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Frühlingsgrüsse aus Kanada

Hallo an alle!

Es tut mir leid, dass es nun doch eine Weile ist seit ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe, aber zu Weihnachten hatte ich dann lieber ein Mail geschickt und dann ging die Zeit auch schon schwuppdiwupp vorbei! Jetzt ist schon Ostern vorüber und gestern habe ich mein Flugticket für die Rückreise zugeschickt bekommen… kurz gesagt, der Endspurt beginnt und die Vorstellung, dass ich Kanada in drei Monaten zurück lassen werde ist schon sehr seltsam. Aber eine Weile ist es ja noch, ich kann noch Einiges Schönes erleben. Schönes erlebt habe ich auch in den vergangen paar Monaten. Ich dachte ich erzähl mal ein bisschen was ich alles so unternommen habe.

Sowohl mein Theater Club (Drama Club klingt ja recht lustig auf Deutsch) als auch meine Eislaufsaison sind nun vorüber. Mit meiner Theatergruppe hatte ich wirklich sehr viel Spass und wir hatten einen richtigen schönen Abschluss als wir unser Stück in einem richtigen Theater bei einem Schultheaterfestival vorführen durften. Es war so zusagen eine kleine Kostprobe vom richtigen Schauspielerleben, denn wir hatte unsere eigene Garderobe, richtige Technik und Publikum. Unser Stück war eine Komödie über eine Generalprobe in der alles schief läuft was überhaupt schieflaufen kann. Hier ist ein Foto von meiner Truppe kurz vor dem Auftritt.

Auch mit meinem Synchroneislaufteam hatten wir ein volles aber schönes Abschlusswochenende, wo wir samstags einen Wettbewerb hatten und am Sonntag das Clubschaulaufen. Wir waren recht zufrieden mit unserem Ergebnis, da es unser persönlicher Rekord war.

Im März hatte ich dann eine Woche Ferien, wo mich eine Freundin grosszügig mit zum Lake Ontario mitgenommen hat. Dort war es wirklich wunderschön, Natur wohin man auch blickt! Ausserdem gab es ein paar ganz lustige Strassenschilder die man nur in Kanada finden kann und es war sehr cool noch eine andere Gegend ein bisschen zu erkunden.

 

Seit März warte ich geduldig darauf das der Frühling sich niederlässt. Ein paar Tage wurde es dann auch ganz schön sonnig und warm, bloss um dann regnerisch und stürmisch zu werden. Und diese Woche spielt das Wetter verrückt. Der April ist in Kanada um einiges launischer als in Europa. Diese letzten drei habe ich von Sonnenschein, Regen, heftigen Windböen, Donner und Blitz bis zu Schnee (ja, Schnee im April ist völlig normal in Kanada…) alles gesehen!

 Spätestens im Mai soll es dann richtig warm werden, wird mir gesagt… mal hoffen, dass das stimmt! Ich werde auf jeden Fall meine Zeit hier noch geniessen, so viel wie möglich mit meinen Freunden und Gastfamilie unternehmen! Damit sage ich jetzt erstmal tschüss und bis bald, lange ist es ja wirklich nicht mehr hin bis ich wieder richtigen Käse und Brot essen kann! (hier gibt es nur Toast und Cheddar, die armen Kanadier wissen gar nicht was sie verpassen)

Alles Liebe,

eure Elena

 

PS: Gerade eben hat es wieder angefangen zu schneien. Die Sonne schien noch als ich anfing zu schreiben… Ich glaube ich muss meinen Titel umschreiben zu «Wintergrüsse im April!»

 

 

Dezember ist hier!!

Hallo an alle!

 

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update. Es ist schon Dezember, die Weihnachtszeit beginnt! Obwohl die Weihnachtszeit hier in Kanada eigentlich schon Mitte November. Alle Weihnachtsdekorationen waren jedenfalls bei uns im Haus seit dem 11. November da!

 

Was gibt’s denn so Neues zu erzählen… Ich hatte letzten Donnerstag mein erstes Swim Meet (also einen Wettschwimmen wo alle Teams von verschiedenen Schulen zusammenkommen und gegeneinander schwimmen). Ich war echt nervös, aber es ging besser als gedacht und hat viel Spass gemacht. Mein Swim Team ist nämlich voller netter Leute und wir haben uns alle super verstanden!

Ich habe nächste Woche eine erste kleine Show mit meinem Eislaufteam, darauf freue ich mich auch sehr. Mal sehen wie gut wir unsere Performance schon drauf haben…

 

Mein Swimteam in Brantford vor einer Wayne Gretzky Staute (das ist anscheinend der beste Hockey Spieler aller Zeiten!)

