YFU Switzerland

Meine erste Woche in Kanada!

Hallo an alle!

Kaum zu glauben, dass nun schon eine ganze Woche vorbei ist, seitdem ich in den Flieger nach Toronto gestiegen bin… SOO viel ist schon passiert, ich habe echt viel zu erzählen, also könnte es eine Weile dauern all das hier zu lesen. Ich hoffe ihr habt Zeit! ?

Also, als wir gelandet sind (wir waren 5 Schweizer die zusammen geflogen sind) wurden wir direkt in einen Van gesteckt und befanden uns schon auf dem Weg nach Stratford. Stratford ist so ungefähr 1 ½ Stunden von Toronto entfernt und zufälligerweise auch der Heimatsort von einem gewissen (un)beliebten Kanadier namens Justin Bieber. Wie auch immer, dort war unser PAO (Pre Arrival Orientation). Insgesamt waren 35 Austauschschüler von überall aus der Welt. Es war gut dieses Camp zu haben, alle waren sehr nett und man konnte sich über die Sorgen und Vorfreuden austauschen. Ich konnte meinen ersten Tim Hortons Kaffee probieren und den ersten Eindruck von einer Kanadischen Stadt ergattern. Ausserdem kann ich jetzt sowohl kanadische wie auch türkische Kartenspiele!

Am Sonntag mussten wir dann aber auch alle unseren eigenen Weg gehen. Ich wurde nach Wallaceburg gefahren (in Kanada muss man überall mit dem Auto hin, ansonsten kommt man kaum vom Fleck). Mein Gast (Gross-)Mutter war von Anfang sehr freundlich und hiess mich mit offenen Armen willkommen. Sie hat sich auch wirklich Mühe gegeben mein Zimmer Teenagermässig zu gestalten und hat sogar meinen Namen an die Wand schreiben lassen. Das Haus ist ziemlich bevölkert von Haustieren. Es gibt zwei Hunde (Maggy und Oakley) und ein paar Katzen dessen Namen ich noch nicht so genau auseinanderhalten kann.   

Montags habe ich dann so ziemlich die ganze Familie kennen gelernt. 5 von ihren 8 Enkelkindern waren da um mich zu begrüssen. Alle sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Wenn ich irgendetwas brauche, kümmern sich grad drei Mütter (die beiden Töchter von Cheryl) darum und nicht nur meine Gastmutter Cheryl, was wirklich sehr zuvorkommend ist! Es ist auch sehr schön, dass die Enkelkinder so nah bei der Grossmutter wohnen. Heute und gestern kam die zwölfjährige Rhyan rüber um hier die Zeit zu verbringen und ich habe ihr ein paar deutsche Sätze (eine ziemliche Sensation für sie) und Mau-Mau beigebracht!

Ich hatte echt Glück, dass ich schon dienstags in die Schule gehen konnte. Der erste Schultag war ziemlich aufregend, wobei ich sagen muss, dass bisher jeder Tag ziemlich aufregend war. Ich gehe auf eine klassische kanadische Highschool und es ist schon in vielerlei Hinsicht sehr anders als die Schweizer Schulen die ich eben so gewohnt bin.

 

Hier ist ein Foto von meinem ersten Schultag mit meiner Gastmutter. (das ist aber nicht unser Haus, sondern das von meiner Gasttante)

 

Ich konnte mir 4 Fächer pro Semester auswählen, habe einen eigenen Spind gekriegt und hab mir mein Lunch in einer Lunch Box mitgebracht, wie es sich ebenso gehört. In diesem Semester habe ich morgens immer Sport, dann Communication (da macht so ziemlich alles von Fotografie und Filmschneiden bis zu Website kreieren, soweit ich das verstanden habe). Nachmittags habe ich dann Canadian History und Ojibwe. Ojibwe ist die «native language» die hier ursprünglich von den Natives gesprochen wurde, aber jetzt aber leider nicht mehr wirklich benutzt wird. Es ist wirklich sehr interessant, ich habe noch nie eine Sprache gelernt die dieser im Entferntesten ähnelt. Wenn ich zum Beispiel sagen möchte wie ich heisse, dann ist das: «ndizhnikaaz Elena». Spannend, nicht?

Das werde ich jetzt also jeden Tag für das nächste Halbjahr lernen, sowie ich auch täglich die kanadische Hymne hören und in der Schule von meinem Spind hin und her laufen werde. Vielleicht kann ich noch in den «Drama Club» oder in das «Swim Team». Mal sehen, was sich da machen lässt. Ich halte euch auf jeden Fall am Laufenden!

So ist das hier also in Kanada. So langsam komme ich hier an. Klar, es gibt noch sehr viel an das ich mich gewöhnen muss und vieles was ich noch entdecken kann und möchte. Aber dazu habe ich ja auch noch ein wenig Zeit. Aber in meinem Zimmer fühle ich mich schon sehr wohl und je mehr Leute man hier kennen lernt, desto einfacher wird es hier Fuss zu fassen.

Das wärs erst mal von mir. Für euch ist zwar bald schon morgen, aber ich muss jetzt schlafen gehen!

Ich hoffe euch geht es allen gut,

Alles Liebe,

Eure Elena <3