Die Lehrer sind in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt und die Schüler können sich an ihrem Lehrer der dritten Lektion orientieren, um zu wissen wann sie Lunch haben. Zuerst musste ich zum ersten Lunch gehen, um 10 Uhr. Für mich war das viel zu früh, deshalb bin ich jetzt froh, dass ich zum zweiten Lunch gehen kann. In der Schule sind verschiedene kleine Buffets. Es hat ein gesundes Buffet mit Salat und Früchten, ein Pizzabuffet, ein Fast-Food-Buffet und kleinere Stände mit Getränken und Snacks. Auf dem Bild ist die Mensa und die Türen im Hintergrund sind die verschiedenen Orte, an denen wir etwas kaufen können.

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Danach habe ich Französisch. Das ist mit Abstand mein Lieblingsfach. Wir lachen dort so viel und Miss Henry ist so lustig. In diesem Fach sind nur Seniors und Juniors (12. und 11. Klasse). Dieses Fach ist nicht schwer aber es macht mir Spass zu hören, wie Amerikaner Französisch sprechen und ihnen zu erzählen wie einige Sachen in Europa sind.

Zum Schluss habe ich Algebra 2. Momentan ist alles noch Repetition aus Algebra 1, deshalb ist es nicht schwer. Aber am Montag beginnen wir mit neuen Themen, die ich noch nicht hatte. Wir schreiben jeden Tag ein Quiz mit drei Fragen über das Thema der letzten Hausaufgaben. Falls wir nicht 3/3 Punkte erreichen, können wir unserer Lehrerin unsere Hausaufgaben zeigen und sie stellt uns eine Aufgabe und dann gibt sie uns die restlichen Punkte. Nach dieser Stunde habe ich 5min. um zu meinem Schliessfach zu gehen und in den Bus zu steigen, der um 14.40Uhr abfährt.

Nach dem Unterricht gehen Alicja und ich manchmal ins Fitnesscenter der Schule. Dieses ist so gross! Es hat zwei Schwimmhallen, eine leere Turnhalle, eine Halle mit Boxsäcken, eine Halle mit Gewichten, eine Laufbahn und eine Halle mit verschiedenen Geräten (Laufband, Velo, etc.) Unter der Woche bleibt uns leider nicht viel Zeit zum reiten. Meistens ist es schon dunkel wenn wir endlich fertig sind mit den Hausaufgaben.

Die erste Woche mussten wir jeden Tag den Schulbus um 6.49 Uhr nehmen. Da er aber meistens 5-10min. Verspätung hatte, waren wir oft zu spät in der Schule. Deshalb fährt Evonne uns jetzt zur Schule bevor sie zur Arbeit fährt. Nach der Schule nehmen wir nur den Bus, wenn wir nicht ins Fitnesscenter gehen.

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Wir waren an einigen Football-Games und die Stimmung war jedes Mal super! Die Cheerleader haben die Stimmung aufrechterhalten, obwohl die Lakers haushoch verloren. Gegen Ende des Spiels kam sogar noch die Drumline der Band dazu und alle Schüler tanzen und lachten. Dort lernten wir einige neue Leute kennen und lachten viel mit ihnen.

Ende der Ferien

Vorletzten Mittwoch hatten wir einen Termin in der Schule, um unsere Fächer auszusuchen. Zuerst mussten Alicja und Marthe aber zum Arzt, um einige Impfungen zu machen. Danach machten wir uns auf den Weg in die Schule. Mr C, einer der drei Schulleiter, hat uns sehr freundlich empfangen und uns die ganze Schule gezeigt. Er scheint sehr nett und hat auch immer wieder Witze gemacht. Nachdem setzten wir uns in sein Büro und er half uns unsere Fächer auszusuchen. Wir konnten aussuchen was wir wollten, da dieses Jahr für keinen von uns zählt. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Marthe. Am Abend holte Sue uns ab und wir gingen an ein Konzert in Grand Haven. Ein örtliches Orchester gibt dort zwei mal pro Woche ein Konzert. Es waren mehrheitlich ältere Menschen dort aber es war lustig mit ihnen zu tanzen. Im zweiten Teil des Konzerts lernten wir verschiedene Line Dances. Später machten wir noch einen Spaziergang zum See und schauten dem Sonnenuntergang zu. Als wir zurückliefen sagte man uns, dass bald der Springbrunnen losgehen würde. „Musical Fountain“ ist eine zu Musik synchronisierte Wasser- und Lichtshow. Also setzten wir uns an den See und warteten. Nach einigen Minuten ging die Show los. Es liefen verschiedene Lieder und die Lichtshow faszinierte uns immer mehr. (Video: https://youtu.be/QG0BxZ2ubWo )

