YFU Switzerland

Wenn einer eine Reise tut…

Ein Austauschjahr ist immer ein grosses Abenteuer. Als Austauschschüler taucht man in eine fremde Kultur ein und erlebt viele grossartige Momente.

Oftmals sind es aber auch die kleinen alltäglichen Geschichten, die ein Austauschaufenthalt einzigartig machen.

Hast du während deinem Austauschjahr etwas Besonderes erlebt? Oder war es eine ganz alltägliche Geschichte, die dein Austauscherlebnis einzigartig gemacht hat?

Ich bin auf der Suche nach Geschichten aus dem Austauschjahr. Schick mir deine Geschichte an stories@yfu.ch

– dani

P.s. Falls du jemanden kennst, der eine interessante YFU-Geschichte erlebt hat so bin ich auch um Tipps sehr dankbar.

Brrrrrrr

Nach meinem eigenen Austauschjahr entschied sich meine Familie, eine Austauschschülerin aus Venezuela bei uns zu Hause aufzunehmen. Meine Gastschwester Grecia wohnte während einem Jahr bei uns und besuchte die gleiche Kantonsschule wie ich.

Im Sommer wollten wir zusammen ein Open Air Kino in der Region besuchen. Es war einer dieser lauen Sommerabende, wo man den ganzen Abend draussen sitzen konnte ohne zu frieren.

So machten wir uns bereit fürs Kino, als mich meine Gastschwester fragte: “Wie kalt ist es denn draussen?” Als sie erfuhr, dass die Temperaturen an diesem schönen Sommerabend zwischen 23 und 25 Grad lagen verzog sie ihr Gesicht und verschwand in ihrem Zimmer.  Sie taucht erst Minuten später wieder auf – mit dem dicksten Pullover, den sie finden konnte. Offensichtlich war sie sich andere Temperaturskalen gewohnt.

Aktuell zeigt sich der Winter in weiten Teilen Europas von der kühlen Seite. So manch ein Austauschschüler kommt da ins Schlottern. Giorgi ist sich tiefe Temperaturen gewohnt. In seinem Heimatland Georgien kann es
im Winter schnell mal bis zu -32 Grad kalt werden. Trotzdem machen ihm die Temperaturen hier zu schaffen: “Grundsätzlich gefällt mir der Winter, denn dann kann man Skifahren. Aber momentan ist es fürs Skifahren fast zu kalt.” Doch Giorgi weiss sich zu helfen: “Ich ziehe viel an und bleibe lieber drin und geniesse ein echtes Schweizer Fondue.”

Auch Siiri aus Finnland bleibt in diesen Tagen cool: “As a Finn I shouldn’t complain. I’m just pleased that there is a real winter with snow and cold! Especially for winter sports, like skiing and ice skateing this winter has been awesome! I’m just lucky that i took my own winter clothes from Finland and by wearing them i’ve done pretty well these temperatures.”

Wie haltet ihr euch warm?

Cowboy für ein Jahr

Zugegeben, etwas mulmig war mir schon, als ich damals ins Flugzeug stieg. Mit 16 hatte ich mich entschieden, ein Austauschjahr in den USA zu verbringen. YFU hatte für mich eine Gastfamilie im Bundesstaat Texas gefunden. Ich war noch nie zuvor in den USA und hatte keine Ahnung, was mich dort erwarten würde: Riesige Kakteen? Oder gar Cowboys?

Vorsorglich hatte ich zuvor meinen zwei kleinen Schwestern zum Spass schon mal erzählt, ich müsse jeden Tag mit den Pferd zur Schule reiten. Sie schauten mich ungläubig an, schienen aber extrem beeindruckt. Als sie dann Tage später erklärten, sie hätten im dorfeignen Reitclub einen Vorbereitungskurs im Western-Reiten für mich organisiert, war dann ich beeindruckt… und konnte mich vor Lachen kaum mehr halten.

Selbstverständlich hatte meine Gastfamilie keine Pferde, dafür jede Menge Autos. So ging es dann nicht per Pferd zur Schule, sondern auf dem Rücksitz des Autos meines Gastvaters – einem alten Ford Mustang.