YFU Switzerland

Weihnachten und Januar

Lange ist es her, seit ich das letzte Mal meinen Blog geschrieben habe. Seitdem ist viel passiert! Alles kann ich wohl nicht hier berichten, aber ich werde probieren das Wichtigste zusammen zu fassen.

Jetzt ist es fast schon Februar, die Zeit fliegt nur so dahin! Vor ein paar Tagen bin ich jetzt bei der Halbzeit meines Austauschjahres angekommen. Das war ein ziemlich komisches Gefühl. Ich fühle mich hier jetzt so zuhause und wohl und ich kann es gar nicht glauben, dass ich dieses Leben Ende Juni für immer verlassen werde. Ich freue mich natürlich auch schon sehr darauf meine Familie wiederzusehen, aber der Abschied von Oslo, meiner Gastfamilie und meinen Freunden wird sicher schwer. Doch daran sollte ich jetzt noch nicht denken. Ich bin ja noch fünf Monate hier!

Ich möchte gerne ein wenig über meine norwegischen Weihnachten schreiben. Das war mein erstes Weihnachten und Neujahr weg von zuhause und ohne meine Familie, aber es war einfach wunderschön! Viele Sachen und Traditionen sind hier ziemlich ähnlich, wie in der Schweiz, aber einige sind doch anders und, von denen werde ich euch jetzt ein bisschen erzählen. Ich weiss auch nicht, ob das in ganz Norwegen so ist, aber meine Gastfamilie macht das zumindest so.

Am 23. Dezember, der sogenannte kleine Heiligabend (Lillejuleaften) waren wir bei meinem Gastonkel eingeladen und dort wurde dann ein Art Hafer-Porridge (julegrøt) mit der ganzen Familie gegessen. Dieses julegrøt wird traditionell auch an Heiligabend gegessen. Darin ist eine Mandel versteckt und derjenige, der die Mandel in seinem Teller findet, bekommt ein kleines Geschenk. Heiligabend haben wir nur zu fünft gefeiert. Das war einfach ein wunderschöner Abend mit Weihnachtsgottesdienst und anschliessendem Abendessen. Wir haben Ribbe gegessen. In Norwegen gibt es zwei typische Weinachtsgerichte, Ribbe und Pinnekjøtt. Ich finde sie beide sehr lecker, wobei ich Pinnekjøtt ein wenig bevorzuge(es ist so lecker:D). Anschliessend wurden dann die Geschenke geöffnet. Dieses Jahr war ich ein richtiger Glückspilz, da hatte ich Geschenke aus Norwegen und von zuhause. Es war auf jeden Fall ein wunderschöner Abend und ich habe mich wirklich wie ein Teil der Familie gefühlt. Ich bin meiner Gastfamilie so dankbar, dass sie mich so gut aufgenommen haben.

Hier ist noch ein Bild von unserem Tannenbaum.

Hier ist noch ein Bild von unserem Tannenbaum.

In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr war nicht so viel los. Ein bisschen Schlittschuhfahren auf dem See, schlafen, essen, was man eben so macht in den Ferien.

Über Silvester sind wir dann von meiner Gasttante eingeladen worden, Neujahr in ihrer Hütte in den Bergen zu feiern. Silvester war ein schönes Familienfest und hat viel Spass gemacht. Dort lag auch relativ viel Schnee und ich hatte die Möglichkeit zum ersten Mal langlaufen zu gehen. Das war jedoch schwerer als gedacht. Ich fand eigentlich, dass ich mich ganz gut schlage, aber, wenn jedesmal wenn ich dann meine Gastfamilie davonflitzen gesehen habe, habe ich doch gemerkt, wie wenig ich erst kann. Spass macht es aber auf jeden Fall!

Jetzt bin ich schon seit drei Wochen wieder in der Schule. Ich freue mich jedoch schon sehr auf die Winterferien, die in etwa drei Wochen anfangen.