Am Donnerstag hatte die Footballmannschaft unserer Schule ihr erstes Game. Alicja und ich gingen hin und hatten viel Spass, obwohl wir keine Ahnung von Football haben. Die Stimmung war super und alle Schüer konnten die Sprüche der Cheerleader auswendig. Auf den „normalen“ Plätzen war es eher ruhig, aber bei uns im Schülersektor war es laut und lustig. Leider verloren sie in den letzten Sekunden 27:28, weshalb die Stimmung danach weniger gut war.

Am Freitag gingen wir zu unserer ersten Pferdeshow. Wir nahmen nicht teil, sondern unterstützen Cheyanne, weil sie mit Rocky in einigen Speedklassen teilnahm. Es war seine erste Show und er war sehr ruhig. Auch seine Zeiten waren gut. Wir lernten Cheyannes kleine Schwester Chelsea kennen und sie konnte uns einige Sachen erklären. Da es aber ziemlich kalt wurde, gingen wir früher nach Hause als geplant war.

Samstags wollten wir an einem River Float von YFU teilnehmen. Deshalb fuhren wir relativ früh am Morgen zu Marthe und Sue. Jedoch regnete es ziemlich stark und wir wussten nicht, ob es stattfinden wird. Da wir fast 2h fahren müssen, bis wir da sind, wollten wir uns zuerst sicher sein, dass es stattfindet. Wir wollten nicht dorthin fahren, nur damit sie uns mitteilen können, dass sie es absagen. Jedoch nahm niemand ab, als wir anriefen. Deshalb beschlossen wir nicht zu gehen. Stattdessen machten wir uns einen gemütlichen Shoppingtag. Alle mussten viele Sachen Zuhause lassen, deshalb konnte jeder neue Klamotten gebrauchen.

Am Montag hatten wir den „Smart Start“ der Schule. Dort bekamen wir unseren Stundenplan, machten unser Foto für unsere Schüler-ID, bekamen unser Schliessfach und unser Chromebook. Wir waren beide ziemlich nervös, dass es wie eine Art erster Schultag war. In der Schule war aber jeder sehr hilfsbereit, so dass wir keine Probleme hatten. Nachdem wir unsere Schüler-ID bekommen haben, sind wir nach Hause gefahren. Dort wollte Evonne unser Foto sehen. Ich musste aber feststellen, dass ich meine ID schon verloren hatte. Am nächsten Tag riefen wir in der Schule an, aber niemand hatte meine Schüler-ID gefunden. Deshalb muss ich in zwei Wochen eine neue machen lassen.

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Am Dienstag sahen wir nach dem Frühstück, dass alle Pferde frei herumliefen. Also rannten wir raus, um alle wieder einzufangen. Zuerst mussten wir aber herausfinden, wie sie herausgekommen sind, da es sonst keinen Zweck hat sie einzufangen. Schliesslich fanden wir das Problem. Wir hatten am Montagabend nach dem Reiten den Zaun nicht zugemacht und als Evonne die Pferde am Morgen auf die grosse Wiese liess, konnten sie alle rausgehen. Die Pferde liessen sich zum Glück schnell wieder einfangen. Am Abend hatten wir wieder Training für das Schulteam. Anders als geplant reite ich jetzt JJ. Zuerst ritt Alicja Rocky, da er aber nicht sehr kooperativ war, reitet sie jetzt ein Pferd von unserem Coach. Unser Coach hat uns sogar angeboten, dass wir Indy nach dem Training mit nach Hause nehmen können. Das Training war lustig, aber JJ drehte durch, weil dort so viele unbekannte Pferde waren. Er wieherte die ganze Zeit und wollte nie von den anderen Pferden wegreiten. Aber sobald er von ihnen weg war, war alles wieder okay. Zuhause angekommen, mussten wir Platz für Indy schaffen. Zuerst musste ich aber JJ auf die Weide bringen. Als ich das Gatter öffnete, rannte Montana raus. So dass wir nochmal ein Pferd einfangen mussten. Zum Glück rannte er nur zu Indy und beschnupperte ihn.IMG_1625   IMG_1615

