YFU Switzerland

Hola a todos!

Mein Name ist Christina, ich bin 16 Jahre alt und habe die Möglichkeit, dieses Jahr als Austauschstudentin in Argentinien zu verbringen. Ich wohne in Luján, eine Stadt westlich von Buenos Aires, mit meinen zwei kleinen Gastschwestern und meinen Gasteltern. 

Erst letzten Freitag bin ich hier angekommen und habe das Wochenende zusammen mit anderen Austauschschülern in einem Arrival Orientation Camp verbracht. Da hat man viele Sitten und Verhaltensweisen der Argentinier, sowie auch von vielen anderen Ländern kennengelernt und einen ersten Eindruck der Kultur bekommen. Das Essen war super, das Unterhaltungsprogramm nie langweilig, die Menschen superfreundlich, das hat sehr Spass gemacht. Am Sonntag hat mich dann meine Familie beim Camp abgeholt und wir sind, nachdem wir dort noch eine Vorstellung von zwei Tangotänzer geniessen konnten, nach Hause gefahren. Die Familie ist sehr, sehr herzlich, sie geben sich sehr Mühe, mit mir sprechen zu können, obschon nicht alle wirklich Englisch sprechen. (Hände und Füsse und auch Google helfen da enorm!)

Die ersten zwei Tage verbrachte ich zu Hause, um mich ein wenig einzugewöhnen und die Familie kennenzulernen. Der Montag war sowieso schulfrei, das war der Todestag von José de San Martín, einem Unabhängigkeitskämpfer, der Argentinien sehr geholfen hat. Am Mittwoch war dann mein erster Schultag. Ich gehe in eine Montessori Schule, welche es jedoch noch nicht lange gibt, deshalb hat es dort nur 3 Klassen. Die Leute sind superfreundlich und wollen mir „helfen“, indem sie nur noch Spanisch mit mir sprechen, damit ich das lerne. Meistens müssen sie’s jedoch danach noch übersetzen, doch das kommt schon noch. 😀 Die Schule ist sehr auf das personalisierte und eigene Lernen fixiert, Tests schreiben sie nur wenn der Lehrer es für unausweichlich ansieht. (Ich glaube meine Klasse hat in diesem Jahr zwei Tests geschrieben und das Schuljahr hat im März begonnen..) Wir haben theoretisch einen Stundenplan mit konkreten Zeiten, wann die Stunde starten sollte, jedoch nehmen sie das nicht so genau und der Lehrer kommt gerne eine Viertel- bis Halbestunde später in die Stunde oder schwatzt noch mit uns. Abgabedaten gibt es nicht, die Schüler entscheiden meistens selbst, wann sie etwas abgeben. Die Lehrer sind jedoch ziemlich begeistert von Präsentationen, in meinen drei Tagen in der Schule habe ich vier Präsentationen angesagt bekommen und ein Video, welches ich produzieren soll. Alles in Allem gefällt mir die Schule jedoch sehr gut, vor allem die offene und herzliche Art der Schüler und auch der Lehrer. Zur Begrüssung gibt man sich hier eigentlich immer ein Kuss auf die Wange, was das Händeschüttel-Umarm-Dilemma praktischerweise behebt. 

Das Essen ist super. Die Argentinier haben viele typische Gerichte wie Empanadas oder Asado, wobei die Meisten Fleisch oder Dulce de leche enthalten. Mate wird hier auch sehr oft getrunken, ich denke jeder argentinische Haushalt besitzt Mate zu Hause und mindestens einen Topf Dulce de leche im Kühlschrank. Wir fahren auch oft nach der Schule zu Freunden meiner Gastmutter um zusammen Mate zu trinken. Die Menschen hier duschen eigentlich alle jeden Tag, was jedoch wahrscheinlich an den heissen Temperaturen im Sommer liegt. 

So, genug erzählt, ich melde mich bald wieder. 🙂

Christina