Dieses Wochenende war ich auf einer sogenannten midtårssammling von YFU. Das ist ein Treffen, zu dem alle Austauschschüler, die gerade in Norwegen sind, gehen. Dieses Treffen fand in Nord-Norwegen statt, genauer gesagt in Bardufoss. Am Donnerstag sind wir also nach Bardufoss geflogen und waren dann dort bis Sonntag. Dieses YFU-Lager war einfach so wunderschön und perfekt. Ich kann das fast nicht beschreiben. Es war so schön alle wieder zu sehen! Obwohl ich die Meisten erst zwei-dreimal in meinem Leben getroffen habe, habe ich das Gefühl, dass wir schon richtig gute Freunde sind! Es waren schöne Tage, die leider viel zu schnell vorbeigegangen sind. Wir waren  in Tromsø (Nordens Paris), haben draussen im Schnee gespielt, waren in der Sauna, haben am Lagerfeuer gegrillt,…Es war einfach wunderbar! Ich vermisse jetzt schon alle Austauschschüler und volunteers und freue mich so sehr auf das nächste Treffen.

Ha det bra und liebe Grüsse

Clara

 

 

Da seht ihr ein paar Bilder von Tromsø und von dem Treffen.

Da seht ihr ein paar Bilder von Tromsø und von dem Treffen.

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Die Weihnachtszeit beginnt

Hei alle sammen!

Lang, lang ist’s her seit ich das letzte Mal geschrieben habe, aber ich habe hier immer so volle Tage und es passiert so viel, dass ich überhaupt keine Zeit habe.

Mir geht es hier weiterhin super gut! Ich geniess das wunderschöne norwegische Wetter und die Sonne…Sonne? Was war das nochmal? 😀 Die Tage hier werden jetzt schon merklich kürzer und wenn man Glück hat scheint die Sonne ab und durch die Wolkendecke hindurch. Da ich ja in Oslo bin, werde ich nicht die allerkürzesten Tage erleben, aber ich merke schon jetzt einen Unterschied zu Basel. Um 16.30 ist es hier stockdunkel und man hat das Gefühl es ist tiefste Nacht. Da ist es echt schwer sich zu überwinden abends nochmal rauszugehen ins Training oder Orchester.

Im Orchester ist es weiterhin sehr lustig. Wir haben heute Abend ein kleines Konzert und darauf freue ich mich schon. Das Volleyballtraining macht auch richtig Spass und ich merke auch, dass ich mich verbessere. Letzte Woche hatte ich mein erstes Turnier (da war ich schon ein kleines bisschen aufgeregt), aber es lief super. Wir haben zwar nicht alle Spiele gewonnen, aber für mein erstes Turnier habe ich mich ganz gut geschlagen. 🙂

Diese Woche war ich mit einigen anderen Austauschschülern, die in Oslo und Umgebung wohnen, in der Oper! Das war so schön! Wir haben „Cosí fan tutte“ gesehen. Die Geschichte war ein bisschen komisch aber auch lustig und die Musik war einfach wunderschön. Es tat auch gut wieder mit anderen Austauschschülern zu reden. Das sind einfach die Leute, die einen am besten verstehen, weil sie, zwar nicht genau das Gleiche, aber etwas sehr Ähnliches wie ich durchmachen. Mir geht es hier ja wie gesagt sehr gut, aber ganz so wie zuhause ist dann doch nicht. Ab und zu hat man dann einfach ein bisschen Sehnsucht nach zuhause. Aber das ist völlig normal…Wenn ich überhaupt nichts vermissen würde, dann wäre das ja etwas traurig.

Hier fängt jetzt langsam schon die Weihnachtsstimmung an. Es werden Weihnachtslieder gehört und Julebrus getrunken. Julebrus ist ein norwegisches Getränk, dass es nur um die Weihnachtszeit in den Läden gibt. Fragt mich nicht wonach es schmeckt, denn ich habe keine Ahnung wie ich das erklären soll. Es hat einen so einzigartigen und speziellen Geschmack, man muss es einfach selber probiert haben um es zu verstehen. Meine Gastmutter fängt auch schon an über Weihnachtskekse zu reden und zu planen wann wir was backen werden. Nächstes Wochenende werden wir höchstwahrscheinlich mit pepperkaker (Lebkuchen) anfangen. Ich freue mich einfach schon riesig auf die Advents- und Weihnachtszeit. Das ist eine der schönsten Zeiten des Jahres, finde ich. Es wird aber auch komisch ohne meine Familie zuhause Weihnachten zu feiern. Doch das ist ja das Spannende am Austauschjahr, man macht nichts so wie man es normalerweise macht und ich finde es eigentlich ziemlich cool Weihnachtstraditionen einer anderen Familie kennenzulernen.