 

Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich im Moment so gut wie noch nie hier in Kanada fühle. Ich habe mich jetzt gut eingelebt und ich habe eine kleine Freundesgruppe gefunden, mit der ich echt viel Spass habe! Ich esse jetzt immer mit Sara (Kanadierin) und Alvaro (Spanischer Austauschschüler) zusammen zu Mittag, und wenn die anderen nicht zu viel Hausaufgaben haben (was ist das nochmal?) gehen wir zusammen zu Timmy’s (Tim Hortons) oder Schlittschuhlaufen. Ich bin echt froh dass ich mich so gut mit den beide verstehe, das macht das Leben hier um einiges fröhlicher!

Es ist definitiv kälter hier geworden, aber dank meiner Winterjacke bin ich bisher noch nicht erfroren. ? Das erste bisschen Schnee hatten wir auch schon, leider ist davon nicht allzu viel hängen geblieben. Aber anscheinend muss ich einfach geduldig auf den Januar warten, dann soll es nämlich viele Schneestürme geben.  Und wenn ich Glück habe, fällt dann die Schule aus, und ich habe schon mit Freunden abgemacht, dass wir am ersten «Snow Day» zusammen im Schnee Schneemänner bauen werden! Kann’s kaum erwarten!

 

Der erste Schnee!

 

Ich freue mich einfach sehr auf Weihnachten und werde die Weihnachtszeit geniessen, denn bekanntlich vergeht die ja immer viel zu schnell! Ich werde natürlich ganz viel an euch alle denken und euch auch sehr vermissen, aber immerhin wisst ihr, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, die Kanadier behandeln mich ganz prima!!

 

Hab euch lieb, fühlt euch umarmt,

eure Elena

 

Was so alles in Oktober passiert ist…

 

Mal wieder ein Hallo an alle! Es ist nun schon ein ganzer zweiter Monat vorbei und es gibt viel zu erzählen! Oktober war voller schöner und spannenden Tage, ich habe viel gelernt, das kann ich mit Sicherheit sagen. Ich hatte neben meinem ersten Thanksgiving, und Halloween, allerlei Programm in der Schule, denn ich habe ein paar neue Hobbys angefangen. Ich bin jetzt im Drama Club (Theater) und im Swim Team. Beides macht echt Spass, es sind super nette Leute da mit denen ich mich prima verstehe! Besonders toll finde ich den Drama Club, wir lernen jetzt schon unser Stück und im Februar werden wir zu einem Theater Festival gehen und mehrere Auftritte haben. Darauf freue ich mich jetzt schon!

 

Thanksgiving war schön, es gab allerlei zu Essen und die ganze Familie ist zusammen gekommen um zu feiern. Auf Halloween habe ich mich aber mehr gefreut. Ich habe wie es sich gehört meinen eigenen Kürbis geschnitzt und ich bin «Trick or Treating» mit meiner Gastschwester Rhyan an Halloween gegangen. Das war echt cool und ich habe eine riesige Tüte voller Süssem ohne Saurem nach Hause gebracht!

 

 

 

Mein Schulalltag ist inzwischen ganz normal für mich. Jeden Morgen gibt’s die Kanadische Hymne zu hören (ich kann sie inzwischen auswendig, etwas, was ich von der Schweizer Hymne nicht behaupten kann) und ich kann Happy Birthday auf Ojibwe singen. Und ich hab den Trick raus wie ich mein «Locker» (mein Spindschloss) einhändig öffnen kann. Eine sehr praktische Eigenschaft, das kann ich euch sagen ?

 

Ich fühle mich sehr wohl hier. Mein Leben hier ist auf viele Art und Weise sehr anders als zu Hause, aber ich habe mich jetzt schon sehr daran gewöhnt und es fühlt sich schon irgendwie normal an hier zu sein. November wird bestimmt schön, alle sind schon im Weihnachtsfieber, denn November ist so gut wie Dezember in Kanada. Der erste Weihnachtsbaum in der Strasse wurde gegenüber am 1. November aufgestellt!

 

Ich kann echt kaum glauben, dass es jetzt schon zwei volle Monate hier sind. Aber ich glaube die Ankunftsphase ist jetzt überstanden und ich lebe hier jetzt einfach mein kanadisches Leben!

 

Liebe Grüsse,

Elena

Mein erster Monat in Kanada!

Hallo an alle!

Es ist kaum zu fassen, aber September ist nun offiziell vorbei und damit auch schon mein ganzer erster Monat hier in Kanada! Ich habe das schon mal gesagt, aber die Zeit hier verläuft ganz komisch. Es fühlt sich an, als wäre ich schon sehr lange hier und weg von zu Hause, aber gleichzeitig ist September wie im Flug vergangen. Ich nehme das mal als gutes Zeichen. ?