Donnerstags sind wir dann in den „Michigan Adventure“-Park gegangen. Das ist ein Freizeitpark mit einigen Achterbahnen und einem grossen Wasserpark. Dort stellte Marthe uns Olivia vor. Olivia ist eine Austauschschülerin aus Deutschland. Zu viert machten wir uns einen schönen Tag dort. Anfangs war es aber zu kalt für den Wasserpark und als es endlich wärmer wurde, hatten wir fast keine Zeit mehr. Wir verbrachten aber trotzdem einen schönen Tag.

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Am Samstagabend sind wir als Familie zum Double JJ Rodeo gegangen. Dort trafen wir uns mit Marthe und Sue. Ungefähr in der Mitte des Abends wollten sie, dass alle Erwachsenen in die Arena gingen. Wir konnten Sue dazu überreden. Jedoch mussten wir versprechen, dass wir es auch machen, sobald die Kinder dran sind. Also haben wir später Kälber gejagt und versucht einen gelben Zettel, der irgendwo am Kalb angebunden war, an uns zu reissen. Jedoch hatten wir nicht sehr viel Erfolg. Dafür haben wir jetzt einige lustige Videos, die wir uns immer wieder gern anschauen.

Am Dienstag ist unser erster Schultag. Alicja und ich wissen beide nicht wirklich, ob wir uns auf die Schule freuen sollen. Wir wollen neue Menschen kennenlernen, aber wir wollen nicht, dass die Ferien vorbei sind. Zum Glück haben wir aber noch einige freie Tage. Die meisten Tage verbringen wir einfach mit den Pferden. Wir trainieren alle verschiedenen Speed Events, die wir an den Wettkämpfen machen müssen. Das ist immer ziemlich lustig, da uns manchmal Missgeschicke passieren oder die Pferde einfach zu faul sind und nicht rennen wollen. Da es sozusagen unsere Pferde sind, können wir mit ihnen neue Sachen ausprobieren wann immer wir wollen. Wir geniessen die Zeit die uns noch zum reiten bleibt, da wir annehmen, dass wir unter der Woche nicht mehr so viel Zeit dazu haben werden.

Die ersten paar Tage

Die ersten Tage verliefen ziemlich ruhig. Ich war oft alleine Zuhause, weil sie beide arbeiten. Wenn sie nach Hause kamen, assen wir meistens etwas und schauten ein bisschen TV. Am Samstag hatte meine Gastmutter Evonne eine Konferenz von YFU. Sie fühlte sich noch nicht sehr wohl dabei, mich alleine Zuhause zu lassen. Deshalb nahm sie mich mit. Nick, der die Konferenz leitete, hatte seine Freundin mitgebracht. Da sie auch nicht für die Konferenz gekommen war, machten wir uns auf den Weg in eine Shoppingmall. Wir verbrachten den Nachmittag in der Mall, kauften aber nichts, was alle erstaunte. Am Sonntag durfte ich zum ersten Mal Rocky reiten. Ich musste mich an das Westernreiten gewöhnen, aber gegen Ende der Stunde klappten die meisten Sachen. Am Montag ritt ich ihn dann nochmals. Als ich am Dienstag das erste Training des Schulteams hatte, war ich ziemlich nervös. Es war nämlich erst das dritte Mal, dass ich Rocky ritt. Aber mir wurde schnell klar, dass er keine Lust darauf hatte. Zuerst hatten wir 30 Minuten um ihn in den Anhänger zu laden und als wir endlich auf dem Reitplatz waren, hielt er immer am Ausgang an. Es war ziemlich anstrengend, da er manchmal einfach nicht mehr laufen wollte. Als wir dann abstiegen um „Showmanship“ zu üben, teilte man mir mit, dass er das nochnie gemacht hatte. Also standen wir beim Coach und sie erklärte mir alles. Am Schluss probierte Cheyanne, Rockys Besitzerin, das noch mit ihm aus, aber er wusste nicht wirklich, was er tun sollte. Bei Showmanship geht es darum, das Pferd in verschiedenen Gangarten zu führen und einige Figuren zu machen. Grundsätzlich muss entweder das Pferd oder der Halter wissen, was er tut. Nach dem Training sagten die Coaches mir, dass sie mich im Team haben wollen. Jedoch wollen sie mir ein anderes Pferd suchen. Zuhause angekommen, waren wir alle so müde, dass wir einfach ins Bett fielen und schliefen.IMG_1383