Ich bin jetzt seit etwas mehr als drei Monaten hier und ich kann es fast nicht glauben, dass ich noch weitere sieben hier sein werde. 7 Monate! An einigen Tagen denke ich mir, dass ist viiiiel zu lange und an anderen habe ich wiederum das Gefühl, dass es viel zu schnell vorbeigeht. Es werden auf jeden Fall sieben spannende und schöne Monate.

Ich werde ab jetzt probieren regelmässiger kleinere Einträge zu schreiben, aber ich weiss nicht, ob das klappt.

Bis zum nächsten Mal 😀

Clara

 

 

No Title

Hei!

Ich dachte mir ich muss jetzt mal wieder etwas in meinen Blog schreiben. Ich weiss ich bin nicht die beste Blogschreiberin, aber immerhin, vier Einträge habe ich schon geschrieben. Nach zwei Monaten in Norwegen finde ich das gar nicht so schlecht.

Auf jeden Fall werde ich mal probieren zusammenzufassen, was ich hier so erlebt habe. Meine Wochen hier sind so voll und erlebnisreich, da wird das gar nicht so einfach in einem kurzen Text zu erzählen. Aber ich werd’s mal probierenJ

Vor einer Woche hatten wir hier in Norwegen Herbstferien. Zur gleichen Zeit wie in Basel, nur das wir hier nur eine Woche Ferien haben…Da muss ich zugeben war ich ein bisschen neidisch auf die Schweiz. Aber die Schule ist ja zum Glück nicht besonders schwer hier. Sogar ich, mit meinem gebrochenen norwegisch kriege es hin ziemlich gute Noten zu schreiben. Als ich letzte Woche in meinen Naturfag(Biologie)-Test eine 5 gekriegt habe, war ich schon ein bisschen stolz auf mich.

Aber zurück zu meinen Ferien: Die ersten Tage habe ich mit meiner Gastfamilie in ihrer Hütte am Meer verbracht. Es ist dort zwar richtig schön aber ich war auch froh am Dienstagabend dann wieder nach Oslo zu kommen. Länger wäre es glaube ich ein bisschen langweilig geworden. In der Hütte hatten wir nicht die ganze Zeit «Ferien», wir mussten nämlich bei einem Riesenprojekt helfen, das die ganze Nachbarschaft zusammen auf die Beine gestellt hat. Es ist nämlich so, dass das Wasser bei der Anlegestelle für die Boote nicht tief genug ist und es somit etwas schwerer die Boote herauszufahren. Um dieses Problem zu beheben, wurde Geld eingesammelt, eine Riesenpumpe gekauft, ein Bagger ausgeliehen und die Arbeit konnte beginnen.  Die Pumpe wurde am Bagger befestigt, dann musste man den Bagger auf ein Floss fahren und dann wurde gepumpt, und gepumpt und gepumpt. Tag ein, tag aus. Ihr seht also ein richtig grosses Projekt. Meine Arbeit dabei war den herausspritzenden Schlamm zu beobachten und Bescheid zu geben, wenn zu viel Wasser mit rauskam. Klingt spannend, nicht? Natürlich haben wir nicht nur das gemacht, wir waren auch spazieren, haben Waffeln gemacht, haben bei schönem Wetter das Leben genossen. Es war echt unglaublich schönes Wetter während den Herbstferien. Ab Mittwoch war ich dann in Oslo und habe mir gemütliche Tage gemacht, mich mit Freunden getroffen und mich einfach ferienhaft entspannt. Herrlich!

Das norwegische Wetter hat endlich auch Norwegen erreicht. Es regnet jetzt oft und der Himmel ist wolkenbehangen. Letzte Woche war es richtig kalt, am Freitag war es sogar 0 Grad um zehn Uhr morgens. Diese Woche sind die Temperaturen aber wieder auf 6-8 Grad hochgekommen. Die Zeit zum Baden ist jetzt aber endgültig vorbei.