 

Nur schon mal vorneweg, mir geht es sehr gut hier. Ich fühle mich wohl bei Cheryl, wie auch in der Schule und habe das Gefühl hier angekommen zu sein. Mir wurde sogar gesagt, dass ich langsam richtig kanadisch klinge, was mich natürlich sehr freut!

 

Der Alltag pendelt sich so langsam ein, aber trotzdem ist jeder Tag wieder auf eine eigene Art spannend. Jeden Morgen stehe ich um 7 Uhr auf, esse mein Müsli, Cheryl fährt mich zur Schule und dort fange ich dann mit Physical Education (einfacher: Sport) an. Ich mag meinen Unterricht immer noch sehr gerne hier. Inzwischen fühle ich mich pudelwohl in meiner High-School, habe ein paar Mädchen mit denen ich immer zu Mittag esse (Manchmal bei «Timmy’s», manchmal in der «Caf»). Ich laufe gewöhnlich nach Hause. Bis nach Hause dauert es ungefähr 20 Minuten, aber meistens brauche ich etwas länger, weil Tim Hortons auf dem Weg ist und… naja, sagen wir mal, ich bin in dieser Hinsicht schon ein bisschen zu kanadisch geworden! ?

 

Das ist meine Schule.

 

Meine Begleitung auf dem Heimweg 😉

 

Mit meiner ganzen (grossen) Gastfamilie verstehe ich mich inzwischen prima! Letzte Woche haben wir einen Trip in die USA gemacht zu einem kleinen Touristendorf namens Frankenmuth in Michigan, wo es einen tollen Wasserpark gab, den grössten Weihnachtsladen (und ja, es ist hier normal das ganze Jahr über Weihnachtsdekoration zu kaufen) und einen tollen Fudgeladen! Meine Gasttante Kylie hat auch noch einen französischen Austauschschüler aufgenommen, also waren wir eine richtig internationale Familie in Frankenmuth und hatten viel Spass!

 

Das sind alle meine Gastschwister und in der Mitte sitzt der französische Austauschschüler. Frankenmuth sollte irgendiwe ein typisch deutsches Dorf darstellen, deshlab waren einige Schilder auf Deutsch!

 

Ich bin jetzt auch im Cross-Country Team und das gefällt mir sehr gut! Wir sind eine kleine Truppe von 8 Leuten, aber dafür verstehen wir uns super. Letzte Woche hatten wir ein «Meet» (Rennen) in Windsor mit dem Namen «Thrill on the Hill». Das klang ziemlich einschüchternd und ich war nervös vor diesem «Hill», musste ich aber gar nicht haben. Hier in Ontario ist alles so flach, dass der «Hill» nicht einmal die Hälfte von dem Hügel den ich in Basel hochrenne. Also habe ich meine 5 Km ganz gut hinter mich gebracht!

 

Der Herbst ist auch endlich da!! Und das ist so schön. Wir hatten ein paar super heisse Hochsommer Tage wo es über 30 ° C war. Aber jetzt ist es endlich Herbst, was Kaminfeuer, Tee und Harry Potter lesen (manche Gewohnheiten legt man auch auf der anderen Seite der Welt nicht ab…)  bedeutet. Und natürlich bedeutet das auch Thanksgiving und Halloween! Ich freue mich wirklich sehr darauf. Zu Hause feiern wir ja keins von beidem.

 

Und gestern hatte ich schon mal den perfekten Abschluss für September und Einstieg für Halloween. Ich wurde eingeladen mit zu Canadas Wonderland zu kommen, was mich wahnsinnig gefreut hat! Wir waren vier Mädchen und hatten super viel Spass auf allen verrückten Achterbahnen. Später am Abend fing dann ein «Halloween Haunt» an und das war echt cool. Wir konnten alle Bahnen in der Nacht fahren und ab und zu dabei erschreckt werden. Das war echt ein perfekter Tag!

 

Das sind wir vier während dem Halloween Haunt! 

 

 

So, das war mein erster Monat hier! Ich bin sehr optimistisch für Oktober. Ich bin gut aufgehoben in meiner Familie, finde erste Freunde und bin froh hier zu sein. Ich glaube ich habe den ersten schwierigeren Alles-ist-fremd-und-anders-hier-Teil hinter mich gebracht und kann es jetzt geniessen, alle besser kennen zu lernen und mehr Zeit mit den vielen netten Menschen hier zu verbringen!

 

Ganz liebe Grüsse,

eure Elena

Meine erste Woche in Kanada!

Hallo an alle!

Kaum zu glauben, dass nun schon eine ganze Woche vorbei ist, seitdem ich in den Flieger nach Toronto gestiegen bin… SOO viel ist schon passiert, ich habe echt viel zu erzählen, also könnte es eine Weile dauern all das hier zu lesen. Ich hoffe ihr habt Zeit! ?