Am Mittwoch kam Marthe zu mir. Sie ist eine Austauschschülerin aus Deutschland und wohnt bei Sue, meiner Area Rep., und ihrem Mann. (Sue muss einmal pro Monat mit mir in Kontakt treten um zu sehen, ob es mir gut geht. Sie und meine Gastfamilie sind hier meine wichtigsten Bezugspersonen. Wenn ich ein Problem habe, muss ich mit einem von ihnen sprechen.) Marthe und ich haben viel geredet und mit der Zeit fingen wir auch an, Englisch miteinander zu sprechen. Es war aber meistens ein zweisprachiges Gespräch, da wir nicht alle Wörter kannten die wir brauchten. Kurz vor 5 fuhr Evonne uns zur High School. Marthe hatte nämlich Orchesterprobe. Währenddessen ging ich mit Sue und ihrem Mann ins „Village Baker“. Das ist eine kleine Bäckerei in Spring Lake. Da sie bei der Orchesterprobe nur zu dritt waren, konnte Marthe nach einer halben Stunde schon wieder gehen. Wir holten sie ab und fuhren zu ihnen nach Hause. Dort lernte ich noch ihren Gastbruder kennen. Nach der Hausführung haben wir alle gemeinsam das Abendessen gekocht. Als wir mit dem Essen fertig waren, wollte Sue Marthe und mir den Lake Michigan zeigen. Also fuhren wir in die nähe Sees und kletterten auf einen Sandhügel. Von dort aus hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Danach liefen wir noch zum Strand. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, um den Sonnenuntergang zu sehen. Marthe und ich machten sehr viele Fotos, da wir so begeistert von dieser Aussicht waren. Wir setzten uns an das Endes des Stegs und warteten bis es dunkel wurde. Aber schlussendlich sagte Sue, dass wir gehen müssen, weil sie mich noch nach Hause fahren müssen. Auf dem Rückweg haben wir noch kurz angehalten, um ein Eis zu essen

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Zuhause angekommen, teilte mir Evonne mit, dass Alicjas Flug um 5h verschoben wurde. Alicja ist ein 16-jähriges Mädchen aus Polen, das in die gleiche Gastfamilie kommt wie ich. Sie sollte gegen Mitternacht in Grand Rapids ankommen. Ich blieb aber nur noch kurz wach, um sicher zu sein, dass sie gestartet ist. Danach ging ich ins Bett, da ich ziemlich erschöpft von diesem Tag war. Ich wachte auf als sie nach Hause kam. Da ich aber vermutete, dass sie sehr müde ist, wollte ich nicht aufstehen. Es war sicher für beide angenehmer, dass wir uns erst am Donnerstag kennengelernt haben. Da ich schon angefangen hatte, half sie mir dann beim Backen der Cookies. Als sie alles ausgepackt hatte, wurde ihr das Hause gezeigt. Kurz darauf sassen wir schon im Sattel und ritten auf den Reitplatz. Den Rest vom Tag sassen wir meistens in ihrem Zimmer und unterhielten uns. Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Ausflug nach Spring Lake und an den Lake Michigan um Alicja die wichtigsten Sachen zu zeigen.

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Am Freitag kam Evonne schon gegen 13 Uhr von der Arbeit. Dann brachte sie uns in eine Shoppingmall. Wir verbrachten einige Stunden dort. Um 17 Uhr holten Evonne und Jim uns ab und wir gingen in ein Restaurant. Zuhause angekommen zogen wir uns um und machten uns auf den Weg in den Stall. Nach einem Ritt in den letzten Sonnenstrahlen gingen wir ins Haus und legten uns bald schlafen.