Letztes Wochenende war ich auf einem Orchester-Seminar. Da bin ich mit meinem Orchester ein Wochenende in einem Hotel in Askim gewesen. Askim ist eine kleine Stadt etwa eine Stunde von Oslo entfernt. Dort wurde viel geübt, viel geredet und gelacht. Dieses Wochenende war richtig lustig! In meinem Orchester sind einfach so nette Leute. Durch dieses Seminar habe sie noch besser kennengelernt und es gefällt mir sogar noch mehrJ In den Winterferien werde ich mit meinem Orchester eine Reise nach Budapest machen. Dort werden wir zusammen mit einem ungarischen Orchester zusammenspielen. Darauf freue ich mich schon sehr!

Dieses Wochenende werde ich in Kongsberg verbringen. Wir haben dort ein YFU-Treffen an dem ich alle anderen Austauschschüler wieder treffen werde. Das wird sicher sehr schön mit Leuten zu reden, die etwas Ähnliches wie ich erleben.

Der Herbst beginnt

So jetzt melde ich mich mal wieder nach gefühlten Ewigkeiten. Die Zeit hier in Oslo vergeht so schnell aber irgendwie auch nicht. Es ist ein richtig komisches Gefühl. Über sechs Wochen bin ich schon hier und so langsam aber sicher pendelt sich der Alltag ein. Schule, Hobbys, Familie es fängt an sich alles normal anzufühlen.
Vor kurzem habe ich mir überlegt, dass ich eigentlich noch nie länger als fünf Wochen am Stück von zuhause weg gewesen bin. Und jetzt bin schon in der siebten Woche. In dem Moment habe ich einmal mehr realisiert wie lange so ein ganzes Jahr ist. In diesen bald sieben Wochen habe ich schon so viel erlebt und ich bin schon wahnsinnig gespannt was ich wohl noch alles erleben werde. Vieles, das steht fest!
Der Herbst scheint jetzt auch in Norwegen angekommen zu sein. Bis vor einer Woche war es noch so warm und schön, dass ich schwimmen gehen konnte. Da war ich sogar noch mit einem Mädchen aus meiner Klasse im Oslo-Fjord schwimmen. Ein bisschen kalt, aber wunderschön! Wenn ich jetzt aus dem Fenster schau, hab ich dazu eher weniger Lust.
img_0719(Sprung in den Fjord bei wunderschönem Sonnenuntergang)
In einer Woche fangen die Herbstferien an. Sie haben hier nur eine Woche Ferien und die werde ich ziemlich sicher mit meiner Familie in ihrer Hytta verbringen. In Norwegen ist es so, dass praktisch jede norwegische Familie mindestens eine Hütte hat, entweder in den Bergen oder am Meer. Am Wochenende kann man somit ein bisschen der Stadt entfliehen und sich in seine Hytta zurückziehen. Vor einer Woche war ich mit meiner Familie in ihrer Hytta am Meer. Und dieses Wochenende hat sich wirklich angefühlt wie 2 Tage Ferien. Wir sind Boot über den Fjord gefahren, haben Waffel gemacht, haben gebadet…Herrlich!
img_0721(Hier ist die Aussicht von unserer Hytta in Bamble)
Auf jeden Fall freue ich mich auf die Herbstferien. Die Schule ist zwar nicht besonders anspruchsvoll und für mich gibt es dieses Jahr auch keinen Stress mit den Noten, aber trotzdem hat man ja lieber frei, ikke sant? (was soviel heisst wie: nicht wahr?–>ikke sant wird hier von allen ständig gesagt.)
In meiner Klasse sind alle richtig nett und  hören mir geduldig bei meinen Versuchen norwegische Sätze zu bilden zu. Es wäre natürlich vieles sehr viel einfacher wenn ich die Sprache schon könnte. Bei Gesprächen unter den Leuten in meiner Klasse kann ich noch nicht so gut mitreden. Normalerweise wäre ich die erste, die mitdiskutiert und ihre Meinung kundtut, aber mit meinem gebrochenem norwegisch ist das eher noch schwer. Ich habe jedoch das Gefühl, dass ich mich jeden Tag ein bisschen mehr verbessere  und ich hoffe das ich bald mehr und interessantere Gespräche auf norwegisch führen kann.
Ich habe jetzt ausserdem ein volles Programm unter der Woche. Am Mittwoch gehe ich ins Orchester, was mir wirklich sehr viel Spass macht, und ausserdem habe ich jetzt mit Volleyball begonnen und werde zweimal in der Woche trainieren. Ich bin zwar nicht herrausragend gut in Volleyball, aber das Wichtigste ist doch, dass ich neue nette Leute treffe und mich ein wenig sportlich betätige:)
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Ferien und weitere spannende Erlebnisse in meinem Austauschjahr. Ich habe jetzt zwar lange keinen Blogeintrag geschrieben, aber ich werde versuchen öfter daran zu denken und immer wieder etwas kleines schreiben.
Ha det bra
Hilsen fra Clara♥