Also, als wir gelandet sind (wir waren 5 Schweizer die zusammen geflogen sind) wurden wir direkt in einen Van gesteckt und befanden uns schon auf dem Weg nach Stratford. Stratford ist so ungefähr 1 ½ Stunden von Toronto entfernt und zufälligerweise auch der Heimatsort von einem gewissen (un)beliebten Kanadier namens Justin Bieber. Wie auch immer, dort war unser PAO (Pre Arrival Orientation). Insgesamt waren 35 Austauschschüler von überall aus der Welt. Es war gut dieses Camp zu haben, alle waren sehr nett und man konnte sich über die Sorgen und Vorfreuden austauschen. Ich konnte meinen ersten Tim Hortons Kaffee probieren und den ersten Eindruck von einer Kanadischen Stadt ergattern. Ausserdem kann ich jetzt sowohl kanadische wie auch türkische Kartenspiele!

Am Sonntag mussten wir dann aber auch alle unseren eigenen Weg gehen. Ich wurde nach Wallaceburg gefahren (in Kanada muss man überall mit dem Auto hin, ansonsten kommt man kaum vom Fleck). Mein Gast (Gross-)Mutter war von Anfang sehr freundlich und hiess mich mit offenen Armen willkommen. Sie hat sich auch wirklich Mühe gegeben mein Zimmer Teenagermässig zu gestalten und hat sogar meinen Namen an die Wand schreiben lassen. Das Haus ist ziemlich bevölkert von Haustieren. Es gibt zwei Hunde (Maggy und Oakley) und ein paar Katzen dessen Namen ich noch nicht so genau auseinanderhalten kann.   

Montags habe ich dann so ziemlich die ganze Familie kennen gelernt. 5 von ihren 8 Enkelkindern waren da um mich zu begrüssen. Alle sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Wenn ich irgendetwas brauche, kümmern sich grad drei Mütter (die beiden Töchter von Cheryl) darum und nicht nur meine Gastmutter Cheryl, was wirklich sehr zuvorkommend ist! Es ist auch sehr schön, dass die Enkelkinder so nah bei der Grossmutter wohnen. Heute und gestern kam die zwölfjährige Rhyan rüber um hier die Zeit zu verbringen und ich habe ihr ein paar deutsche Sätze (eine ziemliche Sensation für sie) und Mau-Mau beigebracht!

Ich hatte echt Glück, dass ich schon dienstags in die Schule gehen konnte. Der erste Schultag war ziemlich aufregend, wobei ich sagen muss, dass bisher jeder Tag ziemlich aufregend war. Ich gehe auf eine klassische kanadische Highschool und es ist schon in vielerlei Hinsicht sehr anders als die Schweizer Schulen die ich eben so gewohnt bin.

 

Hier ist ein Foto von meinem ersten Schultag mit meiner Gastmutter. (das ist aber nicht unser Haus, sondern das von meiner Gasttante)

 

Ich konnte mir 4 Fächer pro Semester auswählen, habe einen eigenen Spind gekriegt und hab mir mein Lunch in einer Lunch Box mitgebracht, wie es sich ebenso gehört. In diesem Semester habe ich morgens immer Sport, dann Communication (da macht so ziemlich alles von Fotografie und Filmschneiden bis zu Website kreieren, soweit ich das verstanden habe). Nachmittags habe ich dann Canadian History und Ojibwe. Ojibwe ist die «native language» die hier ursprünglich von den Natives gesprochen wurde, aber jetzt aber leider nicht mehr wirklich benutzt wird. Es ist wirklich sehr interessant, ich habe noch nie eine Sprache gelernt die dieser im Entferntesten ähnelt. Wenn ich zum Beispiel sagen möchte wie ich heisse, dann ist das: «ndizhnikaaz Elena». Spannend, nicht?

Das werde ich jetzt also jeden Tag für das nächste Halbjahr lernen, sowie ich auch täglich die kanadische Hymne hören und in der Schule von meinem Spind hin und her laufen werde. Vielleicht kann ich noch in den «Drama Club» oder in das «Swim Team». Mal sehen, was sich da machen lässt. Ich halte euch auf jeden Fall am Laufenden!

So ist das hier also in Kanada. So langsam komme ich hier an. Klar, es gibt noch sehr viel an das ich mich gewöhnen muss und vieles was ich noch entdecken kann und möchte. Aber dazu habe ich ja auch noch ein wenig Zeit. Aber in meinem Zimmer fühle ich mich schon sehr wohl und je mehr Leute man hier kennen lernt, desto einfacher wird es hier Fuss zu fassen.

Das wärs erst mal von mir. Für euch ist zwar bald schon morgen, aber ich muss jetzt schlafen gehen!

Ich hoffe euch geht es allen gut,

Alles Liebe,

Eure Elena <3