YFU Switzerland

Vår, musik och vardag

Tjingtjong!

 

Ich dachte ein Mal ein bisschen über den Frühling, meinen Alltag und Musik (siehe Titel) zu schreiben. Denn endlich, endlich kommt der Frühling! Die Sonne scheint, das Eis auf dem Mälarensee in Stockholm gleicht Granita, die Krokusse strecken ihre Köpflein durch die letzten Schneeflecken und ich trage seit einigen Tagen keine Leggings mehr unter den Jeans. Wauuuu gell?

Wie viele von euch wahrscheinlich mitbekommen haben, besuche ich ein Musikgymnasium hier in Stockholm. Nochmal kurz: Das Nordiska Musikgymnasiet hat ungefähr 45 Schüler, fünf Lehrer und zwei grosse Klassenzimmer. Weitere Räumlichkeiten sind ein Konzertsaal, ein Aufenthaltsraum mit zwei Tischen, worum sich in der Mittagspause jeweils rund 20 Schüler quetschen, eine etwas schmuddelige, aber gemütliche Küche und einige kleine Übungsräume. In diesen Räumen befinden sich total vier Flügel, vier Klaviere, eine „echte“ und eine elektrische Orgel, ein Keyboard, ein Kontrabass und vier Gitarren. In den Türen ein und aus gehen Schüler aus ganz Schweden, Finnland, Georgien und China und 6 Austauschschüler aus der Schweiz, Neuseeland, Italien, Hongkong und den USA. Zur Schule gehört auch eine Dreizimmerwohnung, in der gerade fünf Schüler, darunter auch eine ehemalige Schweizer YFU-Austauschschülerin, die sich dazu entschieden hat, in Schweden zu bleiben, leben (Naomi hatte ebenfalls einen Blog hier auf der YFU-Site, falls ihr vorbei schauen wollt). Könnt ihr euch die Schule ungefähr vorstellen?

 

Meine svenska-bas-Klasse

Die Tage beginnen unterschiedlich früh, meine früheste Lektion ist am Mittwoch, um 08:30, Naturwissenschaften; der späteste Schulstart am Montag, 12:50, Ensemble. Also immer relativ spät, das liegt daran, dass die Wege in Stockholm lang sind und die meisten eine Stunde Schulweg haben. Wir haben Fächer wie Brukspel (Akkorde lernen um Lieder auf Gitarre und Klavier begleiten zu können), GeMu (Gehörbildung und Musiktheorie), Konstaterna (ich glaube, Musikgeschichte, aber ich habe dieses Fach noch nicht ganz erfassen können) und EsKo (Gestaltung und Kommunikation, wird aber zur Planung der monatlichen Konzerte verwendet), aber natürlich auch ganz normal Mathe, Englisch, Schwedisch, Naturwissenschaften und Sport. Daneben gibt es auch noch die praktischen Fächer, Chor und Ensemble. Als Austauschschülerin besuche ich zusätzlich die „svenska-bas“ Kurse, also ungefähr „Basis-Schwedisch“.

 

Nun neigt sich das Jahr schon gefährlich bald dem Ende zu und damit ist gerade ziemlich viel los, was Musik angeht. Mit dem Orchester hatten wir ein ziemlich episches „Carmina Burana“-Konzert mit fünf Chören im Rathaus in einem wunderschönen Saal, der sonst nicht öffentlich zugänglich ist und bald hat mein Orchester sogar ein Projekt zusammen mit meiner Schule als Chor. Mit der Schule werden wir im Mai an einem Chorwettbewerb teilnehmen und üben momentan fleissig daran. Ja, mein Austauschjahr steht ziemlich im Zeichen der Musik. Mir gefällt das, da ich dadurch viel erlebe und neues kennenlerne.  Ohne Schweden wäre ich wohl nie so ausführlich in die Musik eingetaucht, habe ich in der Schweiz ja BG und nicht Musik als Schwerpunkt.

 

Sommarstugor

Ostern habe ich auf einer Insel im Schärengarten gemeinsam mit meiner Gastfamilien und drei anderen befreundeten Familien verbracht. Wir wohnten in zwei wunderschönen, typisch schwedischen „stugor“, nur in gelb statt in rot-weiss. Beim „Påskbord“ schmeckte mir nun auch einiges mehr als beim „Julbord“, denn die Schweden essen an allen Feiertagen mehr oder weniger dasselbe: Kartoffeln, eingelegter Hering und Schnaps, dazu allerlei Sorten Fisch, Meeresfrüchte und Wurst.

 

 

Östersjön

Vielleicht mag ich dann bei Midsommar sogar alle Gerichte? Ich habe die Tage in der Natur genossen und besonders der Spaziergang über die zugefrorene Ostsee war ziemlich eindrücklich. Nach der Sauna konnte ich mich sogar dazu überwinden, ins Eisloch zu springen!

Ja, ich hoffe, bald steigen die Temperaturen dann doch noch richtig…

 

 

 

 

 

Mycket kärlek!

Fina