1.Schulwoche

Hallo jetzt meld ich mich mal wieder

Ich bin jetzt genau seit 2 Wochen in meiner Gastfamilie und sie ist noch immer super! Sie passt einfach richtig gut zu mir. Ich bin echt froh, dass ich so ein Glück mit der Familie habe. Für mich war das sehr wichtig, dass ich mich mit der Familie gut verstehe.

Ich habe jetzt auch schon die 1. Schulwoche in Norwegen hinter mir und ich mag meine Schule echt. ich gehe in die 1. Klasse des hiesigen „Gymnasiums“. Das heisst also, dass ich nicht die einzige Neue bin, die keinen kennt in der Klasse, sondern alle Schüler sind neu. Das ist eigentlich ganz gut für mich, weil sich somit noch keine Freundesgruppen gebildet haben und alle neue Freunde suchen. Das Einzige was es für mich natürlich schwieriger macht ist die Sprache. Natürlich verstehe ich jeden Tag etwas mehr, aber ich muss mich schon richtig anstrengen eine Konversation zu verfolgen. Aber in 1-2 Monaten glaub ich wird das auch kein grosses Problem mehr sein. Am Anfang ist es natürlich immer etwas schwerer, aber das klappt schon. Hier in den Schulen ist man richtig darauf fokussiert ein gutes Klassenmilieu aufzubauen, daher hatten wir die ersten Tage gar keine richtige Schule gehabt. Wir haben Spiele gespielt, um uns besser kennenzulernen, im Pausenhof gegrillt, usw. Das fand ich echt schön. Wir  hatten diese Woche aber auch schon normale Schule. Und die ist ganz anderes als in Basel! Erst einmal nennt man die Lehrer beim Vornamen und im Allgmeinen ist das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler viel lockerer. Die Schüler hier sind alle geschockt von dem langen Stundeplan! „Oh Gott wir müssen fast jeden Tag bis um halb vier in der Schule bleiben!“ Ich wiederum finde den Stundeplan ziemlich locker im Vergleich zu einem Stundenplan in der 11. Klasse in der Schweiz. An 2 Tagen muss ich erst um 1o Uhr in der Schule sein und wir haben nie länger als 15.30 Uhr Schule. Purer Luxus wenn ihr mich fragt.

Aber Norweger sind allgemein früher zuhause als wir Schweizer. Ab 16 Uhr ist sozusagen schon Abend und man hört normalerweise auf zu arbeiten. Bis um 17 Uhr sind natürlich beide Elternteile zuhause und dann wir um allerspätestens 18 Uhr gegessen. Wenn man so früh isst, hat man einfach noch den ganzen Abend vor sich. Ich finde das super. Anne ( die andere schweizer Austauschschülerin in Oslo) und ich wir haben schon überlegt, dass wir in der Schweiz eine Initiative starten wenn wir zurückkommen : „Feierabend um 16 Uhr!“.

Ich denke ich habe mich soweit so gut eingelebt und ich bin schon echt gespannt auf dieses Jahr!

Die ersten Tage in Norwegen

Ich bin jetzt seit etwa 5 Tagen hier und seit ich am Donnerstag ins Flugzeug gestiegen bin, ist so viel passiert!

Am Donnerstag 11. August bin ich mit Anne, die auch in Norwegen ihr Austauschjahr macht, nach Oslo geflogen. Als wir dann in Oslo ankamen warteten schon die YFU-Volunteers und weitere Austauschschüler auf uns. Wir wurden dann alle zusammen in einen kleinen Bus gesteckt und nach Hønefoss gefahren. Dort fand unser kleines Willkommens-Camp statt. Das Camp war richtig lustig und es war schön die ganzen anderen Austauschschüler kennenzulernen und mit ihnen über das kommende Jahr zu reden.

Am Samstag wurden wir dann von unseren Familien abgeholt. Oh Gott war ich aufgeregt! Wir Austauschschüler sassen in dem einen Raum und die Familien in dem daneben. Dann wurden die Durchgangstüren geöffnet und da war sie…meine Familie für ein ganzes Jahr! Irgendwie lief es von Anfang an super mit ihnen. Ich hatte befürchtet wir hätten uns nichts zu sagen und hatte schon Angst vor einer schweigsamen Autofahrt, aber zum Glück war das nicht so. Eva-Cecilie, Jan Ludvig, meine Gasteltern und mein jüngerer Gastbruder Even haben mich an dem Tag abgeholt und sofort wie ein Familienmitglied bei sich aufgenommen. Ludvig, mein älterer Bruder ist noch in den Ferien mit seinen Freunden und kommt erst am Mittwoch wieder nach Hause. Ich freue mich schon darauf ihn kennenzulernen.

Mein neues Zuhause und mein Zimmer gefallen mir auch sehr! Das Haus liegt am Aussenrand von Oslo, oben auf einem kleinen Hügel und vom oberen Stock sieht man auf den Oslo-Fjord. Mit dem Fahrrad ist man in etwa 20 Minuten in der Stadt. Ich habe noch kein eigenes Fahrrad, aber sie schauen, ob sie vielleicht eins für mich auftreiben können. Gleich hinter dem Haus liegt ein grosser Wald, indem man schön spazieren kann. Am Sonntag waren wir dort Blaubeeren sammeln, eine typisch norwegische Beschäftigung:) Ausserdem kann man dort auch im See schwimmen, der ist jedoch wirklich eiskalt.

Ich habe jetzt noch eine Woche Ferien und dann fängt für mich die Schule an. Ich freu mich schon darauf meine neuen Klassenkameraden kennenzulernen.

Mit meinen Norwegischkentnissen hapert es noch ein bisschen, aber ich bin ja auch erst seit 2 Tagen in der Familie. Mit mir reden sie meistens noch Englisch, aber wenn sie norwegisch reden, merke ich schon jetzt, dass ich es besser verstehe als am Tag davor.

Hier ist noch immer alles ein wenig fremd für mich, aber ich bin mir sicher, dass ich mich in dieser Familie und in dieser Stadt sehr wohl fühlen werde!

Mein Austauschjahr in Norwegen

Hei alle sammen

Ich heisse Clara, bin 16 Jahre alt und werde übermorgen, am 11. August, für ein Jahr nach Norwegen fliegen. Ich freue mich schon richtig darauf! Meine Familie kenne ich schon seit etwa 2 Monaten, wir hatten auch schon Kontakt über E-Mails und sie kommen mir sehr nett vor. Meine Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern Eva Cecilie und Jan Ludvig und meinen beiden Gastbrüdern, Even und Ludvig. Ach und nicht zu vergessen, Sid, die Katze. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sie sich dazu entschieden haben mich aufzunehmen!

Sie leben in Oslo und ich bin schon gespannt darauf wie die Hauptstadt von Norwegen so aussieht. Oslo ist auf jeden Fall eine grössere Stadt als Basel, also für mich eine grosse Veränderung. Meine Schule kenne ich auch schon, ich werde auf die Foss videregående skole gehen. Die Schule sieht super aus und passt glaube ich recht gut zu mir.

Ich kann es irgendwie noch gar nicht richtig realisieren, dass ich nur noch einen ganzen Tag in der Schweiz haben werde und dann geht es ab nach Olso! Richtig verrückt! Ich bin jetzt gerade bei meinen letzten Vorbereitungen vor der Abreise und beim Packen.Es ist gar nicht so einfach Kleider für ein ganzes Jahr in einen Koffer zu kriegen. Und dann darf noch nicht mal mehr als 23kg wiegen. Vor allem muss ich für Norwegen viele warme Sachen mitnehmen und Winterkleider wiegen ja bekanntlich mehr als Sommerkleider. Doch das wird schon alles irgendwie klappen.

Auf jeden Fall freue ich mich riesig auf das nächste Jahr, auf meine norwegische Familie und auf ganz viele neue Erlebnisse! In diesem Blog möchte ich alle, die es interessiert, immer wieder mal auf dem Laufenden halten, wie es mir geht und was ich so mache.

Bis bald

Clara